RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#16 von Bernd , 14.12.2018 11:56

Zitat von Tommy im Beitrag #15
Ich glaube Bernd spricht vom worstcase.... das wäre wohl ein Karzinom der BSD.
Daher wohl der Hinweis die BSD ggf recht zügig abklären zu lassen.

Bei unklaren abdominalen Beschwerden kann ein MRT auch Sinn machen. Dort siehst ja auch Galle und Gallengänge und erkennst zb eine mögliche Pankreatitis oder sonstige Veränderungen.

Das hier ein entzündlicher Prozess stattfindet und du Nahrungsmittel nicht verträgst ist sicherlich viel wahrscheinlicher als etwas bösartiges.


Hallo,

ja, so in etwa habe ich das gemeint. Da kann man dem Hausarzt schon mal sagen, daß man BSD-Probleme ausschließen und z. B. ein MRT machen lassen möchte.

Eines steht doch fest, da braucht man kein Arzt zu sein, der von Dir geschilderte Stuhl, zusammen mit den Schmerzen im Oberbauch UND im Rücken sind nicht "normal" und auch nicht einfach wegzureden mit "Ich habe wohl irgendein Essen nicht vertragen". Das mag so sein, aber das kann auch schon sehr gut etwas Organisches sein. Was auch immer das ist, aber ich würde mir da schon ein paar Gedanken machen. Und machst Du Dir ja auch. Dann sollte man das auch mal abklären lassen.

Natürlich kannst Du den Gastrotermin abwarten, wo der sich das mal mit US anschauen will. Aber bis dahin ist es ja noch eine recht lange Zeit und wenn das bis dahin vielleicht sogar schlimmer wird, dann würde zumindest ich mal über den HA auf einem MRT bestehen. Mit der BSD ist zumindest nicht zu spaßen. Da braucht man keine Panik kriegen, aber sollte das auf jeden Fall im Blick behalten. Wie gesagt, wenn die Symptome nicht aufhören oder schlimmer werden. Wenn nicht, um so besser.

Gruß Bernd



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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#17 von Tobi90 , 14.12.2018 18:20

Zitat von Carina im Beitrag #14
Hi Tobi,

Zitat von Tobi90 im Beitrag #13
Von der Mitte ausgehend direkt unterhalb des Brustbeines, anfänglich nur ein Völlegefühl, am Ende dann extreme druck-/krampfartige Schmerzen und dazu dann auch starke Rückenschmerzen


Das hört sich für mich so an als hättest du eine Entzündung im 12 Finger Darm. Der liegt nämlich genau an der von dir beschriebenen Stelle.

Oft bekommt man so etwas wenn die Leber entgiftet und über den Gallenfluss Gifte in den 12 Finger Darm abgibt. Der weiß sich dann nicht anders zu helfen und jammert. Ich hatte da auch mal Probleme, wenn auch nur leichte, und habe mir mit einer Flasche Symbioflor 2 gut helfen können. Das hilft der Immunflora auf die Beine und so hat sich bei mir alles wieder beruhigt.

LG Carina


Danke für den Tipp, nehme ich mal mit auf und behalte ich im Kopf! Allerdings wurde bei der Magenspiegelung (Juni) auch der Zwölffingerdarm gecheckt. Aber wer weiß, ggf. bildet sich das ja zwischenzeitlich zurück.


Zitat von Bernd im Beitrag #16
Zitat von Tommy im Beitrag #15
Ich glaube Bernd spricht vom worstcase.... das wäre wohl ein Karzinom der BSD.
Daher wohl der Hinweis die BSD ggf recht zügig abklären zu lassen.

Bei unklaren abdominalen Beschwerden kann ein MRT auch Sinn machen. Dort siehst ja auch Galle und Gallengänge und erkennst zb eine mögliche Pankreatitis oder sonstige Veränderungen.

Das hier ein entzündlicher Prozess stattfindet und du Nahrungsmittel nicht verträgst ist sicherlich viel wahrscheinlicher als etwas bösartiges.


Hallo,

ja, so in etwa habe ich das gemeint. Da kann man dem Hausarzt schon mal sagen, daß man BSD-Probleme ausschließen und z. B. ein MRT machen lassen möchte.

Eines steht doch fest, da braucht man kein Arzt zu sein, der von Dir geschilderte Stuhl, zusammen mit den Schmerzen im Oberbauch UND im Rücken sind nicht "normal" und auch nicht einfach wegzureden mit "Ich habe wohl irgendein Essen nicht vertragen". Das mag so sein, aber das kann auch schon sehr gut etwas Organisches sein. Was auch immer das ist, aber ich würde mir da schon ein paar Gedanken machen. Und machst Du Dir ja auch. Dann sollte man das auch mal abklären lassen.

Natürlich kannst Du den Gastrotermin abwarten, wo der sich das mal mit US anschauen will. Aber bis dahin ist es ja noch eine recht lange Zeit und wenn das bis dahin vielleicht sogar schlimmer wird, dann würde zumindest ich mal über den HA auf einem MRT bestehen. Mit der BSD ist zumindest nicht zu spaßen. Da braucht man keine Panik kriegen, aber sollte das auf jeden Fall im Blick behalten. Wie gesagt, wenn die Symptome nicht aufhören oder schlimmer werden. Wenn nicht, um so besser.

Gruß Bernd

Danke für die Einschätzung! Mache mir jetzt auch keinen Stress bzgl. eines Karzinoms oder so, aber dann werde ich nächste Woche je nach Verlauf dann vielleicht doch nochmal zum HA.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#18 von Bernd , 14.12.2018 19:18

Hallo Tobi,

das soll keine Handlungsanweisung meinerseits sein. Ich bin kein Arzt und kein "Ferndiagnosenfreund". Das war nur meine pers. Meinung und wie ich darüber denke, was Du beschrieben hast. Und wie ich da für mich pers. handeln würde. Und deshalb schrieb ich u. a. ja auch: "Wie gesagt, wenn die Symptome nicht aufhören oder schlimmer werden."

Wenn dem so ist, würde ich nicht bis Ende 01/2019 warten. Wenn nicht, dann kann man das vielleicht so machen und den Termin abwarten.

Ich hoffe, Du verstehst meine Beiträge nicht falsch.

Gruß Bernd


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#19 von Tobi90 , 14.12.2018 23:13

Alles gut!


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#20 von Sven , 16.12.2018 15:40

Mal eine Kur mit Oregano Öl gemacht?
z.B.
https://www.chronische-heilung.de/darmre...ause-anleitung/


"Free your mind and your ass will follow!"


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#21 von Tobi90 , 17.12.2018 01:18

Nein, kommt aber auf meine Liste, danke für den Hinweis!

- Medizinische Abklärung Bauchspeicheldrüse/Organe
- Eliminationsdiät
- "Darmreinigung" (z. B. mit Oreganoöl)
- ggf. Themen wie SIBO / Dysbiose zusätzlich zu oben genannten Schritten gezielter angehen

Wie sieht es übrigens mit Glutamin aus? Scheint laut einigen Blog-Artikeln ja sinnvoll zu sein. Denke an z. B. 2x 10g zusätzlich zu Maßnahmen wie Ernährungsumstellung, zumindest als Kur.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#22 von Tobi90 , 14.02.2019 01:15

Ultraschall vor etwa 2 Wochen war unauffällig - soweit ich das beurteilen kann also alles okay mit BSD und Gallenblase/-gang, Leber etc. Gallensteine müssten ja zu sehen sein oder? Allerdings hat er die Luft/Gas im Darm gut erkennen können.

Der Arzt hat mir diesmal auch viele Sachen erklärt und wirkte sehr kompetent, definitiv sympathischer als beim ersten kurzen Gespräch.
Habe ihn auf einen leicht erhöhten Bilirubinwert vor 1,5 Jahren angesprochen - habe auch schon länger/immer einen leicht gelblich-orangen Teint (fällt anderen Leuten manchmal auf). Er meinte das könnte sehr gut Morbus Meulengracht sein, Leberwerte waren zuletzt soweit gut.

BDS-Erkrankung schließt er aufgrund des Ultraschalls aus.

Nächster Schritt ist Lactose-/Fructose-Unverträglichkeitstest Anfang April. Erscheint nicht besonders naheliegend, aber gut, nehm ich mit. DIe Beschwerden müssten dann ja aber eigentlich schon etwas schwanken, je nachdem was ich esse - tun sie aber nicht (esse seit Wochen quasi keine Milchprodukte mehr und auch wenn ich mal 1-2 Tage kein Obst esse ändert sich nichts).

Symptome (grüner Stuhl mit seltsamer Konsistenz, teilweise Nahrungsreste, manchmal flüssig, Blähbauch/Blähungen die aber kaum entweichen) unverändert. Zudem hatte ich wieder Sodbrennen.

Klingt nach einem klassischen Reizdarm - hat er glaub ich auch so ausgedrückt.

Habe dann "endlich mal" ne HCL probiert, zusammen mit einer üppigen Mahlzeit - hatte kurz danach ein bisschen Brennen/Zwicken/Stechen im Bauchbereich, war nicht so geil, aber am nächsten morgen wieder weg. Also erstmal gelassen und ein paar Tage später dann 20mg Pantoprazol angefangen, gegen das Sodbrennen. Nehme ich jetzt seit ner knappen Woche und hat gut geholfen - werde es nach ein paar Tagen wieder ausschleichen.

Denke demnach, dass ich nicht zu wenig Magensäure besitze. Werde aber ggf. noch nen weiteren Versuch mit HCL wagen um ganz sicher zu gehen. Nehme seit ein paar Wochen auch Glutamin (meist morgens 10g, Abends 15 und vorm Schlafen manchmal 5). Merke keinen Unterschied.

Was nun?
- Trotz unauffälligen Ultraschall Verdauungsenzyme ausprobieren? Falls es hilft - was sagt das aus? Dass Enzyme fehlen - was kann dann der Grund sein? Könnte auch einfach etwas anderes kompensieren und dadurch maskieren.
- SIBO -> Arzt zwecks Diagnostik drauf ansprechen? Hier soll laut meinen Recherchen ein Galaktose-H2-Atemtest vielversprechend sein (analog wie Laktose/Fruktose)
- Darmparasiten oder Ähnliches als Grund? Hat hier jemand Ideen zwecks Eingrenzung/Diagnostik?
- Oder vielleicht auch einfach ne "simple" Dysbiose (Dickdarm)? Esse eigentlich viele gute Ballaststoffe, koche nur frisch, viel Gemüse, kein Zucker außer Banane/Apfel/Beeren. Habe aber den edubily Darmflora-Komplex (Pulver) da und würde den demnächst mal ausprobieren.


Würde halt lieber die Dinge vom Arzt abgeklärt haben bevor ich mir alles mögliche an Substanzen zum ausprobieren kaufe (Enzyme, Oreganoöl), wo das meiste dann doch keinen Effekt zeigt. Heißt wohl erstmal abwarten, solange sich symptomatisch nichts verschlechtert passt das wohl erstmal, hab nur Bedenken Mängel zu entwickeln wenn nicht alles richtig verdaut wird... zunehmen tu ich auch nicht, sogar sehr lean, trotz theoretischem kcal-Überschuss und meist 70-100g+ Fett.

LG



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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#23 von Taek , 14.02.2019 08:00

Hallo,

kannst ja mal Colibiogen probieren. Ist zwar etwas teuer. Ich kann aus Erfahrung aus meinem Umfeld sagen das es gut bei Reizdarm oder sonstigen Darmproblemen hilft. Musst aber auch mal schauen was sich seelisch oder psychisch in der letzten Zeit bei dir verändert hat. Vielleicht hast du aktuell ein Thema was du gerade schlecht verdauen kannst...

Gruß
Taek


Es gibt zwei Tage, um die Du Dich nicht zu kümmern brauchst: um den Tag, der noch nicht gekommen, und den, der vergangen ist.

Avicenna


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#24 von Tobi90 , 14.02.2019 14:56

Danke, schaue ich mir auch mal an.

Was das seelische abgeht bin ich seit ner ganzen Weile relativ reflektiert, bin ziemlich ausgeglichen, aber kann natürlich immer sein, dass da was IM Unterbewusstsein schlummert... sehe aber halt Null Faktoren und auch keine Korrelation mit irgendwas. Geändert hat sich nichts, auch nicht privat. Kam halt relativ plötzlich.

Zollinger-Ellison-Syndrom (Tumor BSD oder Duodenum -> Gastrin Überproduktion) wäre symptomatisch auch recht passend, wobei im Juni im Magen und Duodenum bei ner Spiegelung alles soweit ok war (lediglich der histologische Befund zeigte chemische Schädigungen der Magenschleimhaut wie bei NSAR/Gastritis Typ C, nehme ich aber nie. Arzt meint könnte Gallensaft sein und ist vermutlich nicht pathologisch).
Die Verdauungsprobleme sind allerdigs erst seit November da. BSD hat im Ultraschall ja auch nichts gezeigt, deshalb würde ich das auch eher nochmal ans Ende der Liste stellen.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#25 von Tobi90 , 26.04.2019 16:27

Soo.. nach langer Zeit melde ich mich hier mal wieder, auch zwecks Dokumentation für mich selbst.

In der Zwischenzeit haben sich meine Verdauungseschwerden nicht großartig verändert. Probiert habe ich zudem neben den bereits erwähnten Ernährungsumstellungen (Verzicht auf Gluten, Milchprodukte) auch HCL Kapseln und Verdauungsenzyme. Hat beides nichts bewirkt, allerdings hat die HCL-Kapsel direkt für ein leichtes Stechen im Magen gesorgt, auch bei Wiederholungen. Entsprechend der Protokolle die ich so gefunden habe scheint das also ein Zeichen zu sein, dass genügend Magensäure vorhanden ist.

Immerhin ist mein Reflux/Sodbrennen aktuell wieder nahezu verschwunden - mal schauen wie lange, kam zuletzt auch wieder ohne erkennbare Trigger.

Und die beschriebenen starken Oberbauchkrämpfe treten seit etwa Dezember nicht mehr auf, seitdem supplementiere ich Magnesium (aus 1 Portion edu Pulver, 1x Mg-Glycinat-Kapsel und manchmal ZMA, ca. 280-430 mg). Als ich ein paar Tage kein Mg genommen habe kamen wieder Anflüge von Oberbauchkrämpfen. Kein Beweis, aber ggf. hat Mg hier geholfen.

Außerdem fanden mittlerweile die Tests auf Fruktose- und Lactoseintoleranz statt - beides eindeutig negativ (wie vermutet). Leider habe ich erst wieder einen Termin zur Besprechung der weiteren Schritte für Anfang Juni (6 Wochen nach den Tests und ca. 4 Monate nach dem letzten Gespräch beim Gastro) bekommen. Ggf. schlägt dieser da eine Darmspiegelung vor -> dauert dann zusätzliche 2-3 Monate denke ich. Aber was soll man machen...



-----------------------------------------------------------


Abgesehen davon hat sich aber einiges anderes getan - ggf. mache ich dazu einen neuen Thread auf. Denn ich habe ein paar andere Beschwerden, die Anfang des Jahres noch nicht (wieder) so intensiv waren und die ich deshalb nicht auf dem Schirm hatte. Mittlerweile sehe ich aber einen (möglichen) Zusammenhang. Kurz und knackig:

09/2016 - 1 Tag nach Krafttraining (u. a. schwere Kniebeugen) Missempfindungen am Kopf (Brennen der Kopfhaut, Pelzigkeit im Gesicht), Ameisenlaufen/Nadelstiche an den Beinen, leichte Koordinationsprobleme der Finger (z. B. beim Mittagessen), schwere Beine beim Treppensteigen

In den folgenden Wochen und Monaten MS-Diagnostik beim Neurologen (MRT Kopf, Messung NLG, Liquorpunktion). Keine neurol. Auffälligkeiten hinsichtlich MS o. Ä. - allerdings "identische oligoklonale Banden Typ IV in Serum und Liquor". Der Neuro konnte mir dazu nicht viel sagen, meinte aber, ich solle einen Autoimmunprozess abklären lassen.

Die Missempfindungen klangen nach wenigen Wochen ab, wenn ich das Krafttraining vermieden habe, und kamen wieder wenn ich erneut angefangen habe - eindeutige Korrelation.


04/2017 - Internist: Diverse Bluttests auf Autoimmunparameter, offenbar unauffällig - allerdings leicht erhöhtes Bilirubin (ggf. Morbus Meulengracht? Leberwerte okay und ich habe schon länger nen recht satten, leicht gelblichen Teint) sowie leicht erniedrigte C3/C4-Komplemente. Kann laut meinen Recherchen alles mögliche bedeuten, sollte ich ggf. nochmal überprüfen lassen. Damals nicht weiter beachtet weil die Ärztin das nicht weiter an die große Glocke gehangen hat. Lediglich der Verweis, bei anhaltenden Beschwerden ggf. nen Rheumatologen aufzusuchen.

Seitdem lange Zeit gar kein Krafttraining gemacht, nur Ausdauersport (Laufen) und fast Beschwerdefrei gewesen hinsichtlich der Missempfindungen etc.


04/2018 - Erstes mal extrem heftige Oberbauchschmerzen, anschließend Einnahme von PPI (Omeprazol) sowie Magenspiegelung (siehe Verlauf dieses Threads)


09/2018 - nach 3 Monaten Beschwerdefreiheit und 2 Monaten ohne PPI erneut die heftigen Oberbauchkrämpfe
Danach Beginn Einnahme von Omeprazol, ein paar Tage später das erste mal Sodbrennen/Reflux im Hals/Rachenbereich
Wechsel auf Pantoprazol, dann ausgeschlichen, Reflux klingt ab
- Bauchultraschall beim Hausarzt, alles ok, aber Zufallsbefund: Stark verdickte Harnblasenwand -> Überweisung zum Urologen (wurde vor 2 Jahren schonmal in einem Ultraschallbefund erwähnt, damals aber noch nicht "stark" verdickt - keine weitere Beachtung)


11/2018 - Ziemlich schlagartiger Beginn der Verdauungsbeschwerden (Obstipation): Sonst immer tägl. ggn. 17 Uhr regulärer Stuhlgang, plötzlich nur noch alle 2 (manchmal alle 3 Tage), außerdem übelrichend, schleimig, grünlich/gelblich und faserig-schmierig, Konsistenz meist wie ein Kuhpfladen -> Entspricht der Beschreibung eines Fettstuhls. Meist beginnt der Stuhlgang mit einem schwergängigen Teil und wird dann sehr luftig sowie oft teils dünnflüssiger. Öfter auch Nahrungsreste zu sehen.
Anmerkung: Zu diesem Zeitpunkt trainiere ich nach längerer Pause wieder im Studio (seit etwa 2 Monaten) und habe kurz vor Auftreten der Verdauungsbeschwerden leichte Schmerzen beim Kreuzheben in der Lendenwirbelregion gehabt. Danach 2 Wochen Pause und Gewicht reduziert und ab da schmerzfrei weitertrainiert. Ggf. Zusammenhang
- Urologe: Uro-Flow-Metrie, Urethrografie: Alles normal, keine Verengung der Harnröhre -> Überweisung Neurologe: Abklärung mögl. MS als Ursache der Blasenverdickung


02/2019 - Erneuter Bauchultraschall -> Organe okay, aber sehr viel Luft im Darm (kein Wunder)
- Neuro: Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) des Tibialis vermindert, sonst unauffällig. MRT Kopf und Rückenmark (also nur MRT HWS und BWS, nicht LWS) unauffällig, keine Entzündlichen Prozesse, allerdings Nebenbefund: Bandscheibenprotrusionen und -prolaps im Bereich der unteren HWS. Der Neuro erwähnt aber nur die Protrusion und überliest wohl den Prolaps im Bericht der Radiologin, das sehe ich erst zu Hause. Also ab zum Orthopäden.

03/2019 - Orthopäde: Mit dem Befund und Bildern zum Ortho (Wirbelsäulenfachmann), der kann den Befund nicht bestätigen und meint, lediglich - fast alterstypische - normale Abnutzungen (Protrusion) erkennbar, kein Prolaps und auch keine Beschädigung des Rückenmarks/der Nerven. Kann die Beurteilung der Radiologin nicht nachvollziehen. Also alles gut. Verschreibt mir 6x Krankengymnastik.
Mittlerweile habe ich übrigens deutlicher Probleme beim Wasserlassen (schwacher Strahl, Gefühl von Restharn).

03/2019 - Urodynamik-Untersuchung -> Verdacht auf Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie -> Untersuchung erhärtet den Verdacht, deutliche Anspannung der Beckenbodenmuskulatur beim Wasserlassen. Ärztin sieht aber keinen Zusammenhang zu den Wirbelsäulenproblematik. Bekomme Biofeedback-Training verschrieben (bisher keine Besserung dadurch)

03/2019 - Physiotherapie: Ungewöhnlich stark verspannte Muskulatur im Nacken und gesamten Rücken, aber auch restlichen Körper (Rumpf, Beine). Zwei Halswirbelkörperblockaden (1./2. HWK, 6./7. HWK). Osteopathische "Korrektur", nach der ich endlich mal wieder rechts nach hinten über die Schulter blicken kann - war wohl was dran.
Zudem offenbar Blockade im ISG rechts bzw. Lendenwirbelbereich. Könnte grundsätzlich in Zusammenhang mit der Obstipation sowie der Blasenfunktionsstörung stehen -> Dies habe ich dem Physio auch erst mitgeteilt, nachdem er die Blockaden/Verspannungen festgestellt hatte. Seine Erklärungen decken sich mit meinen Recherchen -> Nerven in Lendenwirbel- bzw. Sakralregion könnten für die Diskoordination der Blasenmuskulatur sowie die Obstipation (verringerte Darmmotilität) verantwortlich sein. Mittlerweile zweites Folgerezept, diesmal Manuelle Therapie, u. a. Behandlung des ISG, der Beckenbodenmuskulatur sowie der Harnblasenfaszien (war wohl rechts ungewöhlich "steif" bzw. verschoben).


Zusammengefasst:

1. Plötzlich eingetretene Parästhesien nach Krafttraining vor ca. 2,5 Jahren, starke Korrelation mit Krafttraining
2. Stark verdickte Harnblasenwand -> Verdacht auf DSD -> Zunehmend Miktionsprobleme
3. Verdauungsprobleme (Obstipation, ggf. Fettstuhl), ggf. in Zusammenhang mit Schmerzen beim Kreuzheben



Spätestens seit den Problemen beim Wasserlassen, die in den letzten Wochen tendenziell stärker geworden sind, ist die Sache ernst für mich geworden. Mit den Parästhesien hatte ich mich abgefunden, auch weil ich einfach kein Krafttraining mehr gemacht habe und dadurch quasi beschwerdefrei war. Zudem merke ich z. B. bei Übungen wie Schulterdrücken, wie es mir beim Drücken links unterm Fuß weh tut -> könnte vom Ischias-Nerv ausgehen. Bei anderen Übungen (Rudern vorgebeugt) zuckt mein rechter Fuß/Zehen. Allgemein habe ich oft ein leichtes Kribbeln in den kleinen Fingern der Hände oder ein Pelziges Gefühl am Kopf und im Gesicht sowie Zuckungen im Bein/Gesäßbereich, oder auch ganz woanders. Diese Symptome klingen ab, wenn ich ein paar Wochen kein Krafttraining mache.

P.S.: Ungefähr seit ebenfalls 2-3 Jahren habe ich immer mal phasenweise schmerzen hintern den Augen. v. a. rechts - dieses ist auch sichtbar etwas hervorgetreten im Vergleich zu links bzw. früher, fällt vor allem beim Vergleich von Fotos auf. Bisher stand das aber hinten an, sollte vlt mal zum Augenarzt gehen, aber sind meist nur wenige Wochen und dann hab ich länger wieder Ruhe.

Entweder ist das alles ein großer Zufall und es ist eine Mischung aus Phsychosomatik, Funktionalen Störungen und ggf. leichten Darm/Biom-Problematiken, oder aber das Ganze hängt doch miteinander zusammen.


Ansätze:

- Multiple Sklerose (bisher keine Anzeichen im MRT, Liquor vor 2 Jahren auch ok -> Liquor ggf. bald nochmal prüfen)

- Rein Mechanisches Problem: Bandscheibenprotrusion im HWK Bereich drückt bei Belastung auf die Nervenwurzeln/das Myelom (nicht im MRT erkennbar) -> Würde Neurol. Symptome im Kopf- und Armbereich erklären. Kompression des Myeloms im HWK-Bereich (quasi "temporäre" Spinalkanalstenose) könnte zudem auch die unteren Körperregionen betreffen (Füße/Beine, Blase, Verdauung).
- Ggf. liegt aber zur HWK-Problematik auch zusätzlich eine Degeneration/Verletzung im Lendenwirbelbereich vor, die für Blasen- und Verdauungsproblematik verantwortlich ist. -> Hier wurde bisher noch kein MRT gemacht.

- Sonstige Neurol. Erkrankungen (z. B. Funikuläre Meylose -> B12-Mangel, eher unwahrscheinlich, aber wer weiß) / Polyneuropathie?

- Sonstige (systemische) Autoimmunprozesse (M. Bechterew, Syst. Lupus oder so)


Ich weiß, das ganze ist ziemlich viel und wirr, aber sind dann doch relativ starke Symptome. Ich renne von Arzt zu Arzt und komme nur langsam weiter. Was würdet ihr als nächstes tun? Einen guten Neuro suchen und komplette Wirbelsäule abchecken lassen? Bzw. was gibt es für Tests zur Ursachenbestimmung einer Polyneuropathie?


LG, Tobi



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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#26 von Pintsize , 27.04.2019 07:01

Hallo Tobi90,

einige der genannten Probleme klingen wirklich nach einem MS Verlauf, was aber nichts bestätigt, da MS ja eine Ansammlung von "Allem" ist.
Sofern du weiter in eine mögliche Autoimmunerkrankung prüfen möchtest, wäre vielleicht ein Termin bei einem Coimbra Protokoll Arzt hilfreich.

Wegen deinen Verdauungsproblemen: wurde schon eine Stuhlprobe gemacht?
Einige der Probleme kommen mir bekannt vor, da es mich auch richtig umgehauen hatte. Candida, C-Diff, IBS, SIBO, Leaky Gut.... Und alles an guten Bakterien fehlend. Harte Zeit.
Konsequente Elimination beim Essen durchgeführt, am Anfang nur Fleisch und Organe, dann nach und nach langsam Obst und Gemüse getestet.
Betaine HCL in Überdosis um den Dünndarm wieder frei zu bekommen. Keine Gallenblase mehr zu haben war wohl mit Schuld.
Und dann einige Wochen Oreganoöl. Dies greift alle Bakterien an, egal ob gut oder schlecht.

Ob es dir hilft? Kann ich nicht sagen, sobald es den Darm betrifft ist wirklich jeder eine Schneeflocke.
Vielleicht gibt es aber Ideen für weiteres.


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#27 von Bernd , 27.04.2019 15:20

Hallo Tobi,

nimm´s mir bitte nicht übel, aber bei dieser extremen Selbstbeobachtung ist sicher schon eine Menge Psychosomatik dabei. Wenn sich jemand so intensiv permanent selbstbeobachtet wie Du Dich, bis zum kleinsten Zucken im Zeh, wird jeder etwas finden, wenn er will. Ich möchte nicht wissen, wie allein durch diese Aktivitäten Dein Cortisol-und Stresslevel generell ist. Das insbesondere massive Magen-und Darmprobleme, von falscher und unbewußter stressbedingter Atmung und dadurch Blähbauch und Völlegefühl, über Magendruck-und krämpfe, bis hin zu Darmproblemen und Durchfall etc,. oftmals rein stressbedingte Symptome sind ist ja allgemein bekannt. Man könnte das jetzt noch lange weiter ausführen.

Dein Post liest sich jedenfalls wie ein kompletter Arztbericht. Und das Tollste ist, ohne jeden konkreten Befund! Denk´mal drüber nach und Dir noch ein möglichst ruhiges und erholsames Wochenende!

Gruß Bernd


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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#28 von Tobi90 , 03.05.2019 12:26

Danke erstmal für eure Antworten!

Zitat von Pintsize im Beitrag #26
Hallo Tobi90,
Wegen deinen Verdauungsproblemen: wurde schon eine Stuhlprobe gemacht?


Nein, als ich gefragt hatte fand der Gastro-Arzt das nicht notwendig/sinnvoll. Würde ich beim nächsten Termin nochmal drauf bestehen. Ist allerdings erst im Juni, ggf. muss ich mir auch mal ne andere Praxis suchen. Wäre schon gut zumindest ein paar Dinge abzuklären, sprich Pilze/SIBU o. Ä.. Ich glaube aktuell aber dennoch, dass die Ursache eher eine eingeschränkte Darmmotalität ist. Ggf. mit Folgen wie Überbesiedlung oder so.

Zitat von Bernd im Beitrag #27
Hallo Tobi,

nimm´s mir bitte nicht übel, aber bei dieser extremen Selbstbeobachtung ist sicher schon eine Menge Psychosomatik dabei. Wenn sich jemand so intensiv permanent selbstbeobachtet wie Du Dich, bis zum kleinsten Zucken im Zeh, wird jeder etwas finden, wenn er will. Ich möchte nicht wissen, wie allein durch diese Aktivitäten Dein Cortisol-und Stresslevel generell ist. Das insbesondere massive Magen-und Darmprobleme, von falscher und unbewußter stressbedingter Atmung und dadurch Blähbauch und Völlegefühl, über Magendruck-und krämpfe, bis hin zu Darmproblemen und Durchfall etc,. oftmals rein stressbedingte Symptome sind ist ja allgemein bekannt. Man könnte das jetzt noch lange weiter ausführen.

Dein Post liest sich jedenfalls wie ein kompletter Arztbericht. Und das Tollste ist, ohne jeden konkreten Befund! Denk´mal drüber nach und Dir noch ein möglichst ruhiges und erholsames Wochenende!

Gruß Bernd


Ich nehme es Dir nicht übel! Die Reaktion ist nicht neu und vor 2 Jahren habe ich die Symptome akzeptiert und tatsächlich geglaubt, es ist rein psychosomatisch, das Ganze akzeptiert und den Sport sein gelassen. Und so wie Du es beschreibst klingt es tatsächlich ziemlich gestresst. Wäre tatsächlich schön. Ich bin mir bewusst, welche Macht das Unterbewusstsein hat. Aber soweit jemand das aus seiner eigenen Position beurteilen kann bin ich seit längerem ziemlich ausgeglichen und gelassen, schlafe gut, bin nicht überarbeitet und es fühlt sich mittlerweile einfach kein Stück so an, als wären die Symptome abhängig von meinem aktuellen Stresslevel - im Gegenteil, der einzige Trigger ist intensiver Sport (Gewichte, Joggen/Volleyball kein Problem).

Meinen Text habe ich brain-storming-mäßig zusammengeschrieben, allerdings ist es durchaus nicht so, dass ich mich dauerhaft selbst beobachte und permanent unter Strom stehe.
Gerade sobald mal von "Zucken" spricht haben auch die Ärzte anfangs schnell abgewunken. Die Neurologen und auch mein Physio/Osteopath haben das immerhin sehr ernst genommen. Und es liegen ja zumindest auch ein paar Ansatzpunkte vor (Halswirbelsäule, ISG/Kreuzbein)… allerdings bisher alles sehr unbefriedigend und ich weiß nicht, ob man da diagnostisch von Seiten der Ärzte noch was checken kann/sollte.

Zitat von Bernd im Beitrag #27
Dein Post liest sich jedenfalls wie ein kompletter Arztbericht. Und das Tollste ist, ohne jeden konkreten Befund!


Nicht ganz, je nachdem welchem Arzt man glauben mag habe ich einen Bandscheibenvorfall der HWS. Außerdem eine Blasenentleerungsstörung (DSD). Beides ärztlich/schriftlich bestätigt und letzteres urologisch durchdiagnostiziert.

Ich bitte drum, mir zu "glauben", dass die Missempfindungen (nicht nur Zucken wie gesagt - extremes Ameisenlaufen, Taubheit/Elektrisieren, Pelzige Haut, Kribbel, Wärme) sich massivst bemerkbar machen im Kontext vom Krafttraining. Letztes Jahr war ich monatelang komplett ohne Sport und da war ich quasi komplett beschwerdefrei. Wenn ich jetzt 2 Wochen nichts mache gehen die Missempfindungen auch wieder zurück und kommen beim nächsten Training direkt wieder. Die Korrelation ist ausschließlich Krafttraining->Missempfindungen usw.

Plus jetzt die langsame Verdauung und die Blasenentleerungsprobleme seit ca. November in starkem zeitlichen Zusammenhang mit dem Kreuzheben+Schmerzen, letzteres (Miktionsprobleme) leider eher fortschreitend.

Dennoch danke ich für die Schilderung deiner Außenwahrnehmung und behalte das weiterhin im Hinterkopf!



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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#29 von Bernd , 03.05.2019 15:08

Hallo Tobi,

nun ja, bzgl. Befund meinte ich, schau mal, was Dein Ausgangspost war und wo und bei welcher Auflistung Du jetzt schon im letzten Post angelangt bist! In nicht einmal 5 Monaten!!! Wo soll das enden und was für Zipperlein willst Du noch entdecken und weshalb überhaupt? Und wie gesagt, ja, jeder wird irgendetwas bei sich finden lassen, wenn er sich so untersuchen lassen oder beobachten würde wie Du. Und wenn es nur Abnutzung ist.

Missempfindungen bedeuten ja nicht Kranksein. Und wenn Kraftsport bei Dir solche Missempfindungen auslöst, Du dies klar erkannt hast und zuordnen kannst und Du mit diesen Auswirkungen nicht leben kannst/willst, dann mußt Du wohl leider dem Kraftsport Adé sagen.

Wie auch immer, Du wirst am besten wissen, was bei Dir zwickt und zwackt! Und weshalb.

Gruß Bernd



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RE: Verdauungsprobleme / Schmerzen

#30 von wmuees , 03.05.2019 17:18

Möchte nur mal anmerken, dass ich im Gegensatz zu Bernd der Meinung bin, dass man deutliche, unerklärliche Reaktionen des Körpers untersuchen sollte, weil es in der Regel im Laufe des Älterwerdens nicht besser wird, sondern schlechter. Wehret den Anfängen! (Da hast Du noch Chancen).


 
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Handbremse lösen: Irgendwo in dieser Mischung isser!

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