Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#1 von Chris (edubily) , 05.07.2014 11:01

Ich habe es bereits gesagt: Ich bin kein großer Fan von zusätzlichen Fettbergen und bin auch kein Fan von "Bulletproof Coffees" oder sonstigen Spielereien, die uns als Wahrheit verkauft werden.
Ich mag Kerry Gold usw., aber eher als Gewürz, nicht als Hauptnahrungsbestandteil.

Ich habe auch einmal gesagt, dass ich nicht davon ausgehe, dass Weiden-Butter mich gesünder macht als Butter, wovon ich ja weiß, dass es - bezogen auf meine Blutwerte - nicht förderlich ist.

Effects of butter from mountain-pasture grazing cows on risk markers of the metabolic syndrome compared with conventional Danish butter: a randomized controlled study

http://www.lipidworld.com/content/12/1/99

Results
No differences in blood lipids, lipoproteins, hsCRP, insulin, glucose or glucose-tolerance were observed. Interestingly, strong correlations between phytanic acid at baseline and total (P<0.0001) and LDL cholesterol (P=0.0001) were observed.

Conclusions
Lack of effects on blood lipids and inflammation indicates that dairy products from mountain-pasture grazing cows are not healthier than products from high-input conventional systems. Considering the strong correlation between LDL cholesterol and phytanic acid at baseline, it may be suggested that phytanic acid increases total and LDL cholesterol.


 
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RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#2 von Nati ( gelöscht ) , 05.07.2014 18:17

Weidemilch-Butter hat doch aber deutlich mehr wertvolle Inhaltsstoffe als konventionelle Butter.

Beta-Carotin, Vitamine A und E sowie Omega-3-Fettsäuren ...

Butterstudie der Uni Gießen (leider nur ein Bericht, ich finde die Studie nicht ... )

Vergleichsgrafiken

Wahrscheinlich lassen sich die Effekte dieses "Mehr" nicht so einfach nachweisen
bzw. sind nicht so ausgeprägt, aber dennoch ein zusätzliches Schmankerl,
wenn man denn Butter essen möchte ... was ich sehr gerne mache ...


Liebe Grüße,

Nati


Nati
zuletzt bearbeitet 05.07.2014 18:20 | Top

RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#3 von Chris (edubily) , 05.07.2014 18:26

Da hat die Werbung bei dir ja einen riese Arbeit geleistet.

"Mehr Omega 3, Vitamin A" etc. hört sich ja immer so gut an.

Aber was macht denn da der Unterschied, ob in 100g Butter 0,1g oder 0,2g DHA/EPA enthalten sind.
In 100g Butter sind ca. 2500IE Retinol enthalten. Ob dann da 3000IE drin sind... das macht den Bock auch nicht fett.



 
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RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#4 von Nati ( gelöscht ) , 05.07.2014 18:45

Zitat von edubily im Beitrag #3
Da hat die Werbung bei dir ja einen riese Arbeit geleistet.



Okay, okay ....

Ich kaufe sie ja immer im Angebot auf Vorrat.
Also nicht teurer als konventionelle Butter.

Sie schmeckt mir auch einfach besser.
Wahrscheinlich habe ich beim Genuss die glücklich grasenden Kühe auf der grünen Insel vor Augen.


Liebe Grüße,

Nati


Nati

RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#5 von Markus , 05.07.2014 19:31

Bei Retinol sind die Unterscheide mal locker Faktor 3 zwischen Getreidegefüttert und Weidegefüttert.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1253300/?page=1

Das sieht man normalerweise bereits an der Butterfarbe, je dunkelgelber (oranger) um so höher (Der Beta-Carotin-Gehalt geht in etwa proportional zu Retinol, und erstere macht die Farbe). Und wenn ich an die Normalbevölkerung denke, von denen viele keinen Fisch und die Meisten keine Leber essen und weitere 50% kein Beta-Carotin in Retinol konvertieren können (auch die glücklichen, die sich zur Einnahme eines Multivitamin haben überzeugen lassen)... Vor all zu vielen Eiern haben die Durchschnittsbürger dazu auch Angst. ja wo bekommen die denn dann ordentliche Mengen an Retinol her? Da ist doch ein Faktor drei bei Butter ein nettes Polster. Für 50.000IE ist das freilich nur der Tropfen auf den heißen Stein, egal, wo die Butter mal herkam. Aber ob ich 800 oder 2400IE jetzt aus meinem Buttergemüse heraushole, schon!

Die Konj. Linolensäure (CLA) ist ebenfalls um den Faktor 3 bis 5 höher enthalten in Weiderbutter, den Krebsschutz und Infarktschutz nehme ich gerne mit
http://www.adsa.org/jointabs/iaafs108.pdf
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20463040

Und das interessanteste dürfte aber immer noch der K2-Gehalt sein. K2 entsteht durch bakterielle Fementation aus K1. K1 aber kommt in Blattgenüse und Gräsern vor, kaum aber in Getreide und Soja. Milch von Kühen mit letzerem gefüttert gibt Butter mit typischwerweise 1 bis 10 mcgr K2/100gr Butter. Also fast nix...bei grasgefüttert kann der Faktor bei 50 liegen...dann komme ich mit ein oder zwei Eßlöffeln Butter schon auf recht ordernliche bis therapeutische Werte an K2. Klar kann man ne Kapsel futtern, ch persönliche versuche aber zunindest einen guten Teil durch Nahrjung aufzunehmen plus eine Kapsel dazu als Versicherung und um in den optimalen Versorgungsbereich vorzustoßen. Nennt sich ja Nahrungsergänzungsmittel die Kapsel.


 
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RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#6 von Chris (edubily) , 05.07.2014 20:11

Danke Markus.

Ich verstehe und kenne deinen Pro Weston Price Kurs.

Aber mal Hand aufs Herz:
Selbst wenn der VitK2 Gehalt 50x höher liegt und du gehst von 10mcg aus, dann hast du 500mcg. Das ist 0,5mg. Mein K2-Produkt, was hier steht, hat 2g.
Dafür aber nicht 10.000 Kalorien.

CLA aus Nahrungsmitteln kann man eh vergessen. Du kommst mit viel Liebe mal auf 200mg. Jede Arbeit die ich kenne beginnt bei einer Dosis ab 1g, eher 3 oder 6g.

Die Nährstoff-Argumente für Butter sind irgendwie einfach ein wenig sinnlos. Preis/Leistung einfach zu schlecht. Ich esse doch nicht 10.000 Kalorien um auf 1 oder 2g VitK zu kommen, wo von ich ja nicht einmal weiß, ob es tatsächlich in der Menge da ist.

Für den Geschmack ist Butter das beste.

btw. Natürlich nicht 10.000 Kalorien. Das war ein Synonym für die erhebliche Menge.



 
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RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#7 von Nati ( gelöscht ) , 06.07.2014 06:13

Chris, es ging doch auch gar nicht darum,
durch Weidemilchbutter bestimmte Mengen an Vitaminen oder Fettsäuren zuzuführen.
Das wäre wirklich ein (Butter)Alptraum.
Selbst damals in meiner übereifrigen Ketarierphase unmöglich ...
(ups, sooo lange ist das gar nicht her ... )

Aber "klein Phi macht auch Mist" ....

Und abgerechnet wird zum Schluss ...

(5€ ins Phrasenschwein)

Der Verzehr von Weidemilchbutter bietet einfach (in Deinen Wissenschaftleraugen marginale) Vorteile
gegenüber dem Verzehr konventioneller Butter.

Durch den Verzehr verschiedener naturnaher Lebensmittel kumuliert sich dann die Menge
und wird durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel ergänzt ...

Zumindest bei Markus und mir, der Weideviehgang (Erkennungszeichen "hüpfendes Känguru") ...


Liebe Grüße,

Nati


Nati

RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#8 von Chris (edubily) , 06.07.2014 09:52

Ja ich verstehe die Argumente schon. Es war auch kein contra Butter, ich esse auch gerne Butter. Aber die Art und Weise wie die Weidenbutter für sich wirbt, ist einfach ... naja ... relativ betrachtet. an den Haaren herbeigezogen. Ob die sowieso schon geringen Mengen an essentiellen Substanzen dann 20% mehr in der Ökobutter vertreten sind... das ist höchtens für das Gewissen schön.

Geschmacklich liebe ich auch Kerry Gold.



 
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RE: Weiden-Butter vs. Stall-Butter

#9 von vera8555 , 06.07.2014 14:19

Was haltet ihr von der Maelkebotte von Aldi?
Die gibts auch in anderen Märkten als Ala Kärgarden (richtig geschrieben?
Das sind dänische Buttermischungen aus Butter und Rapsöl.
Ich bin süchtig danach und mag gar keine "normale" Butter.

LG Vera

PS Mein Beitrag oben kann gelöscht werden, hatte mich nicht angemeldet.



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