Schilddrüsenunterfunktion?

#1 von domibln , 21.03.2015 18:52

Hallo zusammen

Ich habe mir Anfang des Jahres aus Testosteron-Gründen ein umfangreiches Blutbild nebenbei mit Schilddrüsenwerten anfertigen lassen:
TSH: 1,58 mU/I (0,27-4,20)
fT3: 3,06 ng/I (2,0-4,4)

Weil ich den Wert anheben wollte, habe ich etwas später mit der Supplementierung von Jod angefagen in Form von 3 Tropfen Lugolsche Lösung täglich und das 3 Wochen durchgezogen (wie im Buch beschrieben).
5 Tage nach Beginn der Supp. stand das nächste Blutbild an:

TSH: 2,88
fT3: 2,30
fT4: 0,80 ng/dl (0,93-1,7)

Der T4-Wert sieht jetzt für mich richtig übel aus und T3 ist auch abgerutscht. Können die kurzen 5 Tage Jod-Supplementierung den Wert so stark runterziehen? Hatte ja eher schon mit einem leicht verbessertem Ergebnis gerechnet. Oder liegt es evtl. daran, dass die Schilddrüse in dem Moment wegen der hohen Jod-Dosis einfach übersättigt war?
Und ganz allgemein: stehen diese Werte für eine Schilddrüsenunterfunktion?
Ich habe schon eine Überweisung zum Endokrinologen, leider erst im Juni. Bis dahin würde ich seber auch schon gerne wissen, was los ist.
Danke euch schonmal und ein schönes Wochenende!


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#2 von justizia , 25.03.2015 22:10

Hallo,
also bevor Du mit Jod anfängst solltest Du auf jeden Fall Antikörper testen lassen. Erst wenn keine da sind, kannst Du Jod nehmen. Jod allein reicht für die Bildung von SD Hormonen nicht aus. Schilddrüsenunterfunktion kann man an den Werten soooo jetzt nicht unbedingt sehen. Die letzten Werte - die mit dem Jod - sind nicht toll. Aber wenn Du Antikörper hast, dann ist es natürlich möglich, dass Du Dir mit dem Jod die Schilddrüse abfackelst.
Der TSH ist hochgegangen, aber es kommt anscheinend nix dabei rum, das bedeutet, dass entweder nicht richtig umgewandelt wird, oder dass etwas fehlt um ordentlich Hormone zu produzieren.
Vermutlich Eiweiß. Die Umwandlung kann durch alles mögliche gestört sein. Ich würde an Deiner Stelle erstmal Antkörper machen lassen und nicht nur Jod nehmen sondern noch einiges mehr. Steht hier aber alles schon geschrieben, machst Du ja vielleicht auch schon.
Viel Erfolg!
Gruß
Bettina


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#3 von wmuees , 26.03.2015 19:38

Bei mir hat Jod+Selen auch zu einer Verschlechterung der Schilddrüsenwerte geführt. Da scheint ein Mechanismus dahinter zu stecken, denn es kommt anscheinend doch häufiger vor. Ich würde gerne wissen, warum....

Bei mir hat bisher gebracht:
- DHEA(25mg): sehr viel, aber nur 6 Wochen angehalten.
- Jod/Selen: nach einer Woche eine kaum merkbare Verbesserung, danach Verschlechterung.
- L-Thyrosin: keine Reaktion.
- Eiweiss: keine Reaktion.

Ich vermute, ich habe eine verminderte Produktion von TSH, aber ansonsten einen funktionierenden Regelkreis. D.h. jede Verbesserung im Bereich der Produktion wird durch den Regelkreis angefangen. Wenn jemand eine Idee hat, nur her damit!

LG
Wolfgang



 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#4 von Chris (edubily) , 26.03.2015 22:16

Die Beobachtung habe ich auch gemacht - dass die Selen/Jod-Kombi nicht bei jedem anschlägt. Bei mir funktioniert es auch heute noch bemerkenswert. Die Frage ist woran es liegt. Bezogen auf die Selen/Jod-Kombi sei angemerkt, dass beispielsweise auch zu wenig Eisen die T3-Werte halbieren kann etc. Da gibt es also - wie hier mehrfach beschrieben - noch viele weitere Mikronährstoffe, die da involviert sind - völlig abgesehen vom Life Style, genetischen Faktoren etc. etc.

Mittlerweile glaube ich im Übrigen auch daran, dass die T3-Werte fallen bei zu hoher Fettmasse aufgrund zu vieler freier Fettsäuren. Die Beobachtung machte auch Ray Peat, der selbst schildert, dass Fettsäuren die SD-Hormon-Synthese hemmen bzw. negativ beeinflussen und dass eine (nahezu) fettfreie Ernährung das Gegenteilige bewirkt.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#5 von justizia , 27.03.2015 09:24

Chris, das mit dem Fett könnte die Erklärung für meine weitere Gewichtsabnahme sein. Ich esse ja mittlerweile komplett fettfrei evtl funktionieren da meine Schilddrüsenhormone besser.
Interessant! !
Gruß
Bettina


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#6 von Pong , 27.03.2015 10:03

Hallo Justizia,
ich ernähre mich seit geraumer Zeit auch relativ fettarm, allerdings stelle ich nun fest dass meine Haut stetig trockener wird, richtig unangenehm, ähnlich wie nach baden mit zu "scharfem" Badezusatz. Das kannte ich bisher gar nicht. Wie sind deine Beobachtungen?


LG
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#7 von Siggi , 27.03.2015 12:15

Das kann ich bestätigen. Auch ich ernähre mich nahezu fettfrei und meine Handrücken reißen immer auf und sind sehr trocken.

Ich dachte, es läge am Retinol-Mangel, allerdings nehme ich schon lange Dosen von 80.000 IE Retinylpalmitat und mehr pro Tag.


 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#8 von justizia , 27.03.2015 13:00

Was für Beobachtungen meinst Du?


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#9 von Pong , 27.03.2015 13:04

Ja, ich nehme ja auch das komplette Standard-Programm an NEMs incl. reichlich Gelatine/Glycin.
Aufplatzen tut die Haut noch nicht.....aber mit mehr Fett/Öl war meine Haut deutlich besser, auch bekomme ich Pickel, weniger im Gesicht als am Körper...könnte das am Jod liegen? Oder zuviel Whey/Casein? Ich nehme ja auch Lugolsche Lösung und Selen, warte bisher aber vergeblich auf den Energieschub.


LG
Corina


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#10 von Pong , 27.03.2015 13:06

Zitat von justizia im Beitrag #8
Was für Beobachtungen meinst Du?


Bezüglich deiner Haut, ob du auch trockene Haut hast, oder eben nicht. In Bezug auf deine fettarme Ernährung.


LG
Corina


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#11 von justizia , 27.03.2015 13:10

Nee, ich hab keine trockene Haut. Meiner Meinung nach ist das kein Ernährungsproblem sondern ein Hormonproblem.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#12 von Chris (edubily) , 27.03.2015 14:00

Also trockene Haut ist kein Zeichen von "Fettmangel". Trockene Haut hat sehr, sehr wenig mit der Zufuhr von Fett zu tun - denn selbst wenn man gänzlich auf Fett verzichtet ist konstant Fett im Blut und in den Fettzellen. Einen "richtigen" Fettmangel entwickeln allerhöchstens Leute, die kein Körperfett mehr haben. Man bedenke bitte, dass auch nachts in der Nüchternphase von freien Fettsäuren gelebt wird, die aus dem Fettgewebe kommen. Selbst wenn man kein Fett isst, so schwimmen trotzdem konstant freie Fettsäuren im Blut, mal mehr mal weniger.

Ich kann mir da eher vorstellen, dass im Zuge von "weniger Fett" auch weniger essentielle Fettsäuren aufgenommen werden, die da tatsächlich eine Rolle spielen. Die diffundieren ins Fettgewebe und von dort in die Haut.

Ich esse kaum Fett und habe eine Haut, die sich wie ein Babypopo anfühlt bzw. wie eine Haut, die ich vor 30 Minuten eingeölt habe.

Zitat
Meiner Meinung nach ist das kein Ernährungsproblem sondern ein Hormonproblem.



Da bin ich absolut bei dir.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#13 von MaXopA , 27.03.2015 15:05

Zitat von Siggi im Beitrag #7
Das kann ich bestätigen. Auch ich ernähre mich nahezu fettfrei und meine Handrücken reißen immer auf und sind sehr trocken.

Ich dachte, es läge am Retinol-Mangel, allerdings nehme ich schon lange Dosen von 80.000 IE Retinylpalmitat und mehr pro Tag.

Leider habe ich genau dasselbe Problem seit zirka 2 Monaten. Vor allem an den Handknöchel. Vitamin A, Zink, O3, usw. nehme ich natürlich weiterhin ein.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#14 von Chris (edubily) , 27.03.2015 15:20

Und das Problem hattet ihr in den vergangen Jahren nicht? Beispielsweise in kalter Jahreszeit?

Und was heißt "fettarm" - spielt ihr mit dem Fettgehalt oder lebt ihr ausschließlich von Kohlenhydraten?


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#15 von Pong , 27.03.2015 15:31

Hm,
wenn es denn eine hormonelle Ursache ist, muß es dafür ja auch nen Auslöser geben, der seit geraumer Zeit meine Haut derart aus dem Tritt bringt. Denn ich hatte bis dahin auch Babyhaut.
Dann käme ja alles mögliche in Frage...sei es die NEMS, die den Testosteronspiegel erhöhen, oder Lugol für die Schilddrüse. Statt besser wirds grad eher schlechter.


LG
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