RE: Ist (L-) Citrullin (-Malat) Sicher für Menschen mit NOS-Entgleisung? (HPU, CFS, MCS, etc.)?

#16 von DannyOcean , 30.12.2018 11:16

Hi Hans,

ich habe mir gerade mal auf deinem Blog deinen Artikel "EMF 12" durchgelesen und finde die Zusammenhänge von EMF, NO/ONOO Entgleisung und HPU sehr spannend. Ich habe mir auch schon die Interventionen von Prof. Pall angesehen und so langsam ergibt das ganze Bild einen Sinn. HPU ist keine alleinstehende Stoffwechselstörung, sie ist Teil einer Komplexen Entgleisung. Die Auslöser können nicht nur EMF sein sondern sind wie hier auch schon beschrieben vielfältig. Mir stellt sich die Frage wo durchbreche ich diesen Kreislauf am besten und effektivsten. Mitochondrien optimieren? Entzündungen verringern? Kalzium Influx in die Zelle hemmen? Schwermetalle entgiften?
Du hast auch in deinem Artikel geschrieben, dass du einen Artikel über Supplemente und andere Interventionen schreiben wirst, wie man die NO/ONOO Entgleisung wieder herab reguliert. Ich bin mal gespannt was deine Erkenntnisse dabei sind.

Prof Pall empfiehlt beispielsweise bei seinen Supplementen Vitamin C und E hochdosiert. Allerdings weiß der regelmäßige edubily Leser auch, dass eine Supplementation mit Vit C und E die Mitochondrien Biogenese stört, was wiederum kontraproduktiv für die NO/ONOO Problematik wäre. https://edubily.de/2014/12/koerpereigene...inem-vitamin-c/

Gruß

Björn


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RE: Ist (L-) Citrullin (-Malat) Sicher für Menschen mit NOS-Entgleisung? (HPU, CFS, MCS, etc.)?

#17 von hans , 30.12.2018 20:18

Zitat von DannyOcean im Beitrag #16
ich habe mir gerade mal auf deinem Blog deinen Artikel "EMF 12" durchgelesen und finde die Zusammenhänge von EMF, NO/ONOO Entgleisung und HPU sehr spannend. Ich habe mir auch schon die Interventionen von Prof. Pall angesehen und so langsam ergibt das ganze Bild einen Sinn. HPU ist keine alleinstehende Stoffwechselstörung, sie ist Teil einer Komplexen Entgleisung. Die Auslöser können nicht nur EMF sein sondern sind wie hier auch schon beschrieben vielfältig.


Ja, so sehe ich es auch - leider ist der Kreis der Menschen, die das so sehen noch sehr gering - obwohl ich mir gerade einige medizinische Vorträge von Leuten anschaue, die das schon vor Jahren auf dem Schirm hatten.

Zitat von DannyOcean im Beitrag #16
Mir stellt sich die Frage wo durchbreche ich diesen Kreislauf am besten und effektivsten. Mitochondrien optimieren? Entzündungen verringern? Kalzium Influx in die Zelle hemmen? Schwermetalle entgiften?


Stoffwechsel in Ordnung bringen: HPU behandeln, SD checken und ggf. behandeln, Hormonlage checken und ggf. behandeln, Neurotransmitter checken und ggf. ausgleichen, Vitamine, Mineralien, Aminos checken und ggf. was unternehmen, etc. pp. Alles hängt mit allem zusammen. Allerdings: Ohne abklärung von HPU und Schwermetall-Problematik kann man sich schnell abschießen wenn man das vorher beschriebe "einfach so" macht. Leider überblicken das viele hier im Forum nicht. Nix "Hochdosis" ohne Check der vorgenannten Faktoren kürze ich mal kurz ab.

Zitat von DannyOcean im Beitrag #16
Du hast auch in deinem Artikel geschrieben, dass du einen Artikel über Supplemente und andere Interventionen schreiben wirst, wie man die NO/ONOO Entgleisung wieder herab reguliert. Ich bin mal gespannt was deine Erkenntnisse dabei sind.


Ich bin dran, leider ist solch ein Artikel Mega-Zeitintensiv.

Zitat von DannyOcean im Beitrag #16
Prof Pall empfiehlt beispielsweise bei seinen Supplementen Vitamin C und E hochdosiert. Allerdings weiß der regelmäßige edubily Leser auch, dass eine Supplementation mit Vit C und E die Mitochondrien Biogenese stört, was wiederum kontraproduktiv für die NO/ONOO Problematik wäre. https://edubily.de/2014/12/koerpereigene...inem-vitamin-c/


Wenn das alles so einfach wäre...

Kuklinski schreibt dazu:

Zitat
"In den 30 Jahren des 20. Jahrhunderts warnte der Ernährungswissenschaftler E. Kollath (Rostock) davor, mit Einzelsubstanzen in Redoxgleichgewichte einzugreifen, da sie Redoxblockaden auslösen können. Eine Kette kann nur so stark sein, wie ihr schwächstes oder ihre schwächsten Glieder stark sind. Mikronährstoffe als Radikalefänger sind janusköpfig, da sie nach Elektronenaufnahmen selbst radikalisch wirken. Dies betrifft Vitamin C, E, Coenzym Q10, β-Karotin, Omega-3-Fettsäuren, Cystein, Melatonin, aber auch zahlreiche Transitionsmetalle wie Eisen, Selen, Mangan, Kupfer u. a. Die Redox-kaskade darf folglich keine Lücken aufweisen. Dieser Umstand wurde in allen Studien nie beachtet."



LG
Hans



 
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zuletzt bearbeitet 30.12.2018 | Top

RE: Ist (L-) Citrullin (-Malat) Sicher für Menschen mit NOS-Entgleisung? (HPU, CFS, MCS, etc.)?

#18 von Carina , 01.01.2019 09:04

Zitat von hans im Beitrag #17
Zitat"In den 30 Jahren des 20. Jahrhunderts warnte der Ernährungswissenschaftler E. Kollath (Rostock) davor, mit Einzelsubstanzen in Redoxgleichgewichte einzugreifen, da sie Redoxblockaden auslösen können. Eine Kette kann nur so stark sein, wie ihr schwächstes oder ihre schwächsten Glieder stark sind. Mikronährstoffe als Radikalefänger sind janusköpfig, da sie nach Elektronenaufnahmen selbst radikalisch wirken. Dies betrifft Vitamin C, E, Coenzym Q10, β-Karotin, Omega-3-Fettsäuren, Cystein, Melatonin, aber auch zahlreiche Transitionsmetalle wie Eisen, Selen, Mangan, Kupfer u. a. Die Redox-kaskade darf folglich keine Lücken aufweisen. Dieser Umstand wurde in allen Studien nie beachtet."


Das manche Elemente nach Elektronenabgabe selbst zum Radikal werden können wusste ich ja schon aber ich dachte immer z.B Vitamin C gibt dann ein Elektron ab und "entradikalisiert" z.B Vitamin E wieder.

Wie funktioniert das denn wenn auch Vitamin C und noch weitere Antioxidantien wie Q10 und Selen bereits Radikale sind? Heißt dass nur wenn von allen Stoffen werder zu viel noch zu wenig da ist kann immer

etwas weiter gegeben werden ohne noch mehr freie Radikale entstehen zu lassen?

LG Carina


 
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RE: Ist (L-) Citrullin (-Malat) Sicher für Menschen mit NOS-Entgleisung? (HPU, CFS, MCS, etc.)?

#19 von DannyOcean , 05.01.2019 10:17

Zitat von Carina im Beitrag #18
Zitat von hans im Beitrag #17
Zitat"In den 30 Jahren des 20. Jahrhunderts warnte der Ernährungswissenschaftler E. Kollath (Rostock) davor, mit Einzelsubstanzen in Redoxgleichgewichte einzugreifen, da sie Redoxblockaden auslösen können. Eine Kette kann nur so stark sein, wie ihr schwächstes oder ihre schwächsten Glieder stark sind. Mikronährstoffe als Radikalefänger sind janusköpfig, da sie nach Elektronenaufnahmen selbst radikalisch wirken. Dies betrifft Vitamin C, E, Coenzym Q10, β-Karotin, Omega-3-Fettsäuren, Cystein, Melatonin, aber auch zahlreiche Transitionsmetalle wie Eisen, Selen, Mangan, Kupfer u. a. Die Redox-kaskade darf folglich keine Lücken aufweisen. Dieser Umstand wurde in allen Studien nie beachtet."


Das manche Elemente nach Elektronenabgabe selbst zum Radikal werden können wusste ich ja schon aber ich dachte immer z.B Vitamin C gibt dann ein Elektron ab und "entradikalisiert" z.B Vitamin E wieder.

Wie funktioniert das denn wenn auch Vitamin C und noch weitere Antioxidantien wie Q10 und Selen bereits Radikale sind? Heißt dass nur wenn von allen Stoffen werder zu viel noch zu wenig da ist kann immer

etwas weiter gegeben werden ohne noch mehr freie Radikale entstehen zu lassen?

LG Carina



Hey Carina,

vielleicht hilft dir dieser Artikel von edubily dazu. https://edubily.de/2017/03/das-staerkste-antioxidans/


Carina hat sich bedankt!
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RE: Ist (L-) Citrullin (-Malat) Sicher für Menschen mit NOS-Entgleisung? (HPU, CFS, MCS, etc.)?

#20 von Chris (edubily) , 05.01.2019 10:49

Die Logik von Kuklinski würde dann dazu führen, dass die Leute neben mehr Vitamin C, auch noch mehr Cystein, mehr Vitamin E, mehr Selen ... mehr, mehr, mehr Antioxidanzien zu sich nehmen, obwohl es lt. Ristow (und mittlerweile vielen anderen Wissenschaftlern) nicht nur "oxidativen Stress", sondern auch "reduktiven Stress" gibt. Es gibt eben insgesamt ein Redox-Gleichgewicht, das man sicher nicht dadurch besser macht, dass man – aufgrund der Annahme, dass aus Antioxidanzien selbst Radikale werden – noch mehr Antioxidanzien zuführt. Das ist sowas von 70er-Jahre! Sorry! Abgesehen davon, dass Tiere in Tierstudien sowieso immer das ganze Spektrum an Mikronährstoffen kriegen und von Haus aus besser versorgt sind als Menschen bei Humanstudien ... Aber auch hier funktioniert das "durch Antioxidanzien hervorgerufene Blockieren von Signalwegen".

Edit: Geht man mal davon aus, dass man das gesamte Redox-Gleichgewicht bei pro-oxidativen Situationen anheben möchte, um z. B. Entzündungen oÄ, in den Griff zu bekommen, dann könnte man ja tatsächlich auf die Idee kommen, das gesamte Spektrum an Antioxidanzien via Zufuhr anzuheben. Was in der Theorie relativ simpel ist, ist in der Praxis nicht einfach! Das resultiert zum einen aus unterschiedlichen Halbwertszeiten, unterschiedlichen Gewebepräferenzen der Antioxidanzien bzw. unterschiedlich gewichteten Redox-Wegen. Übersetzt: Kniegelenke weniger Entzündung, dafür reduktiven Stress im Gehirn oder im Muskel?


Chris Michalk


Carina hat sich bedankt!
 
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