Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#1 von Cluhtu , 09.10.2018 20:24

Moin Leute,

hab mal wieder einige Problematiken im Schlepptau, die mir sehr zu schaffen machen und auf die ich mir nicht so recht einen Reim machen kann und die, zusammen mit meinem Bauch, der leider stetig schlecht bleibt, meine Lebensplanung echt arg durcheinander bringen.

Die Themen sind hier hauptsächlich Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex.

Ich hatte in meinem Leben bisher zwei größere Beziehungen und ansonsten eher kleinere Sachen wie One-Night-Stands und F+ Geschichten.

Das Problem hierbei ist, dass ich mich immer, wenn ich in Beziehungen war oder eben One-Night-Stands hatte, miserabel gefühlt habe. Bei Beziehungen eigentlich die komplette Zeit und bei One-Night-Stands die Tage danach.

In den Beziehungen konnte ich das alles null genießen, war nahezu durchgehend schlecht gelaunt, extrem traurig und hätte jederzeit, gefühlt grundlos, losheulen können, was auch oft passiert ist. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich mich meiner Männlichkeit beraubt gefühlt habe, komplett antriebslos und auch nicht mehr wirklich alltagstauglich war.

Teilweise ging es sogar so weit, dass ich mich wie auf Drogen gefühlt habe, wenn man zusammen stundenlang im Bett verbracht hat. Das war dann sone Mischung aus betrunken und bekifft sein, was teilweise so arg wurde, dass ich mich nicht mehr für verkehrstauglich gehalten hab.

Diese ganzen Gefühle fangen meistens schon an, wenn die Beziehung zu den Damen inniger wird, mitunter schon am selben Abend, also zB. im Club.

Wenn der Kontakt zu den Frauen dann wieder zu Ende geht oder halt nachlässt, hab ich das Gefühl, dass ich wie erlöst bin und einiges an Ballast ablassen konnte. Ich sag mir dann jedes Mal, dass das eigentlich nicht aushaltbar ist und frag mich wie andere Menschen das machen und das doch niemals normal sein kann :D Aber da ich mich allein auch nicht wohl fühle, weil ich 'n sehr sozialer Typ bin, läuft es halt doch immer wieder auf Kontakt mit Frauen hinaus, was ja auch normal und voll okay ist.

Ich weiß ja, dass allgemein Kontakt zu Frauen und auch körperlicher Kontakt recht stark die Hormone beeinflussen können. Aber warum das bei mir so stark ist und ich anscheinend einen dauerhaft erhöhten Stresspegel habe, wenn ich mit Frauen inniger werde, will mir nicht so recht klar werden.

Was noch dazu kommt, ist, dass ich, außer in stressigen Situationen, absolut kein Problem mit Schwitzen habe. Wenn ich jetzt aber zB bei 'nem Mädel schlafe (was ich nicht tue, weil ich so unentspannt bin. Das ist eher dösen und ständig hochschrecken bei mir - Schutz für die Frau? Steinzeit und so? :D ), schwitze ich so extrem am ganzen Körper, dass alles durchnässt wird. Das war bisher immer so, in allen Beziehungen und auch bei One-Night-Stands. Mitunter ging das 'n halbes Jahr so. Wenn die Beziehung zu Ende ging, wars Schwitzen n paar Tage/Wochen später auch weg.

Ich bin jetzt 24. Kann es sein, dass ich einfach zu wenig Erfahrungen gemacht habe und man da nach dem X-ten Mal entspannter wird und in dem Sinne 'abstumpft'?

Ich bedank mich schon mal. Vielleicht hat ja jemand Ratschläge und Tipps. Bin für alles dankbar, weil das echt kräftezehrend und ermüdend ist.

Grüßle :)



 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#2 von wmuees , 09.10.2018 20:44

Wenn Dir die Annäherung an eine Frau solches Unbehagen bereitet, dann sind Frauen vielleicht nichts für Dich?
Es gibt zwei biologisch mögliche Alternativen: Männer und Kinder.


 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#3 von Cluhtu , 09.10.2018 20:48

Naja, es ist ja kein Unbehagen in dem Sinne. Ich fühl mich eigentlich sehr wohl im Umgang mit Frauen, aber kann die ganzen Symptome nicht nachvollziehen.

Die Vorschläge deinerseits im Bezug auf Männer und Kinder (?!) übergehe ich mal, weil das nicht mein Anliegen betrifft.


 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#4 von Nymeria , 09.10.2018 20:51

Hallo!

Aus dem Bauch heraus würde ich zu diesen betäubten, unglücklichen Gefühlen sagen, dass du noch nicht die richtige gefunden hast und du dich einfach nach mehr sehnst.

Nach jemanden der dich versteht, bei dems einfach wirklich passt.
Dass dann ONS ebenso nicht erfüllend sein können, ist irgendwo klar.

Auch wenn dir das ganze nicht bewusst ist, scheint es mir so, als sehnt sich dein Innerstes einfach nach der "Wahren".
Klingt echt abgedroschen, ich weiß :D

Zum Schwitzen kann ich nur sagen, dass ich mich auch immer von meinem Partner wegrollen, quasi flüchten muss, weil ich sonst vor Hitze nicht schlafen kann. Könnte also ganz was banales sein.

Andererseits bist du vielleicht auch so gestresst, weil du eben nicht glücklich mit diesen Frauen bist/warst.

Ich kann dir nur raten, mach dir keinen Druck.
Die richtige Frau wird kommen.
Leicht gesagt, aber ich kann dich wirklich verstehen. Das mit dieser komischen Leere etc. kenn ich aus meinen früheren Beziehnungen, bis ich meinen jetztigen Partner kennengelernt habe.. ;)

Hoffe das kann dir bisschen helfen.

LG


 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#5 von naklar! , 09.10.2018 21:01

Zitat von wmuees im Beitrag #2
Wenn Dir die Annäherung an eine Frau solches Unbehagen bereitet, dann sind Frauen vielleicht nichts für Dich?
Es gibt zwei biologisch mögliche Alternativen: Männer und Kinder.




Wovon - wenn tatsächlich der Fall - Erstere gerne ausgelebt und Letztere (falls, was ich für dich ausdrücklich nicht hoffe, der Fall)
therapiert und ewig im Reich der Phantasie verbleiben sollte.

Meint:

Pädphile können nichts dafür, daß sie pädophil sind.
Aber sie können etwas dafür, wenn sie ihre Neigung ausleben.

Wer pädophil ist und nicht zum Täter wird hat meinen Respekt.

Eric


" Ich will mehr Leber, Vater! "


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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#6 von Cluhtu , 09.10.2018 21:21

Betrifft mich glücklicherweise nicht und hoffentlich auch alle in diesem Forum.

Zurück zum Thema: Was passiert da denn hormonell und stressmäßig, dass das so arg ist bei mir?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich die richtige finden werde, im Sinne einer festen Partnerschaft. Aber ja, vielleicht kommt das noch.


 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#7 von Forum , 10.10.2018 10:26

Ist die Frage, ob das wirklich ein Thema der Hormone ist und nicht ein deiner Thema deiner Psyche?
Klar, die Psyche die Hormone aus/die Hormone machen die Psyche, aber in dem Fall hat das wohl nichts mit hormonellen Missständen zu tun, die du ausgleichen musst.
Da würde ich eher einen Psychologen, als einen Endokrinologen zu Rate ziehen.


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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#8 von jfi , 10.10.2018 10:48

Zitat von Forum im Beitrag #7
Ist die Frage, ob das wirklich ein Thema der Hormone ist und nicht ein deiner Thema deiner Psyche?
Klar, die Psyche die Hormone aus/die Hormone machen die Psyche, aber in dem Fall hat das wohl nichts mit hormonellen Missständen zu tun, die du ausgleichen musst.
Da würde ich eher einen Psychologen, als einen Endokrinologen zu Rate ziehen.


Dito.

Denn ich war vor 2 Jahren auch noch 24 und auch nicht so extrem erfahren, das bin ich auch heute nicht, aber das hatte ich nie, auch nicht mit 15 bei meiner ersten längeren Beziehung (1,5 Jahre).

LG Jens


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#9 von hans , 10.10.2018 10:55

Zitat von Cluhtu im Beitrag #1
Ich bedank mich schon mal. Vielleicht hat ja jemand Ratschläge und Tipps. Bin für alles dankbar, weil das echt kräftezehrend und ermüdend ist.


Ohne jetzt in die Tiefeinpsychologie abzugleiten würde ich sagen das sich das für mich ggf. nach "aktiver Bindungsangst" anhört. Um den Kontext zu verstehen kann ich das Buch "Vom Jein zu Ja" von Stefanie Stahl empfehlen. Hat mich selber sehr viel weiter gebracht einiges in meinem Leben - jedoch auch meinem Umfeld - zu verstehen. Das Buch besticht durch viele plastische Beispiele und mehr...

LG
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#10 von Cluhtu , 10.10.2018 12:19

Jop, dass die Psyche beteiligt ist, zweifel ich auch keineswegs an. Die spielt bei mir definitiv mit rein. Bin ja auch psychisch, ich sag mal, angeschlagen.

Ich find bloß die einhergehenden 'Symptome' ziemlich arg und viel zu stark für das, was es eigentlich ist. Wobei ich aber grundsätzlich schon sagen würde, dass ich vom Typ her von der sensiblen Sorte bin und mir viel zu viele Gedanken mache und auch schnell alles zu Herzen nehme.

Deswegen auch die Frage ob man sich durch vehemente Exposition resistenter machen bzw. abhärten kann, was ja im Endeffekt dann (hoffentlich) in mehr Entspannung resultiert.

Das Buch werd ich mir mal näher anschauen.

In psychiatrischer Behandlung bin ich übrigens seit Jahren. So richtig erklären können sich die Ärzte, Psychologen und Verhaltenstherapeuten aber auch alles nicht. Deswegen auch der Beitrag hier.


 
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#11 von Forum , 10.10.2018 12:34

Die Psyche ist nicht beteiligt, sie ist der Grund für deine Symptome.
Und klar, Psychologen/Pysychotherapeuten können wie Ärzte leider nicht auf ein Röntgengerät zurückgreifen, sondern müssen das mit dem Patienten zusammen ausarbeiten.
Wenn der nicht mitarbeitet, findet man da gar nichts - Compliance ist noch wichtiger, als in der Somatik.

Damit will dir hier auch keiner auf den Schlipps treten, aber ich denke, du solltest die Arbeit mit deinem Psychotherapeuten vertiefen.
Ich wünsch dir viel Erfolg bei deinem Prozess!

(Wahrscheinlich wirst du auch eine Partnerin brauchen, die viel Distanz zulässt)


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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#12 von hans , 10.10.2018 12:55

Zitat von Cluhtu im Beitrag #10
In psychiatrischer Behandlung bin ich übrigens seit Jahren. So richtig erklären können sich die Ärzte, Psychologen und Verhaltenstherapeuten aber auch alles nicht. Deswegen auch der Beitrag hier.


Inneres Kind -> aktive Bindungsangst -> Hintergrund in der Kindheit -> ggf. Autonomieeinbruch -> hier ist ggf. auch das Enneagramm (der Beziehungen) noch ganz interessant um einiges zu verstehen. Ich glaube kaum, das diese Thematik mit 50 Minuten in der Wochen richtig aufzuarbeiten ist... und bei den Therapeuten haben doch sicher 50% eigene Probleme die noch nicht aufgearbeitet sind. Ggf. hilft ja ein 'systemischer' Therapeut.

Aus meinem Link:

Zitat
"Warum 9 Charaktermuster? – Die drei existentiellen Grundbedürfnisse…
Was für mich dann ein entscheidender Zugewinn war – war zu verstehen wie es nach der Philosophie bzw. dem Erklärungsmodell des Enneagramm zu den genau neun verschiedenen Typen kommt. Die Theorie hinter den Enneagramm geht von drei existenziellen Grundbedürfnissen aus, welche für eine gesunde menschliche Entwicklung wichtig sind:

- Das Autonomie-Bedürfnis (Ich-Gefühl, Behauptung, Durchsetzung, gegen Übergriffe wehren können, etc. pp)
- Das Bedürfnis nach Beziehung (Sich geliebt fühlen und lieben, Freundschaft, Fürsorge, Versehen, Kontakt, Zugehörigkeit zur Familie/Gruppe, …)
- Das Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit (Sich sicher fühlen, Sich auskennen, Klarheit, Verlässlichkeit, …)

Dabei ist eines der Grundbedürfnisse in der Vergangenheit des Kindes irgendwie zum ‘Problem’ geworden, konnte z.B. nicht ausgelebt werden, wurde vernachlässigt, beschränkt, etc. pp. Ich einem der drei Bereich ist dann ‘irgendwie’ die ‘existenzielle Not’ am größten gewesen und dort hat sich nach den Autoren “so etwas wie eine unbewusste ‘Überzeugung’ festgesetzt, eine Grundannahme, ‘wie die Welt (für mich) ist’.“. Egal wie glücklich dabei die Kindheit & Co. war – ein Bereich wird unterrepräsentiert gewesen sein – wenn auch nicht von der Außensicht, z.B. der Eltern, aber von der Innensicht des Kindes.

… führen zu drei existenziellen Grundproblemen…"



Mehr im Artikel...

LG
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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#13 von Forum , 10.10.2018 13:23

Na, ich weiß ja nicht, ob ein unbedachter Seitenhieb gegen Psychotherapeuten ("... und bei den Therapeuten haben doch sicher 50% eigene Probleme die noch nicht aufgearbeitet sind." 1. woher die Annahme? 2. Warum muss dies zwangsläufig die Arbeit des Psychotherapeuten beeinflussen?) und dann der Verweis auf ILP (Integrierte lösungsorientierte Psychologie) zwangsläufig DIE LÖSUNG ist, zu Mal deine Empfehlung aus dem Lesen eines Beitrages entstanden ist.
Damit will ich nicht sagen, dass das nicht sein könnte, aber in Kombination mit einer General-Abwertung vom Großteil der Psychotherapeuten hat es dann aber schon Geschmäckle - du rätst ihm gefühlt ja davon ab.

Ist ja klar, dass das nicht Alleswisser sind, aber deshalb renne ich ja auch nicht mit einer defekten Schilddrüse zum Hausarzt, sondern suche mir einen guten Endokrinologen.
Ich nehme das Problem aber nicht komplett alleine in die Hand und doktore alleine herum ...


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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#14 von hans , 10.10.2018 13:45

Zitat von Forum im Beitrag #13
Damit will ich nicht sagen, dass das nicht sein könnte, aber in Kombination mit einer General-Abwertung vom Großteil der Psychotherapeuten hat es dann aber schon Geschmäckle - du rätst ihm gefühlt ja davon ab.


Nein, das nicht was ich geschrieben habe - das ist Deine Interpretation. Die grobe Hausnummer habe ich selber von Menschen aus dem Bereich... Meine Einschätzung ist: Vorsichtig sein.. jeder Mensch hat selber seine eigenen Probleme und viele die das Studieren eben auch gehäuft...

Zitat von Forum im Beitrag #13
Ist ja klar, dass das nicht Alleswisser sind, aber deshalb renne ich ja auch nicht mit einer defekten Schilddrüse zum Hausarzt, sondern suche mir einen guten Endokrinologen.


Psycho-Probleme können auch an der SD-Unterfunktion liegen, und diese kann wieder z.B. die Folge einer HPU/KPU sein. Das haben dann jedoch wieder die (meisten) Endokrinologen nicht auf dem Schirm. Höre gerade eine Interview-Serie zu SD/Hashimoto wo auch wieder HPU/KPU & Co. als Grundlage für psychologische Probleme & Co. diskutiert wird.. alles hängt zusammen.. und die meisten Therapeuten haben das (also mitochondrialen & hormonale Störungen & Mikronährstoffmangel) nicht auf dem Schirm...

Zitat von Forum im Beitrag #13
Ich nehme das Problem aber nicht komplett alleine in die Hand und doktore alleine herum ...


Ich selber zumindest hinterfrage fast alles.... einfach zu viel Mist erlebt...

LG
Hans



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RE: Beziehungen, Gefühle, Liebe und Sex

#15 von Forum , 10.10.2018 14:18

Zitat von hans im Beitrag #14
Zitat von Forum im Beitrag #13
Damit will ich nicht sagen, dass das nicht sein könnte, aber in Kombination mit einer General-Abwertung vom Großteil der Psychotherapeuten hat es dann aber schon Geschmäckle - du rätst ihm gefühlt ja davon ab.


Nein, das nicht was ich geschrieben habe - das ist Deine Interpretation. Die grobe Hausnummer habe ich selber von Menschen aus dem Bereich... Meine Einschätzung ist: Vorsichtig sein.. jeder Mensch hat selber seine eigenen Probleme und viele die das Studieren eben auch gehäuft...


Klar ist das eine Interpretation meinerseits, du hast aber auch nicht konkret geschrieben und ich gebe dir ein Feedback, was man da verstehen könnte.
Und selbstverständlich sind eher Menschen dazu geneigt solche Berufe zu ergreifen, die in irgendeiner Weise damit in Berührung kamen - sei es nun familiär, aus dem Freundeskreis oder persönlich.
Psychotherapeuten müssen selbst auch während ihrer (teuren) Ausbildung Psychotherapie Ausbildung Therapiestunden nehmen ... wer da die eigenen Probleme nicht erkennen, benennen und reflektieren kann, wird wahrscheinlich auch kein (guter) Psychotherapeut - spätestens der Lehrtherapeut wird einem den Wink mit dem Zaunpfahl geben, wenn die Psychotherapie eventuell nicht die richtige Berufswahl ist.

Eigene Probleme des Therapeuten müssen deshalb zwangsläufig kein Gegenargument sein, im Gegenteil - wusstest du, dass die Entwicklerin des DBT-Konzeptes (https://de.wikipedia.org/wiki/Dialektisc...iorale_Therapie) selbst Borderlinerin war?

Zitat von Forum im Beitrag #13
Ist ja klar, dass das nicht Alleswisser sind, aber deshalb renne ich ja auch nicht mit einer defekten Schilddrüse zum Hausarzt, sondern suche mir einen guten Endokrinologen.


Psycho-Probleme können auch an der SD-Unterfunktion liegen, und diese kann wieder z.B. die Folge einer HPU/KPU sein. Das haben dann jedoch wieder die (meisten) Endokrinologen nicht auf dem Schirm. Höre gerade eine Interview-Serie zu SD/Hashimoto wo auch wieder HPU/KPU & Co. als Grundlage für psychologische Probleme & Co. diskutiert wird.. alles hängt zusammen.. und die meisten Therapeuten haben das (also mitochondrialen & hormonale Störungen & Mikronährstoffmangel) nicht auf dem Schirm... [/quote]

Mag sein, ist hier aber nicht unbedingt Thema und war so auch eher ein Vergleich.
Ist natürlich ein interessanter Punkt, dass man somatisch mehr abklären sollte, bevor man eine Psychotherapie startet und an Sachen rum therapiert, die nicht Not tun, da bin ich ganz bei dir.

Zitat von Forum im Beitrag #13
Ich nehme das Problem aber nicht komplett alleine in die Hand und doktore alleine herum ...


Ich selber zumindest hinterfrage fast alles.... einfach zu viel Mist erlebt...

LG
Hans [/quote]

Das habe ich ja auch nicht kritisiert, denke da wird dir jeder mit gesunden Menschenverstand zustimmen.
Fraglich ist für mich, ob dein Literatur-Tipp aus der Hüfte wirklich die Lösung für Cluthu ist.
In der Regel bekommen die Leute mit einem Expertenrat ihre Probleme nicht direkt in den Griff, sondern sollten sich jemanden suchen, der mit einer Prozessberatung bewandert ist.
Letztlich machen das gute Psychotherapeuten ... manchmal muss man die ein wenig suchen.


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