Artgerechte Ernährung

#1 von H_D , 05.01.2015 20:38

Ich weiß nicht ob hier jemand Chris Eikelmeier und seine Artikel zur "Artgerechten Ernährung des Menschen" interessiert, aber hier ein mMn interessanter Artikel:

http://aesirsports.de/2015/01/die-artger...elmeier-teil-1/

Zitat
Neben Süß und Sauer ist auch salziges lebensnotwendig. Vor allem durch Schweißverluste kann der Mensch relativ viel Natrium verlieren – daher die Vorliebe für salziges – vor allem bei Männern aufgrund der höheren Anzahl an Schweißdrüsen. Ohne Salz versagen unterschiedliche Systeme wie dein Säurebasenhaushalt, dein Wasser- und Elektrolythaushalt und die Polarisierung der Zellmembranen und die Erregungsleitung deiner Zellen. Nicht gut und es kann lebensgefährlich sein wenn du ZU WENIG Salz aufnimmst – oder zu viel verlierst.

Dass der Mensch viel Speichelamylase produziert hat aber nicht unbedingt damit zu tun, dass er auch mehr Kohlenhydrate verzehren soll

Wo Männer aus der langkettigen Omega 3 Vorstufe aus pflanzlichen Quellen (Alpha-Linolensäure) kaum die notwendige tierische Form herstellen können, haben Frauen eine etwas höhere Umwandlungsrate

Kinder welche weniger als 7 Stunden pro Nacht schlafen, entscheiden sich eher für Fast Food und Kinder welche mehr als 8 Stunden pro Nacht schlafen bevorzugen wirklich Obst und Gemüse

Und musst dann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wie ein Irrer aus der Hecke springen und hinter dem Wildschein her rennen. Ab durch die Hecke. Für dieses Manöver sollte der Mann einen höheren Anteil an schnellkräftigen und glykolytischen Muskelfasern haben und längere Zeit nüchtern bleiben können – optimalerweise auch, wenn er lange nichts gefressen hat, im nüchternen Zustand so richtig abgehen. Frauen hingegen müssten, stoffwechseltechnisch, eher an Fettoxidation, da genügend Sauerstoff beim Sammeln verfügbar ist, angepasst sein und sich eventuell evolutionär eher an das Snacken angepasst haben.

Das liegt nicht nur an der geringeren Muskelfaserdicke, sondern auch daran, dass Frauen vermehrt Typ 1 – langsamzuckende – Muskelfasern besitzen ([16] Amy C Maher et al 2009). Frauen altern aber langsamer und sind in der Regel ausdauernder.

Man geht davon aus, dass mTOR bei Männern aktiver ist und dies ein Grund dafür ist, dass Männer stärker und muskulöser sind als Frauen – schon im Babyalter. Das bezahlen die Männer allerdings mit einer kürzeren Lebensspanne ([17] Leontieva OV et al 2012). Die Menstruation führt bei Frauen zu einer etwa 20% höheren Herzleistung – ähnlich wie bei moderatem Joggen. Daher sollen Frauen ein “trainierteres Herz” haben, als Männer ([18] T. Eskes und Clemens Haanen 2006) – “the jogging female heart”.

Und das ergibt alles irgendwie einen Sinn. Während leichter bis moderater Intensität, verbrauchen Frauen mehr Fett im Vergleich zu Männern



Danke dafür Damian


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RE: Artgerechte Ernährung

#2 von Chris (edubily) , 05.01.2015 20:45

Zitat
Frauen hingegen müssten, stoffwechseltechnisch, eher an Fettoxidation, da genügend Sauerstoff beim Sammeln verfügbar ist, angepasst sein und sich eventuell evolutionär eher an das Snacken angepasst haben.



Den Punkte finde ich gut: Angepasstheit an Snacken wäre eine Begründung dafür, warum Frauen sich schwerer tun beim Fasten. Die oxidative Kapazität ist bei Frauen weniger stark ausgeprägt, insgesamt ist der "Stoffwechsel" weniger stark ausgeprägt. Bei vielen Frauen ist allerdings die Fettspeicherung effektiver.


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RE: Artgerechte Ernährung

#3 von H_D , 11.01.2015 18:27

Teil 2

Zitat


Frauen haben oft größere Umsetzungsprobleme beim „Fasten“ als Männer. Untersuchungen zu einer Art des intermittierenden Fastens, dem Ramadan, zeigen, dass es durch lange Fastenperioden zu pathologischen Veränderungen des Menstruationszykluses kommen kann ([22] Yavangi M et al 2013). Und zumindest im Ausdauersport scheint ein Fasten bei Männern zu besseren Anpassungen der Muskulatur zu führen als bei Frauen ([23] SR et al 2010).

Unterschiedliche Fastenzeiten, unterschiedliche Effekte und wir können für die Praxis festhalten, dass sich Männer und Frauen bei bis zu 14 Stunden Fasten nicht sehr stark unterscheiden

Wenn die Frauen schlecht mit einem Fasten zurechtkommen, kann das daran liegen, dass ihre Körper nicht dazu in der Lage sind, ausreichend Kohlenhydrate zu produzieren und die Expression der Enzyme welche für die Ketonkörperverwertung nötig sind, oftmals etwas länger „hinterherhinken“ – oder sie es nicht wollen – das darf nicht vergessen werden! Denn ich kann nicht, wohnt meist in der ich will nicht Straße. Doch zeigt die Evidenz folgendes: Männer haben eine höhere Kapazität für die anaerobe Glykolyse und produzieren während des Fastens ihre Kohlenhydrate in „einfach selbst ist der Mann“ Manier

Snacken ist also, egal für wen, ein wichtiger Mechanismus welcher Übergewicht begünstigen kann.

Richtig gelesen: Höherer Körperfettanteil bei Mädels mit höherem BS-Konsum – lass dir das auf der Zunge zergehen!

Anders als zu erwarten, erhöht eine niedrige Mahlzeitenfrequenz nicht zwangsläufig die Fettsäureoxidation (3 vs. 14 Mahlzeiten) – jedoch den Ruheenergieverbrauch, reduziert die Blutzuckerwerte über den Tag und verbessert die Hungerkontrolle

Die kurzfristige Sättigung wird nicht über Leptin geregelt! Bei Frauen, 3 Stunden nach einer Mahlzeit, erhöht sich, auch bei 60% Kohlenhydraten und 1.207 Kalorien, der Leptinspiegel nicht –wenn es sich jedoch um gesunde Frauen handelt, reduziert sich der Ghrelinspiegel. Bei Frauen mit Bulimie bleibt die Reduktion des Ghrelinspiegels aus ([33] Monteleone P et al 2003) – diese schaufeln sich das Zeug dann z.B. weiter rein. Leptin alleine reicht also eventuell nicht aus um unsere Sättigungsmechanismen zu erklären!

Grenzwertiges Ansteigen des Insulinspiegels, auf Grund einer induzierten Insulinresistenz führt zu einem Energiemangel aller insulinabhängigen Organe und man entwickelt ebenfalls Hunger. In anderen Situationen kann Cortisol jedoch Hunger dämpfend wirken. Und bei Frauen wirkt Cortisol etwas anders als bei Männern

Der Leptinspiegel korreliert mit dem Körperfettanteil der Frau – nicht ganz Skinny, aber auch nicht zu fett sollte die „perfekte Frau“ sein, denn es gibt eine kritische Leptingrenze (Körperfettgrenze), welche bei Frauen notwendig ist, damit diese noch eine normal ablaufende Menstruation haben.

Die Nahrungsaufnahme ist also DIREKT mit der Reproduktion verbunden. KEINE KEKSE – KEINE KINDER.

Interessant ist, dass Frauen häufiger von Schilddrüsenproblemen heimgesucht werden und diese stehen neben Entzündungen auch mit geringen Leptinspiegel in Verbindung. Low Carb bei Frauen ist eventuell nicht die beste Lösung – neben den Schilddrüsenproblemen denken wir wieder an ausreichend hohe Leptinspiegel, den Körperfettanteil und der geringeren Kapazität Glukose selbst herzustellen. Aber was heißt schon low carb. Denn andere Untersuchungen zeigen, dass sich bei einem gewissen Kohlenhydratgehalt keine Änderungen der Schilddrüsenhormonspiegel ergeben und dass ketogene Diäten und Low Carb Formen bei Migräne hilfreich sein können

Bei submaximalen Ausdauereinheiten scheinen Frauen ja mehr Fett und weniger Kohlenhydrate zu oxidieren als ihr männlicher Gegenpart ([41] Tarnopolsky MA und Ruby BC 2001), jedoch scheint eine sehr kohlenhydratreiche Ernährung (80% der Gesamtkalorien) in Kombination mit einer Pre-Workout Kohlenhydratgabe diese Substratunterschiede anzugleichen – der weibliche Stoffwechsel benutzt dann auch vermehrt Kohlenhydrate

Werden mehr Kohlenhydrate verzehrt, dann erhöht sich die Oxidation von Kohlenhydraten, okay, nicht so unlogisch – aber wird mehr Fett verzehrt, dann erhöht sich nicht die Oxidation von Fetten. Werden etwa 50% mehr Kalorien verzehrt, als benötigt, dann sorgt es in Form von Kohlenhydraten dafür, dass der totale Energieverbrauch ansteigt und etwa 75- 85% der überschüssigen Kalorien gespeichert werden. Gleiche mit Fett? Der totale Energieverbrauch erhöht sich nicht und es werden bis zu 95% der überschüssigen Kalorien gespeichert

Grade in Stressituationen suchen Männer eher die körperliche Aktivität und die Frau eine nette Unterhaltung in der Gruppe

Das mütterliche Hormonprofil während unterschiedlichen Zeitpunkten der Schwangerschaft hat einen riesigen Einfluss auf die lebenslange Stressreaktion und den Metabolismus des Kindes. Das Serotoninsystem, die Glukokortikoidrezeptoren und andere werden durch Stress oder nicht Stress, entsprechend beeinflusst. Es verändert die Epigenetik des Feten und auch der nachfolgenden Generationen. Also dein Tun und Handeln, dein Leben, deine Ernährung und dein Job haben Einfluss auf, u.a., die sexuelle Orientierung deines Kindes und eventuell auch deiner Enkelkinder.

Und ob „genetisch bedingte“ Essstörungen tatsächlich vererbt, oder angeeignet werden, ist noch nicht ganz klar

Frauen frieren mehr als Männer und das ist auch eine wissenschaftliche Tatsache. Neben der Muskelmasse, der Faserzusammensetzung und oft auch höheren Schilddrüsenhormonspiegeln der Männer, haben Frauen eine in etwa 15% dünnere obere Hautschicht.

das Thema Multitasking ist nicht mehr aktuell. Weder Mann, noch Frau, ist gut darin mehrere Sachen zur gleichen Zeit zu tun!



http://aesirsports.de/2015/01/die-artger...elmeier-teil-2/


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RE: Artgerechte Ernährung

#4 von Animus , 11.01.2015 18:49

Zitat
...
Kinder welche weniger als 7 Stunden pro Nacht schlafen, entscheiden sich eher für Fast Food und Kinder welche mehr als 8 Stunden pro Nacht schlafen bevorzugen wirklich Obst und Gemüse
...


So etwas kann auch nur jemand schreiben, der/die kein Kind hat.
Welches normale Kind schläft den normal weniger als 7 Stunden? Es essen natürlich alle Kinder nur Obst und Gemüse...


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RE: Artgerechte Ernährung

#5 von justizia , 11.01.2015 18:52

Hochbegabte Kinder schlafen wenig - zum Teil auch weniger als 7 Stunden.


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RE: Artgerechte Ernährung

#6 von Chris (edubily) , 11.01.2015 18:54

Muss ich Animus recht geben.

Finde viele Aspekte gut, einige sind weniger gut und sogar realitätsfern (nicht wegen Chris Eikelmeier, sondern wegen den Schlussfolgerungen der Studien, wenn das da so stehen sollte).

Zitat
Wenn die Frauen schlecht mit einem Fasten zurechtkommen, kann das daran liegen, dass ihre Körper nicht dazu in der Lage sind, ausreichend Kohlenhydrate zu produzieren und die Expression der Enzyme welche für die Ketonkörperverwertung nötig sind, oftmals etwas länger „hinterherhinken“ – oder sie es nicht wollen – das darf nicht vergessen werden! Denn ich kann nicht, wohnt meist in der ich will nicht Straße. Doch zeigt die Evidenz folgendes: Männer haben eine höhere Kapazität für die anaerobe Glykolyse und produzieren während des Fastens ihre Kohlenhydrate in „einfach selbst ist der Mann“ Manier



Kohlenhydrate ausreichend selbst synthetisieren impliziert, dass es während des Fastens auf Kohlenhydrate ankäme. Und: weil Männer eine höhere anaerobe Kapazität haben (mehr Muskelmasse, mehr glykolytische Enyme [?], mehr TypIIb-Fasern) heißt das ja nicht zwangsläufig, dass wir auch mehr Kohlenhydrate produzieren. Denn Leber und Muskel teilen sich nicht die ihre Funktion.


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RE: Artgerechte Ernährung

#7 von MaXopA , 11.01.2015 19:56

Hatte Eikelmeier vor einiger Zeit nicht irgendwo behauptet, dass der Körper bei nahezu vollen Speicher nicht in der Lage sei, Kohlenhydrate zu oxidieren?

Mal ganz abgesehen davon, dass es 100% gefüllte Speicher sowieso nicht gibt, aber was haltet ihr von so einer Aussage?


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RE: Artgerechte Ernährung

#8 von Animus , 11.01.2015 21:12

Zitat von justizia im Beitrag #5
Hochbegabte Kinder schlafen wenig - zum Teil auch weniger als 7 Stunden.

Und wieviele Prozent der Kinder sind hochbegabt, so dass das Argument auch zieht? ;-)


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RE: Artgerechte Ernährung

#9 von justizia , 12.01.2015 07:50

naja wenige... . Wenn man Mütter fragt, haben die allerdings immer hochbegabte Kinder


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RE: Artgerechte Ernährung

#10 von Marcel , 12.01.2015 08:58

Hallo,

mich würde zu dem Thema mal eure Einschätzung zum Thema Entzündungen + Kohlenhydrate nach dem Training interessieren.

Chris E. legt ja viel Wert darauf nach dem Training keine Carbs zuzuführen, da dies durch das Training entstandene entzündliche Prozesse verstärkt.

Nach meiner Erfahrung nutzen viele jedoch gerade das Fenster nach dem Training um Carbs zu essen. Und gehen dann eher an NTT LowCarb.

dankende Grüße

Marcel


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RE: Artgerechte Ernährung

#11 von Chris (edubily) , 12.01.2015 10:03

Die Frage ist ... warum will man nach dem Training keine Kohlenhydrate essen? Das sollte man sich einmal klar und deutlich beantworten.


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RE: Artgerechte Ernährung

#12 von naklar! , 12.01.2015 10:21

Soweit ich weiß, sind die Muskeln solange Glukosesensitiv, bis sie Kohlenhydrate bekommen - es spielt also keine allzu große Rolle, ob sie diese an TTs oder am darauffolgenden Tag bekommen. Es sei denn, man fährt eine deutlich höhere Trainingsfrequenz als ON / OFF / ON...

So gesehen sprechen 2 Dinge dafür, an NTTs zu laden:

1. ) man beugt Entzündungen vor ( falls Eikelm. recht hat )
2. ) man kann sich für das Training am darauffolgenden Tag sicherer sein, was die prall gefüllten Glykogenspeicher betrifft.

ALLERDINGS:
1.) solange man nicht auf dem Bau arbeitet o.ä. werden die Speicher auch noch voll sein, wenn man schon am TT geladen hat - also 2 Tage später.
2.) es gibt auch Menschen, bei denen es länger dauert, bis die Glukose ankommt - eben bis zu 2 Tage - ausprobieren...!

Langer Rede kurzer Sinn: Überbewertete Frage.
Oder?


 
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RE: Artgerechte Ernährung

#13 von phil (edubily) , 12.01.2015 12:57

Ich verstehe das Entzündungs-Argument auch nicht ganz. Weiß jemand worauf er sich da bezieht?

Man löst doch durch Krafttraining sowieso (gewollt) Entzündungen aus? Und Insulin bspw. wirkt doch dagegen anti-entzündlich?

Mal abgesehen von den Glykogenspeichern - auch wenn es egal ist wann man sie füllt, warum sollte man mit leeren Speichern rumlaufen? - haben Carbs auch einen entscheidenden Einfluss auf die Hormone. Warum sollte ich nach einer hefitgen Einheit meinen Körper noch zusätzlich quälen, wenn er doch offensichtlich nach Carbs schreit und eh alles gierig aufsaugt? Auf Cortisol-Peaks kann ich gerne verzichten. Wechselwirkung Testo und so.

Vor allem was ist die Alternative? Nur Whey bzw EW, naja. Oder die extra-Portion Fett? Keine Entzündungen?

Man kann ja auch einfach mal ein bisschen spielen.
Fettverbrennung, AMPK-Aktivierung und der Kram zieht auch nicht unbedingt als Argument - dafür hat man genug andere Zeitpunkte und Möglichkeiten.



H_D: Bist du so nett und kopierst bitte in Zukunft nur noch ganz kleine text-Ausschnitte? Link geht natürlich immer klar aber rechtlich ist das fragwürdig, wenn man ganze Textpassagen kopiert. Ich lass es jetzt aber mal noch so drin.



 
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RE: Artgerechte Ernährung

#14 von Chris (edubily) , 12.01.2015 13:08

Zitat
Fettverbrennung, AMPK-Aktivierung und der Kram zieht auch nicht unbedingt als Argument - dafür hat man genug andere Zeitpunkte und Möglichkeiten.



Das ist der Punkt, den ich vertrete. Wegen AMPK etc. braucht man nicht auf Kohlenhydrate nach dem Training zu verzichten. Wenn man den Nachbrenneffekt verwenden und freie Fettsäuren oxidieren möchte, dann verstehe ich das und das Argument ist auch okay, wenngleich der Kalorien-Netto-Effekt sicherlich nicht so massiv ausfällt, dass man damit (deutlich) abnehmen wird.

Das Entzündungsarument verstehe ich nicht, da ein Makronährstoff dann entzündlich wirkt, wenn er massiv im Blut ansteigt und das passiert nach dem Training ja gerade nicht. Wie paradox wäre: ich esse keine Kohlenhydrate post workout, aber stattdessen Fett. So habe ich jahrelang gedacht und mich danach geschämt dafür, weil der Körper doch in diesem Moment nach Kohlenhydraten schreit, nicht nach Fetten (es sei denn, man hat entsprechend trainiert oder entsprechend trainierte Beine).


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RE: Artgerechte Ernährung

#15 von naklar! , 12.01.2015 17:03

Wenn ich mich richtig erinnere, rät Eikelmeier dazu ,

a) an TTs bis zu 120g Khs zu sich zu nehmen - habe irgendwo mal eine Rechnung von ihm gesehen, die besagt, daß selbst ein hartes Workout nicht sooo viel verbraucht. Somit läßt er den Körper nicht komplett ohne Khs an TTs.

b) an NTTs ( bzw, je leaner, desto öfter ) mit < 500 g Khs die Glykogenspeicher zu hyperkompensieren. Ich denke, er meint ebendiese Kh - Mengen, wenn er von entzündlichkeit redet. Zudem ist ( das kommt jetzt aber gaaanz weit aus dem Hinterkopf ) gerade der Darm nach einem harten Training endzündungsanfällig.

Meinungen dazu?


 
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