Calcium Stoffwechsel / Bikarbonat

#1 von helga666 , 19.03.2019 18:28

Moin zusammen,

mich würde interessieren, ob folgende These/Theorie haltbar ist:

Laut Erläuterungen von dem Buch Gesund in sieben Tagen wird da folgendes postuliert: (zusammengefasst)

- Säureüberschüssige Ernährung (viel Fleisch, Eier, Quark..) verlangt nach einem körperinternen Ausgleich durch ein Puffersystem und es wird somit vermehrt Calcium mit dem sauren Urin ausgeschieden.
- Bikarbonat ist die Puffersubstanz die dabei verbraucht wird um die durch den Eiweißstoffwechsel anfallenden Stickstoffe wieder zu neutralisieren und auszuscheiden.
- Bei zuwenig Zufuhr von Bikarbonat (enthalten in Gemüse, Obst, Kartoffeln...) wird dies von den Knochen herangezogen bzw. beschleunigt den Knochenabbau.

Ebenso wurde behauptet, dass der Konsum von Milchprodukten sich deshalb langfristig negativ auf die Gesundheit auswirkt, da dass Verhältnis zur normalen menschlichen Muttermilch im Vergleich zur Kuhmilch in deren Zusammensetzung massive Unterschiede aufweißt.
-Kuhmilch enthält um ein vielfaches mehr an Phosphat und Calcium (Calcium 120mg/100g || Phosphat 285mg/100g) Muttermilch (Calcium 30mg/100g || Phosphat 45mg/100g)

Zitat: "Die Einnahme von Calciumpräparaten in Kombination mit einer calciumreichen Ernährung hat damit den gleichen lebensverkürzenden Effekt wie starkes Rauchen. Trotzdem wird überall die reichliche Calciumzufuhr empfohlen."
Zitat: "Das Risiko durch Tod aufgrund unzureichender Durchblutung des Herzmuskels (ischämische Herzkrankheit) war sogar mehr als verdoppelt."

20 Jahre beobachtungsdauer - Frauen die täglich drei Gläser Milch und mehr tranken hatten eine um 93 höhere Sterberate gegenüber Frauen die keine Milch tranken.

Habe da schon auch gegenteiliges gelesen, dass Calcium eher für eine Verbesserung der kardiovaskuären Parameter verspricht. Vermutlich Cherrypicking oder eine variable Auslegung von Studien.
Hm..

Vlt lieg die Problematik in der nährstoffmäßigen Zusammensetzung vieler Lebensmittel speziell Käse, Milch usw. die man so zu kaufen bekommt. Und man davon viel viel weniger konsumieren sollte um keine Phosphat oder Calciumüberlastung zu provozieren, was jedoch in den "üblichen" Verzehrmengen kaum jemandem bewusst ist bzw. gar nicht hinterfragt wird. Siehe Käseplatte beim Wirt ums Eck zb. ...

Ist das Humbug oder doch was dran? Mir fehlt die biochemische Perspektive dazu bzw. der Erfahrungsschatz betreffend der Einordnung von solchen Korrelationen und Studien.

Lieben Gruß



 
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RE: Calcium Stoffwechsel / Bikarbonat

#2 von La_Nicci , 21.03.2019 08:17

Helga
Du hast aber schon gesehen, dass das Buch (zumindest gemäß den Angaben auf Amazon) im 2015 als 18. Auflage herausgegeben wurde. Wie alt mögen wohl die Inhalte da wohl sein?

Ich persönlich kann kein Statement abgeben, weil man bezüglich Calcium mal hier und dort sehr gegenteilige Meinungen findet. Wie auch hier in einem interessanten Artikel von Chris:
Calcium - Der Energie-Stoffwechsel-Turbo gegen Herzinfarkt

LG, Nicci


 
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RE: Calcium Stoffwechsel / Bikarbonat

#3 von Zopiclon , 22.03.2019 15:43

Zitat

Säureüberschüssige Ernährung (viel Fleisch, Eier, Quark..) verlangt nach einem körperinternen Ausgleich durch ein Puffersystem und es wird somit vermehrt Calcium mit dem sauren Urin ausgeschieden.
- Bikarbonat ist die Puffersubstanz die dabei verbraucht wird um die durch den Eiweißstoffwechsel anfallenden Stickstoffe wieder zu neutralisieren und auszuscheiden.
- Bei zuwenig Zufuhr von Bikarbonat (enthalten in Gemüse, Obst, Kartoffeln...) wird dies von den Knochen herangezogen bzw. beschleunigt den Knochenabbau.


das stimmt so, wenn man von Feinheiten mal absieht...

Zitat

Ebenso wurde behauptet, dass der Konsum von Milchprodukten sich deshalb langfristig negativ auf die Gesundheit auswirkt, da dass Verhältnis zur normalen menschlichen Muttermilch im Vergleich zur Kuhmilch in deren Zusammensetzung massive Unterschiede aufweißt.
-Kuhmilch enthält um ein vielfaches mehr an Phosphat und Calcium (Calcium 120mg/100g || Phosphat 285mg/100g) Muttermilch (Calcium 30mg/100g || Phosphat 45mg/100g)


nur wenn man sich einseitig von solchen Produkten ernähren würde, aber wer tut denn das?

Zitat

Zitat: "Die Einnahme von Calciumpräparaten in Kombination mit einer calciumreichen Ernährung hat damit den gleichen lebensverkürzenden Effekt wie starkes Rauchen. Trotzdem wird überall die reichliche Calciumzufuhr empfohlen."
Zitat: "Das Risiko durch Tod aufgrund unzureichender Durchblutung des Herzmuskels (ischämische Herzkrankheit) war sogar mehr als verdoppelt."


Unfug, es ist nicht das zuviel an Calcium, sondern das zu wenig von allem anderen.
Das geringe Calcium soll die Gefäße erschlaffen lassen und die Kontraktilität des Herzens und damit der Phosphat- und O2-Bedarf vermindert und das Verhältnis zwischen O2-Angebot und -Bedarf verbessert, wodurch die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten erhöht wird.
Da hat man ganz andere Probleme als Calcium, da hat man seinen Körper quasi schon komplett runter gewirtschaftet.


Zitat

Ist das Humbug oder doch was dran?


Das ist Humbug, es ist selten ein zuviel ,außer bei Gift, es ist meist ein zuwenig was uns kaputt macht

Da hat einer versucht was zu konstruieren



Gruss


"You need great passion, because everything you do with great pleasure, you do well." -Juan Manuel Fangio


 
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