Knorpelaufbau

#1 von Wirbelwind , 24.03.2015 15:54

Möchte gerne mal zur Diskussion stellen, was man gegen Gelenkschmerzen bzw. Knorpelschäden oder positiv ausgedrückt: für Knorpelaufbau tun kann. Da wir hier viele Sportler haben, wird der eine oder andere vielleicht Erfahrungen mitteilen können. Ich habe von Zeit Beschwerden in den Hüft- und Kniegelenken. Ich bin schlank, bin aber über lange Jahre gejoggt. Das Joggen lasse ich jetzt erstmal sein.

Mein Orthopäde sagt: „Etwas Arthrose und fortgeschrittener Knorpelabbau“. Den Knorpel würde ich gerne aufbauen, wenn das geht. Manche behaupten ja, das wäre unmöglich. Möchte aber gerne einen Versuch starten.
Es werden ja diverse Mittelchen angepriesen:

Chondroitin
Glucosamin
Ackerschachtelhalm (Kieselerde)
Gelatine etc.
Granulat aus Eierschalen

Hat jemand positive Erfahrungen mit diesen oder ähnlichen Stoffen? Oder Erfolge mit irgendwelchen Zusammensetzungen?
Danke.


"Wir glauben Erfahrungen zu machen, dabei machen die Erfahrungen uns."


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RE: Knorpelaufbau

#2 von Nils , 25.03.2015 16:28

Soweit ich weiß hat Vitamin C eine wichtige Funktion für das Bindegewebe


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RE: Knorpelaufbau

#3 von Michael , 25.03.2015 17:41


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RE: Knorpelaufbau

#4 von Pong , 25.03.2015 18:24

Ich habe Rhizarthrose in beiden Daumen. Also im Vergleich zu Knie oder Hüfte doch eher kleine Gelenke.
Lt. Dr. Feil, ich war auch auf einem dieser Vorträge, sollte nach Einnahme der div.empfohlenen NEM´s nach ca. 3 Monaten eine Verbesserung beginnen....
Ich nahm:
Glucosamin, Chondroitin, MSM, Hagebuttenpulver, Teufelskralle, Grünlipp, Vit.D, Curcuma, Weihrauch, Methionin, Gelatine, Cissus, Bromelain, Fischöl.....
Ich hab das Nährstoffpaket probiert, ich habe die einzelnen Wirkstoffe genommen....nach fast einem Jahr kann ich sagen es tut sich nix, gar nix. Wenn wenigstens die Schmerzen weniger geworden wären....aber auch am Knorpel tut sich nix. Möglicherweise gibt es tatsächlich jemanden dessen Knorpel sich regeneriert hat... Gelatine, Vit.D, Fischöl nehme ich schon seit Jahren. Möglicherweise beugt es einer Verschlimmerung vor. Das einzige das mir halbwegs hilft ist der Verzicht auf Getreide und Milchprodukte. Käse, Sahne und Butter gehen, aber Quark oder Joghurt lösenstarke Schmerzen aus. Und Linderung verschaffen mir dann nicht die div. Pülverchen sondern einzig der Verzicht auf die entsprechenden Auslöser.
Du kannst es ja dennoch versuchen....vielleicht hast du ja mehr Erfolg.


LG
Corina


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RE: Knorpelaufbau

#5 von Wirbelwind , 25.03.2015 21:11

Danke für die Rückmeldung.
Ja, Dr. Feil kenne ich, der hat ja sogar ein Buch geschrieben: "Arthrose und Gelenkschmerzen überwinden".
Darin empfiehlt er euphorisch die oben bereits genannten NEMs:

Chondroitin,
Glucosamin,
Fischöl,
Ackerschachtelhalm und
"Kollagenhydrolysat"

Was letzteres sein soll, ist mir nicht ganz klar, wohl eine besser verwertbare Form von Kollagen (Gelatine).
Außer diesem letzen NEM habe ich alles probiert, ohne wirklich fassbaren Erfolg.
Der "Doc" empfiehlt sogar Joggen, weil seiner Meinung nach dadurch der Knorpel zum Wachstum angeregt werden kann. Die meisten Ärzte warnen vor dem Joggen bei Knorpelschäden (Stoß- und Aufprall-Belastungen).

Chris?
Ideen dazu?
Danke.


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RE: Knorpelaufbau

#6 von Pong , 25.03.2015 21:41

Ja, das Buch habe ich auch.
Darin wird ja auch dieser Gewürzquark empfohlen. Hin und wieder ist er ja ganz lecker, aber Quark vertrage ich nicht und Curcuma in diesens Mengen...noch ne Woche länger und ich hätte bei den Simsons mitspielen können. Was aber am unangenehmsten war, der Körpergeruch hat sich geändert.
Kollagenhydrolysat ist diese aufgespaltene Gelatine, auch die habe ich probiert. Das depremierende war und ist, dass kleinste Nahrungs-Sünden gleich wieder einen Schmerzschub auslösen können.
Momentan probiere ich Bor aus...9mg täglich und Astaxanthin habe ich grad bestell, das soll auch gut für Gelenksprobleme sein. Kannst ja mal danach googlen. Obs wirkt kann ich noch nicht sagen, hat beides auch ne Anlaufzeit von ca. 4 Wochen mindestens.

Ich habe auch dieses Buch von diesem Amerikaner der bis zu 100.000 IE Vitamin D nimmt, ich habs mit 50.000 IE probiert, natürlich mit Vit. K2 zusammen...auch da keine große Veränderung. Vielleicht bin ich ja ein Non-Responder....denn in meiner Verzweiflung lies ich mir vor einigen Wochen Cortisonspritzen gegen meine Sehnenentzündung geben, auch die zeigten keinerlei Wirkung.


LG
Corina


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RE: Knorpelaufbau

#7 von naklar! , 25.03.2015 21:56

Hey zusmmen,
nehme seit 2 Wochen das von Markus empfohlene Astaxanthin - ursprünglich aus anderen Gründen. Das erste, was passiert ist:
nach bereits 6 Tagen ein starker Rückgang meiner Tennisarm-Schmerzen. Hätte ich so nicht erwartet, das Zeug hat also echt eine Chance verdient.


 
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RE: Knorpelaufbau

#8 von Don90 , 25.03.2015 22:45

Hilft bei einem Tennisarm nicht dehnen noch besser als NEM? :)

Google doch mal, VL hilfts ja :)

PS: Ich habe ca ein halbes Jahr 2000mg Glucosaminsulfat und 500mg Chondroitinsulfat genommen. Dazu immer 5-10g Gelatine und 1-5g MSM. Alles wegen einem Knorpelschaden im Kniegelenk.

Ich habe parallel dazu aber auch viel Physiotherapie und Muskelaufbau speziell fürs Knie betrieben.

Die Beschwerden sind jedenfalls weg seitdem, den größten Effekt hatte aber sicher das Training ;)


 
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RE: Knorpelaufbau

#9 von Pong , 25.03.2015 23:24

Mit Sicherheit war und ist das Muskeltraining der entscheidende Faktor. Je mehr Muskulatur um so besser wird das Knie gestützt. Und solange das Gelenk bewegt wird wird auch der Knorpel genährt, aber die zerstörte Substanz bildet sich nicht mehr neu. Vielleicht wirken da auch die NEM´s besser, wenn das Gelenk entsprechend trainiert werden kann. Bei meinen Daumen und den Füßen ist das nicht ganz so einfach...vielleicht Power-Daumendrehen :-p

Die Aussagen zu Astaxanthin klingen sehr hoffnungsvoll. Wie hoch war die Dosis?


LG
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RE: Knorpelaufbau

#10 von Markus , 26.03.2015 06:54

Hallo naklar,

wenn es wirklich ein Tennisarm war, dann probiere auch diese Übungen dagegen:

http://tennisarm.ch/fot/tennisarm.pdf

einige Wochen lang, die Erfolgsquote ist außerdordentlich hoch.


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RE: Knorpelaufbau

#11 von Simu , 26.03.2015 07:12

Ich möchte hier, leider wegen persönlicher Erfahrung, eine Warnung aussprechen beim selber behandeln eines Tennisarms. Vor knapp 2 Jahren dachte ich auch, ich hätte einen Tennisarm, die Beschwerden haben perfekt dazu gepasst, dank der Übung wurde es auch ziemlich schnell besser. Kaum hörte ich auf zu dehnen, kamen die Schmerzen wieder. Nach 6 Wochen selber behandeln, passierte dann bei einem Frontlever etwas unschönes. Komplettabriss der Bizepssehne am Unterarm. Operation und 1.5 Jahre Rehabilitation waren nötig, bis der Arm wieder 100% belastbar war. Eine kleine Bewegungseinschränkung werde ich aber immer haben. Im Nachhinein wars klar, dass es kein Tennisarm war, sondern der entzündete Sehnenanstatz der Bizsepsehne!

Zitat von Markus im Beitrag #10
Hallo naklar,

wenn es wirklich ein Tennisarm war, dann probiere auch diese Übungen dagegen:

http://tennisarm.ch/fot/tennisarm.pdf

einige Wochen lang, die Erfolgsquote ist außerdordentlich hoch.


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RE: Knorpelaufbau

#12 von MGhell , 26.03.2015 07:17

DIe Übungen für den Tennis-/Golferarm kann ich empfehlen. Ich selber hatte einen leichten Golferarm rechts und hab's durch die Übungen wegbekommen. Was die Arthrose betrifft, so glaube ich nicht, dass man den Knorpel wirklich wiederaufbauen kann. Vielmehr geht es darum, eine Verschlechterung zu vermeiden. Ich habe eine leichte Arthrose im rechten Knie und hab sie ganz gut im Griff. Wichtig ist, immer in Bewegung zu bleiben, den Muskel zu stärken und ein paar unterstützende Mittel zu nehmen, wie z.B. Kollagenhydrolysat, MSM, 2x Jahr Chondroitin/Glucosamin-Kur, sowie die üblichen verdächtigen wie Vit D, Krillöl, etc....


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RE: Knorpelaufbau

#13 von Don90 , 26.03.2015 07:46

Was mir für mein Knie extrem gut getan hat war einbeiniges Beinstrecken an der Maschine.

Jeden Tag nach dem Training 100 Wiederholungen pro Bein, langsam, kontrolliert und sauber mit dem geringsten Gewicht.
Vastus Lateralis, Vastus Medialis aber auch Rectus Femoris wurden dadurch wieder sehr stark.

Hatte eine Patella Luxation bereits auf beiden Knien aber nur im rechten Knie mit Knorpelriss.

Mache seitdem auch wieder schwere Kniebeugen ohne Beschwerden. Die Technik ist hier immens wichtig!
Wer bei den Kniebeugen keine saubere Technik hat, kann sich da viel kaputt machen!

Ich war nach der Verletzung auch oft im Rectus Femoris verkürzt aber auch die Adduktoren waren nicht sonderlich gut gedehnt.
Beides zu dehnen hat mir auch noch sehr geholfen!



 
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RE: Knorpelaufbau

#14 von MGhell , 26.03.2015 07:56

...stimmt. Dehnen ist auch wichtig! Besonders im Alter ;-)


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RE: Knorpelaufbau

#15 von baboon201 , 27.03.2015 20:14

Glucosamin, Chondroitin,Teufelskralle und Weihrauchkapseln...
haben bei mir alle nix gebracht -> Hüftgelenksarthrose mit 20.

Knorpel züchten nur bei geringen Schäden, außerdem soll die Erfolgsquote ziemlich mies sein, kam also für mich nicht in Frage. Im Endeffekt hat nur der Gelenkersatz geholfen und gegen diverse andere Entzündungen Enbrel und vorher Humira.


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