RE: Getreide Mythos

#31 von sfast , 30.04.2015 11:03

In dem Augenblick, in welchem man beispielsweise Reis isst, hat man sich schon längst für eine geringere Versorgung mit Mikronährstoffen entschieden. Im Vergleich mit der Kartoffel oder der Süßkartoffel hat Reis zwei Nachteile:

1. Eine lächerlich geringe Mikronährstoffdichte.
2. Eine deutlich höhere Kaloriendichte.

In den wenigsten Fällen ist Reis daher eine gute Wahl, wenn man die Alternativen bedenkt.

Nur weil etwas *nicht schlecht* ist, heißt es nicht, dass es auch *gut* ist.

Korrekt:

Immer wenn es regnet, ist der Himmel grau.

Falsch:

Immer der Himmel grau ist, regnet ist.


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RE: Getreide Mythos

#32 von milram , 30.04.2015 11:08

Oh ja Sfast.. da geb ich dir recht, v.a. das Beispiel zum Schluss. Rückschlüsse sind demnach nicht immer folgerichtig ;)


 
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RE: Getreide Mythos

#33 von Don90 , 30.04.2015 11:12

Irgendeinen Tod muss auch ich eines Tages sterben ;)


 
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RE: Getreide Mythos

#34 von naklar! , 30.04.2015 12:08

@sfast:

Du hast bzgl. der Nährstoffarmut/Kaloriendichte sicher recht - aber es kommt eben auch darauf an, was man will:

Wenn ich zB. laden möchte, kommt mir letzteres doch sehr entgegen - mit kartoffeln schaffe ich es schlicht nicht, sooo viele Khs zu schaufeln.
Andersrum kann man selbst an LC - Tagen ( gehe bis+/-120g Khs ) doch einiges an Kartoffeln essen.

Gruß, Eric


 
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RE: Getreide Mythos

#35 von carpi_flexor_radialis , 30.04.2015 13:38

Ich esse Haferflocken (ca 40g pro Tag), ab und zu Wildreis, Buchweizen, Amaranth und Quinoa und vertrage das ganz gut.


 
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RE: Getreide Mythos

#36 von Gelöschtes Mitglied , 30.04.2015 14:19

Hey Leute,

was haltet ihr denn von diesem Artikel über Getreide von Precision Nutrition?

Sieht aus meiner Laien-Sicht ganz gut recherchiert aus, allerdings bin ich mir nicht sicher ob das doch nur cherry-picking war..

LG
Jens


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RE: Getreide Mythos

#37 von Vlad , 30.04.2015 15:40

Hi sfast,

Zitat von sfast im Beitrag #31
In dem Augenblick, in welchem man beispielsweise Reis isst, hat man sich schon längst für eine geringere Versorgung mit Mikronährstoffen entschieden. Im Vergleich mit der Kartoffel oder der Süßkartoffel hat Reis zwei Nachteile:

1. Eine lächerlich geringe Mikronährstoffdichte.
2. Eine deutlich höhere Kaloriendichte.


das habe ich neulich auch gedacht als ich mir mal die Nährwerte von Kartoffeln und Reis angeschaut bzw. gegenüber gestellt habe. Reis hat nur dann den Vorteil, wenn man eine bestimmte Menge an KH reinfuttern möchte, es aber mit Kartoffeln, Gemüse und Obst nicht schafft.


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RE: Getreide Mythos

#38 von sfast , 30.04.2015 18:33

Ja, aber dann würde ich die Ernährung in Frage stellen, die es erforderlich macht diese Menge zu essen, die nicht mit guten Lebensmitteln erreichbar ist. Wenn man mit Reis lädt, sollte man mitochondrienspezifisch supplementieren. Und dann hängt das auch noch davon ab, wie die sonstige Ernährung aussieht/aussah.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist eigentlich nur für Bodybuilder im Wettkampf gegeben oder Ausdauerathleten die sich zyklisch ernähren.


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RE: Getreide Mythos

#39 von tomilla , 30.04.2015 20:15

Zitat von sfast im Beitrag #38
Wenn man mit Reis lädt, sollte man mitochondrienspezifisch supplementieren.


Meinst du damit L-Carnitin, Glycin, Citrullin?

Zitat von sfast im Beitrag #38
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist eigentlich nur für Bodybuilder im Wettkampf gegeben oder Ausdauerathleten die sich zyklisch ernähren.


Absolut! Als Ausdauersportler gibts bei mir alle 3-4Tage eine große Portion Reis an den Ladetagen oder eben vor Wettkämpfen. Nur mit Kartoffeln ist das brutal zu bewerkstelligen und gerade vor Wettkämpfen will man sich den Magen nicht übermäßig voll hauen.

Danke, dass du für das Thema noch einen Videobeitrag gemacht hast. Ich mag deine Einstellung auch wenn ich deine Empfehlungen nicht alle umsetzen kann.


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RE: Getreide Mythos

#40 von sfast , 01.05.2015 10:34

Ich hatte in erster Hinsicht an Magnesium, Mangan und Q10 gedacht, aber so wie ich Chris Buch verstanden habe, interpretiere ich vieles genau anders herum. (Das ist keine Kritik!)

Ich würde auch viel Obst nutzen. Das hat einen günstigen Einfluss auf den Glucosestoffwechsel, besonders an Ladetagen. (Ich sehe Fructose im Kontext - auch in relativ großen Mengen - als nicht so schlimm an).


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RE: Getreide Mythos

#41 von naklar! , 01.05.2015 11:16

Zitat von sfast im Beitrag #38
Ja, aber dann würde ich die Ernährung in Frage stellen, die es erforderlich macht diese Menge zu essen, die nicht mit guten Lebensmitteln erreichbar ist. Wenn man mit Reis lädt, sollte man mitochondrienspezifisch supplementieren. Und dann hängt das auch noch davon ab, wie die sonstige Ernährung aussieht/aussah.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist eigentlich nur für Bodybuilder im Wettkampf gegeben oder Ausdauerathleten die sich zyklisch ernähren.



Ah, ok - würdest du dann also 3 Reis - Ladetage pro Woche als Problem ansehen? Die anderen 4 Tage gibt es in der Regel viel Gemüse und Kartoffeln - und auch bei den Reistagen ist eben Kh reiches Gemüse wie Erbsen etc dabei....


 
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RE: Getreide Mythos

#42 von goodoo , 01.05.2015 21:36

Warum sollten 3x die Woche Reis problematisch sein?
Kartoffeln sehen zwar im vergleich zu Reis vom Nährstoffgehalt gut aus, verglichen mit anderen Gemüse oder gar tierischen Produkten relativiert sich das wieder stark. Außerdem weiß ich auch nicht, wie bioverfügbar diese Stoffe überhaupt sind.
Das soll nicht heißen, dass Kartoffeln nicht eine sehr gute oder vielleicht die beste Carbquelle sind z.B. ist der Kaliumgehalt hilfreich bei der Glykogeneinlagerung.
Aber an Tagen an denen ein leichter Kalorienüberschuss mit wenig Fett angestrebt wird, ist die höhere Kaloriendichte von Reis ganz abgenehm, da man sonst irgendwo bei 2-3kg Kartoffeln wäre . Man kann ja auch mittags Reis und abends Kartoffeln essen.


 
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RE: Getreide Mythos

#43 von sfast , 03.05.2015 16:08

@naklar!:

Kommt darauf an, wie gut du dich versorgt fühlst. Je größer der Anteil des ketogenen Stoffwechsels bei der Energiebereitstellung ist, desto mehr Spiel hat man bei einer geringeren Mikronährstoffversorgung.

Ich Würde keine drei Reisladetage pro Woche machen. WENN meine Ernährung so gestaltet wäre, dass ich drei Ladetage pro Woche machen würde, würde ich mich eher nach Quellen wie Buchweizenvollkorn, traditionell hergestelltem Reis (brauner Reis und gequollen) umschauen.

Allerdings braucht man nur in den seltensten Fällen mehr als 2-300g Carbs zu laden, wenn man regelmäßig lädt. Die muskulären Energiespeicher zu leeren, ist schwerer als man denkt (mit Krafttraining erst recht) und die wenigsten trainieren ein wirklich erschöpfendes Training.

Die kriegt man ohne Probleme mit Kartoffeln, Gemüse, Obst und ähnlichen Quellen hin.


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RE: Getreide Mythos

#44 von naklar! , 03.05.2015 18:06

Danke, Sascha! Buchweizen steht schon länger auf meiner Versuchsliste...

Was die Kh - Menge angeht, stellt sich mir eben folgendes Problem:

Seit ich die Ernährunsphilosophie dieses Forums kenne, habe ich meinen Fettkonsum etwas heruntergeschraubt. Gleichzeitig versuche ich Fette und Khs weitestgehend zu trennen.
Hieraus resultieren unterkalorische Fetttage und überkalorische KHtage. In Zahlen:
Ich bin 4 x pro Woche bei -500 kal mit etwa 120 g Fett und 120 g Khs
3 x pro Woche bei +650 kal mit etwa. 30 g Fett und 600 g Khs.

Eiweiß liegt jeweils bei 250 g. Zugegeben:
Das ist etwas verkopft, aber um innerhalb dieses Systems auf meine Gesammtkalorien zu kommen, müssen die Ladetage fast schon etwas extrem sein :-)

Gruß, Eric


 
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RE: Getreide Mythos

#45 von tomilla , 03.05.2015 18:32

Ich möchte die vorherigen Beiträge ergänzen um einen Beitrag von Felix: http://www.urgeschmack.de/ist-reis-gesund/


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