neuroplastizität

#1 von bio mind , 09.05.2015 21:43

was hat uns die biochemie diesbezüglich zu sagen/zu geben?

könnte mir l-carnosin vorstellen ...

und schwefelverbindungen
(msm, dmso, liponsäure wegen der vernarbungen) ...

what about mtor?

von cannabinoiden reden wir bitte nicht

(ein paar legale pflanzerl hab ich schon im gepäck)


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RE: neuroplastizität

#2 von bio mind , 09.05.2015 22:43

hab ganz vergessen,

wahrscheinlich auch omega3 und vit.d ...?

bin mehr auf der suche nach was speziellem,
klar, dass das gesamtpaket stimmen muss!

bin dankbar für jeden hinweis


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RE: neuroplastizität

#3 von Markus , 09.05.2015 22:46

Hallo,

von wegen Neuroplastizität und Cannabis, da gibt es schon eine Korrelation, aber eine negative. Hirn-Atrophie ist das Stichwort:

"We provide evidence that regular cannabis use is associated with gray matter volume reduction in the medial temporal cortex, temporal pole, parahippocampal gyrus, insula, and orbitofrontal cortex; these regions are rich in cannabinoid CB1 receptors and functionally associated with motivational, emotional, and affective processing. Furthermore, these changes correlate with the frequency of cannabis use in the 3 months before inclusion in the study. The age of onset of drug use also influences the magnitude of these changes. Significant gray matter volume reduction could result either from heavy consumption unrelated to the age of onset or instead from recreational cannabis use initiated at an adolescent age"

http://www.nature.com/npp/journal/v39/n9...npp201467a.html

Die Testosteron-Werte sinken obendrauf auch noch gratis.

Also tu dir selbst einen Gefallen und schmeiss deine Bong bitte in den Müll- besser heute als morgen!

Und danach reden wir über Supplements wie ALCAR, DHA, Cholin oder das richtige Sportprogramm.


"You are 99.99% genetically identical to every other human on the planet. Whereas, in terms of your gut microbiome genetic sequence, you can be 90% different from the person next to you" (R. Nikoley)

 
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RE: neuroplastizität

#4 von bio mind , 09.05.2015 22:49

thanks,

hab ich doch gesagt, dass cannabinoide nicht infrage kommen,
weder natürlche noch synthetische - sollen die damen und herren "gehirnforscher" selber nehmen
ich rede von anderen pflanzen

sport is nicht - bin gelähmt - geht nur ein wenig trampolin und beckenbodenrtaining


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RE: neuroplastizität

#5 von Gyges , 12.05.2015 16:09

Wo wir beim Thema "Bewusstseinserweiterung" sind:
Mich würde interessieren, wie sich andere Stoffe (Magic mushrooms, LSD, DMT o.ä.) auf Körper und Geist/Intelligenz auswirken.
Kennt Ihr Studien dazu?
Nicht, dass mich das direkt betreffen würde. Aber ich habe dazu Diskussionen mit Bekannten, die diesen Stoffen gegenüber aufgeschlossen sind
und gesundheitliche Vorzüge propagieren ;-)

Beste Grüsse
Gyges

 
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RE: neuroplastizität

#6 von bio mind , 12.05.2015 16:26

meine bescheidene meinung:

so wirksam und angenehm, manche vll sogar harmlos, heilsam und nützlich manche substänzchen und pflänzchen auch sein mögen,
keins davon wird dich zu etwas führen, was du nicht ohnehin in dir hast ...

meditieren ist ein besserer weg zum "bewusstsein" ...
und vorsicht noch immer die mutter der pozellankiste.


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RE: neuroplastizität

#7 von hexagon91 , 12.05.2015 21:18

@bio

kannst Du irgendwelche Bücher oder ähnliches zum Thema Meditation empfehlen? Mir geht es hauptsächlich um Techniken.

Lg

hexagon91  
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RE: neuroplastizität

#8 von bio mind , 12.05.2015 21:41

es gab da mal ein ganz gutes - ha . hier noch http://www.amazon.de/Johannes-F-Boeckel-...n/dp/B008E6T2TM :)

dann was von patricia carrington,

heute gibt es sicher viel mehr ...

zen, mantra, vipassana, usw.,

binaural beats,
elektrostimulation (http://eggetsberger-info.blogspot.co.at/...x-programm.html)
sind die instant ways

ich pers. mag keine geführten meditationen
und mache mantra

google halt und schau dir die richtungen ein wenig durch - was dich am meisten anspricht, versuche
es gibt sogar christliche meditationen ... (steindl-rast so zwischen zen und christlich)

sollte und kann m. e. aber alles überkonfessionell sein und muss überhaupt nicht religiös sein - meditation ist ein offener weg des findens, nicht des suchens

der schönste spruch dazu ist für mich von edgar cayce: "im gebet sprechen wir zu gott - in der meditation spricht gott zu uns ..."

greetz


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RE: neuroplastizität

#9 von bio mind , 12.05.2015 22:08

ps

das ist ein wenig off-topic, aber ich möchte es noch anmerken,

es ist ein auch ein weg des sich-finden-lassens und des gefunden-werdens
(man fühlt es)

nach neueren forschungen (quellen habe ich jetzt nicht bei der hand) durchaus auch der neuroplastizität dienlich

es gibt aber auch ein over-meditating,
also regelmäßig üben, aber für ausgleich sorgen ...

mit bewegung
ich bin und war nie sportler,
aber alles, was man liegt, ist meditation,
kann es zumindest sein ... ;)


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RE: neuroplastizität

#10 von bio mind , 12.05.2015 23:15

wahrscheinlich schreib ich so viel nonsens, weil ich mir selbst antworten muss/darf ... :)

"alles, was man liegt, ist meditation", heißt natürlich "liebt"
sorry

im ernst,
hier ein pragmatischer artikel von janis
http://primal-state.de/meditation-veraen...ehirnfrequenzen


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RE: neuroplastizität

#11 von Siggi , 13.05.2015 09:09

Ich habe auch einige Bücher dazu gelesen und kann dieses empfehlen, wenn es dir mit dem meditieren wirklich ernst ist.

http://www.amazon.de/Meditation-Alles-wo...editation+alles


Frühstücken wie ein Kaiser und aussehen wie ein Sumo

 
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RE: neuroplastizität

#12 von bio mind , 13.05.2015 09:24

danke siggi,

die beschreibung liest sich gut.
und bei den rezensionen schneidet es super ab :)


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RE: neuroplastizität

#13 von Taimes , 18.05.2015 08:46

Ich persönlich lese immer mal wieder Dinge bezüglich Neurosteroiden.

Nachdem ich meine Reihe zur Schilddrüse beendet habe, hoffe ich einen Artikel dazu auf dem Blog bringen zu dürfen.
An für sich ist er schon geschrieben und handelt von den vielen Wechselwirkungen von Pregnenolon und weiteren Neurosteroiden...unter anderem mit dem schon angesprochenen Endocannabinoiden System.

Ich habe meinen Fokus auf den Gewichtsverlust durch Pregnenolon-vermittelte Hemmung des Endocannabinoiden Systems gelegt.
Grundsätzlich hat sich mir aber bei meiner Recherche ein Bild ergeben, das Neurosteroide homöostatische Faktoren darstellen, die neurale/kognitive Probleme ausbalancieren könnten. Dysbalancen ergeben sich unter anderem bei Depression und Betroffenen weisen reduzierte Spiegel im Cerebrospinal Fluid auf.

Also ich persönlich halte gerade Pregnenolon für sehr interessant, gerade was die Hirnfunktion betrifft.
Weiterhin positiv wirkt GLP-1, wie man heute weiß. Chris hat ja einen Artikel dazu im Blog.
Problematisch ist hier, dass das körpereigene GLP-1 (verglichen mit pharmakologischen Analoga) eine sehr kurze Halbwertszeit aufweist und über die Zirkulation wohl nicht ins Gehirn gelangt, sondern an Nervenfasern wirkt.

Die typischen, schon etablierten Derivate sind Exenatide und Liraglutide und beide haben neuroprotektive Effekte. Man benutzt sie zwar nur gegen Adipositas, aber im Gehirn reduzieren sie Entzündungsreaktionen und beugen Neurodegeneration vor.

Weiters interessant - ein Thema mit welchem ich mich gerade befasse - ist das Signalmolekül "sonic hedgehog", das bei Hirnschäden aktiviert wird. Spielt bei Glia-Narben eine Rolle und wird mit Hinblick auf Traumata, Schlaganfälle usw intensiv erforscht. Ich hoffe sehr, dass es hier Durchbrüche geben wird.


Da ich auch Freund alternativer Ansätze bin, finde ich auch Bag-Rebreathing ein Stückweit interessant, wenn auch sehr vage.

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RE: neuroplastizität

#14 von bio mind , 18.05.2015 11:03

wow,

zeigt mir, dass ich mit meinen bisherigen maßnahmen gar nicht so schlecht liege,
und was neues ... thanks a lot, taimes!

die salzburger um prof dr aigner (pmu) forschen und setzen sehr in richtung hopfen,
wegen seiner neuroprotektiven und sogar potenziell -regenerativen eigenschaften ...

die "andros";) und "testos";) werden zwar jetzt aufschreien,
ist halt etwas phytoöstrogenlastig,
zudem ein hanfgewächs!

gehört also nicht nur aus ayurvedischer sicht - weil vata-lastig und tamasisch - ausgeglichen.


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RE: neuroplastizität

#15 von Taimes , 18.05.2015 22:39

Um noch ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern:

Eine benachbarte Forschungsgruppe ist führend im Bereich der Neuroregeneration nach Gehirnverletzungen und neuronaler Stammzellaktivität.
Sie forschen sehr intensiv an dem schon erwähnten Signalmolekül "Sonic Hedgehog", das einen detailliert-beschriebenen Signalweg aktiviert. Damit wird jeder Bio-Student gequält, da es während der Embryonalentwicklung Körpermuster und Segmentierung reguliert. Gleichzeitig ist es aber auch bei Verletzungen im Gehirn aktiv und wird gebildet, wenn Gehirngewebe durch ein Trauma oder in Folge eines Schlaganfalls (Ischämie) geschädigt wird. Neben den Nervenzellen findet sich im Gehirn ein weiterer Zelltypus, die Glia.
Diese Zellen bilden Glia-Narben am Ort der Schädigung. Durch Sonic Hedghog erhalten diese Zellen zT Stammzellaktivität. Somit könnten pharmakologische Ansätze, die auf diesem Mechanismus beruhen, diese Probleme abmildern oder evtll auch teilweise rückgängig machen.

Übrigens: Neurodegeneration in Folge von zB Alzheimer scheint hiervon weniger betroffen zu sein. Es müssen wirklich traumatische oder ischämische Hirnschädigungen sein.

Die zugehörige Primärliteratur findet man im renommierten Journal "Cell":
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23561443



Zum Thema Alzheimer:
Apolipoprotein E (ApoE) ist ein Protein, dass im Gehirn den Transport von Fett aber auch von den Alzheimer-typischen amyloiden Plaques vermittelt.
Es wurden drei verschiedene Allele des ApoE-Gens charakterisiert, die im Menschen vorkommen können. Die sogenannte ApoE4 Variante steigert das Risiko diese Plaques und somit Alzheimer zu entwickeln.

Für die Praxis:
Retinsäure scheint die Produktion von ApoE anzukurbeln und die Akkumulation von Amyloid-beta Plaques in den Zellen zu verhindern.
http://www.jbc.org/content/289/16/11282.full.pdf+html



Sport und das Gehirn:
Dass sportliche Betätigung auch für die kognitive Leistung Vorteile bringt ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Sogenannte Neurotrophine werden durch Sport ausgeschüttet und stärken Verknüpfungen im Gehirn (BDNF etc). Das fordert nicht nur Lernprozesse sondern ist auch neuroprotektiv.
Saunieren steigert übrigens auch die Neurotrophin-Ausschüttung. Gleichzeitig induziert man aber auch Heat-shock Proteine (beim Sport übrigens auch). Die schützen vor Denaturierung von Proteinen durch Wärme. Sie verhindern aber auch, dass neugebildete Proteine falsch gefaltet werden. Neurodegeneration ist oftmals auf die Akkumulation von fehlgefalteten Proteinen zurückzuführen, die zusammenklumpen und die Zellfunktion stören. Wie es scheint, liefert uns regelmäßiges Saunieren diesbezüglich also ein Abwehrwaffe.

Was ist mit Laktat beim Sport?
Wir produzieren immer Laktat aber ganz besonders bei intensiver Muskelarbeit. Laktat wird als "böse" angesehen wobei es eventuell ein vielversprechender Energieträger und Signalstoff ist. Gerade im Gehirn tauschen Glia und Nervenzellen extensiv Laktat aus. Bei vermehrter Gehirnaktivität steigt der Glucose-Verbrauch, aber die komplette Oxidation verändert sich kaum. Es wird vornehmlich Laktat gebildet was vielerlei Effekte zu haben scheint. Es ist das bevorzugte "brain fuel" behaupten manche.

Auch im Kontext von Hirnschädigung kann Laktat vielleicht gute Dienste leisten. Bei Schlaganfällen, (Sport) Unfällen usw könnte eine rasche Infusion mit Laktat die Probleme stark abmildern. Das wird gerade erforscht, unter anderem von George Brooks.

Das folgende Video lege ich jedem nahe, den das Thema näher interessiert. Es ist mMn hervorragend!
Sowohl Laien als auch "Experten" - da kann jeder was rausziehen.
https://www.youtube.com/watch?v=lThFQM503EU

Es wird hier übrigens auch angesprochen, dass es für Menschen im Koma (bzw im gelähmten Zustand) durchaus sinnvoll sein kann mittels elektrische Muskelstimulation ein gewisses Maß an Laktat zu produzieren, welches vom Gehirn genutzt werden kann.


Das wars erstmal von meiner Seite :)


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