Nächtlicher Harndarang

#1 von naklar! , 16.05.2015 22:09

Ok, im Zuge der Forenhygiene mache ich das Thema hier nochmal auf, nachdem es im Gesammteiweiß-Thread eben aufgekommen ist.
Ich muß leider im Schnitt 2,5 x raus pro nacht, was wahrlich eine Menge ist und mächtig nervt.

Chris hat mir bereits geantwortet, seiner Meinung nach solle ich mit dem Eiweiß runter gehen und kein Forcefeeding mehr machen.

Zu ersterem : Bin im Schnitt bei 220 g, ist das wirklich schon viel? Und: Könntest du mir ( zumindest in Stichworten ) den Zusammenhang zwischen Eiweißkonsum und Harndrang erklären?

Zu 2. Du meinst, ich soll erstmal nicht mehr stark überkalorisch essen- 'tschuldige, der Begriff Forcefeeding ist mir das erste Mal untergekommen... :-)

Ansonsten@ Alle:
Gibts eigene Erfahrungen, Tips, Ratschläge?

Merci, Eric

 
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RE: Nächtlicher Harndarang

#2 von Marcel , 16.05.2015 22:12

Ich gehe meist 5mal die Nacht. Habe aber auch oft 150-259g Eiweiß in der Abend Mahlzeit.

Nervt ganz schön.

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RE: Nächtlicher Harndarang

#3 von Chris (edubily) , 16.05.2015 22:21

Also: Mir fällt ein gesteigertes Durstgefühl und mehr Harndrang bei circa 200-250 g pro Tag auf.

Mich stört das nicht. Ich muss deshalb auch nachts nicht raus. Die Erklärung ist, wie ich meine, recht banal: Es entsteht schlicht mehr Harnstoff parallel zum Eiweißkonsum.

Ich werde diesbezüglich etwas schreiben die Tage und mal ein paar klärende Worte verlieren.

Edit: Ja, aber ... mal Butter bei die Fische: Wenn ich doch merke, dass ich davon unendlich oft auf die Toilette muss nachts, dann senke ich die Zufuhr doch wenigstens mal ein paar Tage, oder?


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RE: Nächtlicher Harndarang

#4 von MaXopA , 16.05.2015 23:14

Ich gehe ebenfalls nachts im Schnitt 2 bis 3 auf Toilette. Liegt höchstwahrscheinlich daran, dass ich mein zeitlichen Fenster der Nahrungsaufnahme kurz vor dem Schlafengehen gelegt habe. Vor etlichen Monaten war es jedoch
definitiv schlimmer, mit zirka 5-6 mal pro Nacht. Nachdem ich allerdings meine Blase sozusagen trainiert bzw. "erweitert" habe, konnte ich die Frequenz senken. Ich denke mein Körper war davor viel zu empfindlich gegenüber kleinste Mengen an Urin, die sich ansammelten.


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RE: Nächtlicher Harndarang

#5 von Sonnensucher , 16.05.2015 23:14

Mir ist auch schon aufgefallen, dass ich durch den höheren Eiweißkonsum viel mehr Durst habe und ständig Wasser trinken kann und muss. Der Harzer mit Salz tut sein übriges dazu, vielleicht auch das Kreatin. Aber ich finds eher praktisch, da ich in der Vergangenheit immer zu wenig getrunken habe.
Ab und an kams dann mal zum nächlichten getaumel zum Klo, aber jetzt trinke ich einfach 2 Stunden vor dem einschlafen nur noch wenig und erzwinge vorher nochmal den Klogang.
Dadurch schlafe ich durch.

 
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RE: Nächtlicher Harndarang

#6 von Chris (edubily) , 16.05.2015 23:18

Ja, das ist auch ein Faktor: Wann und in welchem Zeitraum vor dem Schlafengehen wird die Nahrung zugeführt?

Wie ich im Eiweißartikel bereits angedeutet habe, halte ich es nach wie vor nicht für die beste Idee, 200 g Protein in 4 Stunden aufzunehmen (zumal der Körper in Fastenperioden sowieso sehr Protein-sparend wird).


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RE: Nächtlicher Harndarang

#7 von naklar! , 17.05.2015 00:08

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #3
Also: Mir fällt ein gesteigertes Durstgefühl und mehr Harndrang bei circa 200-250 g pro Tag auf.

Mich stört das nicht. Ich muss deshalb auch nachts nicht raus. Die Erklärung ist, wie ich meine, recht banal: Es entsteht schlicht mehr Harnstoff parallel zum Eiweißkonsum.

Ich werde diesbezüglich etwas schreiben die Tage und mal ein paar klärende Worte verlieren.

Edit: Ja, aber ... mal Butter bei die Fische: Wenn ich doch merke, dass ich davon unendlich oft auf die Toilette muss nachts, dann senke ich die Zufuhr doch wenigstens mal ein paar Tage, oder?



Habe da schlichtweg keinen Zusammenhang gesehen bisher. Bin gespannt, was du die Tage dazu schreibst.

 
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RE: Nächtlicher Harndarang

#8 von Gelöschtes Mitglied , 17.05.2015 07:52

Den Pinkel-Marathon kenne ich, als mich noch mit Shakes abgefüllt habe.
Bei dauerhaft viel EW hat zudem mein Harn und meine Achseln das müffeln angefangen.
>> Man kann sich das Leben auch selber umständlich machen :-)
Dachte mir dann: Guter Schlaf hat Vorrang und sticht alle anderen Maßnahmen!

Darum: Seitdem ich wieder nur über Nahrung ca. 80-100g EW zu mir nehme, schlafe ich wieder durch, müffel nicht mehr und bin topfit.


zuletzt bearbeitet 17.05.2015 07:53 | Top

RE: Nächtlicher Harndarang

#9 von Marcel , 17.05.2015 07:56

Was wäre denn die Alternative? Mittags mehr und abends kaum Eiweiß?

Oder generell weniger? Wenn ja wieviel?

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RE: Nächtlicher Harndarang

#10 von Chris (edubily) , 17.05.2015 11:13

Gut, Sven. Ich denke auch, dass man es mit Shakes nicht übertreiben sollten, da die Verstoffwechselung doch schon eine andere als bei Fleisch, zumal hier ja viele Whey-Protein trinken.


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RE: Nächtlicher Harndarang

#11 von naklar! , 17.05.2015 14:13

Hier mal der Link zu dem Thread, der mich zu mehr Shakes gebracht hat...

Proteinsynthese

 
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RE: Nächtlicher Harndarang

#12 von Chris (edubily) , 17.05.2015 14:47

Also ein Cut-Off was das Nutzen von Protein bezüglich Protein-Synthese angeht, ist erreicht bei circa 100-160 g (je nach Körpergröße, Sportart etc.). Ab diesem Wert steigt die Protein-Oxidation an.

Dies deckt sich auch mit dem Muscle-Full-Effect: 20-30 g High-Quality-Protein alle 3-4 Stunden entsprechen den oben genannten Werten.

Anders sieht das in Diäten aus, wo die Degradation sowieso angeheizt wird und anders sieht es aus, wenn man das Aminogramm verbessern möchte und dann mit dem Gießkannen-Prinzip daherkommt. Anders sieht es darüber hinaus auch aus, wenn man Protein-Oxidation gerne hinnimmt, um etwaige thermochemische Vorteile von Protein zu genießen und sich darüber im Klaren ist, dass Protein-Oxidation die mitochondriale Dichte erhöht, was ein Effekt einer Supplementation von BCAA auf die Langlebigkeit ist.

Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass ab dem oben genannten Cut-Off-Wert Protein-Kalorien durchaus "zählen" - denn der Muskel kann auch Aminosäuren oxidieren.

Protein-Konsum in diesen Höhen wird die Glukose-Toleranz einschränken, was bei Low-Carb-Ernährungen sowieso der Fall ist (Randle-Cycle; physiologische IR etc. etc.). Daher gehen High-Protein-Diäten in der Natur sehr häufig einher mit niedrigeren Makronährstoffzufuhren oder einem geringeren Carb-Anteil. (Im Übrigen werden viele Low-Carb-Anhänger auch deshalb so viel Protein verbraten, weil sie schlicht viel Glukose herstellen, falls nicht in der Ketose.)
Daher: Wer mehr Fett ist, für den spielt das gerade Gesagte keine so große Rolle. Wer wert legt auf eine maximale Glukose-Toleranz, der kann bei 100-150 g aufhören, wenn das Aminogramm stimmt.

Ach ja: Ich präferiere Fleisch wann immer es geht und nutze Shakes, wenn mir keine Zeit bleibt oder ich starken Eiweiß-Hunger verspüre, aber keine anderen Quellen in der Nähe sind.
Force-Feeding habe ich ein einziges mal empfohlen, um das Gesamteiweiß anzuheben und den Setpoint zu verschieben. Danach sollte man strikt auf sein Körpergefühl hören.


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RE: Nächtlicher Harndarang

#13 von justizia , 17.05.2015 18:16

Ich bin jetzt ein wenig verunsichert. Ich esse täglich 300 Gramm putenfleisch und abends kommt dann manchmal noch Fisch dazu. Ist das jetzt zuviel Eiweiß und wird jetzt meine Glukosetoleranz schlechter???


Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens - das fängt beim Reden an und hört beim Dekolleté auf.

 
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RE: Nächtlicher Harndarang

#14 von EHST , 17.05.2015 18:37

300g Pute sind doch gerade einmal knapp 70g Eiweiß, oder? Wieviel Fisch isst Du denn dann noch, dass Du dir Gedanken machst, ob das schon zuviel ist?


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RE: Nächtlicher Harndarang

#15 von H_D , 17.05.2015 18:53

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #12
(Im Übrigen werden viele Low-Carb-Anhänger auch deshalb so viel Protein verbraten, weil sie schlicht viel Glukose herstellen, falls nicht in der Ketose.)

Damit beziehst du dich auf die Gluconeogenese oder? Dachte dass wäre sehr unwahrscheinlich?

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