Kalorienzählen mit Fddb?

#1 von Don90 , 31.01.2019 14:55

Hey, zählt von euch wer Kalorien mit Fddb oder einer anderen App?

Kann mir jemand verraten wo ich am besten meinen Kalorienbedarf ausrechnen kann und was da auch wirklich seriös ist?
Ich muss ja rein theorethisch jeden Tag meinen Kalorienbedarf im Schnitt neu ausrechnen, da ich ja nicht jeden Tag Sport treibe oder mich auch nicht jeden Tag gleich viel bewege.
Welche Werte nimmt man da um einen ungefähren Durchschnittswert zu haben mit dem man arbeiten kann?


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#2 von Tobi90 , 31.01.2019 15:52

Ich nutze FDDB.

Gibt ja verschiedene Formeln, finde die Schwierigkeit liegt v. a. darin sein Aktivitätslevel "korrekt" einzuschätzen.

Hatte mir das mal für mich ausgerechnet mit Formeln, die ich irgendwann mal bei Chris Eikelmeier gelesen hatte - finde ich aber gerade nicht wieder.

Kamen auf jeden Fall so 2200 kcal raus ohne Training (65kg KG bei ca. 12 % KFA), glaube ich (Aufbau). Andere Formeln lieferten glaube ich ähnliche Ergebnisse. Für ne intensive Krafteinheit glaub ich so 400-600 kcal rauf.

Fazit: Einfach ne grobe Referenz suchen und trial and error -> 2200 kcal, an Trainingstagen 2700 (beispielsweise), jeden Tag morgens wiegen und schauen was nach 2-3 Wochen passiert -> ggf. anpassen.


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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#3 von Luna , 31.01.2019 18:12

Hallo
Ich habe FDDB ebenfalls lange benutzt und benutze es immer wieder mal eine Zeit lang.
Unter EINSTELLUNGEN kannst du deinen Grundumsatz + Arbeitsumsatz (Alltag) individuell eingeben. Das Programm errechnet dir einen Wert, der mMn nicht ganz verkehrt ist.
Sporteinheiten kannst du dann pauschal über das Programm eingeben, was bei mir aber immer etwas zu hohe Werte ergab. Alternativ kannst du deine Werte auch manuell eingeben z.B. laut einer Pulsuhr/Fitnesstracker.

Es gibt eine ganz einfache Faustregel um den Grundumsatz (also Versorgung des Organismus ohne größere Alltags- oder Sportbelastung: ca 0,8-1,0 kcal pro Kilogramm Körpergewicht und Stunde. Dabei liegen Frauen i.a. bei 0,8 und Männer eher bei 1,0. Je nach Muskelanteil und Alter kann man damit "spielen" und die Werte anpassen, indem man z.B. bei viel Muskulatur und in jungen Jahren eben mit 1,1 oder sogar 1,2 rechnet. Wie schon geschrieben, gibt es aber auch etliche Rechner im Netz.

Vielleicht hilft dir das etwas weiter.
LG
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#4 von Don90 , 31.01.2019 21:08

Fddb hat mir jetzt etwa 2400kcal bei 178cm und 80 kg berechnet.
Hab das etwas quergecheckt und scheint so ungefähr zu passen.
Training kann ich dann immer noch hinzufügen.
Was Eickelmeier schreibt würde mich da noch interessieren.

Sollte ich also jetzt abnehmen wollen, dann würde ich in etwa 200-300kcal weniger essen als angegeben (oder eben mehr Sport machen) und sollte ich zunehmen wollen, dann eben 200-300kcal mehr Tagesumsatz inklusive Training.

Das sollte doch soweit passen oder?

Ich will das mal ein bisschen durchziehen um ein Gefühl dafür zu bekommen wieviel ich esse und wie die Makros verteilt sind.
Habe nämlich auch das Gefühl, dass ich zu wenig esse oft.

Wie habt ihr das mit dem abwiegen gemacht? Anfangs genau abgewogen und dann geschätzt?

Kcal von Protein soll laut Eickelmeier ja auch nicht zählen. Stimmt das?


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#5 von Tobi90 , 31.01.2019 22:37

Boah da bin ich überfragt (Protein). Wenn man die Proteinmenge aber nicht allzu sehr variiert ist das ja kein Probleme -> Trial and error.

Beim abwiegen bin ich sehr strikt und wenn man da ne Routine entwickelt hat ist das auch nicht mehr so nervig. Nach ner Weile hat man aber auch ein gutes Gefühl, zumindest für selbst zubereitete unverarbeitete Gerichte. Trotzdem kann man da leicht 200 zu viel oder zu wenig bekommen ohne knallhartes tracken. Wenn man langsam aufbauen will also schon sinnvoll mMn.

Wenn man viel auswärts isst natürlich nicht so easy. Essen far jeden Mittag in der Mensa, allerdings ergibt das dann auf Dauer ungefähr immer den gleichen systematischen Fehler beim Schätzen, passt also.

Also einfach ganz pragmatisch 2400 (+500 an Trainingstagen, Joggen z. B. je nachdem was Runtastic angibt) und alle 2 Wochen um 100/Tag erhöhen, falls das Gewicht stagniert (jeden Tag morgens "leer" wiegen und mit gleitenden Durchschnitten arbeiten).


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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#6 von Luna , 31.01.2019 23:50

Die ganze Kalorienzählerei liefert ohnehin nur einen ungefähren Wert. Immerhin werden Kalorien im Labor ermittelt und nicht im Körper. Allein schon Differenzen bei der Darmflora können eine Differenz von bis zu 150-200 kcal/Tag ausmachen. Dann kommen noch die (Raum)Temperatur oder Muskelanteil, Stress usw dazu.
Um einen Überblick über Makroverteilung zu bekommen ist die Trackerei ok. Die Bilanz mit Kalorien (errechnet!!) rein und Kalorien raus funktioniert nur tendenziell. Der Stoffwechsel ist zu komplex und individuell.
Wenn ich tracke, dann wiege ich ab und vermeide es außer Haus zu essen. Wenn es dann doch mal der Fall ist, findet man man eine große Auswahl an passenden Vorschläge/Gerichten in den Listen. Wiegt man sonst ab, kann man die Mengen recht schnell ganz gut schätzen, wie schon geschrieben.
Kocht man zu Hause öfter nach demselben Rezept, so kann man das Rezept speichern und braucht nur noch die Menge anzugeben.

Auf die Mikronährstoffangaben kann man sich nicht verlassen, da sie nicht bei allen Lebensmitteln vorhanden sind.
LG
Luna


Brynhildr hat sich bedankt!
 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#7 von Don90 , 01.02.2019 04:37

Ja ich habe es ohnehin vor nur ungefähr zu machen.
Ich habe nml weder ein Gefühl dafür wieviel Gramm ein Lebensmittel in einer bestimmten Menge hat, noch wie viel Eiweiß darin ca enthalten ist.
Weiters habe ich keinen Plan wieviel kcal ich ca esse.
Obwohl ich mich doch Recht gut auskenne bzgl Ernährung, fehlt mir hier also ein beträchtlicher Anteil an Wissen und Erfahrung.
Alleine deswegen möchte ich es Mal testen.
Habe nicht vor hier jedes Gramm genau zu zählen. Die Mikronährstoffe zähle ich ohnehin nicht, die Makros sind doch interessant weil ich denke ich auch zu viele Kohlenhydrate esse wenn es nach Eickelmeier geht.
Da Mal einen Überblick zu bekommen ist sicher nicht verkehrt.

Die Idee mit den Rezepten eingeben ist super. Das werde ich auch machen, da ich regelmäßig vorkochen und oft das gleiche.
Ich kann aber jetzt schon sagen, dass ich an Trainingstagen sicher oft zu wenig gegessen habe.


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#8 von Tobi90 , 01.02.2019 11:02

Kann auch aus meiner Erfahrung sagen:

Wenn man nicht trackt und sich nach einschlägiger Meinung relativ "clean" (gesund = unverarbeitet etc.) ernährt, überschätzt man eher seinen Intake um ein paar hundert kcal.

Anders herum nimmt man teilweise 1000 kcal mehr zu sich als man denkt, wenn man sich "normal" (= durchschnittlich; Bäcker + Convenience) ernährt und sich an einem Tag z. B. morgens das belegte Brötchen samt Croissant am Bahnhof und abends im Kino die Cola mit Popcorn gönnt. Der Großteil besteht dann aus leeren Kalorien in Form von Weizenmehl, Zucker und Fett aus billiger Butter. Oder auch nur die zwei Radler nach Feierabend, der Kuchen vom Kollegen am Nachmittag etc. pp.

Von daher sicherlich sinnvoll, zumindest alle paar Monate für mind. 8-12 Wochen zu tracken, wenn man seine Ziele nicht wie gewünscht erreicht.


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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#9 von phil (edubily) , 01.02.2019 12:12

Sehe ich genau so. Erst wenn man mal trackt, bekommt man eine klare Vorstellung davon, was man kalorientechnisch überhaupt zu sich nimmt. Zudem überschätzen viele einfach ihren Bedarf maßlos. Viele Fitnessuhren tragen dazu bei.

Don, probier es mal eine Woche lang mit nur 1750 kcal und viel Eiweiß und Gemüse. Das reicht. Da sollte sich schon was tun, ein bisschen Hunger ist ok.

Ich finde myfitnesspal besser als fddb aber das ist Geschmackssache.


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#10 von Don90 , 01.02.2019 15:53

Warum findest du das besser? Bei Myfitnesspal sehe ich nml keine Makros.

Warum würdest du den Kalorienbedarf so niedrig ansetzen?
1800kcal ist doch bei vielen schon ungefähr der Grundumsatz oder?

Ich möchte jetzt nur Mal rausfinden wie hoch mein Grundumsatz in einer normalen Woche ungefähr ist.


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#11 von Don90 , 01.02.2019 21:07

Was mich noch interessieren würde, wie macht ihr das an Trainingstagen?
Gebt ihr dann die Aktivitäten ein und Esst um soviel mehr?
Gerade beim Aufbau müsste ich ja die 400kcal die ich beim Training vl verbrauche ja noch dazu essen oder?
Beim Abnehmen ist es ja relativ egal, da esse ich einfach weniger als das was mir das Programm angibt und kann mich noch zusätzlich bewegen.


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#12 von phil (edubily) , 01.02.2019 21:36

Probier einfach mal beides aus. Bei mfp werden natürlich auch Makros angezeigt.

Versuch es einfach mal 1-2 Wochen mit 1800 kcal und guck was passiert. Für (Fett-) Aufbau braucht man kein Kalorienzählen.

Angefügte Bilder:
E9418D70-62EC-4A4D-BA2E-ECE5FAF636FE.png   F7FFA6B8-4758-410C-9B06-D38BB4511AED.png  

 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#13 von Tobi90 , 02.02.2019 01:28

Zitat von Don90 im Beitrag #11
Was mich noch interessieren würde, wie macht ihr das an Trainingstagen?
Gebt ihr dann die Aktivitäten ein und Esst um soviel mehr?
Gerade beim Aufbau müsste ich ja die 400kcal die ich beim Training vl verbrauche ja noch dazu essen oder?
Beim Abnehmen ist es ja relativ egal, da esse ich einfach weniger als das was mir das Programm angibt und kann mich noch zusätzlich bewegen.

Ich gebe bei fddb keine Aktivitäten ein, sondern esse an Trainingstagen (1,5h Kraftraining - Kreuzheben, Bankdrücken und co) einfach +500 kcal. Wenn ich laufen gehe und laut Runtastic z. B. 800kcal verbrauche, versuche ich +800 zu essen bzw. notfalls +600 und am nächsten Tag +200.


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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#14 von Don90 , 02.02.2019 08:31

Ich habe mfp schon ausprobiert aber da ich keine Makros angezeigt bekomme ohne die pro Version kaufen zu müssen, habe ich mich für das andere entschieden.

Würde ich nur 1800kcal eingeben, hätte ich ganz sicher noch genug Hunger haha.

Ich versuche mich an Werte von Frank Holger Acker und Eickelmeier zu halten. Laut ihnen wäre ich mit 2400kcal für meine Größe und mein Gewicht eh schon sparsam dran.

An trainingsfreien Tagen bleibt ihr dann direkt auf der kcal Menge oder bleibt ihr da auch etwas drunter um nicht unnötig Fett aufzubauen?

An Kraft-Trainingstagen etwa 500kcal mehr essen macht Sinn, aber was mache ich an Kampfsport Tagen?
Da sind 90 Minuten Kampfsport angesagt und diese sind meistens wirklich sehr intensiv.
Wie viel rechnet ihr da? 1000kcal laut Fddb oder ist das zu viel?


 
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RE: Kalorienzählen mit Fddb?

#15 von phil (edubily) , 02.02.2019 09:15

Ich dachte du möchtest abnehmen? Du weißt, dass du dazu ein Defizit brauchst.

Der Bedarf ist einfach sehr individuell und Rechenspiele bringen dich da doch nicht weiter.

Probiere doch einfach mal eine Woche die 2400 kcal und esse an Trainingstagen so viel wie dein Körper mindestens will.

Dann jeden morgen wiegen und nächsten Samstag schauen wir mal, ob sich das Gewicht schon geändert hat.


Tobi90 hat sich bedankt!
 
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