Verdauungsprobleme / Schmerzen

#1 von Tobi90 , 10.12.2018 17:45

Hallo Leute,

ich habe seit Anfang des Jahres Magenbeschwerden und seit neuestem auch Verdauungsauffälligkeiten. Vorher nie Probleme gehabt.

In Kürze:

März: Nach Völlegefühl am Nachmittag langsam aufbauende heftigste Oberbauchschmerzen, gegen Abend kamen dann auch sehr starke Rückenschmerzen (gegenüberliegend) dazu. Am nächsten Tag war alles ok, nur am Abend nach dem Abendessen (Nudel-Gemüse-Gratin) kam das gleiche wieder, nur diesmal etwas leichter und aushaltbar.

Nach ner Woche selbstverordneter Schonkost wegen leichtem Brennen im Magen bzw. Bauchnabelbereich sowie ziehen links im Bereich des Rippenbogens zum Hausarzt. Verordnung: Omeprazol wegen Verdacht auf Magenschleimhautentzündung. Hat nach ner knappen Woche angeschlagen, habs dann noch zu Ende genommen (insgesamt 2 Wochen). Nach drei Wochen kam das leichte Brennen wieder, also wieder zum Arzt, Omeprazol, diesmal vier Wochen oder so. Ein zwei Wochen Pause, dann gings nen guten Monat auf reisen, "prophylaktisch" 5-6 Wochen durchgenommen. Danach stand dann endlich die Magenspiegelung an. Alles gut (Magen, Duodenum, Speiseröhre) und kein Helicobacter.

Die folgenden zwei Monate war alles super, hab auch wieder recht ausgewogen gegessen und nicht mit Fett gespart.


Mitte September dann wieder: Mittags viel gegessen (Reisgericht), dann Nachmittags gegrillt (nicht so viel, 2 kleine Stücken Nackensteak, Brot mit Aioli, Tomate-Mozzarella) - Völlegefühl, dann später wieder die heftigen Oberbauchschmerzen plus Rücken. Am nähsten Tag alles wieder recht ok, trotzdem die angebrochenen Opeprazol eingeschmissen, nach ein paar Tagen leichtes Sodbrennen bekommen (vorher noch nie). Ab zum Hausarzt, Umstellung auf Panto, ein paar Tage hohe Dosis (2x 40mg), danach 1x 20, nach zwei Wochen dann ausgeschlichen (hat zwei weitere Wochen gedauert) unter Zuhilfenahme von Gaviscon/Alginaten. Sodbrennen so in den Griff bekommen Am vorletzten Tag des Ausschleichens:


Mitte November: Am vorletzten Tag des Panto-Ausschleichens wieder die heftigen Oberbauchschmerzen, diesmal noch krasser inkl. Rücken. Ab zum Notdienst (Bereitschaftsdienst beim KH), Buscopan gespritzt bekommen, Freudentränen - Schmerzen weg. Kamen nach ein paar Stunden nachts zwar wieder, aber nicht mehr ganz so heftig. Die Ärztin meinte was von Bauchspeicheldrüse (Enzyme im Blut) checken. Paar Tage später zum Hausarzt, der meinte Bluttest bringt jetzt nichts weil die Schmerzen ja wieder weg sind, da ich vier Wochen später eh beim Gastro bin abwarten. Die Woche vorher hatte der HA schon Ultraschaull des Bauches gemacht und nen Bluttest auf Leber- und Gallenwerte, war ok soweit.

Zusätzlich hab ich seit 3 Wochen, kurz nach dem letzten Mal mit den heftigen Schmerzen, teils extremen Blähbauch, Blähungen und fast durchgängig einen grün-gelbliche, übelriechenden Stuhl, faserig, schleimig, teils mit hellen Stücken drin. Zieht auch teilweise im Unterbauch. Außerdem hatte ich bis dahin immer regelmäßig gegen 17 Uhr Stuhlgang (jeden Tag!), seitdem nur noch alle zwei Tage. In den drei Wochen hatte ich allerdings auch 2 Mal Durchfall, ähnliches Aussehen und Geruch wie oben beschrieben, einmal davon auf jeden Fall nach einer sehr fettreichen Mahlzeit (Salat mit Feta und viel Öl).

Anfang Dezember: Jetzt war ich beim Gastro. Ich hatte eigentlich gehofft, er springt auf die Sache mit der Bauchspeicheldrüse auf und macht zumindest mal nen Stuhltest. Grüner Stuhl müsse aber nichts bedeuten, vielleicht legt sich das ja auch wieder bis Januar. Ende Januar hab ich nämllich jetzt nochmal nen Ultraschall, da will er sich nochmal selbst Galle und Pankreas angucken (beim Hausarzt vor ein paar Wochen war nichts auffällig). Aber Stuhl scheint ihn nicht zu interessieren, obwohl das schon sehr sehr merkwürdig ist und auch ziemlich gut auf die Beschreibung eines Fettstuhls (chronische Pankreatitis) passt (bin aber nicht dazu gekommen, ihn darauf konkret anzusprechen).


Meine Fragen:

1. Verlange ich zu viel bzw. sehe ich hier Muster, die nicht existieren, oder wäre zumindest eine Stuhl- und/oder Bluttest nicht schonmal angebracht gewesen?! Ist auch nicht so geil mit dem Blähbauch.
2. Ist es so abwegig an eine (beginnende) Pankreasinsuffizient/chron. Pankreatitis zu denken? Schmerzen und Stuhl passt darauf. Selbst wenn es unwahrscheinlich ist - sollte man doch mal in Betracht ziehen?
3. Soll ich nächste Woche zum HA, mein "Problem" schildern und auf nen Stuhltest bestehen, falls die Verdauungsprobleme (Frequenz und Erscheinung des Stuhls) anhalten? Oder einfach die nächsten 6 Wochen abwarten, Blähungen aushalten und mal gucken was im Ultraschall rauskommt?

Ich mache mir keinen Stress, bin aber irgendwie genervt.


Beste Grüße, Tobi


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#2 von ChristineH , 10.12.2018 18:50

Du erwartest zuviel, wer in Deutschland krank ist, muss sich selbst kümmern und schlau machen - ist leider so. Erlebe das grade mal wieder bestens bei einer Kollegin, die seit über 3 Monaten nicht behandelt, sondern nur mit Schmerzmitteln zugedröhnt wird.

Ich würde nicht abwarten, sondern selbst etwas unternehmen:

Lies hier im Forum zum Stichwort "zu wenig Magensäure". Nimm entsprechende Esshygiene-Maßnahmen vor, unterstütze mit Betain HCl und Verdauungsenzymen.
Nimm mal gleich alles Getreide vom Speiseplan, sicherheitshalber. Iss vorerst mal kleinere Portionen.

Ich würde auch nichts mehr nehmen, was die Magensäure hemmen soll! Was machst Du als Stressmanagement? Hat der Arzt nach Gallensteinen geschaut?


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#3 von hans , 10.12.2018 19:54

Zitat von Tobi90 im Beitrag #1
Omeprazol, 2 kleine Stücken Nackensteak, Brot mit Aioli, Tomate-Mozzarella, Völlegefühl, Oberbauchschmerzen plus Rücken., Panto, ein paar Tage hohe Dosis (2x 40mg), danach 1x 20,


Aua.... Omne, Panto.. no comment. Dazu dann noch Brot, Tomate (sicher mit Schale?), Mozarelle (Kuhmilchprodukte) und das alles auf einen Magen/Darm der anscheinend Probleme hat?

Liess mal: https://hcfricke.com/2017/09/24/buchkrit...en-r-gundry-md/ - mach ggf. eine Eliminationsdiät nach Gundry. Ich würde insb. Getreideprodukte und Milchprodukte weglassen - wowie die Nachschattengewächse - jedoch zumindest derren Haut & Samen entfernen.

Liess auch das, was Gundry zu Omene, Panto & Co. schreibt.

LG
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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#4 von Tobi90 , 11.12.2018 11:44

Erstmal vielen Dank schonmal an Euch beide für die schnellen Antworten!

Zitat von ChristineH im Beitrag #2
Lies hier im Forum zum Stichwort "zu wenig Magensäure". Nimm entsprechende Esshygiene-Maßnahmen vor, unterstütze mit Betain HCl und Verdauungsenzymen.
Nimm mal gleich alles Getreide vom Speiseplan, sicherheitshalber. Iss vorerst mal kleinere Portionen.


Ich habe tatsächlich schon Deine Beiträge hier im Forum zum Thema Verdauung/Darmgesundheit etc. gelesen und mich auch gefragt, ob das Sodbrennen, das ich kurzzeitig unter Einnahme von PPI hatte, nicht vielleicht sogar wegen ZU WENIG Magensäure kommen könnte. Das ist aber wieder weg, bin ja auch längst wieder "clean".

Zum Thema HCL/Enzyme:
Ich würde gerne erstmal die Ursache herausfinden. Diese heftigen Oberbauchschmerzen treten ja nicht täglich, sondern bisher 3 mal dieses Jahr und dann auch meist nur einen Abend (manchmal schwächer am nächsten Abend) auf. In der Zwischenzeit war soweit alles okay. Verdauungsbeschwerden hatte ich bis vor 3 Wochen auch nie. Als Entlastungs-Maßnahmen scheinen deine Tips ganz hilfreich, werde ich bei Bedarf auch drauf zurückgreifen (gut Kauen, kein Wasser zum Essen etc. mache ich bereits). Aber meine Beschwerden sind gerade nicht so gravierend, als dass ich die Symptome jetzt unbedingt unterdrücken muss. Deshalb würd ich lieber direkt möglichst schnell an die Ursache ran bzw. diese erstmal herausfinden.

Bei HCL hätte ich das Bedenken, dass - selbst wenn es hilft - das ja nicht unbedingt beweist, dass die Ursache aller Probleme zu wenig Magensäure ist. Zudem müsste ich das ja mindestens ein halbes Jahr durchnehmen und gucken, ob nie wieder diese Oberbauchschmerzen auftreten.

Und zu den Enzymen.. bin da etwas unsicher, ob der Körper dann nicht die eigene Produktion (nachhaltig) eintellen könnte? Vor allem, wenn er tatsächlich schon zu wenig produziert. Wenn die bzgl. der Verdauung helfen könnte das aber ein Anhaltspunkt für ein Problem mit der Pankreas/Galle sein, war das dein Gedanke?

Zitat von ChristineH im Beitrag #2
Ich würde auch nichts mehr nehmen, was die Magensäure hemmen soll! Was machst Du als Stressmanagement? Hat der Arzt nach Gallensteinen geschaut?

Nehme ich auch nicht mehr.

Stress hab ich eigentlich schon länger keinen. Mein Studium ist aktuell relativ entspannt, macht Spaß, aber nicht übermäßig viel zu tun. Bin ziemlich ausgeglichen, auch privat. Gehe zwei Mal die Woche zum Krafttraining, meist ein Mal entspannt Laufen und am Wochenende mit Freunden in die Sauna.

Mein Hausarzt hatte nen Ultraschall des Bauchraums (v. a. um einen Gallenreflux auszuschließen, meine ich) gemacht, also gabs wohl keine Anzeichen für Gallensteine. Im Januar steht wie gesagt nochmal ein Ultraschall durch den Facharzt für Galle und Bauchspeicheldrüse an.

Zitat von hans im Beitrag #3
Zitat von Tobi90 im Beitrag #1
Omeprazol, 2 kleine Stücken Nackensteak, Brot mit Aioli, Tomate-Mozzarella, Völlegefühl, Oberbauchschmerzen plus Rücken., Panto, ein paar Tage hohe Dosis (2x 40mg), danach 1x 20,

Aua.... Omne, Panto.. no comment. Dazu dann noch Brot, Tomate (sicher mit Schale?), Mozarelle (Kuhmilchprodukte) und das alles auf einen Magen/Darm der anscheinend Probleme hat?


Wie gesagt, die PPI nehme ich nicht mehr (dein Zitat ist übrigens zusammengwürftelt, die PPI hatte ich zu dem Zeitpunkt schon 2 Monate nicht mehr genommen, erst nach dem Grillen aufgrund der Oberbauchschmerzen wieder - würde ich beim nächsten Mal aber nicht machen, da ich nicht mehr glaube, dass (zu viel) Magensäure damit zu tun hat. Ich glaube auch nicht, dass ich die PPI jemals wirklich gebraucht habe und es ein Schnellschuss vom Arzt war, mir die zu verschreiben.

Zum Essen: Klar, ist nicht gerade optimal, gegrilltes Nackensteak, Weizen, Fett-Dipp etc. Ernähre mich so auch höchst selten - zu Hause bis auf Leber gar kein Fleisch, Getreide/Weizen habe ich schon deutlich reduziert und versuche das weiter zu tun (esse sowieso kein Brot außer manchmal Sonntags Brötchen, KH vor allem aus Kartoffeln/Süßartoffeln/Reis und Obst). Was ich betonen will: Zu dem Zeitpunkt war ich auch seit Monaten komplett beschwerdefrei und in der Zeit keinerlei Probleme gehabt, auch wenn ich mal zugelangt habe oder viel gegessen habe. Ich sehe deshalb keinen direkten kausalen Zusammenhang und auch nur eine schwache Korrelation zwischen dem WAS und WIE VIEL ich esse und dem Auftreten der Probleme.

Was mir aber wichtig ist: Es schwingt bei Euch die Hypothese mit, dass diese Anfall-artigen Oberbauchschmerzen primär ernährungsbedingt sind. Und bevor ich mir über diese Hypothese Gedanken mache, finde ich andere viel naheliegender, die ich abgeklärt haben will. Es ist schon merkwürdig, dass diese Beschwerden plötzlich dieses Jahr auftreten und jetzt auch noch die Verdauungsthematik. Obwohl ich nicht wirklich was an meiner Ernährung geändert habe und mich früher deutlich ungesünder ernährt habe (viel Nudeln, wenig Gemüse, Fertiggerichte). Ich halte die Hypothese deshalb viel naheliegender, dass Ernährung ein Auslöser, aber nicht Ursache ist.

Insofern würd ich gerne erstmal klären ob pathologisch nicht tatsächlich was vorliegt (bspw. Bauchspeicheldrüse). Und nicht unbedingt durch Einschränkungen ggf. eine Besserung von Symptomen erreichen, obwohl das Problem ggf. im Hintergrund weiter besteht und voranschreitet. Ich hoffe ihr versteht was ich meine!

Zitat von hans im Beitrag #3

Liess mal: https://hcfricke.com/2017/09/24/buchkrit...en-r-gundry-md/ - mach ggf. eine Eliminationsdiät nach Gundry. Ich würde insb. Getreideprodukte und Milchprodukte weglassen - wowie die Nachschattengewächse - jedoch zumindest derren Haut & Samen entfernen.

Liess auch das, was Gundry zu Omene, Panto & Co. schreibt.

LG
Hans




Mach ich, habe auch bereits des Öfteren interessiert auf Deinem Blog gelesen Hans! Das Thema Getreide und Milchprodukte habe ich schon im Hinterkopf und werde das mal konkreter angehen und zumindest testweise wirklich komplett weglassen. Getreide bis auf weißen parboiled Reis und Haferflocken im Porridge auch so gut wie nicht mehr vorhanden.

Vielen Dank Euch schonmal! Weitere Anregungen sind gerne willkommen, gerne auch von medizinisch bewanderten Leuten die sich mit der Pankreas-Thematik auskennen

Insbesondere meine Frage, ob a) die Anzeichen für eine Pankreas-Insuffizienz/Entzündung vorliegen und b) ich nicht einfach nächste Woche zum HA und nen Stuhltest einfordern soll. Ich brauch jetzt nicht unbedingt ne Diagnose, mir geht's soweit ja auch ganz gut, nur nervt mich die Verdauung und, dass der Gastro nicht wirklich darauf eingegangen ist. Der Ultraschall bei ihm ist halt erst in 1,5 Monaten.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#5 von hans , 11.12.2018 17:10

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Was mir aber wichtig ist: Es schwingt bei Euch die Hypothese mit, dass diese Anfall-artigen Oberbauchschmerzen primär ernährungsbedingt sind. Und bevor ich mir über diese Hypothese Gedanken mache, finde ich andere viel naheliegender, die ich abgeklärt haben will. Es ist schon merkwürdig, dass diese Beschwerden plötzlich dieses Jahr auftreten und jetzt auch noch die Verdauungsthematik. Obwohl ich nicht wirklich was an meiner Ernährung geändert habe und mich früher deutlich ungesünder ernährt habe (viel Nudeln, wenig Gemüse, Fertiggerichte). Ich halte die Hypothese deshalb viel naheliegender, dass Ernährung ein Auslöser, aber nicht Ursache ist.


Klaro - jedoch wird effektiv nur ein Arzt die Diagnose machen können und entsprechende Blutwerte nehmen (wenn der gut ist...). Alternativ kannst Du die Basics selber bei einem Labor abklären... aber da gibts so viele Sachen die man messen kann - und dann auch interpretieren können sollte....

Zumindest kann versucht werden in Punkto Ernährung "Verschlimmerer" zu vermeiden.

LG
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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#6 von ChristineH , 11.12.2018 19:48

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Ich habe tatsächlich schon Deine Beiträge hier im Forum zum Thema Verdauung/Darmgesundheit etc. gelesen


Gut, dann muss ich nicht bei Adam anfangen ;-)

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Zum Thema HCL/Enzyme:Ich würde gerne erstmal die Ursache herausfinden. Diese heftigen Oberbauchschmerzen treten ja nicht täglich, sondern bisher 3 mal dieses Jahr und dann auch meist nur einen Abend (manchmal schwächer am nächsten Abend) auf.


Versteh ich nicht. HCl kostet nicht viel und kann Deiner Verdauung helfen. Unverdaute Rückstände lassen schon vermuten, dass da was im Argen liegt. Ich hatte Deine Beschreibung auch sehr drastisch verstanden.

Diese Schmerzen kenne ich im Zusammenhang mit Gallensteinen (Koliken), daher auch meine Frage, ob das mit abgeklärt wurde. Wenn es aber keine Gallensteine sind, dann würde ich jetzt mit Magensäureunterstützung und ggf. Verdauungsenzymen anfangen. Schaden kann das nicht!

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
In der Zwischenzeit war soweit alles okay. Verdauungsbeschwerden hatte ich bis vor 3 Wochen auch nie.


Ja, das hören wir hier häufig: "Bisher konnte ich alles essen/hab ich alles vertragen. Jetzt will ich da wieder hin." Die meisten haben eben nicht alles vertragen, aber der Körper konnte sehr, sehr lange gegensteuern, bis irgendwann der Krug brach. Und dann kommt erst raus, dass man xy nicht verträgt und dass man auch nicht mehr in diesen seligen "ich-ess-alles-was-mir-schmeckt"-Zustand zurückkommt.

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Als Entlastungs-Maßnahmen scheinen deine Tips ganz hilfreich, werde ich bei Bedarf auch drauf zurückgreifen


Warum erst bei Bedarf?

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Aber meine Beschwerden sind gerade nicht so gravierend, als dass ich die Symptome jetzt unbedingt unterdrücken muss.


Ich halte das nicht für eine Symptombehandlung, sondern es wird eine Ursache (Magensäure/Verdauungsenzyme zu wenig) angegangen. Und wenn die Systeme entlastet werden und die Verdauung wieder funktioniert, wie sie soll, dann gehen auch Entzündungen zurück und wichtige Nährstoffe können wieder absorbiert werden.

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Bei HCL hätte ich das Bedenken, dass - selbst wenn es hilft - das ja nicht unbedingt beweist, dass die Ursache aller Probleme zu wenig Magensäure ist.


Muss auch in meinen Augen nicht "bewiesen" werden - wenn es Dir bessergeht, dann war das die richtige Maßnahme. Wer heilt, hat recht.
Aber wenn Du Geld für einen Stuhltest raushauen willst um zu erfahren, dass der pH-Wert zu hoch ist und eine Dysbiose vorliegt, dann mach das.

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Zudem müsste ich das ja mindestens ein halbes Jahr durchnehmen und gucken, ob nie wieder diese Oberbauchschmerzen auftreten.


? Du merkst es doch sofort an der Verdauung, ob das jetzt wieder im Gleis ist ...

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Und zu den Enzymen.. bin da etwas unsicher, ob der Körper dann nicht die eigene Produktion (nachhaltig) eintellen könnte?


Nein, tut er nicht.

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Wenn die bzgl. der Verdauung helfen könnte das aber ein Anhaltspunkt für ein Problem mit der Pankreas/Galle sein, war das dein Gedanke?


Jein. Zum einen gibt es einige Enzyme, die der Mensch gar nicht bilden kann (https://www.urgeschmack.de/blahungen/).
Dann kann es auch sein, dass bestimmte Nährstoffe fehlen, die der Körper für die Bildung bestimmter Enzyme braucht. Dann kann es sein, dass nicht genug ausgeschüttet werden, weil der Speisebrei nicht sauer genug ist (und daher setze ich mal mit HCl an). Und natürlich auch, dass eine Entzündung vorliegt und deshalb nicht genug produziert wird.

Das greift da ja alles ineinander (Vagusnerv, Magenwand, Gastrin, Sekretin, Galle usw.).

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Es schwingt bei Euch die Hypothese mit, dass diese Anfall-artigen Oberbauchschmerzen primär ernährungsbedingt sind.


Nein, Stress kann auch eine Ursache sein. Oder eben Gallensteine (die aber wiederum von Ernährungsseite herstammen). Oder Helicobacter und andere Dinge, die Du schon hast abklären lassen.

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Der Ultraschall bei ihm ist halt erst in 1,5 Monaten.


Und deshalb hatte ich eben vorgeschlagen, dass Du selbst jetzt schon was unternimmst.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#7 von Tommy , 12.12.2018 06:37

Christines Beitrag ist nichts hinzuzufügen! Das deine Probleme ernährungsbedingter Natur sind halte ich deiner Beschreibung nach am wahrscheinlichsten. Und dann hilft nicht sich versuchen auf bequeme Wege zu begeben a la “ich Versuchs bei bedarf”, oder “ich habe Getreide reduziert aber esse Sonntags trotzdem semmeln”. Total menschlich, dass man versucht eine bequeme Lösung mit Kompromissen zu suchen weil man lieb gewonnenes nicht abgeben mag. Nur das wird Dir nicht helfen. Du musst die Ernährung jetzt mal wochenlang knallhart durchziehen. Sonst hast du nie eine Chance dass mögliche Entzündungen richtig abheilen. Cheat days sind jetzt kontraproduktiv.
Stell dir eine Wunde vor. Die bildet dann Grind. Wenn du diesen alle paar Tage abpopelst dann blutet es vielleicht nicht mehr so stark wie am Anfang aber so richtig verheilen tut die eben auch nicht. Da musst auch abwarten und heilen lassen


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#8 von Dennis , 12.12.2018 17:22

Ich sehe das ähnlich mit dem HCL, dass Produkt kostet knapp nen 10er,bei LEF und wenn es hilft kann man es ohne Nebenwirkungen dauerhaft nehmen.

Wenn du hier im Rabattcenter suchst, bekommst du es sogar noch günstiger.

Enzyme kosten einiges mehr, außer der Arzt diagnostiziert ne Pancreasinsuffizienz, dann gibt es die auf Rezept.

Gruß
Dennis


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#9 von Tobi90 , 13.12.2018 17:31

Danke Leute!

Ich wollte auch nicht "beratungsresistent" rüberkommen, vielmehr ging es um eine Einschätzung der Pankreas-Thematik weil glaube ich der ein oder andere hier im Forum schonmal davon berichtet und eigene Erfahrungen damit gemacht hat.

Ich werde mir mal HCL besorgen!

Zitat von ChristineH im Beitrag #6

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Zum Thema HCL/Enzyme:Ich würde gerne erstmal die Ursache herausfinden. Diese heftigen Oberbauchschmerzen treten ja nicht täglich, sondern bisher 3 mal dieses Jahr und dann auch meist nur einen Abend (manchmal schwächer am nächsten Abend) auf.


Versteh ich nicht. HCl kostet nicht viel und kann Deiner Verdauung helfen. Unverdaute Rückstände lassen schon vermuten, dass da was im Argen liegt. Ich hatte Deine Beschreibung auch sehr drastisch verstanden.

Diese Schmerzen kenne ich im Zusammenhang mit Gallensteinen (Koliken), daher auch meine Frage, ob das mit abgeklärt wurde. Wenn es aber keine Gallensteine sind, dann würde ich jetzt mit Magensäureunterstützung und ggf. Verdauungsenzymen anfangen. Schaden kann das nicht!


Zitat von ChristineH im Beitrag #6
Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Zudem müsste ich das ja mindestens ein halbes Jahr durchnehmen und gucken, ob nie wieder diese Oberbauchschmerzen auftreten.


? Du merkst es doch sofort an der Verdauung, ob das jetzt wieder im Gleis ist …

War darauf bezogen, dass ich dadurch ja nicht merke, ob der Ursache dieser Oberbauchschmerzen nun beseitigt ist. Die traten bisher ja nur alle paar Monate auf und auch ohne die genannten Verdauungsprobleme. Also selbst wenn die Verdauung damit wieder besser wird (werde ich testen), muss das ja nichts mit den OBS zu tun haben. Die Verdauung ist ja erst 1-2 Wochen nach den letzten OBS-Attacke auffällig.

Die Schmerzen waren nur im Oberbauch, quasi direkt unterhalb des Brustbeins, und bisher halt nur 3x. Galle laut Hausarztultraschall ok.

Zitat von ChristineH im Beitrag #6

Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Aber meine Beschwerden sind gerade nicht so gravierend, als dass ich die Symptome jetzt unbedingt unterdrücken muss.


Ich halte das nicht für eine Symptombehandlung, sondern es wird eine Ursache (Magensäure/Verdauungsenzyme zu wenig) angegangen. Und wenn die Systeme entlastet werden und die Verdauung wieder funktioniert, wie sie soll, dann gehen auch Entzündungen zurück und wichtige Nährstoffe können wieder absorbiert werden.


Zitat von ChristineH im Beitrag #6
Muss auch in meinen Augen nicht "bewiesen" werden - wenn es Dir bessergeht, dann war das die richtige Maßnahme. Wer heilt, hat recht.


Das ist ja die Frage - was ist die Ursache (wenn es nur eine ist)? Magensäure ist ja nur eine Vermutung. Könnte natürlich auch den Stuhl erklären. Werde wie gesagt mal HCL testen!

Was ich meine ist aber: Es könnten sicher auch zig andere Sachen sein. Verdauungsenzyme z. B. Aber zu wenig Verdauungsenzyme ist ja auch nur ein Sympton - als Ursache kommt z. B. eine Pankreasinsuffizienz in Frage, was die Ärztin vom Bereitschaftsdienst ja angesprochen hatte. Wenn ich jetzt Enzyme nehme und es besser wird kann das natürlich ein Hinweis sein - aber gerade dann ist eine weitere Abklärung ja sinnvoll, weil das ja nicht die Ursache löst, falls die Bauchspeicheldrüse wirklich Probleme haben sollte ich weniger Enzyme produziert. Wenn ich bezahlbar an Pankreas-Enzyme komme kann ich das ja aber schonmal testen, danke für den Hinweis.

Deswegen wäre auch meine Frage, selbst wenn HCL hilft (besser Verdauung, vielleicht auch diese Schmerzen nie wieder bei langfristiger Anwendung):
1. Ist die Ursache nicht trotzdem ein Enzymmanngel, der nun durch mehr Säure einfach etwas kompensiert wird?
2. Ist die Ursache tatsächlich Säuremangel? Wenn ja - muss man das einfach hinnehmen, oder gibt es konkrete Ursachen für einen Magensäuremangel?

In beiden Fällen wäre die Einnahme von HCL/Enzymen nicht zwangsweise eine Lösung, weil nicht ausgeschlossen ist, dass dadurch nur die Symptome tieferliegender Ursachen verschwunden sind. Ich hoffe es ist nun klarer was ich meine.

Zitat von ChristineH im Beitrag #6
Aber wenn Du Geld für einen Stuhltest raushauen willst um zu erfahren, dass der pH-Wert zu hoch ist und eine Dysbiose vorliegt, dann mach das.


Das wäre ja nochmal was anderes - Dysbiose im Mikrobiom. SIBO ist ja auch nicht auszuschließen, oder? Die Stuhlprobe hätte ich sonst erstmal eingefordert (vom Hausarzt, nicht auf eigene Kosten sondern in der Hoffnung, dass er versteht warum ich sie für sinnvoll halte und sie dann anordnet) um den Stuhl auf Fett und Pankreasenzyme untersuchen, was laut meiner Recherchen bei Verdacht auf chron. Pankreatitis/-Insuffizienz einer der ersten und aussagekräftigsten Tests wäre.

Zitat von ChristineH im Beitrag #6
Zitat von Tobi90 im Beitrag #4
Der Ultraschall bei ihm ist halt erst in 1,5 Monaten.


Und deshalb hatte ich eben vorgeschlagen, dass Du selbst jetzt schon was unternimmst.



Und dafür danke ich Euch - mach ich!

Lange Rede, kurzer Sinn - ich bin schonmal dankbar für Eure Tipps, werde HCL testen und parallel meine Ernährung weiter anpassen (Getreide/Gluten und Milchprodukte etc. weiter minimieren*). Ich weiß, dass eine genauere Abklärung nur durch den Arzt geschehen kann. Hätte halt gerne schonmal ne Einschätzung zur Pankreas-These von jemandem bekommen, der damit Erfahrung hat. Symptome erscheinen mir zu auffällig, um so lange zu warten, eine Stuhlprobe seitens des Arztes hätte ich für angebracht gehalten, hat mich etwas genervt dass der Arzt meinte "ist normal" und ich überall lese, dass ein Fettstuhl ein deutlicher Hinweis auf Pankreasprobleme sein kann.

LG, Tobi

* Auf Weizenprodukte/Getreide komplett verzichten wäre kein großes Problem, esse ich wie gesagt im Alltag eh kaum. Aber auch auf Haferflocken und Magerquark verzichten? Was ist mit weißem Reis? Esse 2-3 mal die Woche Porridge (Haferflocken mit Wasser/Hafermilch/Milch aufkochen) zum Frühstück, an den anderen Tagen faste ich 16/8. Und fast jeden Tag 120g Magerquark. Wenn man konsequent auf Milchprodukte verzichten will dann natürlich auch auf den Quark. Denke aber, dass gerade Haferflocken auch viele gesunde Effekte auch auf Magen und Darm hat (Beta-Glucane, Spurenelemente).



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zuletzt bearbeitet 13.12.2018 | Top

RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#10 von Bernd , 13.12.2018 18:11

Hallo Tobi,

es stochern ja hier alle mehr oder weniger im Nebel, was natürlich bei "Ferndiagnosen" zumeist der Fall sein wird.

Aber ich würde, wenn Du Schmerzen im Bauchspeicheldrüsen-/Gallenbereich UND gleichzeitig starke Rückenschmerzen hast auf jeden Fall das Thema Bauchspeicheldrüse abklären. Das würde zumindest ich pers. als wesentlich wichtiger als das Thema Ernährung betrachten, denn gerade durchaus ernste Probleme mit der BSD gehen auch mit entsprechenden Rückenschmerzen konform, was aber eben leider oft falsch diagnostiziert oder nicht in Zusammenhang gebracht wird. Und dann eben gerade bei der BSD viel zu spät ernste Probleme erkannt.

Ich würde mich da auch auf keinen Arzt verlassen, sondern das Thema auf jeden Fall einfach mal abklären lassen. Zum einen wäre das das schlimmste und wichtigste Problem und zum anderen könntest Du dann absolut beruhigt sein, wenn da alles in Ordnung ist und dann die anderen Themen angehen. Denn das Thema Ernährung ist dagegen dann ja pille-palle. Hier würde ich schon eine gewisse Priorität vornehmen.

Also wie gesagt, zumindest ich würde das so machen.

Gruß Bernd



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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#11 von ChristineH , 13.12.2018 22:26

Zitat von Tobi90 im Beitrag #9
Das wäre ja nochmal was anderes - Dysbiose im Mikrobiom. SIBO ist ja auch nicht auszuschließen, oder? Die Stuhlprobe hätte ich sonst erstmal eingefordert (vom Hausarzt, nicht auf eigene Kosten sondern in der Hoffnung, dass er versteht warum ich sie für sinnvoll halte und sie dann anordnet) um den Stuhl auf Fett und Pankreasenzyme untersuchen, was laut meiner Recherchen bei Verdacht auf chron. Pankreatitis/-Insuffizienz einer der ersten und aussagekräftigsten Tests wäre.


Dysbiose und/oder SIBO wären in meinen Augen eine Folge der fehlerhaften Verdauung weiter oben. Also nachgelagertes Problem. Manches löst sich evtl. durch Magensäure/Enzyme schon von selbst, das wirst schnell merken.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#12 von H_D , 13.12.2018 22:45

ich hab auch alle paar Monate diese lähmenden Oberbauchschmerzen - liegt wohl an meiner Gastritis


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#13 von Tobi90 , 14.12.2018 01:37

Zitat von H_D im Beitrag #12
ich hab auch alle paar Monate diese lähmenden Oberbauchschmerzen - liegt wohl an meiner Gastritis

Von der Mitte ausgehend direkt unterhalb des Brustbeines, anfänglich nur ein Völlegefühl, am Ende dann extreme druck-/krampfartige Schmerzen und dazu dann auch starke Rückenschmerzen (ebenfalls oben mittig)? Und so heftig dass alles weh tut, sitzen, liegen noch mehr, und du kurz davor bist nach Mama (oder dem Notarzt) zu rufen, bis du irgendwann um 4 Uhr nachts eingepennt bist?

Gastritis = chron. Magenschleimhautentzündung? Würde ich bei mir ja ausschließen, Magenspiegelung war auch ok. Christines These mit zu wenig Magensäure klingt da für mich plausibler (wenig Säure = Mageninhalt wird nicht schnell zersetzt, Magenmuskulatur muss mehr arbeiten = "Krämpfe" im Oberbauch) und würde ggf. auch das Sodbrennen erklären, dass ja auch erst unter PPI angefangen hat und nach dem Ausschleichen nicht wieder kam (könnte aber auch nur Korrelation sein und eine zeitverzögerte Wirkung der PPI gegen das Sodbrennen). Aber mal sehen.

Zitat von Bernd im Beitrag #10
Aber ich würde, wenn Du Schmerzen im Bauchspeicheldrüsen-/Gallenbereich UND gleichzeitig starke Rückenschmerzen hast auf jeden Fall das Thema Bauchspeicheldrüse abklären. Das würde zumindest ich pers. als wesentlich wichtiger als das Thema Ernährung betrachten, denn gerade durchaus ernste Probleme mit der BSD gehen auch mit entsprechenden Rückenschmerzen konform, was aber eben leider oft falsch diagnostiziert oder nicht in Zusammenhang gebracht wird. Und dann eben gerade bei der BSD viel zu spät ernste Probleme erkannt.

Ich würde mich da auch auf keinen Arzt verlassen, sondern das Thema auf jeden Fall einfach mal abklären lassen. Zum einen wäre das das schlimmste und wichtigste Problem und zum anderen könntest Du dann absolut beruhigt sein, wenn da alles in Ordnung ist und dann die anderen Themen angehen. Denn das Thema Ernährung ist dagegen dann ja pille-palle. Hier würde ich schon eine gewisse Priorität vornehmen.

Also wie gesagt, zumindest ich würde das so machen.

Gruß Bernd

Wie meinst du das, nicht auf den Arzt verlassen und abklären lassen? Das geht ja nur über den Arzt an sich. Wenn die Oberbauch-Attacken bis zum Ultraschall ausbleiben und die Verdauung sich zumindest nicht verschlechtert (bzw. mit HCL ggf. verbessert) kann ich wohl die 6 Wochen warten ohne mir großartig Sorgen zu machen.
Oder meinst du ich sollte nochmal zum Hausarzt und das Thema BSD ansprechen?

Gruß und Danke, Tobi


Tobi90  
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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#14 von Carina , 14.12.2018 08:31

Hi Tobi,

Zitat von Tobi90 im Beitrag #13
Von der Mitte ausgehend direkt unterhalb des Brustbeines, anfänglich nur ein Völlegefühl, am Ende dann extreme druck-/krampfartige Schmerzen und dazu dann auch starke Rückenschmerzen


Das hört sich für mich so an als hättest du eine Entzündung im 12 Finger Darm. Der liegt nämlich genau an der von dir beschriebenen Stelle.

Oft bekommt man so etwas wenn die Leber entgiftet und über den Gallenfluss Gifte in den 12 Finger Darm abgibt. Der weiß sich dann nicht anders zu helfen und jammert. Ich hatte da auch mal Probleme, wenn auch nur leichte, und habe mir mit einer Flasche Symbioflor 2 gut helfen können. Das hilft der Immunflora auf die Beine und so hat sich bei mir alles wieder beruhigt.

LG Carina


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#15 von Tommy , 14.12.2018 09:38

Ich glaube Bernd spricht vom worstcase.... das wäre wohl ein Karzinom der BSD.
Daher wohl der Hinweis die BSD ggf recht zügig abklären zu lassen.

Bei unklaren abdominalen Beschwerden kann ein MRT auch Sinn machen. Dort siehst ja auch Galle und Gallengänge und erkennst zb eine mögliche Pankreatitis oder sonstige Veränderungen.

Das hier ein entzündlicher Prozess stattfindet und du Nahrungsmittel nicht verträgst ist sicherlich viel wahrscheinlicher als etwas bösartiges.


Tobi90 hat sich bedankt!
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