Blutwerte bestimmen

#1 von Falk , 01.03.2015 11:04

Hallo zusammen,

momentan spiele ich mit dem Gedanken mal einen Bluttest machen zu lassen, damit ich eine Übersicht habe, wo ich stehe und was noch Verbesserungswürdig wäre.
Ich nehme zwar schon ein paar NEMs, aber bisher noch mehr oder weniger nach dem Gießkannenprinzip.

Mir wäre sehr geholfen, wenn mal wer darüberschaut, ob man nicht noch was aussagekräftiges hinzufügen könnte bzw. ob was unsinniges dabeisteht:

-Ferritin und Hämoglobin
- Vitamin D (25OHD)
- Calcium
- Magnesium
- Selen
- Zink
- Kalium
- Testosteron
- TSH, fT3, fT4
- Gesamteiweiß
- Gesamtcholersterin, HDL/LDL-Werte, Triglyzeride

Falls noch wichtig, habe ich folgende Probleme: schlechter Schlaf, schlechte Durchblutung (kalte Hände/Füße), oftmals steife/starre Muskeln, träge Verdauung, oftmals depressive Verstimmungen, fehlender Antrieb.

Btw, ist es sinnvoll oder notwendig, die NEMs vor der Untersuchung abzusetzten oder reicht es, wenn man das bei der Auswertung berücksichtigt?

Danke schonmal.

Beste Grüße,

-Falk


 
Falk
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RE: Blutwerte bestimmen

#2 von wmuees , 01.03.2015 11:31

Was fehlt, ist das freie Testosteron. Das Gesamt-Testosteron gibt Dir keine Rückinfo über die biologische Verfügbarkeit.


 
wmuees
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RE: Blutwerte bestimmen

#3 von Falk , 20.03.2015 23:59

So, ich habe nun eine Blutabnahme machen lassen und nach einer gefühlten Ewigkeit sind auch endlich die Ergebnisse da.

Es würde mich sehr freuen, wenn sich jemand findet, der mir eine Rückmeldung geben kann, wie ich mit den Werten dastehe. Bzw was man bei eventuellen Mängeln dagegen machen könnte.

In Klammern befinden sich die vom Labor verwendeten Referenzwerte.
Here we go:

fT3: 3,06 ng/l (2,10 - 4,30)
fT4: 0,98 ng/dl (0,80 - 1,70)
TSH-0 (EIA) 2,05 mIU/l (0,30 - 4,00)
Testosteron 4,21 µg/l (2,41 - 8,30)
fTestosteron 9,70 ng/l (8,90 - 42,50)

Magnesium 0,88 mmol/l (0,66 - 1,07)
Calcium 2,36 mmol/l (2,10 - 2,60)
Eisen 53 µg/dl (35 - 168)
Phosphat 4,3 mg/dl (2,5 - 4,8)
[Kalium 8,2 mmol/l (3,5 - 5,5) Laut Ärztin verfälschter (viel zu hoher) Wert, wegen zu goßer Zeitspanne zwischen Blutabnahme und Untersuchung. ]
Selen i. S. 110 µg/l (50 - 120)
Zink 0,7 mg/l (0,6 - 1,2)

Vit D3 (25-OH) 61,3 ng/ml ("Erstrebenswert zur Prävention" 40 - 60, "toxisch" >100)
Ferritin 118 µg/l (22 - 322)
Hämoglobin 15,1 g/dl (14 - 17,5)

Cholesterin ges. 136 mg/dl ( bis 200)
HDL 50 mg/dl (ab 35)
LDL 71 mg/dl (bis 160)
Triglyceride 102 mg /dl (bis 200)
Glukose/Serum 66 mg/dl (60 - 110)

Harnsäure 6,4 mg/dl (2 - 7)
Kreatinin 0,73 mg/dl (bis 1,13)
Gamma-GT 11 U/l (bis 66)
Hämatokrit 44 % (36 - 48)
Erythrozyten 4,9 Tpt/l (4,5 - 5,9)
Leukozyten 8,8 ?/nl (4 - 11)
Thrombozyten 287 Gpt/l (140 - 336)

Das Gesamteiweiß wurde auch gemessen, allerdings nur die relative Verteilung der einzelnen Bluteiweiße und nicht der absolute Gesamtwert, darum spar ich mir das jetzt.

Laut meiner Hausärztin hab ich super Werte und sollte *hust* eigentlich gesund sein, da ich überall recht schön im angegebenen Referenzbereich liege.
Zur Orientierung hätte ich jetzt Chris' Werte aus dem Buch und dieses Dokument von Dr.Strunz (http://www.drstrunz.de/media/frohmedizin_082-091.pdf) benutzt.
Demnach wären, soweit ich das sehe, die fTestosteron, Ferritin, Selen, Zink und Eisen Werte nicht ganz so ideal. Bei den SD- Werten bin ich mir nicht sicher.

An NEMs nehme ich bisher: ein Multivit, Vit D, Vit A, Fischölkapseln (mit etwas Vit E), Arginin, Magnesium, Olivenblatt und Granatapfelextrakt, Soja-Lecithin, eine Tablette mit diversen Spurenelementen und seit kurzem (erst nach der Blutabnahme Vit K).

Die NEM habe ich vor der Untersuchung verringert und eine Woche vorher ganz weggelassen,

Ich würde mich über Kommentare und Beiträge aller Art freuen.

Grüße,
Falk


 
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RE: Blutwerte bestimmen

#4 von Markus , 23.03.2015 16:07

Hallo Falk,

"schlechter Schlaf, schlechte Durchblutung (kalte Hände/Füße), oftmals steife/starre Muskeln, träge Verdauung, oftmals depressive Verstimmungen, fehlender Antrieb."

das dürfte hieran liegen:

"fTestosteron 9,70 ng/l (8,90 - 42,50)"

Der fT-Wert von 70jährigen Männern liegt im Schnitt bei 8,9 und im Median bei 7,9 ng/l....und bei 60jährigen Männern bei 10,7 bzw. 9,4 ng/ml....deinen Hormonen zufolge bist du ein 65 Jahre alter Opi, dein Körper macht nur, was ihm dadurch signalisiert wird.

http://www.lef.org/Magazine/2010/6/Start...Members/Page-01

Wie alt bist du denn?! Ist deiner Ärztin nicht bewusst, wie die Referenzwerte des Labors gebildet werden? Nachfragen und dies zu verstehen lohnt sich hier wirklich, für Patient und Ärztin

Einer der möglichen Gründe dürfte hier begraben liegen:

"Zink 0,7 mg/l (0,6 - 1,2)"

Isst du fettarm? Deine LDL-Werte sind fast etwas zu niedrig! Nimmst du Medikamente?


"Any intelligent fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius- and a lot of courage- to move in the opposite direction" (A Einstein)


 
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RE: Blutwerte bestimmen

#5 von Falk , 23.03.2015 19:00

Hallo Markus,

danke für den Link. Hier sind noch ein paar Eckdaten (an die hab ich wieder nicht gedacht, sorry ): Ich bin 24 Jahre alt, ca 1,72m groß und etwa 78 kg schwer. Wobei ich schon einen gutteil an Fettreserven mit mir rumschleppe. Abgesehen von den NEM nehme ich keine Medikamente.

Also, dass das mit dem Testosteron so krass ist hätte ich nicht gedacht. Das würde dann auch einige andere Sachen erklären, unter anderem hinsichtlich harnäckigen Fettansammlungen, an für Männer eher untypischen Stellen...

Nachgefragt bezüglich den Werten hab ich auch nicht großartig. Ich bin in solchen Sachen ein Laie. Als ich ihr gesagt habe, dass ich auch die Testosteronwerte geprüft haben möchte, meinte sie noch, dass das >>" Unnötig ist bei einem Mann Ihren Alters, da fehlt normalerweise nie was"<<

Fett esse ich eigentlich schon einiges. Allerdings habe ich bis kurz vor der Blutabnahme für eineinhalb Monate lang Chris' Ratschlag aus dem Buch umgesetzt und größere Mengen Kohlenhydrate und Fette getrennt. Rückblickend betrachtet ist da wohl doch das Fett etwas untergegangen, aber mich hat das nicht großartig gestört, da ich eh einige Reserven davon habe.
Davor gabs bei mir eine gute Mischkost u.a. mit Salami, fettem Käse und Quark, dunkler Schukolade, Nüssen und Eier. Einige Monate letzen und vorletzten Jahres habe ich aber auch mal LCHF praktiziert, so richtig mit Sahne intravenös

Gruß,
Falk


 
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RE: Blutwerte bestimmen

#6 von Epe , 30.04.2015 09:35

Hallo zusammen,

ich möchte jetzt auch meine Blutwerte bestimmen lassen. Da ich noch nicht so viel Ahnung habe, wollte ich vorher fragen, auf was ich alles achten soll?
Reicht es wenn ich die Werte von den aufgeführten Sachen habe? Warum freies Testosteron bestimmen und nicht gesamt Testosteron? Gesamteiweiß? relative Verteilung? Kann das einer genauer Erklären? Außerdem habe ich gelesen bestimmte Sachen im Serum messen? Sry für die ganzen Fragen aber möchte es direkt richtig machen und alle richtigen Werte von meinem Arzt bekommen.

-Ferritin und Hämoglobin
- Vitamin D (25OHD)
- Calcium
- Magnesium
- Selen
- Zink
- Kalium
- Testosteron
- TSH, fT3, fT4
- Gesamteiweiß
- Gesamtcholersterin, HDL/LDL-Werte, Triglyzeride
- Retinsäure (Vitamin A)

- evtl. noch Creatin? und einzelne Aminosäuren?

Habe ich noch was vergessen?
Danke für eure Hilfe

Gruß
Felix


 
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RE: Blutwerte bestimmen

#7 von Siggi , 30.04.2015 09:43

Hämoglobin, Cholesterin, Calcium, Natrium, Kalium, Triglyceride und sowas alles, ist beim großen Blutbild schon dabei. Das bezahlt die Krankenkasse für dich und muss nicht extra von dir aufgezählt werden.

Du musst beim Testosteron unbedingt mehrmals darauf hinweisen, dass du das freie Testosteron haben willst und nicht das Gesamttestosteron.

Creatin oder Aminosäuren brauchst du nicht zu messen. Erstmal das Gesamt-Eiweiß anschauen.

Ich würde Folsäure und B12 noch messen lassen und halte VitA erstmal für nicht so wichtig.


Frühstücken wie ein Kaiser und aussehen wie ein Sumo


 
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RE: Blutwerte bestimmen

#8 von Epe , 30.04.2015 10:08

Danke Siggi für die schnelle Antwort :-)
Kennst du den Artikel von Chris über Vitamin A / Retinsäure? Anhand diesem Artikel dachte ich, das es vielleicht interessant sein könnte den Retinsäure- Wert zu bestimmen und dann zu optimieren.


 
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