RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#61 von Chris (edubily) , 05.02.2015 10:45

Mein bester Freund während des Sportstudiums war quasi die F1-Generation der Kreuzung zwischen einer Deutschen und einem Afroamerikaner :-)

Er war die verkörperte Athletik. Schmale Hüfte, breiter Schultern, eine "Brust" hatte er schon als Kleinkind, so einen Sixpack habe ich noch nie bei einem Deutschen gesehen und ganzjährig max. 7 % Körperfettanteil, immer "mager" auch wenn er den ganzen Tag Sahnesauce mit Nudeln gegegessen hat.

Muskulatur hat sich bei ihm so brutal aufgeblasen, dass man es nie fassen konnte.

Er war sauschnell und hat - obwohl nie spezifisch trainiert - jeden Triathleten beim Ausdauerlauf abgehängt, weil er quasi sprintete.

Ich hätte noch in 100 Jahren trainiert und niemals so ausgesehen und so eine Physis gehabt wie er.

Seit dem weiß ich: Es gibt Genetik.

Macht SInn: Afrikanische Arten haben alle einen niedrigen KFA.


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RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#62 von Don90 , 05.02.2015 10:48

Ich zB trainiere 4-6 mal pro Woche, meine Ernährung ist ebenfalls sauber aber ich komme meiner Meinung nach viel zu langsam voran. Da tut sich so gut wie nichts!

Ich habe auch überhaupt keinen Plan, woran es noch liegen könnte!


 
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RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#63 von Chris (edubily) , 05.02.2015 10:49

Mal weniger trainieren :-)


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RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#64 von Don90 , 05.02.2015 10:52

Das ist ja das Problem bei Kraftsport UND Kampfsport.
Um es sinnvoll zu kombinieren, braucht man minimum 2 Einheiten Kraftsport und minimum 3 Einheiten Kampfsport.

Mache ich jetzt eines von beiden nicht, bleiben entweder die Skills beim Kampfsport oder eben die Muskeln weg.

Und wenn ich mir so die Leute ansehe, die bei uns wirklich weiter kommen.....die trainieren auch beinahe jeden Tag. Somit kann ich mir kaum vorstellen, dass 5 mal pro Woche zu wenig ist!


 
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RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#65 von Rausche , 05.02.2015 11:08

Zitat von Don90 im Beitrag #64
Das ist ja das Problem bei Kraftsport UND Kampfsport.
Um es sinnvoll zu kombinieren, braucht man minimum 2 Einheiten Kraftsport und minimum 3 Einheiten Kampfsport.

Mache ich jetzt eines von beiden nicht, bleiben entweder die Skills beim Kampfsport oder eben die Muskeln weg.

Und wenn ich mir so die Leute ansehe, die bei uns wirklich weiter kommen.....die trainieren auch beinahe jeden Tag. Somit kann ich mir kaum vorstellen, dass 5 mal pro Woche zu wenig ist!


Oft erwartet man auch einfach zu viel und erhofft sich in 3 Monaten 5kg pure Muskulatur, vorallem wenn man irgendwas angepasst hat.
Meiner Erfahrung nach muss man immer Kompromisse eingehen wenn man 2 Sachen wirklich gut machen will. Gute Kraftsportler können keine guten Marathonläufer sein. Willst du maximal dicke Muskeln trete kürzer im Kampfsport, willst Meisterschaften im Kampfsport gewinnen lege den Fokus darauf. Willst du im Kampfsport gut sein und dir genügt eine langsamere Anpassung des Körpers mach beides.


 
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RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#66 von Don90 , 05.02.2015 11:15

Kampfsport ist meine klare Priorität, darum mache ich auch nur ein kurzes Krafttraining.

TE1

Kniebeugen
Schulterdrücken
Klimmzüge

TE2

Kreuzheben
Bankdrücken
Langhantelrudern

3x8 WH

Es soll nur ein Ausgleich sein zum Boxtraining.

Trotzdem merke ich nur eine sehr langsame Anpassung.

Evtl weil ich mich nur an besseren messe?


 
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RE: Wie trainieren für athletische Figur?

#67 von Rausche , 05.02.2015 11:37

Wie steigerst du dich denn in den Übungen?
Man bräuchte einfach mehr Anhaltspunkte wie z.B. aktuelle KFA, Statur, Gewicht/Größe, Ernährung, Trainingserfahrung.
Die Wahl eines Ganzkörper-Plans finde ich sehr passend bei 2x Krafttraining pro Woche. Das Volumen (je nach Trainingsstand) und die Anzahl der Übungen wäre mir zu gering.
Hier mal ein schönes Beispiel:

TE 1:
Kniebeuge
BD-flach
LH-Rudern vorgebeugt
Schulterpressen/Frontdrücken
Waden

TE 2:
Kreuzheben
Beinpresse
Klimmzüge
Dips
Bauch (falls der schon beim Kampfsport dran kommt ruhig eine Übung für den Bizeps und eine für den Trizeps)

Progression immer im Auge behalten. Falls nicht 2,5kg mehr gehen kann man auch einfach mal 4 Sätze oder 10Wdh machen.
An schlechteren Athleten hat sich glaub auch noch keiner gemessen :)



 
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#68 von Chris (edubily) , 05.02.2015 11:38

Dein Körper macht konstant Kompromisse, um die von dir praktizierten Sachen "optimal" bewältigen zu können.

Kampfsport (ich weiß ja nicht genau was du machst) hat halt eben auch einen hohen Anteil an Ausdauerbelastungen. Und je nachdem, welche Voraussetzungen man mitbringt (Alter, Genetik etc.) kann die Genexpression und entsprechend auch dein Aussehen total anders aussehen im Vergleich zu Sportkameraden.

Aber ... wenn ich 6 x die Woche trainiere, dann bin ich nach 8 Wochen übertrainiert (was man nicht immer merkt!) und der Fortschritt bleibt aus.

Wer mit schweren Gewichten trainiert und vielleicht sogar exzentrisch, der kann durchaus > 10 Tage brauchen, um entsprechende Körperpartien zu regenerieren. Vor allem die gewünschten Typ-II-Fasern brauchen enorm viel Regeneration. Gibst du das nicht, dann wirst du immer wieder dafür sorgen, dass du zu viel metabolisch stresst, was den Stoffwechsel hin zu oxidativ bewegt.


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#69 von sandman , 05.02.2015 11:41

Das würde ja dann wieder die Theorien von Mike Mentzer stützen:-)....


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#70 von Don90 , 05.02.2015 11:44

Diese typischen Muskelaufbau Programme ala Team Andro sind für Boxer gänzlich ungeeignet.
Isolationsübungen wie Bizeps und Trizeps sind einfach nicht relevant.
Der Fokus sollte auf Grundübungen liegen und die eher im Maximalkraftbereich. Zumindest ließt man sowas auf einschlägigen Seiten.

Bodybuilding verträgt sich mit Kampfsport einfach nicht.

Woran merke ich denn ob ich im Übertraining bin? Und wo soll ich dann das Training zurückschrauben?

Ich kann ja schwer nur 1 mal in der Woche den 2er Split machen, oder?

Bin 178cm habe 79kg und einen KFA von 14%
Ich steigere mich im Schnitt alle 2 Wochen um 2,5kg pro Übung, außer beim Schulterdrücken.


 
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#71 von exii , 05.02.2015 11:46

hmm, es gibt aber auch so theorien wie SAID, specific adaption to imposed demands.
diese besagt, daß der körper adaptiert, und sich an die hohe belastung gewöhnt, und lernt schneller zu regenerien.
z.b. turner, die mehrere stunden täglich trainieren usw.


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#72 von Don90 , 05.02.2015 11:48

PS: Trainingserfahrung Boxen 3,5 Jahre.
Krafttraining 5 Jahre mit Pausen.

Und beim Krafttraining dürfte ich nicht viel falsch machen, ich bin Personal Trainer (in Ausbildung).


 
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#73 von sandman , 05.02.2015 11:55

Für mich ist beides, mit ständiger Progression nicht machbar, bzw gehe ich da mit Chris konform-> die Regeneration wird dir da nen Strich durch die Rechnung machen.

Ich mache 1x/Woche 45min HIIT am Sandsack..also noch nicht mal Sparing! Und ich könnte da nicht a ich noch zusätzlich ein Mords-BB-Programm dazu fahren(4er Split mit Mords-Volumen z.b). Da muss man schon Abstriche machen. Kampfsport und BB geht beides gut aufs ZNS.
Ich würde eines favorisieren und das zweite als Ergänzung nutzen, aber da dann nicht auch voll das Gaspedal durchlatschen.

Geht auf Dauer in die Hose..hatte auch schon 4-PITTEinheiten und 2xSandsack/Woche...Zahnfleich gehen war angesagt:-(


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#74 von Don90 , 05.02.2015 11:58

Gut, das mache ich ja auch nicht...habe meinen TP oben gepostet.


 
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#75 von Rausche , 05.02.2015 11:59

"Diese typischen Muskelaufbau Programme ala Team Andro sind für Boxer gänzlich ungeeignet.
Isolationsübungen wie Bizeps und Trizeps sind einfach nicht relevant.
Der Fokus sollte auf Grundübungen liegen und die eher im Maximalkraftbereich. Zumindest ließt man sowas auf einschlägigen Seiten."

Ja bei so einem minimalen Programm wirst du dann vlt. einfach nicht so wachsen wie mit mehr Volumen. Große Muskeln sind ja auch nicht unbedingt förderlich im Kampfsport.
Deine Frage war doch aber warum du nicht wirklich viel sichtbare Muskulatur aufbaust.

Aktuell trainieren einige erfolgreiche "Natural Bodybuilder" mit einer hohen Frequenz (2-3x jeden Muskel pro Woche). Funktioniert also auch. Wie so oft führen viele Wege zum Ziel und man muss das finden was für seinen Körper funktioniert.
Bei einer solchen Frequenz sollte man natürlich extremes Muskelversagen und Intensitätstechniken vermeiden.



 
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