Wie giftig sind Vitamine?

#1 von ThackeryJohn , 22.02.2015 13:50

Kleines Interview mit Dr. Kurt Moosburger, Facharzt für Innere Medizin, Sport- und Ernährungsmedizin

https://www.thieme.de/viamedici/hippocam...amine-24727.htm


 
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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#2 von Gelöschtes Mitglied , 22.02.2015 14:26

Mit solchen "Experten"-Interviews kannst Du hier keinen mehr beeindrucken ;-)
Vitamine können schaden, ja. Joggen kann tödlich sein, ja. In der Disco mit dem falschen Mädchen flirten kann ein blaues Auge geben, ja....
Man sollte wissen was man tut und das Risiko bzgl. Vor- und Nachteile abschätzen können.



zuletzt bearbeitet 22.02.2015 14:28 | Top

RE: Wie giftig sind Vitamine?

#3 von Chris (edubily) , 22.02.2015 14:54

Zitat
Das lässt sich dadurch erklären, dass in unserem Körper ständig Redox-Prozesse ablaufen, bei denen freie Radikale entstehen. Diese Moleküle sind zwar potenziell toxisch. Sie haben
aber auch sinnvolle Aufgaben wie zum Beispiel, Krebszellen anzugreifen und abzutöten. Wenn man durch eine unnötige Vitamineinnahme die Radikale eliminiert, kann man somit indirekt die Krebsentstehung fördern.



Das passiert, wenn ein Arzt über den Stoffwechsel von Krebs spricht.

Scheinbar weiß er nicht, dass Krebszellen gerade den oxidativen Stress nutzen um zu wachsen und aggressiv zu werden.
Das ist kein Pro-Vitaminpillen-Argument, aber dieses Übersimplifizieren und monoperspektivische Denken, das er eigentlich den Leuten vorhält, macht er nicht besser.


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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#4 von ThackeryJohn , 22.02.2015 15:10

Wollte damit gar nicht wertend sein, habe es nur gerade gelesen und mir gedacht, dass man es als Input für das Forum hier nehmen kann, weil das Thema passt.


 
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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#5 von Chris (edubily) , 22.02.2015 15:59

Definitiv. Jeder Input ist willkommen :-) Also ich wollte keine Kritik an dir oder so implizieren.


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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#6 von Luna , 22.02.2015 17:20

Und es immer wieder die alte Leier: Man nimmt die fettlöslichen Vitamine, die im Körper gespeichert werden können, als Beispiel und pauschalisiert das dann.

Wenn ich mich recht erinnere hat Dr. Strunz diese Studie an Rauchern auch schon auseinander genommen. Meist ist es ja so, dass Prozente von Prozenten genommen werden, was den Anteil dann gewaltig aufbläht. Dass es auf der anderen Seite auch Vorteile gibt, fällt dann auch unter den Tisch. Reißerische Nachrichten lassen sich halt besser verkaufen.

Schade, wenn dann solche Experten wie Dr. Moosburger auf diesen Zug aufspringen.

Wollte es wissen und habe den Kommentar von Dr. Strunz herausgesucht, als diese Studie wieder in der Presse auftauchte.
Hier: Lungenkrebs und vitamine



 
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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#7 von OnkelPaul , 22.02.2015 20:19

Jetzt muss ich mal blöd fragen: Wollen wir nun freie Radikale in unserem Körper reduzieren, oder nicht?


 
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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#8 von Luna , 22.02.2015 20:57

Ist halt auch wie immer:Die Dosis macht das Gift.
Ich geh davon aus, dass wir heute durch Umweltbelastung, Stress und nicht zuletzt auch Sport genügend freie Radikale haben, sodass auch bei hoher Vitaminaufnahme noch genügend übrig bleiben. Dazu kommt, dass die Nahrungsmittel heute ja durchaus auch weniger Vitamine enthalten als früher, bedingt durch Lagerzeiten und Transportwege.

Es ist auch ein Unterschied, ob jemand älter oder jünger ist. So lange man jung ist, verzeiht der Körper vieles. Wird man älter, so lässt die Reparaturkapazität des Körpers einfach nach und die ROS können mehr Schäden anrichten. Da sind höhere Vitamindosen dann durchaus sinnvoll.


 
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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#9 von Simu , 23.02.2015 07:21

Zitat Moosburger:

"Auch wenn man sich sehr einseitig ernährt, z. B. von sehr viel Fleisch und nur wenige Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln oder Brot und zu wenig Obst und Gemüse zu sich nimmt, kann ein
Vitaminmangel entstehen. Ein gesunder Organismus, der vernünftig ernährt wird, entwickelt in der Regel aber keinen Mangel!"

Ich muss also Nudeln und Brot essen, sonst bekomme ich einen Mangel? Und ich habe mich 10 Jahre lang vernünftig ernährt und wurde 5-6 x pro Jahr krank und war 1-2 Wochen flach. Genau wegen solchen Ärzten, die
mir den oben genannten Scheiss versuchten zu verklickern. Ich werde leicht aggressiv, wenn Ärzte solchen Unfug auch noch öffentlich verbreiten!


Jeder Mensch isst anders!


 
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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#10 von manu , 27.02.2015 07:25

Simu, mir geht es genau gleich. Ich mach eine Ausbildung zum Sozialbetreuer für Altenarbeit und im Rahmen dieser Ausbildung lernen wir "gesunde Ernährung".
Frühstück, wichtigste Mahlzeit des Tages, viel Vollkorn Teigwaren, wenig tierisches Eiweiss, mehr pflanzliches Eiweiss , regelmäßiges Essen alle paar Stunden usw.

Ich hab mir von Anfang an vorgenommen nichts zu sagen da es eh nix bringt, aber ich dreh jedes mal fast durch wenn ich mir diesen Mist anhören muss. Zudem muss ich da noch einen Test schreiben und es wiederstrebt mir total diesen Stuss auch noch niederzuschreiben um eine gute Note zu erhalten .

Da muss ich halt durch ...


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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#11 von Bernd , 27.02.2015 12:08

Zitat von manu im Beitrag #10
Simu, mir geht es genau gleich. Ich mach eine Ausbildung zum Sozialbetreuer für Altenarbeit und im Rahmen dieser Ausbildung lernen wir "gesunde Ernährung".
Frühstück, wichtigste Mahlzeit des Tages, viel Vollkorn Teigwaren, wenig tierisches Eiweiss, mehr pflanzliches Eiweiss , regelmäßiges Essen alle paar Stunden usw.



Hallo,

also ich lag letztes Jahr mit einem Blinddarmdurchbruch eine ganze Weile im Krankenhaus. Hervorragende Klinik, als Privatpatient Unterkunft und ärztliche Betreuung sehr gut, aber das Krankenhausessen grenzte an Körperverletzung.

Ich bin weder mäkelig noch ein Kostverächter, kein Vegetarier, Veganer oder sonstiger "Ernährungsaktivist", als ehemaliger Fallschirmjäger und Polizeibeamter in einem SEK in körperlichen und psychischen Dingen durchaus robust und hart im Nehmen, die etwas komplizierte und schmerzhafte medizinische Behandlung alles kein Problem, aber das Essen habe ich dort trotz breitem Angebot fast komplett verweigern müssen.

Morgens obligatorisch Brot und Brötchen nebst reichhaltigem "klassischen" Büffet, von verschiedenen Sorten Marmeladen und Schokocremes über Käse und Wurst bis zum heute ja überall obligatorischen Müsli etc. Mittags war ok, auch dank drei Wahlmöglichkeiten, man konnte dann ja notfalls jeweils etwas auf dem Teller liegen lassen, entweder die fette Sauce, oder den Reis, die Weizennudeln, oder den süßen Nachtisch, je nach Gericht, und wurde dann trotzdem irgendwie satt, Fleisch, Fisch und Gemüse war ja in irgendeiner Form immer dabei. Eine Krankenhausküche jedenfalls, wie man das noch aus "alten" Zeiten kennt, in vielen Fällen sogar mit integrierter Diätküche, in der dann täglich frisch gekocht und zubereitet wird und für spezielle Erkrankunge, z. B. Magen/Darm, dann eben auch diätisch etc., gibt es heute wohl nicht mehr, da bekommen alle dasselbe. Das Essen wurde vom Catering geliefert, ob tagesfrisch oder nur noch in Großpackungen angeliefert und im KH dann warmgemacht und serviert kann ich nicht sagen. Abendessen dann wieder das volle kohlenhydratlastige Programm und praktisch dasselbe wie vom Frühstückbüffet, allem voran wieder die gute alte deutsche "Stulle" und dann aber deutlich stärker fetthaltiges wie Fleischsalate etc. dabei.

Insgesamt wurde die Zeit also ungewolltes IF, denn morgens und abends war ganz praktisch sehr wenig gesundes für mich dabei. Und auch wenn das Angebot von der Quantität her hotelartigen Charakter trug, für jemanden, der sich mit gesundheitlichen Aspekten der Ernährung beschäftigt und ein klein wenig Hintergrundwissen dazu und zu den verschiedenen als Standard angebotenen Lebensmitteln hat, wird es ohne jeden Zweifel schwierig dort eine gesunde und damit letztlich gesundheitsfördernde Ernährungsweise zu praktizieren. Ich habe jedenfalls ordentlich an Gewicht und vor allem an Muskelmasse verloren und mußte danach neu aufbauen.

Ich weiß natürlich nicht, ob man das verallgemeinern kann, da dies glücklicherweise mein erster Krankenhausaufenthalt war und möchte das daher auch gar nicht, aber das war zumindest meine Erfahrung. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß dies in Pflege-oder Altenheimen anders sein wird, weil ja auch gerade alte Menschen diese Ernährungsweise gewohnt sind und das wahrscheinlich schon aus diesem Grund so dort fortgeführt wird.

Gruß Bernd



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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#12 von EHST , 27.02.2015 17:13

Ich druckte letzte Woche erst solch "Mahlzeiten-Wunschzettel" für Privatpatienten für mehrere Kliniken und der sah genau so aus, wie von Dir beschrieben. Morgens Brot und Brötchen mit den üblichen Aufstrichen, Wurst und Käse und abends prinzipiell genau so (sogar Nuss-Nougat-Creme gab es abends ). Nur Mittags konnte man sich halbwegs eine erträgliche Mahlzeit mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse zusammenbasteln.

Das ist ziemlich erschreckend.


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RE: Wie giftig sind Vitamine?

#13 von Markus , 27.02.2015 21:11

Tja- deswegen heisst es ja auch Krankenhaus

DGE rules! Böse Zungen sagen ja auch, dies stünde für "Deutsche Gesellschaft für Euthanasie".


"Any intelligent fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius- and a lot of courage- to move in the opposite direction" (A Einstein)


 
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Strunz: Fette und Kohlenhydrate
Nahrungscholesterin nicht mehr schlecht

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