Vitamin A

#1 von Chris (edubily) , 03.07.2014 16:26

Retinol, Trivialname Vitamin A1

Gesundheitliche Bedeutung:
- Retinol ist die Vorstufe eines Hormons namens Retinsäure, das für den Großteil der Effekte (von Vitamin A) verantwortlich ist.
- Retinsäure gelangt in den Zelle bzw. zum Zellkern via Transportmoleküle: a) mit Hilfe vom retinsäure-bindenden Protein (CRABP) b) fettsäure-bindenden Protein (FABP).
- Retinsäure kann als PPARdelta-Ligand (Substanz, die PPARdelta aktiviert) den kompletten Fettstoffwechsel regulieren, sowohl in der Fett - als auch in der Muskelzelle.
- Diverse Arbeiten zeigen die Bedeutung von Retinsäure hinsichtlich der Immunität, vor allem auch hinsichtlich der Tumorprogression, wo Retinsäure als Tumorsuppressor wirkt, also wachstumshemmend.
- Diese Wirkung resultiert aus der Eigenschaft von Retinsäure, die Zellproliferation (Teilung und Vermehrung) zu regulieren. Dies spielt gerade auch eine tragende Rolle bei der Differenzierung und Teilung von Haut - bzw. Schleimhautzellen, wo ein Fehlen von Retinsäure (oder Retinol) fatale Konsequenzen haben kann.
- Retinsäure-Rezeptoren findet man auch in der Darmschleimhaut, wo es die Durchlässigkeit bzw. die Barrierefunktion moduliert.
- Neuere Erkenntnisse weisen auch daraufhin, dass Retinsäure am Muskelaufbau partizipiert.
- Weiterhin verschlechtert ein Mangel an Vitamin A, die Versorgung des Körpers mit Eisen (aus den hepatischen Eisenspeichern).
- Retinsäure moduliert die Steroidogenese, das heißt die Testosteron - bzw. die Estradiol-Konzentration.
- Vitamin A Therapy (bei VitA-Mangel) induziert weiterhin ein Ansteigen von freien T3-Werten, das heißt Vitamin A spielt auch eine Rolle im Schilddrüsenhaushalt.

Einnahme:
- Vitamin A sollte in Form von Retinylpalmitat oder Leber (Rind) eingenommen werden.
- beta-Carotin sollte aufgrund schlechter Resorption und niedriger Umwandlungsrate nicht genommen werden. Beta-Carotin aus Gemüsesorten oder als niedrige Ergänzung ist okay, aber unphysiologische hohe Einnahmen aufgrund der hoch angesetzten VitA-Zielwerte (50.000 IE), sollten vermieden werden.
- Weston Price erforschte Naturvölker und kalkulierte dort eine tägliche Einnahme von 50.000 Internationale Einheiten.
- Dieser natürliche bzw. evolutive Hintergrund wird durch eine Reihe von Arbeiten bestätigt, die eine Dosis bis zu 50.000 Internationale Einheiten, genommen über Monate und Jahre hinweg, als unbedenklich einstufen.
- Sicherlich sind chronisch überhöhte Einnahmen problematisch, unphysiologisch hohe Werte führen daher auch zu Hypertriglyceridämie, das heißt einem Anstieg von Plasma Triglyceriden, womöglich aufgrund der negativen Regulierung von Lipoprotein-Lipase.
- Retinol ist fettlöslich und wird in der Leber gespeichert - der Körper verfügt über eine weite Bandbreite an regulatorischen Maßnahmen, die aber nicht überstrapaziert werden sollten.
=> Die maximale Menge von 50.000IE/Tag über einen längeren Zeitraum, sollte nicht überschritten werden und ich persönlich präferiere eine Einnahme-Pause nach einigen Monaten, die einige Wochen andauert.
- Optimale Blutwerte sind nicht bekannt

Aufgrund der Tatsache, dass Retinol/Retinsäure fettlöslich ist und keine Wechselwirkungen mit anderen Mikronährstoffen (in der Literatur) beschrieben wurden, kann Retinol nüchtern, aber auch zu Mahlzeiten nehmen, wobei der Einnahme-Zeitpunkt und die eingenommene Menge keine Relevanz haben.

Daher gilt auch: Du kannst - ähnlich wie bei Vitamin D - sehr hohe Dosen in einem Zug nehmen.

Optimales Wirken von Retinol bzw. Retinsäure sind nur zu erwarten, wenn Zink in optimaler Verfügbarkeit vorhanden ist.
Ein Mangel oder suboptimale Werte, wirken sich stark negativ auf die Transportmoleküle und die Umwandlung von Vitamin A aus.
Im Umkehrschluss kann ein Zuwenig von Vitamin A zu Eisenmangel führen bzw. eine durch Eisen ausgelöste Anämie verschlechtern.

Bedeutung bei edubily:
Ich sehe Retinol als wertvollen Bestandteil einer Ernährungsform, die das Immunsystem stabilisiert, somit die Krebs-Erkrankungsrisiko senkt, den Energiestoffwechsel (muskulärer Fettstoffwechsel, Grundumsatz, Fettzellen-Vermehrung) moduliert und ein optimales hormonelles Umfeld generiert (T3, anabole Steroide etc.).

Stabilisieren, modulieren, generieren :-)



 
Chris (edubily)
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zuletzt bearbeitet 03.07.2014 | Top

   

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