PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#1 von Gyges , 14.03.2015 19:12

Hi
Meine Frau hat gestern beim Frauenarzt erfahren, dass sie PCO hat.
D.h. Zyklusstörung (zuletzt einmal Periode ausgeblieben), niedrige Östrogenwerte, erhöhter Androgenspiegel.
Verdacht auf Schilddrüsenunterfunktion und Insulinresistenz.
Sie ist 28, hat die Pille vor einem Jahr abgesetzt und wir wollen im nächsten Jahr voraussichtlich ein Kind.

Habt Ihr Tipps bzgl. Insulinresistenz ausser
Taurin
Kreatin
Magnesium
L-Carnitin
liponsäure
Resistente Stärke
?

Bzgl. Schilddrüse:
Lugolsche Lösung
Selen
Tyrosin bzw. Eiweiß
Gibt es hier noch mehr?
Pregnenolon oder DHEA wäre verfrüht, oder?
Beste Grüße
Gyges


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#2 von Chris (edubily) , 14.03.2015 19:57

Bettina (Justizia) hier im Forum wird dir sicher einiges berichten können.

Darunter womöglich auch die Verwendung von Inositol.

Edit: Inositol kann bei Frauen mit POS Marker für Insulin-Resistenz um bis zu 75 % senken.


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#3 von justizia , 14.03.2015 21:07

Hallo Gyges,
das klingt gar nicht gut. PCO ist totaler Mist. Ich schätze ohne Hormonbehandlung wird das mit dem Kind schwierig werden.
Aber sollte Deine Freundin unbedingt inositol versuchen und ganz wichtig - keine Milchprodukte und kein Gluten verzehren, wobei der Verzicht auf Milchprodukte bei PCO sehr sehr wichtig ist. Ich hab das auch erst nicht war haben wollen, aber es ist so.
Inositol ruhig in rauen Mengen konsumieren, es gibt keine Nebenwirkungen wenn man es überdosiert . So 3 mal täglich 1 TL. Mir hat das sehr geholfen. Seit ich Inositol nehme hab ich keine Zysten mehr. Oft geht PCO mit Schilddrüsenunterfunktion einher und umgekehrt. DHEA würde ich erst messen lassen, meisstens ist DHEA bei PCO sehr hoch.
Alles Gute für Euch!
Gruß
Bettina


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#4 von Markus , 14.03.2015 22:54

Hallo Gyges,

das ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet, aber LEF hat viel Wissenwertes zu dieser Diagnose in allgemeinverständlicher Form zusammengestellt (ein gutes Englisch ist aber Voraussetzung):

http://www.lef.org/Protocols/Female-Repr...yndrome/Page-01


"Any intelligent fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius- and a lot of courage- to move in the opposite direction" (A Einstein)


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#5 von Gyges , 16.03.2015 18:12

Vielen Dank Euch!!!
Ich habe neben Taurin, Kreatin, L-Carnitin, usw. jetzt mal 2 kg Inositol bestellt.
Wir probieren es jetzt mal damit und lassen in 4 Wochen einige Werte messen.
Ich würde mich dann nochmal melden.

Liebe Grüsse
Gyges


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#6 von justizia , 16.03.2015 20:11

Hallo Gyges,
darf ich mal fragen, wo Du 2kg Inositol bestellt hast?
Ich will ja nicht schwarzmalen, aber bei PCO und Kinderwunsch wünsche ich Euch, dass es entgegen aller Erfahrung ohne Hormonbehandlung klappt.
Viel Erfolg,
Gruß
Bettina


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#7 von Gyges , 16.03.2015 20:54

Hi Bettina,
Klar, bei myprotein, 4 Tüten.
Wir haben jetzt keinen Zeitdruck und die Periode ist bislang nur 1 mal ausgeblieben und eine Zyste wurde nicht festgestellt. Deshalb wundere ich mich auch über die Diagnose.
Na ja, wir sind optimistisch.

LG Gyges


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#8 von justizia , 16.03.2015 21:07

Eine Zyste muss nicht sein. Ich hatte auch noch nie eine.
Danke für die Info!


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#9 von MariKa , 28.02.2017 14:35

Hey Leute,

Sorry, dass ich diesen alten Thread wieder rausziehe.
Hab zuletzt meine Pille abgesetzt, weil ich erhöhte Leberwerte bekam und auch sonst das Gefühl hatte, sie tut mir gar nicht gut.
Nun hab ich dummerweise PCO und mich deshalb auch immer geweigert das gute Stück abzusetzen.

Nun ist natürlich wieder eingetreten, (meinen letZten Absetzversuch hab ich deshalb nach einem halben/dreiviertel Jahr beendet) was ich befürchtet hab: Haarausfall.
Ich habe mich lange mit verschiedenen Methoden auseinandergesetzt und mich entschlossen eine Rimkus-Behandlung zu starten. Hier werden die Hormone gemessen und dann die fehlenden Hormone in bioidentischer Form dazugegeben.
Hab mich hier noch etwas durchs Forum gewühlt und Inositol bestellt. Saw Palmetto wird ja häufig angesprochen, aber ich hab auch gelesen, dass es kaum was bringt.
Grünen Tee trink ich auch:D
Habt ihr noch Ideen?
Ich wäre über Eure Hilfe sehr dankbar!!!!
Seit dem Absetzten geht's mir auf jeden Fall TROTZDEM tausend mal besser, glaub das Pillen-Zeug geht doch ganz schön auf die Psyche!!
Liebe Grüße!


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#10 von MariKa , 08.03.2017 08:37

So. Ich weiß nicht, ob es jemanden interessiert(ich glaub eher nicht:D), aber vllt stolpert irgendjemand mal darüber, dem es hilft:
Ich hab keine Ahnung, WAS da passiert ist, aber nach einer Woche Inositoleinnahme kann ich sagen: HAARAUSFALL weg!!! Einfach so:D

Ich kanns nicht fassen.mal schaun obs bleibt:)


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#11 von Kirby , 08.03.2017 23:27

Gratulation zu deinem Erfolg! Gerade bei Frauen kann ich mir gut vorstellen, dass Haarausfall sehr belastend ist.

Gibt es im Blut einen Marker für Inositol-Mangel?
Und hat das bei Männern auch eine so große Bedeutung wie bei Frauen?


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#12 von MariKa , 09.03.2017 08:46

Hey,
Haha Danke:D
Meines Wissens gibt's keinen Marker, den man iwie Routinemäßig bestimmen kann. Man weiß wohl, dass der Inositol-Stoffwechsel gestört ist und es vermehrt ausgeschieden wird. Senken tuts wohl den Insulinspiegel und evtl damit dann (vermutlich) das Testosteron, das ja über DHT den Haarausfall (bei Frauen wie Männern) macht.
Allerdings war ich nie übergewichtig (BMI 19), mein BZ war immer okay. Das einzige immer auffällige waren die durch die Decke gehenden Cholesterinspiegel (teils über 300 mg/dl). Vielleicht tut sich da auch was
Männer müssen halt wahrscheinlich iwie aufpassen. Der Testosteronspiegel ist bei den Frauen der Studie schon ordentlich runter gegangen...


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#13 von Cleo , 12.03.2017 09:02

Hey Marika,

ich war lange nicht hier - aber ich interessier mich sowohl für die Rimkus-Methode, als auch für den Tipp mit dem Inositol (wieviel hast Du denn davon genommen?)

Ich hab zwar kein PCO(S) und bei mir steht die Lektüre vom Rimkus noch an, weil offenbar die Wechseljahre an die Tür klopfen, aber das Absetzen der Pille war mit Sicherheit eine gute Entscheidung. Ich hab das vor über 10 Jahren gemacht und es nie bereut bzw. sehr davon profitiert: Die Käseglocke war auf einmal weg, phänomenal.

Und mit Rimkus sollten sich nach ein paar Monaten doch auch positive Effekte auf die Zysten zeigen.

Ich überlege gerade noch, welches Buch ich bestellen soll: Das Original von Rimkus für die Frau oder das von Thomas Beck namens "Natürliche Hormone". Über einen Tipp würde ich mich freuen.


 
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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#14 von MariKa , 12.03.2017 11:43

Hey Cleo,

Ich hab leider keins der Beiden gelesen. Ich fand, dass man das Prinzip auch aus dem im Internet dargebotenen Infos versteht, mehr wollt ich nicht wissen und die Studentenkasse ist auch etwas knapp:D

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mit meiner PCO Geschichte weiter bei Rimkus bleibe, weil es in dem Fall ja nicht die zugrunde liegende Ursache adressiert und wie man an mir sieht auch nicht das für die (meine) Symptome ursächliche Testosteron/DHT senkt.
In den Wechseljahren könnte ich mir aber gut vorstellen, dass ein "Auffüllen" des fehlenden Östrogens/Progesterons gut tut/sinnvoll ist?
Habe vom Inositol so 2-4 Gramm dreimal tgl genommen.. bin mir jetzt aber unsicher, obs nicht zu viel ist. Hatte ja aber durchschlagenden Erfolg..ich hatte seit langer Zeit immer wieder mit Zeolith ergänzt, welches super gegen meine Kopfschmerzen geholfen hat(das war damals glaub ich ein Tipp von Dir! Danke nochmal:-). Seit ich das Inositol nehme, hab ich keine Kopfschmerzen mehr..vllt haben PCO Patienten doch einen Inositol Mangel..


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RE: PCO - polyzystisches Ovarsyndrom

#15 von Cleo , 12.03.2017 13:41

Ich bin ja so ne Büchertante und lese gerne 2-4 Bücher zum Thema und versuche dann meinen eigenen Weg daraus zu entwickeln oder lasse Dinge dann am Ende doch ganz bleiben.

Zitat
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mit meiner PCO Geschichte weiter bei Rimkus bleibe


Du hattest ja auch gar nichts von Zysten geschrieben... (Guten Morgen, Cleo!) ... ich hatte dabei den generellen Ausgleich eines hormonellen Ungleichgewichts im Sinn und dass sich der Ausgleich einer Östrogen-Dominanz allg. positiv auf die Eigenproduktion der Hormone auswirken sollte. Ich hatte aber auch irgendwie im Kopf, dass Progesteron DHT reduziert.
Wobei ich da wahrscheinlich nachlesen müsste, was Du in der Zeit, in der ich nicht hier war, geschrieben bzw. gemessen hast, was ich bei Gelegenheit tun werde. Und leider helfen Therapien wie Rimkus und Co. nicht immer und allen, ja. *tröst*

Da fällt mir noch ein, dass ich bei den PCO-Frauen öfter mal gelesen habe, dass sie Süßholzwurzel als Tee trinken, weil das angeblich wohl LH und FSH normalisiert. Wobei zuviel auf einmal ja auch nicht unbedingt hilfreich ist. ;-) Vermutlich hat Dein Körper erstmal genug damit zu tun, ohne Pille den "Betrieb wieder aufzunehmen" und die bioidentischen Hormone einzubauen.

Und ich Danke Dir für die Inositol-Angabe.



 
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