RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#16 von Chris (edubily) , 14.05.2015 11:16

Dein Muskel ist schlicht nicht an vermehrte Glukose-Oxidation adaptiert und präferiert vermutlich Fettsäuren. Dadurch bist du nicht so insulinsensitiv (bzw. glukosetolerant) und hast dann Probleme. Erschwerend wird das, wenn die Fettmasse entsprechend groß ist (oder die freie Fettsäuren aus sonstigen Gründen zu hoch konzentriert im Blut schwimmen). Wie hoch ist denn dein KFA? Kraftsportler, Ausdauersportler oder gar nichts? :-)


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
Chris (edubily)
Admin
Beiträge: 2.739
Registriert am: 27.05.2014

zuletzt bearbeitet 14.05.2015 | Top

RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#17 von Marcel , 14.05.2015 12:17

Hallo Chris,

ja so in die Richtung geht auch meine Sorge...

Ich habe einen KFA von ca. 10%. Bin Sportler - kombiniere aber Kraft und Ausdauer. Also 3-4x Woche Krafttraining mit Fokus auf Grundübungen und Kraft. Dazu 2-3 lockere Ausdauereinheiten (mal Rad, mal Laufen etc - normalerweise zw. 30 und 60 Minuten). Dazu viel Alltagsbewegung - mit dem Rad 25 Minuten zur Arbeit + Spaziergänge.


Marcel  
Marcel
Beiträge: 87
Registriert am: 16.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#18 von Marcel , 25.06.2015 08:27

Hallo,

ich würde gern das Thema nochmal nach oben holen. Hat jemand noch Ratschläge/Vorschläge? Habe jetzt weiter mit HCLF, Volkskost, Refeeds, LCHF experimentiert und komme immer wieder zu dem Punkt dass ich mich mit LC wohler fühle.


Marcel  
Marcel
Beiträge: 87
Registriert am: 16.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#19 von Marcel , 25.06.2015 09:17

- edit-

Leider leidet die Verdauung.... Obwohl ich viel Gemüse und Beeren esse.. Und ich bin dann schnell unterkalorisch....

VG Marcel


Marcel  
Marcel
Beiträge: 87
Registriert am: 16.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#20 von atribecalledfresh , 25.06.2015 13:27

Also trotz jetzt wochenlangem, regelmässigem - moderatem und hochkalorischem - Carbkonsum ist es nach wie vor bei mir ähnlich.
Esse ich Carbs werde ich noch schlechter Satt, fühle mich am nächsten Tag nicht so fit wie "ohne" ( OHNE = Gemüse, Joghurt, etwas Obst // + - 80gr ) und vor allem habe ich
nach wievor am gesamten Körper Wassereinlagerungen ohne Ende. Abgesehen von den schon beschriebenen Merkmalen wie Blähungen & schlechter Verdauung ...

Also entweder ist der Körper nach 4 Jahren LowCarb eben immer noch nicht dran gewöhnt oder was weiß ich.


Pauschalisierungen sind der Tot !


 
atribecalledfresh
Beiträge: 222
Registriert am: 17.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#21 von Chris (edubily) , 25.06.2015 13:31

Wie schon mehrfach angesprochen: Ihr müsst euch nicht zum Carb-Konsum zwingen. Es gibt doch so viele Variationen zwischen "ketogen" und "high carb" - man denke dabei an die Makros der "Perfect Health Diet" oder anderen Sachen.

Ihr müsst herausfinden, mit welchen Makros euer Körper am besten fährt (das wäre die Akzeptanz-Varianten) oder ihr baut euren Stoffwechsel so um, dass ihr mehr Carbs vertragt (das wäre die Änderung-Variante). Letzteres ist nicht einfach, denn die Glukose-Toleranz an sich ist in hohem Maße nur in einem schmalen Grat gegeben.

Ich habe überhaupt kein Problem mit Fettkonsum, solange man nicht zu extrem lebt und die Fettsäure-Qualität beachtet.


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
Chris (edubily)
Admin
Beiträge: 2.739
Registriert am: 27.05.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#22 von hisairness , 25.06.2015 13:48

Hallo Chris,

ich klinke mich hier auch mal ein, da ich doch auch ähnliche Erfahrungen wie der Threadersteller gemacht habe.
Ich habe auch schon zig verschiedene Formen und Muster durch (siehe auch mein eigenen Thread).

Mit dem Punkt "nichts bis ins extreme treiben" gehe ich mittlerweile komplett 1:1 eurer Meinung. Dennoch bin ich täglich am hin und her schwanken hinsichtlich der Ernährung.
Habe mich mit Low Carb + IF sehr wohl gefühlt, durch div. Artikel bei euch aber feststellen müssen, dass es ja mit das besch****** für die Schilddrüse ist.

Daher meine Frage:
Bei ner sportlichen Aktivität (4x Krafttraining, 3x moderat Ausdauer), 1,92 und 91kg (falls von Relevanz)

Was ist eurer Ansicht nach die absolute Untergrenze für die Kohlenhydratmenge, um die Schilddrüse NICHT zu schädigen?


hisairness  
hisairness
Beiträge: 89
Registriert am: 18.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#23 von Marcel , 25.06.2015 14:11

Das würde mich auch interessieren. Und dazu die Frage der Frequenz; also lieber jeden Tag eine Mindestmengen oder mit Refeed?

Und was tut ihr bei lc für die Verdauung? Kartoffelstärke? Flohsamen?

VG Marcel


Marcel  
Marcel
Beiträge: 87
Registriert am: 16.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#24 von Siggi , 25.06.2015 15:20

Die Mindestkohlenhydratzufuhr ist stark individuell. Darauf kann man keine Antwort geben.

Ich schätze den Wert zwischen 70 bis 120 Gramm ein. Für sehr große und schwere Menschen eher noch höher.


Frühstücken wie ein Kaiser und aussehen wie ein Sumo


 
Siggi
Beiträge: 429
Registriert am: 15.12.2014

zuletzt bearbeitet 25.06.2015 | Top

RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#25 von Marcel , 25.06.2015 16:05

Chris sprach ja mal von 200g.


Marcel  
Marcel
Beiträge: 87
Registriert am: 16.12.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#26 von milram , 25.06.2015 17:18

Hallo im die Runde,

ich klink mich auch mal mit ein...habe eigentlich die gleichen Erfahrungen wie ihr gemacht. Allerdings sieht es mit dem Sport bei mir ein wenig anders aus... Ich betreibe ca. 8h fast reine Ausdauer (Triathlon) natürlich mit eingestreuten "harten" Einheiten und Athletiktraining...Da mir die Intervalle auf der Bahn bei zu wenig KH mehr als schwer fallen esse ich nen Abend vorher (meist IF 18h) mehr KH...im Schnitt ca. 120g aus Gemüse,ganz wenig Obst,Amaranth oder Hafer...für die Verdauung gibts jeden Abend in den Quark einen EL Flohsamenschalen und das funktioniert bisher ganz gut....Nur wenn es zu viele jarte Einheiten waren,äußerst sich mein Körper und reagiert prompt mit KH Heißhunger,sodass ich nun probieren werde 1xWoche "nachzuladen" und die Speicher an meinem Regenerationstag vollzumachen..
Ich hoffe ich werde trotzdem noch ca. 5kg verlieren 😐


 
milram
Beiträge: 9
Registriert am: 05.02.2015


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#27 von Chris (edubily) , 25.06.2015 17:37

Gut, die SD-Thematik muss man natürlich noch von anderen Perspektiven aus sehen.

Dass T3 während solchen Phasen fällt ist ein Mechanismus des Körpers, quasi eine andere Stoffwechsellage einzunehmen.

Ich weiß zum Beispiel aus persönlicher Erfahrung, dass ein hoher T3-Wert auch dafür sorgen kann, dass man Probleme hat, sich "nach unten" zu adaptieren. Heißt: Man hat Schwierigikeiten mit dem Fasten oder mit niedrig-kalorischen Phasen ... oder auch mit dem Muskelaufbau.

Darüber hinaus reguliert T3 zwar diverse andere Hormone, aber das heißt nicht, dass jeder mit einem T3-Wert von 4 durch die Gegend laufen muss, damit alles passt. Da hat jeder seinen ganz eigenen Bereich.

Als nächstes kommen Gedanken zum Setpoint und so weiter.

Was ich damit sagen will: Man sollte sich nicht krampfhaft auf die SD-Thematik beschränken.

Unsere Message ist ja nicht: Weniger T3 ist doof und Low-Carb macht deinen Stoffwechsel kaputt. <- Das ist nicht unsere Message. Zumindest nicht meine.

Meine Message ist: Low-Carb, Fasten oder andere chronische (!) Prozesse KÖNNEN dafür sorgen, dass die Stoffwechsellage leidet. Daraus folgt: WENN du Probleme hast oder Probleme vermutest, DANN solltest du in Erwägung ziehen, ob es nicht vielleicht an deinem radikalen Lebensstil liegt.

Dann muss man auch strikt differenzieren zwischen Low-Carb und ketogen. Für die meisten ist Low-Carb ja keine strikte Ernährungsform. Außerdem ist bei den meisten Low-Carblern der Protein-Anteil sowieso so hoch, dass man niemals von einer ketogenen Diät sprechen könnte.

Außerdem hat Tim in seinen Artikeln ja auch gezeigt, dass IF-Mäuse ihren hormonellen Rhythmus so verändern, dass T3 dann im Essensfenster hochfährt.

Die Problematik bei der ganzen Sache ist ja nur, dass die Mäuse dann nicht IF + ketogen leben. Die leben ja wenn dann: IF + standard chow (high carb), was natürlich dafür sorgen wird, dass T3 hochfährt. Dennoch sollte IF + Low-Carb locker möglich sein ohne stark hormonelle Konsequenzen.

Denn man muss sich auch immer im Klaren darüber sein, dass auch "viel T3" seine Probleme mit sich bringt.

Die von Siggi vorgeschlagenen 70-120 g beziehen sich auf die Gehirnversorgung. Das ist m. M. n. zu niedrig angesetzt. Gerade im Hinblick auf die Typ-2-Faser-Versorgung etc. würde ich sagen, dass ein gesunder KH-Wert (für nahezu jedermann) zwischen 150 und 200 g liegt.

Aber mal eine Sache, Leute: Ich weiß ja nicht ... aber ihr habt doch alle ein Körpergefühl, oder? Also normalerweise sollte man davon ausgehen, dass der Körper einem den Bedarf signalisiert. Das eigentliche Problem ist eher, dass viele Fitnessfreaks den Körper mit Gewalt und ohne Gefühl in eine Ecke drängen wollen (gilt für alle Extreme). Das beginnt dann schon mit so Sachen wie: Der Körper schreit morgens nach Eiweiß ("Aber ich muss das Fasten durchziehen, weil Eiweiß mich aus der Ketose/dem Fastenmodus haut") und so weiter.

Daher: Lasst doch mal das ganze Rationale (was auch wir zum Teil verschuldet haben) und lebt mal!


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
Chris (edubily)
Admin
Beiträge: 2.739
Registriert am: 27.05.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#28 von naklar! , 25.06.2015 17:54

:-) Wie fühlt sich das an, wenn der Körper nach Eiweiß schreit?

Fragt ernsthaft:

Eric


 
naklar!
Beiträge: 1.643
Registriert am: 15.10.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#29 von phil (edubily) , 25.06.2015 19:58

Ein Bekannter von mir hat heute gesagt: "Boah ich hab jetzt so richtig Lust auf Fleisch."

Dem sein Körper hat wohl nach Ew geschriehen. True story


 
phil (edubily)
Beiträge: 402
Registriert am: 21.06.2014


RE: LowCarb - Wohlbefinden - Warum?

#30 von Simu , 25.06.2015 20:08

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #27


Aber mal eine Sache, Leute: Ich weiß ja nicht ... aber ihr habt doch alle ein Körpergefühl, oder? Also normalerweise sollte man davon ausgehen, dass der Körper einem den Bedarf signalisiert. Das eigentliche Problem ist eher, dass viele Fitnessfreaks den Körper mit Gewalt und ohne Gefühl in eine Ecke drängen wollen (gilt für alle Extreme). Das beginnt dann schon mit so Sachen wie: Der Körper schreit morgens nach Eiweiß ("Aber ich muss das Fasten durchziehen, weil Eiweiß mich aus der Ketose/dem Fastenmodus haut") und so weiter.

Daher: Lasst doch mal das ganze Rationale (was auch wir zum Teil verschuldet haben) und lebt mal!


Ich wollte gerade haargenau das in den Thread schreiben, aber du kamst mir zuvor. Leute, lest bitte das was im Zitat steht am besten 5 mal nacheinander. Man kann ja Fasten, mal Lowcarb für ein bis mehrere Tage, mal Kohlenhydratlastig essen, u.s.w.. Und man muss nicht immer gerade jedem Gefühl und jedem Gelust nachgehen. Man kann auch mal kurze Zeit etwas Hunger aushalten. Aber wer noch eine gesunde Körperwahrnehmung hat, der merkt doch den Unterschied zwischen einer flüchtigen Lust und wenn der Körper nach etwas schreit???

Wenn ich bis mittags faste, dann weil ich ohne Hunger aufwache und durch den morgen höchstens mal ein kurzen Knurren im Magen habe. Erwache ich aber und habe schon direkt Hunger, dann gibts Shake und Banane.
Habe ich mal an einem Abend nach dem Training praktisch keinen Hunger, gibts nur sowenig ich auch Lust habe. Der Hunger am nächsten Tag ist dann umso grösser und der Körper holt sich was er braucht!


Jeder Mensch isst anders!


 
Simu
Beiträge: 463
Registriert am: 15.10.2014


   

Wadenkrämpfe
Kaseinunverträglichkeit / Allergie

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 6
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen