Granatapfelsaft oder Extrakt?

#1 von Simu , 14.01.2015 10:07

In diversen Studien wird ja eine Polyphenoldosis von ca 500mg angewendet...der Gehalt von Muttersaft schwankt ja leider sehr stark. Je nach Konzentration müsste man 2-5dl vom Saft trinken. Der schwankende Gehalt plus der horrende Preis, lassen mich zu dem Extrakt tendieren, allerdings möchte ich soviel wie möglich in der natürlichen Form zu mir nehmen.

Ist Saft da überhaupt zielführend oder sollte man besser den Extrakt verwenden?


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RE: Granatapfelsaft oder Extrakt?

#2 von Markus , 14.01.2015 10:14

Hallo Simu,

aktuell ist ja (gerade noch) Saison für Granatäpfel, du bekommst sie in fast jedem Supermarkt. Daher versuche ich jeden Tag wenigstens einen halben GA zu essen, bevorzugt mit etwas frischem Zitronensaft auf Quark. Wenn ich dies nicht schaffe, nehme ich eine Kapsel mit Extrakt (die von LEF) oder hol mir ein kleines Fläschchen aus den Keller (von www.granar.de). Und in meinem Multi sind ja auch noch 70mg Extrakt enthalten.

Fazit: Whole foods wo möglich, bei Bedarf Kapseln.


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RE: Granatapfelsaft oder Extrakt?

#3 von Performance_ , 22.07.2015 12:28

Bin gerade mal auf folgendes Produkt gestoßen: http://m.iherb.com/21st-Century-Health-C...ggie-Caps/15495

Preislich sehr verlockend (120 Kapseln für gerade mal ca. 10 €)

Allerdings ist hier der Hauptbestandteil die Wurzel der Frucht. Da liegt wahrscheinlich der Hund begraben, oder?


 
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RE: Granatapfelsaft oder Extrakt?

#4 von CaptainHungerhaken , 22.07.2015 12:41

Der hier ist auch recht preiswert. Zur Qualität kann ich aber leider nix sagen.

http://www.amazon.de/gp/aw/d/B00C1EPKBC/...f7CL&ref=plSrch


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RE: Granatapfelsaft oder Extrakt?

#5 von Markus , 22.07.2015 12:57

Die beiden Produkte sind jeweisl auf 40% Ellaginsäure normiert, was ja an und für sich schon gut ist. Es fehlt verglichen mit der ganzen Frucht aber noch die Punicinsäure: diese dämpft ein überaktives Immunsystem/Entzündungsreaktionen

http://journals.plos.org/plosone/article...al.pone.0006458

wirkt gegen Ausbreitung von Brustkrebsszellen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20043077

und schützt vor Insulinresistenz

http://www.sciencedirect.com/science/art...278691511001177


Also wer auf solche Wirkungen Wert legt, der kann noch einen Punicinsäure-Extrakt dazu nehmen

https://www.badmonkeybotanicals.com/pome...rch=pomegranate

oder gleich den Saft/Frucht zu sich nehmen.


„Wenn man sich die Methoden betrachtet mit denen die Pharmaindustrie die Entscheidungsträger unter Druck setzt, so gehören die eigentlich in die mafiösen Strukturen.“
Uwe Dolata (Kriminalhauptkommissar) in "Das Pharmakartell: Wie wir als Patienten betrogen werden", Frontal21, 2008.


 
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RE: Granatapfelsaft oder Extrakt?

#6 von CaptainHungerhaken , 22.07.2015 12:59

Heißt das im Umkehrschluss, dass die beiden für Testosteron Anhebung besser geeignet sind wegen dem höheren Anteil an Ellagsäure?


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RE: Granatapfelsaft oder Extrakt?

#7 von Markus , 22.07.2015 13:14

Unentschieden würde ich sagen- bei Ratten wurde ein T-Anstieg nur mit dem Saft gezeigt:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18222572

PS: hier noch eine Warnung vor der isolierten Einnahme von Punicinsäure:


Zitat
ABSTRACT
A recent profusion of pomegranate nutraceutical products, "standardized to 40% ellagic acid," has appeared in the marketplace. This Perspective reviews the chemical and functional studies of pomegranate as well as the virtues and dangers of ellagic acid, and concludes that synergy among the various pomegranate fractions and phytochemicals is the most important factor for assessing strength of pomegranate nutraceutical preparations, and not simply the concentration of ellagic acid. Ellagic acid concentration in final products is likely to have an optimal therapeutic range, which very likely is less than 40%. The wisdom of designing and engineering pomegranate nutraceutical products to maximize therapeutic or chemopreventive synergy is suggested, as opposed to preparations that are designed and engineered simply to maximize the concentration of a single phytochemical. The implications of this strategy may be generalized for the optimization of nutraceutical preparations from other medicinal plants as well.



http://online.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/jmf.2006.9.119


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