RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#46 von Chris (edubily) , 29.03.2015 20:02

Danke für die Ergänzung. Auf diese Studie bezog ich mich vorhin.

Aber auch hier wäre ich - wie vorhin beschrieben - vorsichtig mit Korrelationen, denn man muss entsprechende Nahrungsmittel zu sich nehmen, um den Fettanteil zu erhöhen. Was man außerdem beachten muss, ist die vorhin besprochene Lipotoxizität ausgehend von Palmitinsäure, die in den Leydig-Zellen dafür sorgt, dass mehr T gebildet wird.

Viele Fragen ... :-)


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#47 von goodoo , 30.03.2015 09:21

Danke für die Antwort, der Punkt mit den Leydig-Zellen war mir unbekannt. Es ist aber irgendwie auch logisch, dass ein Steak mit Kräuterbutter auf Mikronährstoffebene besser für den T-Spiegel ist als ein Müsli.
Interessant wäre es halt, wie sich der Fettanteil auswirkt, wenn die gleichen Mikronährstoffe (Eisen, Zink, Vit. A. ...) zugeführt werden, lässt sich aber leider nicht überprüfen, dazu sind Lebensmittel zu vielschichtig. Aber du deutest ja schon an, dass der Fettanteil an sich wahrscheinlich eher weniger relevant ist und zumindest du mit einer fettarmen Ernährung auf zufriendenstellende T-Werte kommst.

Und die Psyche hat echt großen Einfluss auf den T-Spiegel http://anabolicmen.com/more-testosterone-in-minutes/ :D


 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#48 von domibln , 30.03.2015 21:54

Auch wenn ich eure Fett-Diskussion jetzt störe, der heutige Artikel zur SD würde ja einiges erklären.
So wie ich das jetzt verstanden habe, ist es normal, dass fT3-Werte bei der Jod-Sättigung erstmal abstürzen?
Das zweite Blutbild wurde ja wenige Tage nach Beginn der Jod-Supp gemacht.
Mal angenommen, die fT3-Werte wären jetzt (2 Wochen nach Supp-Ende) besser: müsste man Jod weiterhin einnehmen um die Werte zu halten?
Achso, und Antikörper werde ich dann wohl mal messen lassen. Danke für diesen Tipp :)


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#49 von Ginger , 06.04.2015 13:13

Ah, entschuldige das Doppelposting, es gibt ja mehrere Studien mit den "40%" aus dem Kreise dieser Autoren.

Zitat
Aber auch hier wäre ich - wie vorhin beschrieben - vorsichtig mit Korrelationen, denn man muss entsprechende Nahrungsmittel zu sich nehmen, um den Fettanteil zu erhöhen. Was man außerdem beachten muss, ist die vorhin besprochene Lipotoxizität ausgehend von Palmitinsäure, die in den Leydig-Zellen dafür sorgt, dass mehr T gebildet wird.


Andererseits stellt sich wiederum die Frage, ob ein potenziell höherer Arachidonsäure-Gehalt in den tierischen Fetten der PA-induzierte Lipotoxität vorbeugen kann: PA induced cell death in a dose dependent manner up to 1.5 mM, but AA protected substantially lipotoxicity caused by PA at even low concentration of 62 μM, at which monounsaturated fatty acids including palmitoleic acid (POA) and oleic acid (OA) did not protect as much as AA did. (http://www.jbiomedsci.com/content/21/1/13).

Aber das ist auch der Grund, warum ich hier gerne mitlese: Weil biochemisches Theorie-Wissen auf den praktischen Effekt bzw. die praktische Relevanz hin untersucht und im Kontext gelesen wird! Leider gibt es kaum aussagekräftige Studien zu der Thematik, die den Effekt von möglichen Confoudern, von denen einige bereits angesprochen wurden, klar genug berücksichtigen.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#50 von geraldxx , 06.02.2016 14:03

Meine beste Erfahrung mit Jod war als ich 100% glutenfrei war. Damals war ich sicher ca. 2 Jahre ohne Gluten, ohne Fertigprodukte, alles war frisch gekocht (hauptsächlich Kartoffeln, Bananen, Butter, Kräuter, Rindfleisch und Eier, Salz, Wasser und 1 Tasse Kaffee. Meine Jodaufnahme war extrem niedrig und mein Proteinkonsum recht hoch, dadurch fühlte ich mich zunehmend schwächer. Dann nahm ich 3 Tropfen Lugolsche Lösung, am nächsten Tag war ich wie neu geboren. Extrem gut gelaunt, energievoll. Dieser Zustand hielt dann ca. 3 Tage und nach weiteren 3 Tropfen ging es wieder so gut. Heute sieht meine Ernährung gänzlich anders aus leider, aber Jod wirkt immer noch. Zwar nicht mehr so krass wie damals aber es wirkt. Ich bin überzeugt, dass der Mensch Jod benötigt, zwar nicht in den hohen Mengen aber die offizielle Empfehlung von 150mcg sollte es schon sein. Oder man senkt seinen Proteinkonsum.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#51 von Luna , 06.02.2016 17:26

Hallo
Kannst du den Zusammenhang zwischen der aufgenommenen Proteinmenge und der Jodaufnahme mal erklären? Was soll dafür, dass bei mehr Protein weniger Jod aufgenommen wird, die Begründung sein?
fragt die immer wissbegierige Luna


 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#52 von geraldxx , 06.02.2016 17:33

Es geht nicht um die Aufnahme an sich, zumindest ist mir da nichts bekannt. Protein hemmt den Stoffwechsel, verlangsamt. Kohlenhydrate beschleunigen den Stoffwechsel (Zuckermoleküle sind nötig für die T3 Synthese, wenn ich mich richtig erinnere). Je mehr die Nahrung richtung KHs geht und je weniger Proteine man isst, desto geringer der stoffwechselbedingte Jodbedarf, meine Erfahrung.



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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#53 von CaptainHungerhaken , 06.02.2016 18:22

Wieso hemmt Protein den Stoffwechsel? Das habe ich ja noch nie gelesen.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#54 von Luna , 06.02.2016 21:03

Hi,
das wäre ja so was von schön, wenn KH den Stoffwechsel beschleunigen würden. Hätte ich gar nichts dagegen. Nur, und das ist der Haken, es scheint bei mir leider nicht zu funktionieren. Ganz und gar nicht. Kh landen bei mir eher, gefühlt mind zu 80%, im "Depot" als mir lieb ist.
LG Luna


 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#55 von geraldxx , 06.02.2016 22:17

@Luna: Dann ist dein Stoffwechsel nicht optimal eingestellt. Aber bei Frauen ist es eh genetisch bedingt, dass sie mehr Fett ansetzen (für die Schwangerschaft). Wenn ich mich nur von Carbs ernähre, nehme ich recht schnell an Gewicht ab.


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#56 von Luna , 07.02.2016 05:16

Hi
Behauptest du einfach mal so,ohne mich zu kennen, bzw irgendetwas von mir zu wissen.
So schlecht kann mein Stoffwechsel wohl nicht sein, wenn ich ohne Probleme, nüchtern, lange Einheiten im Ausdauersport machen kann, Müdigkeit insgesamt kein Thema ist. Bin halt ein Energiesparmodell. Ganz schön doof, wenn man gerne isst, aber im Alltag auch wieder ganz praktisch, wenn es mal nichts oder nicht das Passende zu futtern gibt. Aber eben völlig anders gepolt als du.
Schönen Sonntag!


 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#57 von justizia , 07.02.2016 18:23

Hallo Luna,
mich würde interessieren ob es bei Dir egal ist, was für Kohlehydrate Du isst. Also ist das bei Dir auch bei Gemüse wie zb Brokkoli, Kartoffeln so, oder gibt es da Unterschiede?
Bei mir gibt es da durchaus Unterschiede je nachdem was ich für Kohlehydrate esse. Gemüse ist größtenteils ok.
Würde mich mal - abgesehen von dem Thema hier - interessieren.
Viele liebe Grüße von Bettina


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#58 von Luna , 07.02.2016 20:19

Hallo Bettina,
sicherlich ist da ein Unterschied. Brokkoli z.B. hat ja kaum KH und zält auch nicht zu den Lebensmitteln mit viel KH. Um damit auf viele KH zu kommen, muss man doch ziemliche Mengen reinschieben. Kartoffeln (sofern nicht als Kartoffelpuree) oder Rote Bete gehen auch noch. Getreide dagegen haut gewaltig rein. Da kommt dann noch dazu, dass ich da nicht aufhöre/es mir schwer fällt aufzuhören.Ist richtig Mastfutter. Da ist es, zumindest bei mir, auch egal, ob es Vollkorn ist oder nicht. Reis ist auch nicht besser, baut aber nicht so das Verlangen nach mehr auf. Bei Pseudogetreiden wie Amaranth, Quinoa oder Hirse kann ich es jetzt nicht so genau sagen, da ich sie schon lange nicht mehr gegessen habe. Dürften aber auch eher "zu Buche schlagen". Und um satt zu werden, brauche ich eine gewisse Menge und muss kauen.
Wurzelgemüse wie Sellerie, Karotten, Pastinaken, Topinambur, Petersilienwurzeln sind kein Problem, haben aber eben auch lange nicht soviel KH.
Aber ich könnte jetzt eben nicht sagen, dass, wenn ich z.B. mehr Kartoffeln, Rote Bete oder Bananen esse., die Stoffwechsel dann steigen würde. Da tut sich gar nichts in der Richtung im Vergleich mit anderen Lebensmitteln.
LG Luna


 
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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#59 von justizia , 08.02.2016 12:07

Hallo Luna,
danke für Deine Antwort.
So ist es bei mir auch. Reis und Getreide haut bei mir auch rein.
Viele Grüße
Bettina


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RE: Schilddrüsenunterfunktion?

#60 von EvPow , 16.06.2016 10:00

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #44
[quote]Da ich sowohl "low fat", als auch "high fat" gelebt habe, denke ich dass es zig andere Faktoren gibt, die weitaus wichtiger sind, als die Fettzufuhr, wenn es um die Steroidogenese geht.


Hallo Chris,

könntest du diese Faktoren bitte kurz nennen?


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Erhöht L-Carnitin den TSH-Wert?

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