ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#1 von Jacko333100 , 07.01.2019 14:15

Hi,
ich habe vor, schnellstmöglich ein neues, "großes" Blutbild anfertigen zu lassen, um zu klären, ob mit meinem Körper was nicht stimmt. "Groß" in Anführungszeichen, weil damit nicht das normale große Blutbild gemeint ist, sondern ein selbst zusammengestelltes mit vielen Werten.

Ich habe verschiedene Symptome, wovon nur wenige wirklich intensiv sind. Ich will aber Klarheit darüber, ob ich mir a) was einbilde oder b) die Symptome zwar real, aber noch normal sind oder c) wirklich was falsch läuft.

Mögliche "Probleme":
1. ADHS
2. Testo-Mangel (zu wenig freies Testo/fAI, da SHBG zu hoch und Gesamt-Testo eher niedrig)
3. Schilddrüse: Autoimmunerkrankung
4. Durchblutungsstörungen

Symptome nach Intensität geordnet:
- Soziale Phobie in gewissen Situationen. Stark von Tagesverfassung abhängig, korreliert stark mit Laune.
- Konzentrationsprobleme. Allerdings auch starker Verdacht auf ADHS - aber dass ich oft zwischen 12-14 Uhr noch viel krassere Konzentrationsprobleme habe, passt dazu soweit ich weiß nicht wirklich
- Hände und Füße sind phasenweise richtig kalt und werden dann blau, um dann später wieder warm zu werden, wobei sie dann auch ziemlich rot werden und kribbeln. Das ist jetzt schon einigen anderen aufgefallen. Generell werden vor allem meine Finger und Zehen wohl viel zu früh kalt. Kann soweit ich weiß ein zeichen sein für: Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel, Durchblutungsstörung, zu niedriger Blutdruck
- Konnte trotz nahezu optimalem/r Training + Ernährung nicht signifikant Muskeln aufbauen. Auch konnte ich nicht auf nen niedrigen KFA runterdiäten, ohne vorher fast jedes Gramm Muskelmasse zu verlieren. Sehe deswegen selbst bei 56kg @ 173cm Körpergröße nicht wirklich "lean", sondern immer noch irgendwie "weich" aus. Darum geht es mir gerade nicht mehr wirklich. Hier dazu mein alter Thread: Jetzt reichts - Was läuft falsch in meinem Körper?
- Durchschlafstörungen
- "Absturzphasen": nicht nur meine Konzentrationsfähigkeit lässt fast jeden Tag zwischen 12-14 Uhr (noch stärker) nach, sondern ich fange dann auch oft an zu schwitzen und mir wird schwindlig.
- Bin sehr leicht gereizt/gestresst und meine Durchschnitts-Laune ist gefühlt unterdurchschnittlich
- Sehr trockene Haut
- Im Sommer schwitze ich übermäßig, im Winter/Herbst/Frühling ist mir viel zu schnell kalt
- Bin nach einem Abend Feierngehen mehrere Tage kaputt
- Evtl Durchblutungsstörung an Beinen/Füßen: Adern treten stark hervor, manchmal zwickt es, vor allem wenn ich lange sitze
- Kurzzeitgedächtnis lässt evtl nach (oder Einbildung)

Als ersten Schritt will ich nun wie gesagt ein neues Blutbild anfertigen lassen.
Folgende Werte habe ich bisher im Kopf:
- Schilddrüse: fT3, fT3, TSH, Antikörper
- freies Testo (sonst Gesamt-Testo), DHT, LH, FSH, SHBG, Östradiol, Prolaktin, IGF-1, evtl DHEAS?
- Cortisol (da evtl später auch Speicheltest)
- Großes Blutbild
- Cholesterin gesamt, LDL, HDL, Triglyceride
- Eisen?, Ferritin
- Selen
- Zink?
- Vit D? (hatte ich schon mal und war gut)
- Kalium
- Jod?
- Leberwerte
- Vit B?
- ACTH
- Progesteron
- Harnsäure
- Glukagon, Glucose, HbA1c (auch hier evtl noch Speicheltest)
- CRP, CK


Fehlt etwas? Ist irgendwas überflüssig?
Vor allem frage ich mich, ob (die teueren) Vitamine und Aminosäuren wirklich nötig sind. Ernährung ist gut und ich nehme seit Jahre täglich eine Two per Day.

Bisherige Blutbilder kommen im nächsten Post.



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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#2 von Jacko333100 , 07.01.2019 14:26

Bisherige Blutbilder

Habe bisher:
1. Drei "normale" Blutbilder machen lassen zwischen September 2015 und Juni 2017
2. Drei mal Hormone bestimmen lassen
3. Einmal die Schilddrüse mit Sonografie untersuchen lassen

1. Normale Blutbilder




2. Hormone
April 2016:
LH 1.22 (reference: 0.57 - 12.07)
FSH 2.5 (reference 0.95 - 11.9)
Cortisol 325 (reference: 80 - 535)
Testosterone 15.97 (reference: 12 - 30)
SHBG 41.8 (reference: 13.5 - 71.4)

Juni 2017:


Mai 2018:



3. Schilddrüse
- siehe die 3 Blutbilder bei 1.
Hier die Werte, die zum gleichen Zeitpunkt wie der Ultraschall gemacht wurden:
TSH: 1,68 Norm: 0,30 - 3,70
FT3: 4,2, Norm: 3,1 - 7,0
FT4: 10,1 Norm: 8,0 - 17,0
TSH-Rezeptor-Antikörper: <0,30 Norm: <1,00? Check nicht, was da steht
aTPO: <60,0 Norm: <60,0

Sonografie: insb. links multiple echofreie Areale bis zu 3mm Durchmesser. Kein Nachweis größerer
umschriebener Knoten. Partialvolumen rechts ca. 6ml und links ca. 5 ml. (Norm bis 12,5 ml) Isthmusdicke 2
mm. Also normalgroße SD mit Gesamtvolumen von ca. 11ml (Norm bis 25 ml) mit multiplen kleinzystischen
Veränderungen, insb. links, bis zu 3mm.

Sonomorphologisch besteht der Hinweis auf eine AIT, jedoch ohne serologischen Nachweis erhöhter TPO-
AK.
Euthyreote Stoffwechsellage ohne serologischen Hinweis auf einen Morbus Basedow.
Eine thyreogene Genese der geklagten Beschwerden lässt sich derzeit nicht sichern.
Unter der Voraussetzung eines ausr. alimentären Jodversorgung keine Med. erforderlich.
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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#3 von Jacko333100 , 13.01.2019 11:31

Eben hier (https://www.labopart.de/einsender/formel...es-testosteron/) und hier (http://www.issam.ch/freetesto.htm) gesehen, dass ich mit dem freien bzw bioverfügbaren Testo sogar teilweise unter der Norm bin. Allerdings spucken die Rechner verschiedene Werte aus + ich bin nur bei den prozentualen Werten unter Norm + ein anderes Ergebnis als beim fAI macht gefühlt keinen Sinn.

Labopart:
- freies Testo: 0.293 nmolL/L = 1.40 %
- bioverfügbares Testo: 6.87 nmolL/L = 32.9 %

issam.ch:
- freies Testo: 0.355 nmol/L = 1.7 %
- bioverfügbares Testo: 8.33 nmol/L = 39.8 %

Referenz:
- freies Testo: 0.174 - 0.672 nmol/l 1.53 - 2.88%
- bioverfügbares Testo: 3.68 - 15.3 nmol/l 35.0 - 66.3%

-> Bin also wie gesagt nur mit den Labopart-Werten und auch dort nur mit den prozentualen Werten unter der Norm. Weiß jemand, woran das liegt bzw wo der Fehler ist?


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#4 von Marie , 13.01.2019 16:39

Könnte sein, dass Du Hashimoto hast.
Der Ultraschall deutet darauf hin.

Außerdem würde ich unbedingt den HPU Test machen, von KEAC den 24h Urintest.

Den beiden Baustellen würde ich mal nachgehen, passt auch zu den Symptomen.

LGA


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#5 von Jacko333100 , 13.01.2019 16:59

Denkfehler: der Prozentwert setzt das absolute freie/bioverfügbare Testo ja in Relation zum Gesamt-Testo. Daher kann dieser bei gleichem absoluten freien/bioverfügbaren Testo unterschiedlich hoch sein.

Die Werte iVm den dort angegebenen Referenzbereichen sagen also aus, dass ich sowohl mit dem freien als auch mit dem bioverfügbaren Testo noch gerade so im Referenzbereich bin, wobei mir jedoch "unnötig" viel Testo durch das zu hohe SHBG verlorengeht. Würde ja auch keinen Sinn machen, bei diesen Werten unter der Norm und mit dem fAI innerhalb der Norm zu sein.

_________________

- Wenn man unter Hypogonadismus versteht, dass jemand mehrere der Symptome und wenigstens einige davon in starker Ausprägung hat, habe ich keinen Mangel
- Deswegen können und werden mir Ärzte auch nicht helfen. Das einzige was Ärzte für mich tun können, sind Untersuchungen (zB Hoden-Ultraschall)
- Informationen bringen mir nur was, wenn ich daraus die richtigen Handlungen ableiten kann
- bzgl Testo-Mangel gibt es - TRT ausgeschlossen - kaum praktische Implikationen, die mit halbwegs großer Wahrscheinlichkeit eine halbwegs signifikante Besserung bringen.
- Lifestyle-Maßnahmen zu ergreifen sehe ich nicht als (mögliche) Schlussfolgerung meiner aktuellen Recherche an. Ich (so wie fast jeder) weiß, was ich machen sollte. Meine Recherche kann mich nur mehr dazu motivieren, das Zeug umzusetzen. Kurzfristige Motivation ist aber - wenn sie nicht ausreicht, um ne sinnvolle Gewohnheit zu etablieren - Bullshit. Wenn ich mich mit Thema X beschäftige, fällt es mir ultraleicht bzgl Thema X alles optimal zu machen. Gleichzeitig ist Thema Y, mit dem ich mich vor wenigen Wochen noch beschäftigt hab, oft wieder völlig vergessen. Also: lieber überlegen, wie ich schaffen kann, langfristig 80% richtig umzusetzen.

Vorgehen mögl. Testo-Mangel
1. Blutbild übermorgen -> dann ausführliche Analyse der Werte
2. Rausfinden, ob ich SHGB senken kann (vermutlich nicht, schon fast das ganze Internet durchgelesen)
3. Blutbild in 2 Wochen: habe da noch nen Endo-Termin
4. Evtl Hoden-Ultraschall (aber a) wurde der im Sommer abgetastet und alles war ok und b) wäre das nur Ursachensuche). Wahrscheinlich nicht: MRT Hypophyse, GnRH-Test, Spermiogramm


Vorgehen mögl. SD-Unterfunktion
1. Blutbild übermorgen. SD-Werte + alles sonst potentiell wichtige. -> dann ausführliche Analyse der Werte
2. Sonografie (dabei vllt nochmal SD-Werte)
3. Körpertemperatur morgens messen an 5 Tagen zur gleichen Zeit
4. Basal Metabolic Rate mit Bodymedia messen (weiß, dass die niedrig ist)
= gesamte SD-Diagnostik
5. Wenn keine AIT -> SD-Protokoll. Problem: hatte schon vor 2 Jahren sehr leichte AIT-Anzeichen -> selbst wenn die nicht schlimmer geworden wären, könnte ich ne AIT-Anfälligkeit nicht ausschließen = sehr wahrscheinlich kein SD-Protokoll :(

Generell
1. Ernährung verbessern: habe für Ernährung, NEMs und Schlaf jeweils nen "Guide", in dem jeweils alles, was für die Praxis nötig ist, steht. Werd mir meinen alten Guide nochmal angucken und den dann mit gezieltem Nachschlagen im Buch vom the one and only Frank Täger verbessern. Ernähre mich ja nach IIFYMMF und achte eher darauf, "gute" Lebensmittel einzuschließen, als "schlechte" Lebensmittel auszuschließen. Das will ich auch weiter so machen, allerdings a) rausfinden, welche Lebensmittel (für mich) generell gut sind, auch mit Blick auf meine Blutwerte etc b) rausfinden, welche Lebensmittel "schlecht" sind (zB war mein Süßstoff-Konsum wirklich grenzwertig) c) die "Compliance" erhöhen (Guide als Einkaufsliste benutzen, um die wichtigsten Lebensmittel immer vorrätig zu haben, aber v.a. lernen daraus was essbares zu kochen. Letzteres hat mich in letzter Zeit v.a. davon abgehalten, regelmäßig Eier zu essen :D).

2. Training wieder priorisieren: v.a. hier 80/20-Regel. Ich weiß, dass ich mehr Muskeln mit mir rumtragen kann als ich gerade tue - war 2015 weiter. Zu dem Punkt will ich wieder hinkommen und dann nur noch auf Erhaltung trainieren. Ziel also: ca. 5kg mehr Muskeln bei nicht signifikant höherem KFA. Sollte nach 1-2 Bulk-Cut-Zyklen erledigt sein. Höhere Kalorienzufuhr dürfte mir sofort mehr Leistungsfähigkeit (nicht nur auf Training bezogen) bringen und selbst wenn der KFA gleich bleibt, hätte ich dann absolut gesehen mehr Fett, was auch langfristig helfen dürfte. Man könnte es auch so sehen, dass ich absolut gesehen mehr Fettmasse haben will, ohne dabei schlechter auszusehen.

3. Lifestyle-Maßnahmen: das, was sich positiv auf Testo auswirken könnte, habe ich eh vor.

4. Evtl mal Gen-Test. Hab mich noch nicht mit der Sinnhaftigkeit davon beschäftigt.

5. Evtl mal Cortisol-Tagesprofil.
_________________________________________________________________________
Frage: Fällt euch noch was Sinvolles ein, v.a. bzgl. möglicher Schilddrüsenunterfunktion und möglichem Mangel an freiem Testo (durch hohes SHBG bedingt)?


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#6 von H_D , 13.01.2019 17:34

wobei Frank nicht soviel dazu schreibt


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#7 von Jacko333100 , 13.01.2019 21:05

Zitat von H_D im Beitrag #6
wobei Frank nicht soviel dazu schreibt


Was würdest du speziell bzgl. Schilddrüse und Testo ergänzen?


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#8 von H_D , 13.01.2019 21:21

weiß ja nicht was du im Moment isst oder traineirst


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#9 von Jacko333100 , 01.02.2019 11:36

Habe vor 3 Wochen die folgenden Blutwerte bestimmen lassen und selber gezahlt. Dann (leider) völlig überraschend gestern beim Schilddrüsen-Sono-Termin einige der Werte kostenlos nochmal bestimmt bekommen.
Ich leg das mal erstmal hier ab. Werde es später auswerten. Würde mich freuen, wenn jemand was dazu schreibt, wenn ihm was auffällt.



Kurz:
- SHBG: bin mir relativ sicher, dass das irgendwas zu bedeuten hat und wir nur noch nicht wissen was. Beitrag zu SHBG/T/fAI kommt später
- Schilddrüse: finde die Ergebnisse der letzten Tage positiv: a) Schilddrüse ballert lt. Blutwerten nicht optimal b) habe wohl lt. Ärzten keine AIT, da zwar kleine Zysten vorhanden, aber die "Aufhellungen" haben, die bei einer AIT nicht vorliegen würden. Bedeutet: ich kann meine Jod-Zufuhr bisschen hochfahren und dann mal in ein paar Monaten kontrollieren.
- Progesteron: interessant
- LDL: verstehe absolut nicht, wieso das schon wieder erhöht ist. Muss unbedingt fragen, ob es nen Fehler beim Referenzbereich vom HDL gibt - den gäbe es dann aber schon seit 4 Jahren|addpics|ngq-5-f610.jpg-invaddpicsinvv,ngq-6-b960.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|



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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#10 von Dominik , 01.02.2019 15:11

Testosteron / Progesteron / SHBG / Cortisol
- Gesamt-Testosteron sieht gut bei dir aus, bei mir zuletzt ja auch.
- Progesteron ist bei dir erhöht. Sehr interessant, bei mir ist es erniedrigt. Und wir beide haben das gleiche "Problem": Hohes SHBG und somit niedriges freies Testosteron.
- SHBG: WIe schon geschrieben, deutlich erhöht. Keine Ahnung, was man da machen kann.
- Cortisol ist erhöht. War das bei früheren Blutentnahmen auch immer so?

Schilddrüse:
- Die Schilddrüsenantikörper sind in meinen Augen auch unauffällig.
- TSH mit 3,215 mU/l nicht optimal, sollte besser unter 2,5 mU/l liegen.
- fT3 mit 5,32 pmol/l (Norm: 3,8 - 6,3) ziemlich weit oben, passt.
- fT4 mit 11,0 pmol/l (Norm: 10 - 23) sehr weit unten. Meines Wissens ein gutes Zeichen, dass die Umwandlung von fT4 in fT3 gut klappt. Aber frag da am besten mal Marie, die hat hier im Forum ein viel besseres Verständnis was die Interpretation von SD-Werten (und eigentlich dem ganzen Hormonsystem drumherum) betrifft. Kannst ihr ja eine liebe PM schreiben und sie bitten, in deinem Thread etwas zu deinen Werten zu schreiben. Hat sie bei mir auch gemacht. Und Vertrauliches dann halt per PM.

Cholesterin
- LDL mit 2,82 mg/dl leicht erhöht, was mich bei deinem niedrigen KFA verwundert. Wie viel Gramm Fett isst du täglich und von welchem Lebensmitteln beziehst du dein Fett?
- HDL, da verstehe ich die Angaben nicht. Norm sagt "ab 45 mg/dl" und Messung sagt 1,76. Das passt nicht zusammen.

Eisen
- Ferritin mit 64,7 mcg/l (Norm: 23,9 - 336,20) sehr niedrig. Isst du regelmäßig Lebensmittel, die reich an Eisen sind? Idealerweise aus tierischen Quellen zwecks Bioverfügbarkeit/Umwandlung.


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#11 von Dominik , 01.02.2019 16:53

Ach so, eines fällt mir noch auf: Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, auch mal das freie Testosteron direkt im Blut bestimmen zu lassen.

Kostenpunkt: 20-30€

Klar kann man auch den freien Androgenindex als grobe Orientierung heranziehen (für die Berechnung des FAI reicht ja SHBG und Testosteron) aber die direkte Messung des freien Testosterons hat natürlich auch noch mal eine andere/stärkere Aussagekraft.


 
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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#12 von naklar! , 01.02.2019 16:55

....sofern die Probe sofort zentrifugiert und tiefgekühlt wird. Also eher ein Labor aufsuchen, beim HA bekommt man dann eher berfälschte Werte.


" Ich will mehr Leber, Vater! "


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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#13 von Dominik , 01.02.2019 17:07

Zitat von naklar! im Beitrag #12
....sofern die Probe sofort zentrifugiert und tiefgekühlt wird. Also eher ein Labor aufsuchen, beim HA bekommt man dann eher berfälschte Werte.

Das würde ich grundsätzlich jedem empfehlen, unabhängig davon, welche Blutwerte er messen lassen möchte.

Jeder dürfte in seiner Stadt (sofern er nicht völlig ländlich lebt - dann halt in der nächstgelegenen größeren Stadt) ein medizinisches Labor haben.

Da würde ich dann immer hinfahren, die zu bestimmenden Werte angeben, mir Blut entnehmen lassen und das Labor dann auch gleich die Analyse machen lassen.

Dann hat man alles aus einer Hand und geht kein großes Risiko ein, dass die Werte größeren Ungenauigkeiten unterliegen. Zumindest ist es allemal besser, als vom Hausarzt Blut entnehmen zu lassen, der es dann erst noch ins Labor schicken muss.

Habe ich selbst immer so gemacht (also direkt ins medizinische Labor) und nur gute Erfahrungen damit gemacht. Einziger Nachteil: Man muss alles selbst bezahlen, als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Mir war es das aber Wert, auch wenn ich inzwischen rund 2000€ für all meine Blutuntersuchungen von 2014 - 2019 ausgegeben habe. Dafür sind meine Schilddrüsenwerte jetzt tippi toppi und die einzige Baustelle sind jetzt noch ein erniedrigtes Progesteron, ein erhöhtes SHBG und ein erniedrigstes freies Testosteron.


 
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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#14 von Marie , 10.02.2019 16:32

Zitat von Dominik im Beitrag #10
Schilddrüse:- Die Schilddrüsenantikörper sind in meinen Augen auch unauffällig.- TSH mit 3,215 mU/l nicht optimal, sollte besser unter 2,5 mU/l liegen.- fT3 mit 5,32 pmol/l (Norm: 3,8 - 6,3) ziemlich weit oben, passt.- fT4 mit 11,0 pmol/l (Norm: 10 - 23) sehr weit unten. Meines Wissens ein gutes Zeichen, dass die Umwandlung von fT4 in fT3 gut klappt. Aber frag da am besten mal Marie, die hat hier im Forum ein viel besseres Verständnis was die Interpretation von SD-Werten (und eigentlich dem ganzen Hormonsystem drumherum) betrifft. Kannst ihr ja eine liebe PM schreiben und sie bitten, in deinem Thread etwas zu deinen Werten zu schreiben. Hat sie bei mir auch gemacht. Und Vertrauliches dann halt per PM.



Ja, ja, ich kann nicht überall sein!

Meine Meinung zu Deinen Werten, Jacko:

TSH hoch = da stimmt was nicht im System, also genau hinschauen
fT3 einigermaßen ok = kompensatorische Erhöhung, weil jedes Fitzelches des minimalen T4 ausgenutzt wird
fT4 sehr wenig

Wie sieht denn der Ultraschall der SD aus?
Wie groß?
Gab es einen schriftlichen Bericht?

Jod würde ich nicht hoch ballern, solange nicht alles abgeklärt ist.
Hier gibts detailierte Infos:
https://hcfricke.com/2016/06/28/jod-supp...n-und-wenn-wie/

Progesteron finde ich nicht hoch, da ist im Grunde die Norm zu eng gefasst.
Zysten, egal wo, entstehen gern durch Mangel.

SHBG hoch: SD Hormone zu mau
Warum?
Weil sich der Körper vor zu viel Hormontätigkeit schützen muss, wenn der Stoffwechsel nicht rund läuft.

LDL zu hoch: zu viel externe Zufuhr?
Lies mal hier (Link), was die Fette auch mit den Hormonen zu tun haben.

LG Marie


 
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RE: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT

#15 von Jacko333100 , 06.03.2019 17:40

Da jetzt auch die Ergebnisse vom anderen Blutbild da sind, nochmal ein neuer Beitrag zur Übersicht.

Welche Probleme habe ich bzw könnte ich haben?

- Testo-Mangel
- Schilddrüsenunterfunktion
- Durchblutungsstörungen
- Eisenmangel?

Weitere Symptome hab ich im ersten Beitrag dieses Threads aufgeschrieben.
Hier genaueres zu den einzelnen Problemen:


Testo-Mangel
Kurz:
- Manche Symptome eines Testo-Mangels treffen mehr oder weniger stark auf mich zu
- Ich habe jetzt seit Jahren normales Gesamt-Testo, aber hohes SHBG und damit einen niedrigen fAI (freies Testo wurde leider noch nicht bestimmt)

Die Aussagekraft des fAI ist wohl begrenzt - gerade bei Männern. Aber bei mir spricht eben vieles für einen Testo-Mangel + die Ergebnisse der letzten Jahre waren konstant: normales Gesamt-Testo, aber hohes SHBG und damit niedriger fAI, der an der unteren Normgrenze kratzt (s. ein paar Beiträge weiter oben).
Außerdem korreliert SHBG lt. einigen Studien vergleichbar stark wie freies Testo oder Gesamt-Testo mit Mangelsymptomen.

Im vorletzten Blutbild war das Gesamt-Testo mit 7,64 ng/ml sogar recht gut, dafür war aber auch das SHBG mit 65 nmol/l so hoch wie noch nie. Die beiden scheinen also zusammenzuhängen, was meine These, die das Ergebnis meiner Recherche zum Thema SHBG ist, stützt:
Es macht bei den meisten Methoden wenig Sinn, das Gesamt-Testo und vor allem das SHBG ändern zu wollen: das funktioniert alles höchstens kurzfristig und der Körper passt sich schnell an, sodass am Ende die gleiche Menge an freiem Testo rauskommt.

Für mein weiteres Vorgehen hier sind diese These und das folgende sehr wichtig:
Bzgl Testo-Mangel gibt es - TRT ausgeschlossen - kaum praktische Maßnahmen, die mit halbwegs großer Wahrscheinlichkeit eine halbwegs signifikante Besserung bringen.
Bedeutet: die Chance ist groß, dass ich hier wochenlang recherchiere, am Ende viel Ahnung hab von zwar interessanter, aber leider nicht umsetzbarer Theorie und dann gar nichts dabei rauskommt. Ich habe jetzt schon (im Januar) ca 2 Wochen nur zu dem Thema gelesen, mit leider keinem so guten Ergebnis.
Es bleibt mir wohl nichts übrig, als die paar Maßnahmen (die alle eher nur einen kleinen Einfluss haben werden) umzusetzen, mögliche andere Probleme zu beseitigen/reduzieren und falls ich wirklich mal einen klinischen Testo-Mangel haben werde, eine TRT in Betracht zu ziehen.

Also:
- Mehr Fett: statt 1g/kg jetzt ca 1,2g/kg. V.a. tierisches Fett, 4 Eier am Tag.
- Wieder langsam aber sicher zunehmen. Nach ein paar Leanbulk-Cut-Zyklen will ich dann bisschen mehr Muskeln bei gleichem KFA haben.
- Um SHBG evtl minimal zu senken: Bisschen öfter essen. Mehr Fruktose.
- Habe meinen Supplements-Stack überarbeitet, ist nun wirklich so gut wie alles drin, was auch nur minimal helfen könnte.
- Wovon ich mir am meisten verspreche: meine mentale Gesundheit wieder auf die Reihe zu kriegen. (Mehr Muskeln aufbauen konnte ich allerdings auch als es mir sehr gut ging nicht)

-> habe extrem viel gelesen und mir 20 Seiten Notizen gemacht, aber kann nun doch irgendwie nichts vielversprechendes tun. Es sei denn meine aktuelle Schilddrüsen-Leistung ist tatsächlich zu schlecht -> dann wäre es wohl durchaus vielversprechend, mich auf die Schilddrüse zu konzentrieren.

Konsens ist wohl, dass man Testo entweder nur kurzfristig steigern kann oder halt langfristig, was aber auch eine Steigerung des SHBG nach sich zieht. Zum Thema "SHBG reduzieren" konnte ich nichts sinnvolles finden.

Keine der möglichen Ursachen von erhöhtem SHBG trifft auf mich zu. Außer dass ich eventuell unter meinem KFA Set Point bin.

Gibt auch Behauptungen, dass die free-hormone-hypothesis so überhaupt nicht stimmt und erhöhtes SHBG nicht unbedingt schlecht ist (ua weil es Testo vor zu schnellem Abbau schützt und DHT ja noch stärker bindet).


Schilddrüsenunterfunktion
Auch hier habe ich einige der Symptome in mehr oder weniger starker Ausprägung, aber soweit ich weiß, nichts, was zwingend auf eine SD-U hindeutet.
Hier waren die Ergebnisse nicht ganz so konstant.
- TSH: wenn man die obere Grenze bei 2,5 setzt, war der TSH bei 3 von 5 Blutbildern darüber (und dann auch gleich über 3)
- fT3: beim letzten Blutbild einigermaßen ok, davor: 5,09 -> 4,58 -> 5,21
- fT4: beim letzten Blutbild sehr niedrig, davor: 12,5 -> 12,0 -> 11,1

@Marie: alles, was im Befund der Sonografie von 2016 stand, hab ich hier geschrieben: ADHS, ggf. Testo-Mangel, AIT (Beitrag 2 dieses Threads)
Auf einem Foto vom Ultraschall sieht man wenig, aber ich könnte mal versuchen ihn zu scannen.
Der Befund der neueren Sonografie von der Ärztin, die meinte ich hätte keine AIT: "Rechter Schilddrüsenlappen ca. 7ml, linker Schilddrüsenlappen ca. 3ml, Gesamtvolumen ca. 10ml. Das Binnenmuster stellt sich echonormal dar. In beiden Lappen multiple kleine Zysten mit punktförmiger Aufhellung.
-> Schilddrüsendiagnostik ergab eine sonographisch normal große Schilddrüse mit vielen kleinen harmlosen Zysten in beiden Lappen. Die SD ist euthyreot ohne Nachweis einer Autoimmunthyreoditis. ... Auch die übliche Labordiagnostik ist unauffällig... kein Nachweis einer Zöliakie."
Die Ärztin meinte auch, dass die Zysten bei einer AIT nie solche Aufhellungen hätten.

Bei der Sonografie von 2016 meinte der Arzt es bestünde der Verdacht auf eine AIT, allerdings sprachen auch dort schon die Blutwerte nicht dafür. Vielleicht hat er es einfach nicht optimal formuliert und meinte statt "Verdacht" eher "die Möglichkeit".
Bei ca 90% sind ja die TPO-Antikörper erhöht, was bei mir nicht der Fall ist. Ebenso TRAK und TGAK nicht.

Deswegen überlege ich, zwar nicht das SD-Protokoll zu machen, aber meine Jod-Zufuhr ein kleines bisschen hochzuschrauben und in ca. 3 Monaten ein neues Blutbild nur für die SD-Werte zu machen.

Also:
- "Diagnostik" abschließen: Körpertemperatur-Test, mit Bodymedia mal gucken, ob kcal-Verbrauch niedriger ist, als er sein sollte
- Wenn eine AIT nun wirklich ausgeschlossen ist: festlegen, wie viel Jod ich täglich einnehme und wie



Zum Jod
- Der normale Bedarf liegt bei ca 200mcg. Das Upper Limit bei ca 1000mcg.
- Ich bekomme täglich 100mcg Selen aus einer Two per Day und esse eine Paranuss
- 5g (ca. 1 Teelöffel) Jodsalz enthalten ca. 100mcg Jod. Spricht was dagegen, erstmal mit 5g Jodsalz täglich anzufangen und in ein paar Monaten nochmal ein Blutbild zu machen, um zu gucken, ob ein Auffüllen mit einer höheren Dosis wirklich nötig ist?
- Es fühlt sich irgendwie falsch an, wenn ich zusätzlich noch nen Löffel Salz täglich esse.
- Was ist davon zu halten? -> "Warum kann nun Jodsalz zu einem Jodmangel führen? Speisesalz, also raffiniertes Kochsalz, ist Natriumchlorid. Zu viel davon verdrängt wiederum Jod aus den Zellen. Zudem wird Jod dem Speisesalz nur in einer Form, als sogenanntes Iodat, zugesetzt. Die notwendigen Mineralien, die der Körper benötigt, um Jod zu verstoffwechseln, sind im angereicherten Salz nicht mehr enthalten. Fluor, das manchem Salz beigefügt wird, bremst obendrein die Verarbeitung von Jod im Körper"
- Ich habe auch hier irgendwo gelesen, dass Jodsalz keine gute Jod-Quelle ist.
- Könnte das Fluorid ein Problem sein?



Durchblutungsstörungen
Ist ein schwer zu beschreibender leichter Schmerz in den Beinen im Sitzen. Meistens treten die Adern dann hervor und es ist ein leichtes Ziehen und Kribbeln. Manchmal zwickt es auch.
Es kommt mir so vor, als hätte ich das öfter seitdem ich aufgehört hab, Beine zu trainieren und gleichzeitig diätet hab. Dadurch habe ich nun nämlich so gut wie gar kein Fett mehr am Arsch und es könnte sein, dass deswegen die Polsterung fehlt und ich mir irgendwie was abklemme.
Das bringt mich dazu beim Arbeiten ständig kurz meine Oberschenkel anheben und bewegen zu müssen. Mit am unangenehmsten ist im Sitzen nämlich der Druck auf den Oberschenkeln ungefähr dort, wo die Sitzfläche aufhört. Habe allerdings auch schon mit verschiedenen Sitzhöhen experimentiert und je tiefer ich sitze, desto besser wird es, weil weniger Druck auf den Beinen ist - allerdings ist es trotzdem noch viel zu nervig.

Außerdem werden meine Hände und Füße phasenweise richtig kalt und blau, um dann später wieder warm zu werden, wobei sie dann auch ziemlich rot werden und kribbeln. Das ist jetzt schon einigen anderen aufgefallen. Generell werden vor allem meine Finger und Zehen wohl viel zu früh kalt. Kann soweit ich weiß ein Zeichen sein für: Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel, Durchblutungsstörung, zu niedriger Blutdruck

Blutbilder
Hier sind die alten Blutbilder (Beitrag 2 dieses Threads)

Hier die beiden neuen:



Das hier wurde allerdings um ca. 11Uhr erst gemacht:


Jacko333100  
Jacko333100
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