Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#1 von Sven , 25.08.2018 13:50

Hallo ihr Lieben,

trotz all den guten Erfahrungen mit Sport, Meditation, Atemübungen und z. B. Koffeinverzicht ect. über längere Zeiträume falle ich immer wieder zurück in einen unbefriedigenden Lebensstil - you name it. Dazu muss ich sagen, dass mir beim all den guten Dingen immer etwas die Leichtigkeit fehlt - sprich ich muss mich aufraffen, überwinden - und bin doch jedesmal heilfroh und zutieft zufrieden es getan zu haben. Fühlt sich ja gut an! Trotzdem versackt das alles immer wieder phasenweise in den Untiefen meines Alltags und ich frage mich warum brennt sich das "Gute Verhalten" nicht wie Zähneputzen in mein Hirn bzw. Lebensstil ein - es könnte doch so einfach sein. Ironischerweise kippt meist alles, wenn es mit gut geht, so dass ich schludrig werde und schwups wieder am Anfang stehe.

Was sind eure (mentalen) Tipps dauerhaft einen für Hirn und Körper positiven Lebenswandel hinzubekommen?
PS: Mit ist auch klar, wer die Formel dafür hat, wäre wahsch. bald Millionär und Weltretter :)

Freu mich auf eure praktisch gelebten Inspirationen :)


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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#2 von naklar! , 25.08.2018 15:38

Du putzt Zähne??

Ok, im Ernst:

Blicke über Jahre zurück - in der Summe werden die "guten Dinge" mehr geworden sein. Es ist die lange Zeit, in der sich die Lebensgewohnheiten ändern. Rückschritte hin oder her.
Du rutschst nie ganz zurück in die Talsohle. Und jedes mal, wenn du kletterst, kommst du ein Stück höher als zuvor.
Und richtest neue Basislager ein.

Gruß, Eric


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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#3 von Bernd , 25.08.2018 18:39

Hallo Sven,

mach´ Dich da nicht verrückt, das gehört zum Leben dazu. Niemand ist perfekt, auch wenn es heutzutage permanent von allen möglichen Kanälen, Medien und selbsternannten "Gurus" suggeriert wird. Am besten dann mit der natürlich kostenpflichtigen "garantierten Lösung"! ;-)

Der uralte Spruch "Der Weg ist das Ziel" stimmt. Punkt! So lange man immer mal wieder einen Schritt zurück macht, aber dann eben wieder zwei nach vorn, ist alles gut und im Lot und man kommt vorwärts!

Das Leben ist nun mal keine gerade Aufwärtslinie, sondern selbst im Idealfall "nur" wie ein schöner Aufwärtstrend an der Börse, mit ständigen Hoch´s und Tief´s, aber langfristig stetig bergauf! ;-)



Gruß Bernd



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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#4 von takko456 , 26.08.2018 10:21

Hi Sven,

wie alt bist du denn eigentlich? :)


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#5 von Django , 26.08.2018 11:13

Hi Sven,

man darf auch nicht zu viel auf einmal wollen. Jede neue Gewohnheit kostet am Anfang Willenskraft bis sie zur Routine geworden ist, manche mehr, manche weniger. Wenn Du gleichzeitig versuchst, Deine Ernährung zu verändern, keinen Kaffee mehr zu trinken, morgens kalt zu duschen, regelmäßig Sport zu machen, einen anderen Schlafrhythmus einzubauen, nicht mehr Fingernägel zu kauen usw., dann kostet das mit hoher Wahrscheinlich nach paar Tagen zu viel Willenskraft und Du lässt es sein. Auch wird nicht bei jedem eine neue Gewohnheit nach 30 Tagen zur Routine. Es kann schneller gehen, aber auch länger dauern, 2-3 Monate. Deswegen mein Tipp: für jede neue Gewohnheit Zeit lassen und eine nach der anderen implementieren. Solange man nicht an dem Punkt ist, eine Gewohnheit wie selbstverständlich auszuführen, sollte man neue Pläne erst einmal ruhen lassen. Und die regelmäßige Rückschau, welche gewünschten Gewohnheiten man sich über die Jahre angeeignet hat, kann als Motivation auch nicht schaden.



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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#6 von Taek , 26.08.2018 17:13

Hallo,

du musst erst Situationen so annehmen wie sie sind. Sei glücklich mit dem aktuellen Zustand. Schau dich in deinem Umfeld um. Schau deine Familie an.
Zieh die positiven sachen heraus und sei dankbar dafür...Negative Sachen gibt es zu genüge, aber die gehören nunmal zu unserem Leben. Wir leben heute zu automatisiert und unbewusst, stürzen uns immer in irgendwelchen Dogmen...

Mein Tipp:

Bewusst alles wahrnehmen und sich zu nichts zwingen. Sich selbst lieben lernen...

Gruß
Taek


Es gibt zwei Tage, um die Du Dich nicht zu kümmern brauchst: um den Tag, der noch nicht gekommen, und den, der vergangen ist.

Avicenna


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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#7 von Laurita , 28.08.2018 19:02

Hallo Sven,
ich kenne dein Anliegen zu gut.. Weil ich auch Probleme hatte neue/gewollte Gewohnheiten dauerhaft beizubehalten, habe ich nach Möglichkeiten gesucht um daran zu arbeiten.
Mein erster Tipp ist das "Sosein" des jetzt oder des Momentes/der Situation vollkommen zu akzeptieren. Wir leben in Zyklen, mal geht es uns besser und mal schlechter. Mal fühlen
wir uns glücklich und mal traurig. Mal sind wir motiviert und mal nicht. Wenn du die aus unserer Perspektive "negativen" Momente so hinnimmst und sie nicht durch bejammern oder
ähnliches verstärkst, dann können diese dich auch nicht mehr ohne weiteres demotivieren, traurig stimmen etc. Wenn du im nächsten Schritt ehrlich zu dir bist und wirklich was dafür
tun willst um gute Gewohnheiten zu etablieren, merkst du dass es zwar Rückschläge gibt, du dich aber immer vorwärts bewegst. Zwar leben wir in Zyklen, ich stelle mir es aber immer
wie eine Aufwärtsspirale vor - solange du selbst auch wirklich was dafür tust. Die Kunst ist es meiner Meinung nach nicht nur nach allen positiven Dingen zu suchen und den Rest zu
ignorieren, sondern alles mit einer positiven Einstellung anzunehmen.

Ich musste feststellen, dass mein Handeln oft schon weiter war als mein Denken. Ich habe mich mehr oder weniger immer selbst verar***t. Beispielsweise wollte ich mich gesund ernähren weil ich dachte es sei wichtig dies zu tun (für einige Menschen scheint dies bestimmt als Grund zu reichen um sich für immer gesund zu ernähren, bei mir war es aber nicht der Fall). Solange ich diese Einstellung hatte, habe ich mich zwar oft sehr gesund ernährt, gleichzeitig aber auch an einigen Tagen nur ungesundes Zeugs gegessen. Seit 10 Jahren hat sich nun meine Einstellung zur Ernährung permanent geändert oder weiter entwickelt. Über Jahre hat es sich jetzt zur Gewohnheit entwickelt mich gesund zu ernähren. Was für eine Ernährung ist ein anderes Thema, es geht mir hier um die Tatsache. Nun weiß ich ganz genau WARUM ich mich gesund ernähre. Es ist nun eine Überzeugung die sehr tief in mir sitzt. Und genau so ist es auch mit anderen Dingen in meinem Leben passiert. Nichts kam aber von heut auf morgen.

Ein guter Tipp der mir sehr geholfen hat ist folgender. Ich habe festgestellt, dass ich viele Dinge die ich beginne nicht beende bzw. mir für das beenden Zeit nehme. Dies war eine Gewohnheit von mir und es hat lange gedauert dass für mich zu erkennen und zuzugeben. Außerdem ist es ein weit verbreitetes Phänomen. Dazu gehört, dass du alles was du beginnst und beendest zu jedem Zeitpunkt versuchst ganz bewusst zu machen. Beispielsweise Kochst du dein Essen bewusst. Isst es bewusst und räumst anschließend bewusst auf. Erst dann ist der Vorgang beendet. Das Prinzip ist auf alles anwendbar. Und es geht halt nicht nur um die Dinge die andere Leute sehen sondern auch um Dinge die nur du selbst siehst, wenn du alleine bist beispielsweise. Wenn es dann irgendwann in Fleisch und Blut übergegangen ist dinge zu beenden, fällt es dir auch einfacher neue Gewohnheiten beizubehalten. Du gewöhnst dich damit, auf gut Deutsch, ans "durchziehen"...


Viele Grüße


Du wohnst nicht hier, sondern in der Ewigkeit


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RE: Gute Gewohnheiten etablieren - Wie hast Du es geschafft?

#8 von Bernd , 01.09.2018 13:45

Hallo,

vielleicht hilft auch so etwas, um mal wieder generell etwas Klarheit in sein Leben zu bekommen, nicht nur was gute oder schlechte Gewohnheiten o. ä. und den ständigen "Kampf" mit ihnen betrifft.

https://wirelesslife.de/einsiedler-bericht/

Gruß Bernd


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