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  • Neu5GCDatumGestern 13:28
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat von Luna im Beitrag #22
    Hallo
    Ich war vergangenes Wochenende auf einer hochkarätig besetzten Fortbildung zum Thema Anti-Aging, wo das auch Thema war.
    Es hieß, dass es nicht nur im roten Fleisch- wohl eher unabhängig von der Herkunft - sondern z. B. auch in Milchprodukten. Ja, es reichert sich im Körper an und kann sich dort negativ auswirken.
    Aber: Ur wenn sehr oft große Mengen aufgenommenen werde, wird es zum Problem. Sobald über einige Tage kein Nachschub kommt, baut der Körper es wieder ab.
    Als Mengenangabe für zuviel wurden 500-600g/T genannt. 1-2x/Woche je 200g rotes Fleisch seien kein Problem.
    Und dann halt wieder die alt bekannte Geschichte: Ab und zu mal nicht essen, sodass der Körper sich regenerieren kann.
    LG
    Luna


    Danke für den Input – also voll in line mit unserem aktuellen Stand. 500-600 g Rind ist gut möglich, glaube aber, dass es viel früher losgeht, etwa bei 200 g pro Tag. 200 bis 400 g Beef pro Woche sollten allerdings keine Probleme machen.

    LG

  • Neu5GCDatum24.09.2018 11:26
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Der meint sicher die Hormone.

  • Neu5GCDatum17.09.2018 13:11
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Ich bevorzuge es, potenziell gefährliche Substanzen überhaupt erst nicht zu konsumieren. Dann muss ich sie mit fragwürdigen Methoden auch nicht wieder loswerden. Denn ob NAC und RLA im Ernstfall so helfen, wie man sich das vorstellt, wage ich zu bezweifeln.

  • Neu5GCDatum17.09.2018 12:07
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat von marcolino im Beitrag #15
    Unter den tierischen Proteinpulvern, sollte dann doch das Eiklarpulver auch eine gute Wahl sein bezogen auf Neu5GC, oder?!


    Si, wer's verträgt. Gibt nicht wenige Menschen, die allergische Reaktionen davon zeigen.

  • Neu5GCDatum17.09.2018 12:04
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Fisch ist sicher eine gute Option, und Wildfänge bzw. Flussfänge bzw. Fisch aus dem eigenen Land (etwa Forellen) bestimmt auch weniger bedenklich was Toxine etc. angeht. Bei Fisch frage ich mich allerdings, wie die Arsen-Thematik aussieht. Fisch liefert organisches Arsen, im höheren mg-Bereich, von dem man lange geglaubt hat, dass er unproblematisch ist im Vergleich zu anorganischem Arsen. Neuere Untersuchungen stellen das allerdings infrage, weil die Verstoffwechselung von organischem Arsen nicht hinreichend untersucht bzw. klar ist und Arsen immer noch eins der stärksten Umweltgifte für den Menschen ist.

    Bezeichnend ist, dass diese Schwermetalle immer direkt auf die Gefäßgesundheit hauen, weil sie quasi alle immer sogar im niedrigsten Mengenbereich die eNOS-Funktion beeinträchtigen und NO weghauen. Da man Fisch als Ganzes natürlich nicht nur auf irgendwelche Schwermetalle reduzieren kann, bliebe die Frage, was die Netto-Effekte sind. Und die sehen ja lt. Epidemiologie ganz gut aus.

  • Neu5GCDatum17.09.2018 11:54
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Wäre aber vorsichtig bei der Beurteilung hier. Unter "cheeses" verstehen die Amerikaner bzw. Ausländer im Allgemeinen etwas anderes als wir Deutschen. Mein Bauchgefühl würde sagen, dass Quark, Frischkäse und Co. eher besser abschneiden. Hier mal zur Vollständigkeit:

    [[File:Bildschirmfoto 2018-09-17 um 11.48.53.png|none|800px|800px]]

    (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4299224/)

    Wichtig ist die Spalte "Neu5Gc content mcg/g" – es fällt auf, dass im Steak immer noch 10 bis 20 mal mehr Neu5Gc enthalten ist als in einer vergleichbaren Menge Käse. Auch wird deutlich, dass Schwein prinzipiell eine bessere Option darstellt als Rind – und überhaupt, Rind der stärkste Neu5Gc-Lieferant ist.

    Ich muss allerdings ergänzen, dass die Werte hier sich nicht unbedingt decken mit anderen Veröffentlichungen. Es gibt zwar nicht viele Messungen, aber ich habe z. B. neulich in einer asiatischen Veröffentlichung gelesen, dass Schweinefleisch, insbesondere Organfleisch, sehr, sehr reich an Neu5Gc sein soll. Von den Werten her vergleichbar mit Rind.

    Die Werte muss man also mit Vorsicht genießen. Trotzdem: Käse bzw. MiPros dürften das kleinere Übel sein.

  • Ist entkoffeinierter Kaffee gesünder?Datum17.09.2018 11:45
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Ich stecke ja nicht in dir drin. Ich weiß nur, dass so ein Kaffee-Entwöhnen mitunter ein tage- oder sogar wochenlanger Prozess sein kann. Schon Nicotinrauch oder auch koffeinhaltiger Grüntee können das ausbremsen.

    Es geht ja auch nicht immer nur um "harte" Endpunkte, wie Verbesserung des Schlafs, Entzugserscheinungen oder so. Ich meine: wenn ich Kaffee trinke, schlafe ich auch mehr oder weniger normal. Ist ja nicht so, dass ich plötzlich fünfmal die Nacht aufwache. Es sind viele subtile Geschichten, das kann z. B. ein leichtes Blutdruckabsenken etc. sein. Das kann von Person zu Person natürlich deutlich anders sein, auch, weil nicht jeder die gleiche Toleranz gegenüber Kaffee bzw. Koffein hat und weil jede Person auch anders auf die entstehenden Effekte, z. B. mehr Noradrenalin, reagiert. Kaffee ist ein Substanzgemisch. Ich hab schon mal gesagt: Vielleicht kann Kaffee-Entzug bedeutet, dass man keinen Heißhunger mehr hat – wie auch immer. Bei manchen Menschen wird es vielleicht gar keinen Unterschied machen, vielleicht gehörst du dazu.

    4 Wochen Pause ist aber was anderes als 7 Tage Pause + 3 Tassen Grüntee.

  • Neu5GCDatum17.09.2018 10:56
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Grundsätzlich gilt für hochverarbeitete Pulver, dass der Anteil an Sialinsäuren natürlich sehr viel geringer ist. Das heißt, auch dieses Pulver enthält Neu5Gc natürlich – aber es geht ja nicht um Neu5Gc an sich, sondern um die Mengen, die sich 40-fach unterscheiden können. Milch zB enthält auch Neu5Gc, aber grundsätzlich wenig. Auch Pute und Co. enthält Neu5Gc aber eben auch sehr wenig bis nichts. Je nach Messung. Ergo: Kollagen-Hydrolysate, aber auch Whey-Proteine, enthalten mit hoher Wahrscheinlichkeit kleine Mengen Neu5Gc, die aus gesundheitlicher Sicht mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit unproblematisch sind.

    Nochmal: Es geht nicht um Neu5Gc an sich. Es geht, wenn überhaupt, um Dosen, die so hoch sind, dass sie sich anreichern können im Körper. Der Körper wird das Zeug ja auch wieder los. Zwischen Einbau und Degradation muss halt ein gutes Verhältnis bestehen und dafür braucht man Neu5Gc nicht per se zu meiden – man muss es halt niedriger halten.

  • Das "BESTE" MultivitaminDatum16.09.2018 14:10
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat von Natural-Hit im Beitrag #178
    Macht es nicht einen Unterschied wie alt ein Mensch ist wenn man über Dosierungen spricht???
    Dr. Schmitt-Homm hat sich in diese Richtung geäußert.

    Also: Hat ein 20 jähriger nicht einen anderen Bedarf als ein 40, 50, usw. jähriger?


    Glaube ich grundsätzlich nicht, oder kaum. In ein paar Bereichen ergeben sich bestimmt besondere Anforderungen, aber grundsätzlich bzw. unterm Strich unterscheidet es sich nicht deutlich. Denn in jungen Jahren wächst der Körper noch, die Knochen, die Muskeln, die Stoffwechselrate ist oft höher, es wird sich mehr bewegt etc. – das erzeugt gleichermaßen höhere Anforderungen. Im Alter verschiebt sich das eher in Erhalt dann. Aber nochmal, das heißt nicht, dass es nicht sinnvoll ist, bestimmte Mikros im Alter etwas höher zu dosieren oder bewusst drauf zu achten, dass sie überhaupt in ausreichender Quantität vorliegen, denn ein junger Körper kann Engpässe auch besser kompensieren.

  • Das "BESTE" MultivitaminDatum16.09.2018 10:57
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Richtig. Wir sind da komplett bei examine, deshalb gibt's ja auch immer wieder "fleischkritische" Beiträge von uns, die – amüsanterweise – immer von Fleischbefürwortern kritisiert werden. Zum letzten NL, bei dem wir über Neu5Gc sprechen, gab es auch die eine oder andere etwas frechere Antwortmail von Leuten, die offensichtlich gerne Fleisch essen.

    Deshalb muss es eben auch um Risikominimierung gehen:

    - Das, was von dir genannt wurde, gilt für rotes, nicht aber für "weißes Fleisch".
    - Es gilt vor allem für stark erhitztes bzw. gebratenes Fleisch.
    - Der Verarbeitungsgrad spielt eine Rolle.

    Aus diesem Grund meine ich persönlich, wie im NL geschrieben, mit "rotem Fleisch" nicht unbedingt Rind, Schwein, Lamm und Co., sondern Straußenfleisch, Putenoberkeule, Geflügelhack usw., die typischerweise auch "rot" sind, allerdings z. B. kein Neu5Gc enthalten. Bei der Verarbeitung sollte jeder auf schonende Zubereitung achten und natürlich immer mit Gemüse oÄ kombinieren, die die potenziellen Nachteile auf die Darmgesundheit kompensieren.

    Milchprodukte haben ein ganz anderes "Leistungsspektrum" als Fleisch. Es geht ja nicht immer nur darum, was wenig schadet, sondern auch darum, was mir etwas liefert. Mit Blick auf Mikronährstoffe: Eine MiPro-lastige Ernährung liefert eben kein Carnosin, Carnitin, Kreatin, Eisen, Zink etc. Zudem verträgt sie nicht jeder, auch, weil viele Menschen, die an Entzündungen und Co. leiden negative Effekte davon spüren. Wie Casomorphine und Co. hier Einfluss haben, kann kaum einer sagen, weil bei MiPros ja immer nur auf Endpunkte geachtet wird, zum Beispiel Risiko für Herzkreislauferkrankungen.

    Ganz überspitzt formuliert: Würde ich kein Fleisch essen, keine NEM nutzen und mit MiPros meinen Eiweißbedarf decken, hätte ich irgendwann Eisenmangel. Deshalb muss jeder für sich unterm Strich entscheiden, wie er die Anforderungen bzw. die Bedürfnisse des Körpers stillen will. Und ich würde viele Nahrungsmittel lieber in moderater Menge konsumieren - habe dann unterm Strich aber von allen Seiten die Vorteile und minimiere die Nachteile.

    Und bezüglich Minimierung der Nachteile, sind wir ja voll konform mit examine etc. Auch wir befürworten ganz bestimmt keine Ernährung, die auf Rindfleisch basiert, wie das derzeit bei der "Carnivore Diet" getan wird.

    Wenn man weiterdenkt, muss man sich eben fragen, wie der Körper seit Jahrtausenden an das Zeug kommt, das er braucht. Und das war bei uns sehr sicher Fleisch. Eine andere hochwertige Eiweiß- und eine vergleichbare Mikronährstoffquelle gibt es nicht. Das deckt sich auch mit unserer evolutiven Vergangenheit bzw. unserer Entwicklungsgeschichte. Wenn ich nun kein Fleisch esse, was ja legitim ist, dann kommen allerdings neue Fragen auf. Denn dann muss ich eine ganz Reihe an Substanzen ergänzen mit NEM.

    Hier ergeben sich allerdings oft ganz neue Probleme, an die man gar nicht gedacht hat. Etwa, dass Eisen-Suppelemente (und nicht nur die) oxidativen Stress im Blut machen und generell oft viel schlechter aufgenommen werden als vergleichbare Mengen im Fleisch – dass man durch Metalle auch den Darm on fire setzen kann, weil Metalle auch dort oxidativen Stress machen, daran denken die meisten gar nicht. Über NEM zugeführte Metalle sind mit die stärksten Verursacher von oxStress im Blut. Kupfer über Ergänzungsmittel wird z. B. ganz anders aufgenommen als Kupfer über Nahrungsmittel bzw. Leber. Letztere landen schnell in der Leber und zirkulieren dann erst gar nicht lange im Blut.

    Mir hat mal ein Arzt geschrieben, der bei sämtlichen Professoren wegen seines extrem hohen oxLDL-Werts war. Das ging über Wochen und Monate so. Der war supergesund, hat alles richtig gemacht, aber keiner hat eine Lösung für sein Problem gefunden. Bis ich ihm gesagt habe, dass er vielleicht mal alle hochdosierten Metalle (Eisen, Zink und Co.) absetzen soll – hat er getan und innerhalb weniger Wochen war der oxLDL-Wert geviertelt.

    Was ich damit sagen will: Man muss sehr genau überlegen, an welchen Schrauben man dreht und viele sehen die Konsequenzen nicht, die sich daraus dann ergeben. Natürlich kann ich sagen, ich esse kaum rotes Fleisch, aus diversen Gründen. Wenn das aber bedeutet, dass ich unterm Strich andere Risiken eingehen muss, um die Bedürfnisse meines Körpers zu stillen, dann steht man eben wieder vor der Frage um den Trade off. Deshalb sagen wir immer: Kein Weg ist der optimale Weg, weil es immer irgendwelche Probleme gibt.

  • Das "BESTE" MultivitaminDatum16.09.2018 00:53
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Hey Eric,

    ich habe nicht gesagt, dass Quark bzw. Eiweißpulver per se fragwürdig ist. Es ist ja immer eine Frage der Menge. Mein Punkt war ja, dass offensichtlich eine Kluft zwischen Theorie und Praxis besteht.

    Die Theorie wäre, dass in vielen Kreisen Konsens darüber herrscht, dass "mehr Protein" gut ist – zumindest phasenweise. Das kann je nach Empfehlung bis zu 200 g Eiweiß am Tag sein. Wir von edubily sind da grundsätzlich eher etwas konservativer eingestellt, was hier aber nichts zur Sache tut.

    Die Praxisfrage ist allerdings: Was bedeutet das konkret für meinen Speiseplan? Hier kommt meine Aussage ins Spiel: Wenn es bedeutet, dass ich – z. B. weil ich Fleisch nicht täglich essen will – meinen Proteinbedarf mit einem Kilo Magerquark oder 100 g Whey-Protein decke, um mal extreme Zahlen zu nennen, finde ich das fragwürdig. Weil ja hier mitschwingt, dass Milchprodukte irgendwie gesünder sind als Fleisch. Auf mich aber wirkt es befremdlich zu sagen, ich mag nicht täglich ein großes Stück Fleisch essen (weil ggf. "ungesund") – während man zeitgleich in exzessiven Mengen Milchprodukte konsumiert.

    Ich glaube, dass sich viele mit Ernährung und Ernährungsplänen genau deshalb schwertun. Da ist eine Kluft zwischen Theorie und Praxis. Ich glaube, einigen ist nicht klar, was es in der Praxis bedeutet, > 100 g Protein zu essen, als Beispiel. Sie wollen das dann zwar, sehen aber nicht, dass man dafür gewisse Verhaltensweisen oder Ernährungsgewohnheiten an den Tag legen muss, die möglicherweise nicht ins eigene Weltbild passen.

    Unser Ansatz ist ja, "am besten von allem ein bisschen und von nichts zu viel" - wer dann aber keine Vielfalt an den Tag legt und z. B. nicht auf Fleisch zurückgreift, der wird beispielsweise kaum solche MiPro-Orgien vermeiden können. Hier setzt dann eben meistens die Glaubensfrage an. Es gibt Leute, die würden eher 1 kg Magerquark essen statt täglich Fleisch. Ich bin der Meinung, dass jedes Nahrungsmittel bei zu hohem Konsum schaden kann, weswegen ein kg Magerquark für mich nicht empfehlenswert wäre. Abgesehen davon, dass es genug Leute gibt, die gar keine MiPros essen wollen – was würden die machen, wenn sie die hohe Proteinmenge in der Nahrung packen wollten?

    Also verstehst du: Ab einem gewissen Punkt diskutieren wir oft über Glaubensfragen, weil der eine eben 300 g Fleisch am Tag bevorzugt, während der andere es vertretbar hält, diese Menge durch MiPros abzudecken. Andere essen gar nichts von beidem und hauen sich 100 g Pflanzenprotein in den Kopf – das finde ich noch viel fragwürdiger. Denn auf der einen Seite werden Pflanzenproteine wie Gluten verteufelt und es wird immer wieder gezeigt, wie problematisch gewisse Pflanzenproteine für den Darm sind – auf der anderen Seite wird hier exzessiv Pflanzenprotein getrunken, weil "Pflanzen gesund sind".

    Man muss die beste Netto-Lösung finden und einsehen, dass es halt keinen perfekten Weg gibt.

  • Das "BESTE" MultivitaminDatum15.09.2018 19:30
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Im Newsletter habe ich allerdings geschrieben, dass es ja nicht nur "rotes Fleisch" vom Schwein und Co. gibt, sondern auch rote Teile von Pute und Co. – und aus genau diesem Grund explizit empfohlen, mal Strauß zu probieren.

    Natürlich muss man nicht 300 g (rotes) Fleisch am Tag essen. Man sollte sich allerdings vor Augen führen, dass dies vielleicht 60-70 g Protein sind.

    Die Gegenfrage ist dann: Woher beziehe ich Zink, Eisen und Co. + vor allem Protein, wenn man beispielsweise > 100 g erreichen will. Wenn das bedeuten würde, dass ich stattdessen 1 kg Quark esse oder ich auf Eiweißpulver zurückgreifen muss, finde ich das mindestens genauso fragwürdig. Netto betrachtet ist 300 g Fleisch am Tag sicher noch eine der besseren Optionen, in erster Linie natürlich dann, wenn es nicht aus Massentierhaltung kommt. 300 g ist ein großgeratenes Steak.

    Wie gesagt: Wer mit Blick auf Makro- und Mikronährstoffe einigermaßen vernünftig statt synthetisch essen will, der kommt um einige Unbequemlichkeiten halt nicht herum. Alles andere ist für mich Fantasie – ich meine: wir haben hier Luxusprobleme! Wollte man seinen Eiweißbedarf in der Wildnis decken, bliebe gar nichts anderes übrig als Fleisch, als Beispiel.

    Ich finde das Denken bzw. die Vorstellungen von uns schon strange ab und zu: Jeder plädiert mittlerweile für > 100 g Protein am Tag, natürlich mal Zyklen vorausgesetzt, manche sprechen sogar 35 % der Kalorien, was oft 200 g pro Tag bedeutet, aber zeitgleich scheint sich niemand darüber Gedanken zu machen, was das in der Ernährungspraxis bedeutet. Rund 200 g Protein pro Tag würde 1 kg Fleisch pro Tag übersetzt bedeuten!

  • Ist entkoffeinierter Kaffee gesünder?Datum14.09.2018 17:25
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat
    Jeder sollte man das Experiment machen und wochenlang kein Koffein zu konsumieren. Dann gäbe es den einen oder anderen A-ha Effekt :-)



    Sehe ich ähnlich

  • Das "BESTE" MultivitaminDatum14.09.2018 16:32
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat
    Abgesehen davon kommen ja auch noch rechtliche Dinge dazu. In Deutschland darf Vitamin D ja gar nicht hochdosiert verkauft werden, außer man schreibt Vitamin D - Depot auf die Verpackung mit dem Hinweis, 5000IE, alle 7 Tage eine Tablette. Es darf also nicht 4000IE in das Multivitaminpräperat und dann 1x täglich draufstehen. Übrigens würden dann auch manche mit 50kg wieder 3000IE wollen und manche mit 100kg 6000IE.



    Wichtiger Punkt!

    Zu unserem Multi kann ich sagen: das wird – den (deutschen) Umständen entsprechend – richtig cool. Wir sind dran!

  • Das "BESTE" MultivitaminDatum14.09.2018 15:09
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat
    Aber gab es in den letzten 10-20 Jahren überhaupt mal irgendein sinnvolles All-in-one Produkt?



    Wir es auch nie geben – jedenfalls keins, das "all in one" sämtliche Bedürfnisse des Körpers stillt. Dazu gehen Mikronährstoffe viel zu starke Wechselwirkungen mit Lebensmitteln ein, die nicht zuletzt die Aufnahme im Darm oder sogar die Wirkung an sich beeinflussen.

    Man kann sich aber an folgende Regeln halten:

    – Grundsätzlich sollte es Ziel sein min. 100 % NRV zu treffen. Damit fährt man schon gut.
    – Es ist besser von Stoffen zwischen 90 und 110 % NRV zuzuführen als, sagen wir, bei 10 nur 50 % zu kriegen, bei 3 vielleicht 120 % und bei 2 1000 %. Man muss nicht zwanghaft bei diesen Prozentzahlen hängen bleiben, aber die Idee ist, lieber "ausgeglichen und mäßig von allen" statt irgendwo krasse Lücken zu haben und woanders einen riesigen Überschuss. Ungleichgewichte!
    – Das, was mit Nahrungsmitteln zu decken ist, sollte regelmäßig, wenn nicht täglich auf dem Speiseplan stehen, z. B.:

    ... täglich 300 g rotes Fleisch (geht Neu5Gc-frei oder mit Neu5Gc), deckt fast vollständig Eisen, Zink, ggf. Selen ab, inkl. paar B-Vitamine, Carnosin, Carnitin, Kreatin und Co.
    ... täglich 50 g Haferflocken decken vollständig den Mangan-Bedarf (funktioniert!) + paar Mineralien + bisschen (nicht optimal bioverfügbar) Kupfer/Zink/Eisen und Co.
    ... z. B. eine Paranuss: deckt quasi den Selenbedarf
    ... paar Milchprodukte würden den Calcium-Bedarf decken
    ... z. B. einmal die Woche Leber deckt Kupfer, B12 und Vitamin A
    ... ab und zu n3-haltige Fische wie Lachs, wer es mag deckt den n3-Bedarf
    ... on top n paar Hülsenfrüchte, die man verträgt (davon gibt es einige), für Mangan, Kupfer, Folate und Co.
    ... etc.

    Natürlich immer schön drauf achten, dass die Schwermetall- und Toxin-Belastung im Allgemein gering bleibt und man die Nahrungsmittel auch verträgt und nicht erst mal in einen komatösen Halbschlaf fällt, Bauchschmerzen oder Niesattacken bekommt nach dem Essen.

    Wer so isst, hat ja schon mal quasi die Hälfte gepackt. Dann kann man je nach Bedarf ergänzen:

    ... ein B-Vitamin-Komplex, niedrig dosiert mit 100 % NRV reicht in den meisten Fällen sogar.
    (... Alternativ: ein Low-Dose-Multi, aber nicht notwendig)
    ... Magnesium
    ... K2 K7 50 bis 100 mcg
    ... Vitamin D
    ... irgendne Vitamin-E-Quelle
    (... je nach Bedarf n3-Fettsäuren noch)
    (... je nach Bedarf Kollagen-Hydro)

    Kann sein, dass ich was vergessen habe, aber come on, bevor man wochen- und monatelang damit verbringt, die perfekte NEM-Rezeptur zu finden, sollte man halt n paar Essspielregeln beachten + das Nötigste in ausreichender Menge ergänzen, was ja nun wirklich nicht so viel ist.

    LG

  • Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat von meise im Beitrag #21
    Hat hier jemand Erfahrung damit oder weiß, ob es irgendeine pathologische Ursache haben kann, wenn Kaffee zu stark/lange wirkt?!
    Früher vor 10 Jahren konnte ich kannenweise Kaffe trinken und nachts problemlos schlafen. Mittlerweile, eigentlich ein paar Jahre nachdem ich meinen Körper edubily-mäßig gepflegt habe, reicht ein starker Kaffee am Nachmittag, und ich liege bis 3oo wach.
    Bisher dachte ich, das sei etwas positives, aber ganz so sicher bin ich mir da mittlerweile nicht mehr so.
    Kann sich die Genexpression, Koffein schnell abzubauen, deaktivieren? Irgendein defizit in Nieren oder Leber?!


    Interessant. Die gleiche Beobachtung habe ich auch gemacht. Heute vertrage ich weit weniger Kaffee als noch in "ungesünderen Tagen". Es ist zwar nicht so, dass ich bis nachts wachliege, aber ich merke, dass es dann immer noch wirkt. Die Frage ist: Was ist "normal"? Vielleicht sind die Wirkungen, die man hat, nicht direkt auf das zurückzuführen, was man trinkt, sondern auf Abbauprodukte, die sich auf bessere Entgiftungsleistung der Leber zurückführen lassen? Auf der anderen Seite kann gut sein, dass die Enzyme "normal" (also im "gesunden Zustand") anders arbeiten als unter anderen Umständen und man dadurch negative Effekte spürt, die eigentlich nicht negativ sind. Ich weiß es nicht. Aber darüber habe ich auch schon des Öfteren nachgedacht.

  • Aus Glycin kann Cholin gebildet werden.Datum11.09.2018 20:36
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Zitat
    Generell empfehle ich jedem, der Wikipedia nutzt, sich die Diskussionsseite zu einem Artikel anzusehen. Da findet man schnell heraus, was evtl. strittig ist oder fehlt.



    Das ist ein guter Hinweis, danke.

    Zum Korrigieren: Das ist mir ehrlich gesagt zu viel Arbeit. Wenn ich da anfange, würde ich sicherlich bei vielen Beiträgen mitmischen wollen – und das möchte ich derzeit nicht

  • Aus Glycin kann Cholin gebildet werden.Datum11.09.2018 18:59
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Genau weil ich davon ausgehe, dass Leute solche Artikel verfassen, die über Kompetenzen verfügen müssten, Themen richtig aufzuarbeiten (was sie speziell in diesen Themenbereichen häufiger nicht tun), ist das für mich – natürlich überspitzt formuliert – Volksverdummung. Zusätzlich ist Wikipedia in der Hinsicht anfällig, dass – wie damals beim Thema Insulinresistenz – nicht gesicherte Zusammenhänge, die von Leuten mit gewissen Interessen verfasst werden, einer breiten Masse zugänglich gemacht werden (die ja davon ausgehen, dass Wikipedia eine gute Quelle ist).

    Mit "systematisch" meine ich natürlich nicht, dass hinter dem Wiki eine Art Mafia steckt, die bewusst das Volk mit Fehlinformationen beliefern will. Und damit meine ich auch nicht, dass Wikipedia per se schlecht ist. Tatsächlich war meine Aussage ("Volksverdummung") gar nicht auf Wikipedia direkt bezogen, sondern allgemein auf Fehlinformationen, die einer breiten Masse zugänglich sind.

  • Aus Glycin kann Cholin gebildet werden.Datum11.09.2018 14:47
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Als Ergänzung vielleicht noch: Hier mal wieder ein Beispiel, warum das (deutsche) Wikipedia viele Fehlinformationen liefert.

    Im englischen Wikipedia steht zu Cholin:

    Zitat
    Choline /ˈkoʊliːn/[1][2] is a water-soluble vitamin-like essential nutrient.[3][4][5]



    Im deutschen Wikipedia steht zu Cholin:

    Zitat
    Für den Menschen stellt die Aufnahme von Cholin keine Notwendigkeit dar, solange seine Nahrung die Aminosäure Methionin und Folsäure enthält.[14]



    Die referenzierte Studie heißt aber schon: Choline, an essential nutrient for humans.

    Und in dieser Studie steht:

    Zitat
    Healthy humans consuming a choline-deficient diet for 3 wk had depleted stores of choline in tissues and developed signs of incipient liver dysfunction. Our observations support the conclusion and choline is an essential nutrient for humans when excess methionine and folate are not available in the diet.



    Beobachtung 1: Zu wenig Cholin in der Nahrung von gesunden Menschen verarmt die Cholin-Speicher (ergo: eigene Synthese reicht nicht aus)
    Beobachtung 2 aber: dies trifft vor allem dann zu, "when excess methionine and folate are not available in the diet." – was soll "excess", also Überschuss, in diesem Zusammenhang sein?

    Egal, deutsche Autoren machen daraus: Cholin ist nicht essentiell, solange Folsäure und Methionin vorhanden sind.

    Wieder einmal ein Fall von systematischer Volksverdummung.

  • Aus Glycin kann Cholin gebildet werden.Datum11.09.2018 11:56
    Foren-Beitrag von Chris (edubily) im Thema

    Nicht viel, ansonsten würde Cholin nicht als "essentiell" (= kann nicht selbst gebildet werden) klassifiziert werden.

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