Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#1 von Afri , 25.03.2019 21:43

Hallo,

ein Freund von mir bekommt seine mittlerweile 8 Wochen anhaltende Erkältung nicht los (Husten, Schnupfen, Nebenhöhlen, etc.) und er war auch bei einer – meines Erachtens sehr guten – HNO-Ärztin (nach meiner Erfahrung von vor ein paar Jahren, weil ich selbst dort war und sie ihm vor einer Woche empfahl). Die Ärztin erkundigte sich wohl sehr intensiv bezüglich seiner Lebensgewohnheiten, auch Vitamin-D-Status, Eisen, etc., was leider nicht viele Ärzte machen. Vitamin D bei ihm übrigens wohl im Keller (aber noch nicht gemessen) da er über den Winter nichts dafür machte (keine NEM, keine Sonne im Süden, etc.). Nun hat er es endlich kapiert, auf mich wollte er ja nicht hören

Die Ärztin erkundigte sich auch — nach dem sie in seinen Mund und Rachen etc. ich glaub endoskopisch blickte — nach der Luftfeuchte in seinem Schlafzimmer. Er hat wohl typische 30% und sie empfahl sofort feuchte Handtücher im Schlafzimmer, und über ein Luftbefeuchter-Gerät nachzudenken, in erster Linie aber jetzt zum Gesund werden.

Finde ich interessant und hab die Tage etwas gegoogelt und ebenso in meinem Schlafzimmer gemessen, ich hab derzeit auch nur 30-35%, wohl viel zu niedrig, wenn man den Aussagen im Web Glauben schenkt. Daher bin ich heute Abend los und hab uns im Elektrofachhandel für das Schlafzimmer einen Luftbefeuchter (Venta) besorgt. Das Teil arbeitet nur mit Wasser als Filter und verbraucht 3-8 Watt.

Wundert mich etwas, dass man hier bei Edubily nur ganz wenig Treffer diesbezüglich findet, denn so ganz natürlich ist die trockene, staubige Heizungsluft sicherlich nicht, und hier wird ja versucht, zu optimieren. Mir ist klar, dass manche hier alle Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer verbannt haben, aber wohl nicht alle .
Sicherlich gibt es auch plausible Gegenargumente (Elektrosmog, Reinigbarkeit, Lärm, etc.). Mein Modell scheint hygienisch unproblematisch zu sein; das wird wohl generell bei Luftbefeuchtern nachvollziehbar kritisiert. In Stufe 1 auch leise.

Fragen in die Runde:
Nehmt ihr im Winter lieber 30% (+/-) Luftfeuchte gerade im Schlafzimmer in Kauf, oder setzt Ihr auch Hilfsmittel ein, um diese anzuheben?
Würdet Ihr auch im Wohnraum diese anheben, und auch im Büro (wenn nicht Großraum, Arbeitgeber es zulässt, etc.).
Besteht ja auch ein gewisser "Wartungsaufwand", bei meinem Modell wohl alle 1-2 Tage Wasser nachfüllen, und alle 2 Wochen reinigen.

Ich werde jetzt die Luftfeuchte mal auf 55% anheben im Schlafzimmer mal testen ob es uns gut tut. Bin noch ungeduldig , das Teil ist von 31% erst auf 43% hoch jetzt nach ein paar Stunden, aber es soll mehrere Tage dauern, bis Holz, Bücher, Kleidung, etc. die Luftfeuchte angenommen haben. Subjektiv fühlt es sich im Raum schon mal besser an...

Ich stelle zudem in den Wintermonaten immer fest, trockenere Haut zu haben, stellt sich meist im November ein, da tendiere ich zu cremen (Rücken, Front, etc.), dann gewöhnt man sich aber. Bin gespannt, wie sich das mit einem Luftbefeuchter einregelt.

Viele Grüße
Afri



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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#2 von Tmb , 26.03.2019 07:09

Hallo Afri,

ich benutze in den Wintermonaten seit Jahren Luftbefeuchter im Wohnzimmer und Schlafzimmer (Venta und Beurer).
Das Wohnraumklima hat sich dadurch erheblich verbessert. Am Morgen wache nicht mehr mit trockenem Mund auf.
Wenn der Luftbefeuchter im Wohnzimmer die ganze Nacht bei maximaler Stufe durchgelaufen ist, dann komme ich auf einen Wert von ca. 50% rel. Luftfeuchte.
Während des Tages sinkt er stetig ab, da bei geöffneten Türen und Luftbewegung ein Ausgleich im Haus stattfindet.

Achtung: Du musst dringend auf die Hygiene des Luftbefeuchters achten, sonst tummeln sich nach ein paar Tagen Bakterien- und Schimmelkulturen darin.
Da ich die dafür angebotenen chemischen Mittel nicht einsetzen mag, impfe ich das Wasser mit einer Silberlösung, bevor es in den Luftbefeuchter kommt. Das wirkt erstaunlich gut.
(Wens interessiert: 12 Tropfen Micropur in 6l Wasser und 2h warten bis zur Verwendung)

Noch ein Tipp: Viele Luftfeuchtemesser sind Schätzeisen, die gerne bis zu 20% abweichen. Für eine aussagekräftige Bewertung lieber ein gutes Teil mit +-5% Toleranz anschaffen.

Grüße
Theo


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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#3 von Zopiclon , 26.03.2019 10:51

Hallo
Ich “leide“ auch im Winter immer unter zu wenig Luft Feuchtigkeit.
Ich hänge einfach Wäsche in der Wohnung zum trocknen auf, sieht nicht so schick aus, ist aber hygienisch weniger aufwändig und kostet nix.
Damit erreiche ich spielend etwa 60% .

Gruss


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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#4 von Markus , 26.03.2019 11:05

Zitat

Wundert mich etwas, dass man hier bei Edubily nur ganz wenig Treffer diesbezüglich findet, denn so ganz natürlich ist die trockene, staubige Heizungsluft sicherlich nicht, und hier wird ja versucht, zu optimieren. Mir ist klar, dass manche hier alle Elektrogeräte aus dem Schlafzimmer verbannt haben, aber wohl nicht alle .
Sicherlich gibt es auch plausible Gegenargumente (Elektrosmog, Reinigbarkeit, Lärm, etc.). Mein Modell scheint hygienisch unproblematisch zu sein; das wird wohl generell bei Luftbefeuchtern nachvollziehbar kritisiert. In Stufe 1 auch leise.



Wenn du wie bei uns über eine Lüftungsanlage (KWL) verfügst so kannst du diese auch mit einem Enthalpietauscher ausstatten, das bringt gut 10% mehr Luftfeuchte im Winter. Ganz ohne E-Smog.


"Toleranz wächst quadratisch mit dem Abstand zum zugehörigen Problem."
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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#5 von Tommy , 26.03.2019 13:59

Markus meinst du damit eine zentrale Lüftungsanlage im Haus? Wir haben hier im Neubau eine von Vaillant.

Hier auch noch die Frage ob ein Filter auch sinnvoll ist, wenn ich zb im Schlafzimmer nie die Heizung an habe?


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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#6 von Markus , 26.03.2019 14:08

ja, kommt auf dein Modell an, aber kannst du im Prinzip auch nachrüsten:
https://filter-caps.de/Enthalpiewaermeta...VAR-260/4-360/4

Was meinst du mit "Filter" ? Den Enthalpie-WT? Kauf dir einen Hygrometer für 10 Euro und schau halt mal. Luftfeuchte von 40 bis 60 % wäre ideal. Zu feucht = zu kalt und zu trocken = überheizt., Falls letzeres dann kannst du auch Feuchte zurückgewinnen oder halt dazugeben.


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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#7 von KingWing , 27.03.2019 07:12

Die Luftfeuchte ist ja auch immer relativ und wenn man das Schlafzimmer viel heizt, dann ist die Luftfeuchte häufig zu gering. Ich schlafe immer ohne Heizung und entsprechend ist hier in der Region die Luftfeuchte auch meistens zwischen 40 und 60%. Notfalls wird Wäsche aufgehangen (bei Krankheit).

Tipp1:
Zusätzlich hat sich ein Inhalator bewährt. Bei trockenem Mund oder Erkältung einfach nur mit einer Salzlösung inhalieren und man merkt direkt die Verbesserung. Darauf gekommen bin ich, weil mir Aufenthalte am Meer immer sehr gut getan haben und ich dort überhaupt keine Probleme hatte.

Tipp2:
Die richtigen Pflanzen in das Schlafzimmer stellen. Es gibt einige die für ein gutes Wohnklima sorgen, Schadstoffe herausfiltern und sogar noch Sauerstoff in der Nacht abgeben. Luftfeuchte steigt auch automatisch.



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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#8 von Markus , 27.03.2019 07:27

Zitat von KingWing im Beitrag #7
Es gibt einige die für ein gutes Wohnklima sorgen, Schadstoffe herausfiltern und sogar noch Sauerstoff in der Nacht abgeben


Pflanzen geben i.A. nachts CO2 ab!


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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#9 von Cleo , 27.03.2019 14:05

Spricht irgend etwas gegen die guten, altmodischen Wasserbehälter, die unsere Oma an die Heizung gehängt hat? Ich habe aus anderen Gründen diverse Hygrometer im Haus und bin mit der Wirkung von diesen durch durch und analogen Luftbefeuchtern total zufrieden (für die Ästheten unter uns: die gibt es auch in chic).


 
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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#10 von Markus , 27.03.2019 14:10

Ja- abgestandene Wasser und ggf. der Fließseinsatz; diese können sich zu Bakterien- und Schimmelpilzherden biblischen Ausmaßes entwickeln...


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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#11 von Tobi90 , 27.03.2019 14:59

Zitat von Markus im Beitrag #8
Zitat von KingWing im Beitrag #7
Es gibt einige die für ein gutes Wohnklima sorgen, Schadstoffe herausfiltern und sogar noch Sauerstoff in der Nacht abgeben


Pflanzen geben i.A. nachts CO2 ab!


Ich habe schon länger ein paar Sansevieria im Zimmer stehen. Genau wie Aloe Vera und einige andere Pflanzen nehmen sie nachts CO2 auf und speichern dies für die Nutzung am Tag. Allerdings sind die Effekte der Sauerstoff- und CO2-Abgabe/-Aufnahme eher zu vernachlässigen. Sollen aber auch Schadstoffe filtern, die Luftfeuchtigkeit erhöhen und sind pflegeleicht. Lüften trotzdem nicht vergessen.

"Erklärung: CAM-Pflanzen werden die Pflanzen bezeichnet, die Kohlendioxid in der der Nacht aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Sie schützen sich mit diesem Mechanismus vor dem Austrocknen am Tage. Es handelt sich dabei um Sukkulenten, wie zum Beispiel Kakteengewächse, Agavengewächse, Orchideen und Dickblattgewächse. Nach dieser Familie, Crassulaceae, wurde dieser spezielle Stoffwechsel, der CAM-Stoffwechsel benannt, Crassulacean-Acid-Metabolism."
https://www.gartenlexikon.de/gartenpraxi...hlafzimmer.html



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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#12 von Cleo , 27.03.2019 15:20

Zitat von Markus im Beitrag #10
Ja- abgestandene Wasser und ggf. der Fließseinsatz; diese können sich zu Bakterien- und Schimmelpilzherden biblischen Ausmaßes entwickeln...


Befeuchter mit Vlies verwende ich nicht. Das stehende Wasser im Auge zu behalten geschieht bei mir nebenbei bzw. verdunstet es ja. Also biblisches Ausmaß, na ja, eher unwahrscheinlich, aber Danke für Deinen Hinweis. Ich bin da pragmatisch und minimalistisch: Kümmern muss man sich eh, meine Lösung kostet wenig, verbraucht keinen Strom und erzeugt keine elektrischen Felder. Ich kann aber verstehen, wenn andere das anders handhaben möchten.


 
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RE: Luftbefeuchter im Winter für den Wohn- und Schlafraum - Erfahrungen?

#13 von Afri , 29.03.2019 19:17

Hallo in die Runde,

wir hatten jetzt 4 Nächte 55-60% statt 30-35% Luftfeuchte im Schlafzimmer (Temperatur ca. 18-19°C). Das sind echt Welten, ich habe dadurch auch festgestellt, dass man sich vorher leicht "ausgetrocknet" fühlte morgens (ohne dass dies vorher so bewusst war). Auch z.B. Gesicht optisch jünger im Spiegel, Haare fühlen sich viel weicher an (auch wenn sie schon nass sind unter der Dusche), Hals/Rachen etc. deutlich besseres Gefühl morgens. Schlaf und die Erholung durch den Schlaf war in diesen 4 Tagen auch besser.
Klar, 4 Tage sagen erst mal gar nichts aus, aber mich überzeugt das bereits voll und ganz, sodass ich nicht mehr auf die 30-35% Luftfeuchte zurück möchte :)

Zitat von Markus im Beitrag #4
Wenn du wie bei uns über eine Lüftungsanlage (KWL) verfügst so kannst du diese auch mit einem Enthalpietauscher ausstatten, das bringt gut 10% mehr Luftfeuchte im Winter. Ganz ohne E-Smog.

Leider nicht, daher muss ich mir anderweitig behelfen, bei mir eben ein Luftbefeuchter-Gerät.



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