Rheuma

#1 von van Gent , 07.07.2014 10:38

Hoi Hoi,

da im näheren Umkreis ein Thema, möchte ich Euch einmal zu Rate ziehen. Bei Rheuma lese ich ja immer von wenig Eigelb, Fleisch etc. Welche NEM's könnten hier hilfreich sein ? Alles was entzündungshemmend ist oder gibt es einen bestimme Kombination die eventuell anzuraten ist ?

Vielen Dank vorab...

Groetjes

Ingrid


 
van Gent
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RE: Rheuma

#2 von vera8555 , 07.07.2014 16:07

Hallo Ingrid,

seit 1972 habe ich Rheuma . Allerdings habe ich es "schlafen gelegt" mit Omega-3 (mind. 6g/tägl), Vit.E Complex, Astaxantin, Kurkuma, Teufelskralle, Vit.D3, Vit.K,
Resveratrol, Prednisolon und tägl. mind. 30 Min. Sport.
Cortison und Schmerzmittel habe ich seit 3Jahren abgesetzt.
Eier esse ich täglich bis zu 4 Stück, Fleisch fast täglich allerdings keine Weizenprodukte.
Sehr viel Obst und Gemüse.

LG Vera


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RE: Rheuma

#3 von van Gent , 07.07.2014 17:06

Vielen lieben Dank Vera,

das sind sehr brauchbare Informationen. Wie ist deine Meinung zu Zucker, Milchprodukten Kaffee und NEM's wie z.b. Chlorella ( Entgiftung) und extra Magnesium ? Wäre es sinnvoll erst mal auf die tiereischen Produkte zu verzichten ( fasten ) und diese dann wieder anzufüllen und auszutesten ?

LG Ingrid


 
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RE: Rheuma

#4 von Markus , 07.07.2014 17:18

Hallo,

bei Rheuma kannst du als Entzündungsstoffe erhöhte Werte von IL-6 und TNF-alpha und somit als Marker hs-CRP messen. Senken kannst diese Werte beispielsweise mit Vit D, Omega 3 (und weniger O6!) oder Curcumin, Erfolge kanst du dann an gesenkten hs-CRP-Werten feststellen. D.h. wenn du deine Diät änderst, lasse den Wert vorher bestimmer und nach vier Wochen wieder. So kannst du Lebensmittel und Supps auf ihre Effizienz austesten. Also nicht zu viele auf einmal!

Bei LEF fndest du das Thema Rheuma auf aktuellem Stand recht verständlich abgehandelt:
http://www.lef.org/protocols/immune_conn...rthritis_01.htm

Eine Überlegung wäre vielleicht auch dies wert:
vhttp://rheumatoidarthritis.net/nutritio...n-free-diet-ra/


 
Markus
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RE: Rheuma

#5 von vera8555 , 07.07.2014 18:10

Hallo Ingrid,

Zucker esse ich überhaupt keinen. Ich süße mit Xylit, Magnesium neme ich bis zur Darmtoleranzgrenze (ca. 800-1000mg).
Von Entgiftung halte ich nichts - der Körper hat normalerweise kein Gift, das ausgeschieden werden muß.
Gefastet habe ich auch noch nie, denn ich habe als kleines Mädchen nach dem Krieg soviel Hunger gehabt- das reicht!
Ich spare auch nicht an Fett : liebe vor allem Kokosöl und Leinöl, aber auch Butter.
Habe keine Gewichtsprobleme.

Hallo Markus,

komischerweise sind meine Entzündungswerte CCP und CRP immer erhöht, habe aber keine Beschwerden.

LG Vera


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RE: Rheuma

#6 von van Gent , 08.07.2014 09:39

Vielen Dank, ich werde mich mal durchlesen und fragen ob noch Bluttest gemacht werden können bevor etwas verändert wird.

OT.. ich habe in einem Artikel gelesen das gerade die "Fastenzeit" ( ich weiss das es Hunger war und ich will es in keinster Weise gutreden !! ) in und nach dem Krieg dafür gesorgt hat, dass gerade diese Generation ausserordentlich langlebig ist/sein wird. Ich habe aus Neugier schon mehrere Menschen aus meiner Umgebung die mir aufgefallen sind durch hohes Alter und ausgesprochene Vitalität gefragt und die konnten zustimmen das
es diese Zeit in ihrem Leben gab...

@Markus...der zweite link funktioniert leider nicht.. ich such mich aber mal durch diese Seite !


LG

Ingrid



 
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RE: Rheuma

#7 von Bernd , 08.07.2014 10:31

Hallo Ingrid,

also ich denke nicht, daß der Kriegshunger zum besonderen Altwerden oder einer gewissen "Lebenshärte" der Kriegsgeneration, wenn man das mal so bezeichnen möchte, der Grund dafür ist. Hunger, im Sinne der Sache, also deutlicher und vielleicht sogar längerer Mangel, ist sicher eher nachteilig, gerade ja auch für junge Menschen und Kinder.

Ich glaube, es war eher eine Mentalitätsfrage, denn diese Generation hatte nach dem Krieg ja gerade auch gegenüber dem Essen und Nahrungsmitteln allg. eine ganz andere Einstellung und Wertschätzung als die Menschen heute, vom Nichtwegwerfen, Tellerleeressen bis hin zum allg. sparsamen Verbrauch, selbst wenn genügend da war, etc.

Ich denke, diesen Menschen war einfach die heutige Völlerei und Wegwerfmentalität einer dekadenten Überflußgesellschaft fremd und suspekt, und man war in der Masse mit vielem sehr sparsam und zurückhaltend, auch mit dem Essen, zumal es ja auch noch einige Jahre nach dem Krieg dauerte, bis wir die heutigen Verhältnisse bekamen und von allem mehr als genug da ist. Und auch die Psyche dieser Menschen war durch den Krieg und die Erlebnisse wohl stärker und "härter" als heute, wo die Leute schon reihenweise mit Burn-Out umfallen.

Insg. denke ich, ein sehr komplexes Thema, daß man nicht einfach mit einer gewissen Übung im Hungern oder Askese begründen kann.

Aber wie gesagt, nur meine ganz pers. Meinung.

Gruß Bernd



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RE: Rheuma

#8 von van Gent , 08.07.2014 12:09

Hallo Bernd,

da will und werde ich dir absolut Recht geben. Ich erinner mich eben nur an diesen Passus aus dem Artikel der sich auch darauf bezog das wir gerade in einer Generation leben die ihre eigenen Kinder überlebt - in Bezug auf Wohlstandskrankheiten. Es war auf jeden Falle etwas was mich sehr nachdenklich gemacht hat.

LG

Ingrid


 
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RE: Rheuma

#9 von Don90 , 02.03.2015 10:12

Ich würde dieses Thema gerne wieder etwas mehr aufleben lassen.

Hat jemand noch Ideen und Tipps für NEM oder Ernährung bei Rheuma?

Ich leide an rheumatoider Arthrtitis der Wirbelsäule (Morbus Bechterew), konnte es aber mit Ernährung sehr gut "schlafen legen".

Bei mir sieht es folgendermaßen aus:

Kein Getreide, keine Hülsenfrüchte, keine Milch (eher wegen der Haut als wegen den Entzündungen)
Bier wirkt sich nicht besonders gut aus auf Dauer habe ich das Gefühl, warum weiß ich nicht (eine Erklärung würde ich super finden falls hier jemand Ideen hat)
wenig O6
Fischöl
Vitamin D
Glutamin (gegen das leaky gut?)
seit neuestem Kartoffelstärke für die Darmbakterien
4-5 mal Sport wöchentlich
generell eine artgerechte Ernährung
1-2 mal pro Woche ca 16 Std fasten
Fette: Kokosfett, Butter, Butterschmalz, Olivenöl (nut bei kalten Speisen), Fischöl, gelegentlich Leinöl
Kohlenhydrate: Reis, Kartoffeln, Kochbananen, Süßkartoffeln
Eiweiß: Eier, Fleisch, Fisch, Käse

Fürs Training und generell täglich:
Whey Protein regelmäßig
150ug Jod
200ug Selen
50mg Zink Gluconat
14g Soja Lecithin
Vitamin C 1-2g
Gelatine 25g
5g Kreatin

Ich fahre damit sehr gut, zu Beginn habe ich täglich 2 mal Xefo 8mg (NSAR) genommen, dank der Ernährungsumstellung habe ich vl 2-4 Tabletten im Monat!
Den größten Erfolg habe ich durch das Weglassen von Getreide erzielt, der Rest war dann nur noch Feintuning und Forschung auf Eigeninitiative.
Laut Ärzte würde ich nicht weiterhin boxen können, heute boxe ich 3-4 mal wöchentlich und trainiere noch 1 mal wöchentlich im Studio, vorwiegend im Maximalkraftbereich mit Grundübungen.

Ich würde mich freuen wenn mir jemand noch ein paar Infos geben könnte für die Zukunft, bzw evtl kann sich hier ja jemand etwas abschauen :)



 
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RE: Rheuma

#10 von vera8555 , 02.03.2015 11:24

Hallo Don,
gratuliere! Auch ich hatte (habe) rheumatoide Artritis seit Jahrzehnten und mit Ernährung, Sport und NEMn "schlafen gelegt".
Bei deinem Regime fehlt eigentlich nur das sehr wichtige Vit. E. Nicht das einfache Tocopherol aus der Drogerie sondern unbedingt Tocothrieneol
Ich nehme das:

http://www.herbafit.de/content.php?seite...itamin%20E&st=1

LG Vera


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RE: Rheuma

#11 von Don90 , 02.03.2015 11:41

Sollte ich vorher messen lassen, wie hoch mein Wert ist?

Bei den Fischölkapseln ist ja auch schon Vitamin E enthalten.


 
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RE: Rheuma

#12 von vera8555 , 02.03.2015 13:50

Vitamin E ist sehr sicher -du brauchst es nicht messen lassen.
Wenn du 1Kapsel von dem Tocothrieneol tägl. nimmst, bist du auf der sicheren Seite.
Wenn in anderen NEM noch Vit. E enthalten ist, ist das nur das einfache Tocopherol und kann als Zusatz nur nützlich sein


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RE: Rheuma

#13 von Luna , 02.03.2015 13:57

Hallo Vera,
ich habe mir die Zusammensetzung des Herbafit Vit E gerade mal angesehen. Mir fällt auf,dass es eine Kombi aus Tocotrienolenn und Tocopherolen ist. Markus schreibt immer, dass es besser ist, beide Vit E Formen zeitlich getrennt einzunehmen.
Ich bin da auch etwas am rätseln, was wohl besser ist. Bei dir scheint die Kombi ja wirksam zu sein. Meine Überlegung geht auch dahin, dass natürliches Vit E eben alle 8 Fraktionen enthält. Hast Du dich mit der Frage ob trennen oder nicht schon mal auseinandergesetzt?
Ich bin mir da auch unschlüssig
VG


 
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RE: Rheuma

#14 von Luna , 02.03.2015 14:02

Hallo Vera,
ich nochmal. Ob man Vit. E nicht doch überdosieren lassen, da bin ich mir eben nicht so sicher. Es ist immerhin ein fettlösliches Vitamin, das gespeichert wird. Ich habe es wiederholt messen lassen und war immer an der oberen Grenze oder sogar deutlich drüber. (Wert 37 bei Norm bis 30) Deshalb bin ich gerade auch am überlegen, ob ich das Gamma E (LEF), das ich 2-3X Woche nehme, nicht doch lieber weglasse. Zuviel Antioxidantien ist ja auch nicht so gut. Den Synergieeffekt von Vit C und E kenne ich auch. Daher denke ich, man sollte nicht zu hoch gehen.
Mich würde deine Meinung dazu interessieren. Du beschäftigst dich auch schon recht lange mit der Thematik.
LG


 
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RE: Rheuma

#15 von vera8555 , 02.03.2015 14:21

Hallo Luna,

natürlich kann man V.E auch überdosieren. Habe immer nur die auf der Packung angegebene Menge genommen. Mein Rheuma-Doc hat es mir in der Nachwendezeit noch verschreiben können.
Daß man das Tocotrieneol nicht mit anderen Vit.E-Formen nehmen soll, ist wohl so nicht durchführbar. Allerdings scheint es nicht so gravierend zu sein, wenn man einige Stunden zwischen den Einnahmezeiten legt und du hast Recht, auch in den Herbafitkapseln sind auch die anderen E-Vitamine enthalten.

LG Vera


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