Altern und Langlebigkeit

#1 von Chris (edubily) , 03.06.2014 13:42

Staffan Lindeberg ist ein Wissenschaftler aus Schweden. Seine Forschungsergebnisse sind interessant, das habe ich einmal versucht zu erklären anhand der untersuchten Bewohner von Kitava, einer Insel.

Zwar hat er einige Probleme sich mündlich zu artikulieren in englischer Sprache, aber schriftlich klappt’s :-)

Dort nämlich schreibt er, wie die richtig alten, hochfitten Kitava-Menschen sterben.

An was stirbt man nämlich, wenn man keine Krankheiten hat? Zumindest kein Herzinfarkt etc.?

Naja, sagt er, das geht ganz schnell: Die werden krank, bekommen irgendeine Infektion oder so etwas und dann folgt eine sehr rasche Degeneration innerhalb weniger Tagen bis Wochen.

Und genau das ist der springende Punkt.

Selbstverständlich werden diese Männer oder Frauen nicht 120.

Dafür haben sie aber gelebt.

Das kann man sehr schön den oben gezeigten Graphen verdeutlichen. Wenn du richtig alt werden möchtest, dann musst du dir sehr viel Mühe geben. Könntest auf die Idee kommen, Methionin einzuschränken oder noch besser, die Kalorien. Eine noch größere (Schnaps-)Idee wäre es, deine essentiellen Aminosäuren herzuschenken, in der Erwartung länger zu leben.

Richtig ist: Mit diesen Maßnahmen wirst du sehr alt.

Richtig ist aber auch: Ohne IGF1, ohne T3, ohne Insulin und ohne Zucker im Blut und somit auch ohne Geschlechtshormon.

Daher kommt auch die deutlich verringerte Leistungsfähigkeit, oder besser: Lebensgefühl.

Stellen wir uns vor, die y-Achse stellt die Leistungsfähigkeit bzw. das Lebensgefühl dar, was beides normalerweise schön Hand in Hand geht.

Die x-Achse die Lebensspanne.

Die relative negative Steigung, das heißt eine fallende Leistungsfähigkeit, ist bei beiden Graphen sehr ähnlich, außer, dass die absolute Leistungsfähigkeit der “Langlebigen” nie sehr hoch war!

Du kannst also als Ironman-Sportler, hochfit, mit 65 sterben oder noch 30 Jahre dran hängen und dann, naja… so vor dich hinleben.

Denn: Kein Testosteron, kein IGF, kein T3 - das ist kein Leben!

Dass wir uns richtig verstehen: Das oben gezeigte Beispiel bezieht sich ausschließlich auf Menschen, die durch Restriktionen lange leben wollen.

Nein, wir sind schlauer.

Wir wissen doch mittlerweile, dass wir auf nichts verzichten müssen, solange wir nur die richtigen Schalter innerhalb der Zelle aktivieren.

Und? Kalorienrestriktion kann man mimen, genauso wie man Training mimen kann.

Resveratrol kennen wir ja jetzt. Der Synergismus mit Leucin klingt kann auch ganz gut, aber dann muss ich ja 20-30g Leucin noch nehmen… ohje.

Dann machen wir einfach etwas anderes:

Kümmere dich konstant darum, deine Mitochondrien zu vermehren, die Fettsäure-Oxidation zu induzieren und dich vor ROS (freie Radikale) zu schützen.

Geht, ganz aktuell gezeigt, auch mit L-Carnitin. Geht auch mit BCAA und mit Arginin.

Die Möglichkeiten sind da, man muss nichts herschenken.


 
Chris (edubily)
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