RE: HPU behandeln !

#31 von Marie , 15.03.2019 10:48

Um eine HPU zu diagnostizeiren, gehört in der Tat mehr dazu als solch ein Onlinetest, den ich übrigens auch Blödsinn finde.

Und eine HPU adäquat zu behandeln, braucht es ziemlich viel Fingerspitzengefühl.
Allein die angeblich problematischen Nems einzuwerfen, wird auf Dauer hinten und vorn nicht reichen.
Ohne vorherige Wertemessung schon mal garnicht!

Mich nervt es aber, dass schnell ein Urteil über eine Sache gefällt wird, nur, weil Trittbrettfahrer das ausschlachten oder sonstige halbgare Infos aufgeschnappt werden.
HPU ist sehr oft eine massive Therapiebremse in der Behandlung anderer, offensichtlicherer Symptome und der Durchbruch kommt erst, wenn diese Baustelle behandelt wird. (z.B. Schilddrüse)
Einiges muss auch parallel ablaufen, mit konstanten Kontrollen und Beobachtungen.

Ja, das Netz ist im Moment voll von dem HPU-Hype.
Aber ist das nicht auch mit anderen Themen so?
Ernährungsformen werden propagiert, bei denen es einem die Haare zu Berge stehn lässt
Schwermetallausleitungsformen, die den Leuten mehr schaden als nützen
Nempropaganda, die weder Hand noch Fuß haben oder Schaden anrichten
Superfoods, die mir mein Leben retten sollen
usw.
Da kommt und geht so viel, deshalb muss man schon genau hinschauen und sein eigenes Leben/System/Symptome realistisch und möglichst neutral überdenken.

Ürigens, was fast nie erwähnt wird, sind Bindemittel für die Abfallprodukte, die durch den besseren Stoffwechsel frei gesetzt werden.
Dazu können gehören: Zeolith, Bentonit, Huminsäure, modifiziertes Citruspektin, Chitosan, Aktivkohle
Was im Einzelfall genutz wird, muss man abwägen.
Erfahrungsgemäß geht der Schuß einer HPU Behandlung nach hinten los, wenn man die Möglichkeiten der Bindung nicht beachtet.

LG Marie


 
Marie
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RE: HPU behandeln !

#32 von Cleo , 15.03.2019 10:52

Zitat von phil (edubily) im Beitrag #30
aber wie es derzeit im Internet verbreitet wird, gibt es sooo viel Raum für Kritik. Wenn Heilpraktiker dann solche Sätze veröffentlichen wie "In meiner Praxis haben 90 % aller Patienten, die kommen, einen positiven Test und die wenigen, bei denen der Test negativ ist, könnten durchaus auch HPU haben*", dann bin ich nur noch sprachlos.


Ich stimme Dir da uneingeschränkt zu, was die Kritik angeht. Ich habe mich bislang immer an KEAC gehalten und würde jetzt aber auch nicht unbedingt jeden Trittbrettfahrer heranziehen, um beurteilen zu wollen, ob da was dran ist oder nicht...

Zitat
Hinzu kommt, dass dieser Online-Test einfach lächerlich ist.


Ok, solche Fragebögen gibt es ja nicht nur für HPU und der soll in erster Linie dazu dienen, um abzuschätzen, ob ein Test sinvoll ist. Dieses, sowie viel vom Inhalt, könnte man genau so gut über jeden VitD- und jeden SD-Unterfunktions- und jeden XY-Selbsteinschätzungs-Fragebogen sagen.
Zum Fragebogen der KEAC gehört übrigens eine PDF dazu, die Erläuterungen enthält - ich gehe mal stark davon aus, dass das, was da drinsteht kein kompletter Schwachsinn ist, sondern halt auf die einzelnen Bereiche verweist (Zuckerstoffwechsel bei PCO, NN-Problematik, Allergien usw). Ich hab mich bislang darauf konzentriert, diese Bereiche Step-by-Step zu optimieren und nicht darauf, NEM zu nehmen.

Aber ich finds halt spannend, wenn da ausdrücklich Schmerzen im linken Knie genannt werden und mir seit einigen Jahren nur das linke Knie weh tut. Auch spannend, dass es in der Familie meiner Mutter die erwähnten ausschließlich weiblichen Kinder gibt (meine Ma hat 4 Schwestern, allesamt hatten große Probleme damit, Kinder zu bekommen, ich selbst hab´s nie probiert).
Ich hab den Test gerade nochmal für euch gemacht und ich hab 13 von 14 Punkten (Hurra, ich bin ein Wrack! :-) - also diese Häufung lässt mich halt einfach fragen, ob und was genau dran sein könnte, ich bekomm das nicht aus dem Hinterkopf. Ich nehm aber auch gerne alle anderen Erklärungen abseits von HPU zur Kenntnis, ohne fanatisch sein zu sollen.

Edit: Das hat sich jetzt mit Marie überschnitten.

Editedit: Und das wichtigste vergessen - niemand behauptet mWn, dass HPU eine echte Krankheit ist, noch nichtmal KEAC selbst.



 
Cleo
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zuletzt bearbeitet 15.03.2019 | Top

RE: HPU behandeln !

#33 von H_D , 16.03.2019 13:14

Für Interessierte hab ich über FB eine Antwort bekommen:

Zitat


Lucia Lindkvist Hej Holger!
Weiß nicht, ob ich das nur falsch verstanden habe in Deinem Text? Du schreibst B6 ist die aktive Form von P-5-P? Das ist genau umgekehrt. Und ich nehme nur P5P, da der Körper dann das B6 nicht erst selber umwandeln muss, sondern es schon "aktiviert" dem Körper zur Verfügung steht. Ich denke, gerade am Anfang fehlen dem Körper zur Umwandelung wohl tendenziell noch die Mittel.
Und wg. Vit.C wäre meine Idee auch zum einen, dass es Histaminabbau födert... und da man durch HPU ja einen Zink-Mangel hat und Zink der Gegenspieler von Kupfer ist, sprich, wenn man niedrige Zinkwerte hat, ist davon auszugehen, dass die Kuperwerte erhöht sind (und ebenso umgekehrt)... und DAO, das ist ein Enzym, welches Histamin abbaut, braucht Kupfer... und daraus schließe ich, dass durch die erhöhten Kupferwerte das DAO besonders aktiv/viel Histamin abgebaut wird, was eben zu einem niedrigen Histaminspiegel führt. Das ist per se ja erstmal toll - denkt man, aber zu wenig ist genauso blöd wie zu viel Histamin. Man braucht Histamin ja für viele Prozesse... UND durch den niedrigen Histaminspiegel ist die Toleranz bezüglich Histamin empfindlicher... das heiß, man reagiert schneller/empfindlicher auf Histamin. Das dazu (sorry für den Roman, aber ich finde es immer gut, wenn ich die Zusammenhänge verstehe). Und dann habe ich gerade neulich noch in einem Buch gelesen (aber frag mich nicht in welchem, weiß ich nicht mehr, lese grad recht viele Fach/Sachbücher), dass man evtl. sich durch Ascobinsäure auch übersäuern könnte... Vor allem bei recht hohen Dosen. Ich vertrage Vit. C auch nur mal so sporadisch, von zu viel zu regelmäßig wird mir übel...
Unterzucker hatte ich anfangs auch oft, wurde aber def. besser mit HPU Thera... habe ich jetzt nur noch selten, wenn ich mal einfach zu lange mit dem Essen gewartet habe oder vor allem, wenn ich Stress hatte, dann fang ich auch sofort an zu zittern usw. (hängt bei mir aber auch mit NNS zusammen). Chrom vertrage ich leider nicht, wird mir übel von. Und Eiweiß vertrage ich auch nur in moderaten Mengen.
P5P nehme ich von von Pure Encapsulations, Reinhildis Apotheke oder Zein Pharma... musste aber mal die Hilfsstoffe checken, die hab ich jetzt so nicht im Kopf, ob Du da evtl. was nicht magst/verträgst. Ich habe P5P langsam eingeschlichen.
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Lucia Lindkvist
Lucia Lindkvist Ach und wegen Deiner Frage zu Beta-Carotin und PABA: KEAC schreibt dazu, dass PABA die Schliddrüsenfunktion hemmt und viele HPUler haben ja damit eh schon Probleme... und Beta-Carotin belastet durch dessen Umwandlung in Vit.A die Leber wohl zu sehr, womit HPUler eben auch ohnehin schon Probleme haben, bzw. die Leber schaft die Umwandlung deswg. wohl erst gar nicht.
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Lucia Lindkvist
Lucia Lindkvist Ah, ich hab noch ne Idee wg. Vit.C, vielleicht ist Ascorbinsäure ja auch nicht gut für die Darmwand (...leaky gut)? 🤔 So wie Zitronensäure... Oder es triggert zu sehr die Mastzellen?
Aber sind nur Gedanken, vielleicht weiß jemand dazu ja Nähreres?


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