Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#1 von Don90 , 09.03.2015 10:33

Ich wollte hier mal meinen Erfahrungsbericht bzgl meiner artgerechten Ernähtungsform bei rheumatoider Arthritis posten.
In erster Linie um anderen Betroffenen einen möglichen Weg in die Schmerzfreiheit zu ermöglichen, andererseits um mich weiter auszutauschen.
Einen Teil des Berichts habe ich schon mal wo gepostet.


Bei mir wurde vor 3 Jahren ca rheumatoide Arthritis festgestellt. Um genauer zu sein Morbus Bechterew (eine rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule).
Ich hatte täglich Schmerzen die sich kein gesunder Mensch vorstellen kann und das mit damals 21/22 Jahren. Ich musste jeden Tag Schmerztabletten (NSAR: Xefo 8mg) nehmen, da ich sonst nichtmal morgens aufstehen konnte. Dazu Magenschoner (Pantoloc).

Die Ärzte rieten mir zu Tabletten, wenn nicht sogar Spritzen (TNF-Alpha Blockern) falls es schlimmer wird. Essen sollte ich wenig Fleisch und wenig Fett. UNHEILBAR hörte ich aus den Mündern von zahlreich-verschiedenen Ärzten.
Ich war bei Rheumatologen, Orthopäden, Internisten, Osteopathen, Physiotherapeuten, Sakaralenergetikern, Homöopathen, TCM Ärzten und und und.

Ich probierte alles: vegetarisch, low carb, Una de Gato Tee aus Peru, Säure-Basen Haushalt, Neorokognitive Therapie (Phase 2, nicht fertig therapiert) blabla! NICHTS hat geholfen!

Als ich zum ersten Mal von Paleo hörte, gab ich auch dem eine Chance.

Nach wenigen Monaten ohne Getreide und Hülsenfrüchte waren die Schmerzen WEG, komplett. Je mehr ich sündigte (auch ich steh auf Pizza und Burger), desto stärker wurden die Schmerzen wieder.
Mittlerweile esse ich 1-2 mal im Monat mal eine Scheibe Brot oder einen Burger, ansonsten alles was unter "artgerecht" und "paleo" fällt. Inklusive Kartoffeln und Reis (das fragen die meisten).

Das hat mir am meisten gebracht.
Später habe ich dann begonnen noch auf Hülsenfrüchte, Milch, die meisten Pflanzenfette außer Kokosfett und Olivenöl zu verzichten. Das hat mir nochmal ein kleines Feintuning gebracht und unter anderem hat sich mein Hautbild wesentlich verbessert.

Seit gut 1,5-2 Jahren lebe ich so und habe meine komplette Lebensqualität wieder.
Ich trainiere 3-4 mal pro Woche Kampfsport und mache 2 mal pro Woche Krafttraining.
ich mache eine Ausbildung zum Personal Trainer und will Physiotherapie studieren....Ziele die mit solchen Schmerzen niemals möglich gewesen wären.

Zu meiner Person: Ich bin 25 und männlich.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich mir einen speziellen Personal Trainer genommen habe, der meine Jahrelange Schon- und Fehlhaltung ausgebessert hat und bei dem ich physiotherapie-ähnliche Übungen gemacht habe. Dadurch waren auch sehr viele Schmerzen bedingt und ohne ihm wäre ich vermutlich auch nicht da wo ich heute bin.
Training ist also wie die Mediziner sagen in der Tat ein sehr wichtiger Faktor, da man durch die Schmerzen eine Schonhaltung einnimmt, die sich nach Jahren natürlich ebenso auswirkt.

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises liegen anscheinend in meiner Familie. Meine Mutter hat Rheuma und entzundene Fingergelenke seit sie 18 ist. Täglich Schmerzen (meistens in Schüben) und nimmt oft Schmerztabletten.
Als sie von meinem Erfolg hörte, hat sie sofort damit angefangen....mit dem selben Ergebnis wie ich. Meine Mutter ist übrigens jetzt 54 und ihr Erfahrungsbericht ist nichtmal 1 Jahr alt.

Auch wenn ich weder Mediziner, noch Ernährungswissenschaftler bin...sondern Ingenieur für Elektrotechnik. Eines steht für mich fest: Getreide ist der größte Müll, den man seinem Körper antun kann. Gerade wenn man an einer Autoimmunerkrankung leidet!

Meine Nahrungsergänzungen sehen derzeit so aus:

ca. 3g Omega 3 täglich um mein O6:O3 Verhältnis zu verbessern
10g Glutamin täglich um ein mögliches Leaky Gut zu schließen
40000 i.E. Vitamin D wöchentlich
gelegentlich Kartoffelstärke für die Darmbakterien

Auf Grund meines Trainings und die Anreize die ich durch das Buch und den Blog von Chris Michalk bekommen habe, versuche ich mit Sauermolke Protein, Selen, Jod, Zink, Eisen, Soja Lecithin, Gelatine und Kreatin ein wenig herumzuexperimentieren. Das hat aber nichts mit der Erkrankung zu tun.

Im DVMB Forum (Deutsche Vereinigung für Morbus Bechterew) stößt man fast ausschließlich auf Leute, die sich kaum mit soetwas auseinandersetzen wollen. In Foren wie diesen ist man da schon besser aufgehoben.


Ich hoffe viele die eine alternative Therapie zu Morbus Bechterew suchen finden hier einen Lösungsweg!

In diesem Sinne Mahlzeit :)


Bernd und Angi haben sich bedankt!
 
Don90
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#2 von Pong , 09.03.2015 17:36

Hallo Don,
Ich kann deine Erfahrungen bestätigen. Ich habe selbst Arthrose, sowohl in den Daumen-Grundgelenken als auch den großen Zehen. Die Schmerzen in den Knien hatte ich schon seit frühester Kindheit.
Seit ich meine Ernährung vor ca. 7 Jahren umstellte, damals noch auf Low Carb/Atkins ging es mir zunehmend besser. In den letzten Jahren habe ich dann am Finetuning gearbeitet. Denn vieles wurde besser aber noch nicht alles.

Nahrungsergänzungen nehme ich schon eine Weile und beschäftige mich mit orthomolekularer Medizin, aber erst hier auf diesem Forum habe ich enorm viel über die Zusammenhänge und das Wechselspiel der einzelnen Supplemente gelernt und meine Ernährung entsprechend weiter optimiert. Denn wenn man nicht aufpasst schleicht sich doch sehr schnell der Schlendrian ein. Da mal ein Keks, dort das Brötchen und ruckzuck steht wieder jeden Tag Gedreide auf dem Speiseplan.

Im Großen und Ganzen bin auch ich beschwerdefrei aber sobald ich wieder Getreide esse kommen auch die Schmerzen zurück. Bisher dachte ich ok, wenns zwickt höre ich wieder auf....aber eines habe ich übersehen. Ich laboriere seit Weihnachten 2013 an einer Entzündung im Sprunggelenk nach einer Bänderverletzung. Es half bisher nichts, wirklich gar nichts. Ich habe so ziemlich alles probiert, von Dr. Feil´s Arthrose-Tipps, Cissus, Gelatine, Vit. D aber die Schmerzen haben keinen Tag nachgelassen, aber ich habe auch nicht 100% konsequent das Gedreide gemieden, da ich die Verbindung Entzündung im Sprungelenk nicht erkannte. Seit gut vier Wochen meide ich es nun komplett und stelle tatsächlich eine Besserung fest. Der Schmerz ist noch da aber deutlich erträglicher, auch hat sich durch die Entzündung ein Tarsaltunnel-Syndrom entwickelt. Ich hoffe nun das mit weichendem Schmerz auch die Schwellung zurück geht und auch diese Problem beseitigt ist.

Ich esse keinerlei Getreide mehr, auch keine Haferflocken, Müsli, etc. nichts was sich vor Fraßfeinden schützen muß. Ich esse alles an Gemüse und Obst das man auch roh essen könnte. Da ich nicht gerne friere und die kalte Thermogenese mich mal kann gibts das Gemüse im Winter meist gekocht und wenns warm ist dann eher als Salat. Bei Milchprodukten habe ich Quark und Joghurt als problematisch erkannt und lasse auch diese weg. Shakes und Käse gehen relativ gut. Mir geht es gut, ich brauche keinerlei Schmerzmittel, gehe drei mal die Woche zum Sport und fühle mich besser als mit zwanzig...und das ist schon 28 Jahre her :-)
Als nächstes möchte ich aber noch Bor eine Chance geben, vielleicht ist das ja dann das Tüpfelchen auf dem I.


LG
Corina


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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#3 von Don90 , 16.04.2015 11:08

Ich möchte hier meinen Erfahrungsbericht weiterführen. Da ich die rheumatoide Arhtiris sehr gut im Griff habe, habe ich mich auf andere Faktoren gestützt mit denen ich noch nicht so zufrieden war.

Seit Dezember halte ich mich jetzt ca nach Edubily.

Folgendes habe ich ergänzt:

Omega 3 von 1g auf 3g täglich erhöht
Vitamin D ist gleich geblieben (40.000 i.E. wöchentlich)
+ Magnesiumdicitrat 0,5-1g töglich
+ Zink 50mg Zink Gluconat täglich
+ Olivenblattextrakt 1g täglich
Glutamin gleich geblieben (10g täglich)
+ Kreatin 5-10g täglich
+ Vitamin C 1-2g täglich
+ Kartoffelstärke 5-20g täglich
Gelatine erhöht von 5g auf 10-15g täglich
Intermittierend fasten eingebaut (erst seit 3 Wochen) 3-5 x wöchentlich
+ Vitamin A (erst seit 1 woche) 140.000 i.E. wöchentlich
Whey gesteigert und mit Sauermolke Protein ergänzt jeweils ca 25g täglich
+ Sojalecithin 14g täglich
+ Jod 150-450ug täglich
+ Selen 200-400ug täglich
+ Eisen 20-40mg täglich

Ich muss sagen, körperlich geht es mir seit Dezember um vieles besser.
Vor allem seit dem Einsatz von Kartoffelstärke habe ich gefühlt eine bessere Verdauung.
Seitdem ich faste, bin ich viel wacher und die Verdauung ist besser.
Seit Zink und Omega 3 ist mein Hautbild besser. Ich versuche den Rest mit Vitamin A weg zu bekommen.
Ich verspüre einen deutlichen Kraftzuwachs beim Krafttraining (obwohl ich das momentan auf Grund von gesteigertem Techniktraining im Kampfsport auslasse), mein Verdacht ist hier das Kreatin.
Deutlich mehr power im Alltag, die ist nochmal gestiegen seitdem ich faste.
Habe auch das Gefühl, leichter morgens aufstehen zu können und mehr Energie beim Boxtraining zu haben.

Blutwerte wären jetzt noch interessant, will aber aktuell kein Geld ausgeben, da ich die Anschaffung eines Motorrads plane :P

Also ich muss sagen, ich bin extrem begeistert voN Edubily und von Chris Michalk. Ich werde das alles so beibehalten.

So gut habe ich mich noch nie in meinem Leben gefühlt. Ich fühl mich richtig gesund!

Nochmal zu meiner Person: Ich bin 25 und männlich, mit 21 bekam ich die Diagnose Morbus Bechterew.
Mein Leben lang war ich generell eher schwächlich und ein Würstchen. Ich war als Kind recht schlecht in Sport und war auch eher verweichlicht.
Richtig gut und gesund habe ich mich nie gefühlt. Das wollte ich mit 18 Jahren unbedingt ändern und in diesem 7 Jahren hat es mich an viele verschiedene Orte geführt. Ich habe viel ausprobiert und getestet, zwischenzeitlich Rheuma "schlafen" gelegt und mit Kampfsport begonnen.


Folgende Projekte stehen an:

Glucosamin wird abgesetzt sobald die Packung leer ist, da meine Knieverletzung Geschichte ist.
MSM wurde abgesetzt, da ich keine Wirkung erkannt habe nach 1 Jahr nutzen.
Meine Pollenallergie die im Frühling kommt ist nur noch leicht vorhanden, das will ich auch nochmal in Angriff nehmen.
Citrullin werde ich in der nächsten Woche mit 5-10g täglich ergänzen
Boxtraining intensiver betreiben, habe mit Grappling begonnen, Krafttraining wenn möglich wieder einbauen, Spaß am Leben haben, gesund bleiben, ein Motorrad kaufen :)

Nochmal vielen Dank für die tolle Unterstützung hier. Ich emfehle jedem mittlerweile das Buch von Chris, es ist meine neue Bibel :)

Gesundheit ist machbar, Edubily machts vor :)


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#4 von Je , 16.04.2015 11:20

Diesen Post, vor allem die letzten Sätze, druck dir mal aus und rahm ihn ein.
Bin gespannt, wie du in 1-2 Jahren darüber denkst. ;-)


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#5 von Don90 , 16.04.2015 11:23

Wie kommst du auf das? :)


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#6 von Chris (edubily) , 16.04.2015 19:23

Don, großartiger Bericht - weiter so! Freut mich sehr, ich hoffe, dass du weiterhin von diesem Forum und unseren Berichten profitierst. Ansonsten: Vielen Dank für deine Worte.

Zu dem Beitrag von Je:
Die Erklärung ist, in meinen Augen, recht einfach: Manche kommen niemals an und werden auch nie aufhören zu suchen, die Stimmung korreliert mit dem Hype oder der Abneigung gegenüber einer Sache. Das Phänomen kennen wir. Andere erfahren auch einfach nicht die Resultate, die sie sich erhofft haben (entweder früh oder spät) und wenden sich ab.
Dein Einwurf finde ich sehr passend - vor allem zu unserer heutigen Zeit.

Dazu will ich aber noch eine Sache sagen: Mehr als die eigene Biochemie bzw. die Chemie um uns herum (Nahrung, Umwelt etc.) zu studieren und zu intervenieren (egal wie) ist halt nicht drin.


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#7 von Je , 17.04.2015 08:22

So war es gedacht.
Ich bin hier von Anfang an als eher stiller Mitleser dabei und finde es sehr spannend die Entwicklung und Einstellung von einigen mitzuverfolgen und natürlich auch auf sich selber zu reflektieren.


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#8 von Don90 , 17.04.2015 10:29

Für mich war es von Anfang an klar, dass Edubily funktionieren MUSS.
Die Studien, die Beiträge, die logischen Erklärungen und vor allem die biochemischen Gesetze dahinter lügen einfach nicht.

Erst gestern hat mich meine Freundin gefragt warum ich so viel Zeug nehme, mit Beispiel Vitamin D. Ihr Argument war "Das haben die früher ja auch nicht gehabt...".
Das stimmt, die hatten vl keine Vitamin D Tropfen, aber sie hatten den ganzen Tag Bewegung in der freien Natur, waren ständig der Sonne ausgesetzt und mussten nicht von 7-17 Uhr im Büro sitzen.

Man kommt sich trotzdem recht blöd vor mit so viel Zeug in der Lade und einem Shaker bzw Tabletten in der Arbeit. Aber mit ein bisschen Timing kann man das auch recht unauffällig konsumieren und wird nicht blöd angeglotzt.

Wenn mir jemand mit den zusätzlichen Kosten kommt (die sich schätzungsweise maximal auf 30€ im Monat bei mir belaufen), dann argumentiere ich das immer mit dem was andere in meiner Altersgruppe tun.
Ich geh einfach nicht in die Disco und schmeiß dort das 8-fache für eine Wodkaflasche raus wie im Supermarkt. Dadurch dass ich Samstag und Sonntag meistens auch trainiere, bleibt mir ohnehin kein Fenster zum Party machen und sollte ich doch mal Lust haben, bin ich nach 4 Bier ohnehin schon besoffen :D

In den nächsten Wochen finden noch meine Aufnahmeprüfungen für den Studiengang Physiotherapie in Wien und ein paar anderen Universitäten statt. Die Bewerberzahl übersteigt das 10-fache der Studienplätze. Ich bereite mich gerade aktiv darauf vor und sollte das noch hinhaun, ist auch beruflich alles im Lot.
Ihr dürft mir Glück wünschen :)


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#9 von sVensationell , 18.04.2015 03:23

Ich drück dir fest die Daumen Don.


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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#10 von Don90 , 20.04.2015 13:41

Danke :)


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#11 von Don90 , 13.05.2015 14:14

Ich möchte noch einen kleinen Nachtrag schreiben wie es mir weiterhin ergangen ist im Bezug auf meine Akne und generell eher unreine Haut.

Seit der Pubertät habe ich mit unreiner Haut zu kämpfen und habe alles mögliche getestet...erfolglos.

Durch Chris's Buch bin ich dann auf IF (16/8) gestoßen.
In Kombination mit 50-100 mg Zink Gluconat und 50.000 i.E. Vitamin A als Retinylpalmitat täglich hat es meiner unreinen Haut den Gar aus gemacht!

Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal so eine schöne Haut hatte!

Ich werde noch einige Wochen die 50.000 i.E. nehmen und danach auf 30.000 i.E. täglich senken.

Ich nehme die Dosis 1 mal wöchentlich, sprich 350.000 i.E. 1 mal pro Woche.

Nochmal ein rießen Dankeschön an Chris, der mir die Angst vor dieser "hohen" Dosis genommen hat :)

PS: Wer meinen Blutbefund kennt weiß, dass mein Vitamin A Wert bereits im oberen Referenzbereich war. Das hat also nichts ausgesagt ;)


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#12 von Alpha , 08.01.2017 11:32

Hi Don,

Leaky Gut kannst du testen lassen. "Zonulin".

Viele Grüße

Alpha


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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#13 von Don90 , 15.06.2018 14:16

So, nach einer langen Pause meinerseits ein kleines Update:

Bis letztes Jahr im Oktober ca habe ich problemlos weitergelebt wie beschrieben. Allerdings hat im Oktober wieder die Morgensteifigkeit begonnen, ohne dass ich großartig etwas geändert hätte an meiner Ernährungsweise.
Nach monatelangem herumprobieren habe ich dann herausgefunden, dass ich einfach in den letzten Monaten bevor es wieder begann häufig gesündigt habe und gelegentlich mal Müll gegessen habe (Eiweissriegel etc...)

Daraufhin habe ich mich wieder streng an mein altes Muster gehalten und der Erfolg ließ zu wünschen übrig.
Also habe ich begonnen auch Nachtschattengewächse, Hülsenfrüchte (hatte ich damals schon draußen), Kaffee und Mais weg zu lassen und damit ging es mir endlich wieder richtig gut.

Nun habe ich begonnen wieder Nachtschattengewächse (Kartoffeln und Tomaten) hinzu zu fügen, und meine Probleme begannen wieder aufs neue.

Meine Frage an euch ist nun: Wie kann es sein, dass ich plötzlich auf Nachtschattengewächse reagiere, obwohl ich früher NIE Probleme damit hatte.
Ist es möglich, dass sich das Darmbiom aus irgend einen Grund (Fehlbesiedlung??) umgebaut hat oder kann es sein dass einfach die Menge der Lektine und Alkaloide in Nachtschattengewächsen einfach zu viel geworden ist und ich deswegen reagiere?

Jedenfalls werde ich diese wieder weglassen und sobald es wieder besser ist einmal versuchen Tomaten zu erhitzen und dann erst zu verspeisen. Außerdem will ich genau austesten ob Hülsenfrüchte wirklich Probleme machen, da war ich mir nml nie so ganz sicher.

Seit einigen Monaten plagt mich auch gelegentlich Durchfall welcher nicht verschwinden will. Ich hatte das Gefühl, dass Sauerkraut (aus der Verpackung, nicht das selbst gemachte), das Probiotikum von Edubily und Instant Kaffee dies verstärkt bzw auslöst. Darum habe ich diese Produkte auch heraus genommen.
Ich habe dann auf eine Darmfehlbesiedlung getippt, da auf einmal Nahrungsmittel nicht mehr gingen die normalerweise kein Problem waren.
Darum habe ich mir ein Probiotikum bestellt mit der Hoffnunf dass dadurch endlich einmal die Neigung zum Durchfall verschwindet und ich eine evtl Fehlbesiedlung damit verdrängen kann.
(https://www.amazon.de/Probiona-Kulturen-...ords=probiotika)

Jedenfalls geht es mir weiterhin sehr gut, wenn ich mich an meine artgerechte Ernährung halte. Allerdings ist dies doch recht mühsam oft, da man nicht einfach so überall irgendwohin essen gehen kann.
Ich werde euch am laufenden halten. Für Tipps bin ich sehr dankbar.


 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#14 von hans , 15.06.2018 14:50

Zitat von Don90 im Beitrag #13
Ich werde euch am laufenden halten. Für Tipps bin ich sehr dankbar.


Hallo Don,

hört sich für mich sehr nach dem an, was Gundry in Plant Paradox schreibt. GGf. magst Du mal meine Buchzusammenfassung lesen.

Für Hülsenfrüchte bietet sich dann der versuch an diese mit einem Dampfdruckkochtopf zu kochen, ggf. sogar vorher noch anzukeimen. In Bezug auf Nachschattengewächse: Vermeiden bzw. Haut vorher entfernen (bzw. schälen) und immer durchkochen - ggf. auch mit dem Dampfdruckkochtopf!

LG
Hans


Don90 hat sich bedankt!
 
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RE: Erfahrungsbericht Rheumatoide Arthritis

#15 von Don90 , 19.06.2018 22:23

Der Durchfall hat sich seit der Einnahme des Probiotikums verflüchtigt.
Ich habe wieder normalen Stuhlgang wie es sein sollte, bin sehr überrascht dass sich das Thema nach nichtmal 3 Tagen Einnahme schon erledigt hat. Wird jetzt jedenfalls für längere Zeit bei meinen Supps bleiben.

Danke für den ausführlichen Bericht, habe ihn gelesen und durch Loren Cordain bin ich auch schon auf die Lektinproblematik aufmerksam geworden.
Hülsenfrüchte habe ich damals schon aus der Ernährung gekickt, Tomaten, Paprika, Chilis und Kartoffeln gingen aber immer, darum finde ich das nun sehr komisch warum es plötzlich nicht mehr geht.

Ich denke ich starte die Woche nochmal mit einem Versuch und esse Kartoffeln. Die würden mir jedenfalls wirklich einiges erleichtern in meinem Leben!

Es geht nml nicht in meinen Kopf hinein, warum ich diese Nahrungsmittel plötzlich nicht mehr vertragen soll!

Bzgl Bohnen: Wie ist deine Meinung zu Bohnen aus der Dose? Die sind ja in einer Flüssigkeit eingelegt. Sind hier die Lektine durch das wässern und das haltbar machen (kochen) schon reduziert? Kann ich diese weissen Bohnen einfach kochen und damit evtl Bohnen mit Zwiebel und Speck machen oder sollte ich diese noch anders verarbeiten?
Rote Kidney Bohnen haben ja deutlich mehr Lektine als weisse Bohnen, darum werde ich vorerst mal nur bei den weissen Bohnen bleiben. Aber zuerst kommt mein 2. Kartoffelversuch dran!


 
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