Weiblicher Hormonstatus - Prolaktin erhöht - unregelmäßiger Zyklus

#1 von Pilki , 10.08.2018 15:15

Hallo!

Meine Freundin (25 J.) hat seit längerem einige gesundheitliche Probleme:
Sie bekommt ihre Periode nur unregelmäßig. Zum ersten Mal hatte sie ihre Regel mit 12 und dann von Anfang an unregelmäßig, als Teenager mal ein Jahr gar nicht, zuletzt zweieinhalb Monate (ca. Mitte/Ende April, dann wieder Anfang Juli dieses Jahres) lang nicht. Sie leidet unter starkem PMS, hat vor allem starke Brustschmerzen, oft schon 2-3 Wochen vor Einsetzen der Regel.
Sie nimmt seit 2015 keine hormonellen Verhütungsmittel mehr. Als sie die Pille genommen hat war soweit (logischerweise?!) alles regelmäßig, sie hatte auch kein PMS.
Während sie die Pille genommen hat, fingen jedoch andere gesundheitliche Probleme an. So hatte sie (wsl. als Nebenwirkung der Pille) über längere Zeit und wiederkehrend mit Scheidenpilzinfektion/Candida albicans zu kämpfen. Dies zog sich über ca. dreieinhalb Jahre (Pille nahm sie nur ca. eineinhalb bis zwei Jahre insgesamt). Sie war deswegen bei verschiedenen Ärzten in Behandlung, aber es hat nichts geholfen. Möglicherweise geholfen haben hier schlussendlich Probiotika + Präbiotika. Seit über einem Jahr eigentlich beschwerdefrei.
Nun aber Problem mit Prolaktin.

Ernährung:
Meine Freundin ernährt sich relativ normal, versucht sich gesund zu ernähren, isst hin und wieder "Fast Food" und Süßigkeiten. Softdrinks und Alkohol trinkt sie im Grunde so gut wie nie (ab und zu gerne Fruchtsäfte), sie ist Nichtraucherin und isst Fleisch und Fisch in regelmäßigen Abständen.
NEMs die sie regelmäßig nimt: Probiotikum, momentan noch von LEF, bald das neue von Edubily. :)
Magnesium stand schon lange auf der Liste, aber Citrat hat sie leider schlecht vertragen - jetzt das von edubily.
Ansonsten fallweise Whey, Kreatin, Glyzin nach dem Training und solche Geschichten. Nichts wirklich täglich.

Ich habe einen relativ langen Text mit allen alten Laborwerten geschrieben. Womöglich unnötigerweise. Aber ich dachte mir besser zu ausführlich und einmal chronologisch gelistet, als zu wenige Infos. Wem das alles zu lang ist: Relevant/Aktuell wird es ab dieser Linie:

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Zu ihren Laborwerten:
Ich schreibe jetzt mal nicht alle alten Laborwerte hier rein, aber ein paar Werte der älteren Laborbögen sind vielleicht auch heute noch interessant um aufzuzeigen wie lange sie bereits unbehandelte Probleme mit sich rumschleppt.

Mit 14 (Dez. 2007) bereits

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[b]TSH basal von 5,51 uU/mL[/b] (Laborref.: 0,27 - 4,2)
Es wurde kein Ferritin gemessen, aber Hämoglobin ist damals bereits bei 12,3 g/dL (Laborref.: 12,0 - 16,0)
Außerdem mikrozytäre Erythrozyten: MCV 78 fl (Laborref.: 80 - 101)
 



Zwei Monate später (Feb. 2008) (mit immer noch 14) dann Abklärung der Schilddrüse:

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fT3 6,3 pmol/L (Laborref.: 2,3 - 6,3)
fT4 14,5 pmol/L (Laborref.:10,3 - 24,5)
TSH 1,5 uU/mL (Laborref.: 0,4 - 4,0)
Also auf einmal keine Auffälligkeiten mehr, auch Schilddrüsenlappen normgroß. Keine Knoten, keine Anti-TPO.
Lappen links damals 12x12x39mm = 2,808 ml
Lappen rechts damals 11x11x30mm = 1,815 ml
 
Berechnet nach SD-Volumenformel
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Volumen = Breite x Länge x Tiefe x 0,5
Für damals 14,5 Jahre normalgroß.
Dementsprechend wurde dann nichts weiter gemacht.
 



Sprung ins Jahr 2011 (nun 18 Jahre alt)

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Nun wieder/immer noch deutlich zu hohes TSH: 5,25 uU/mL.
Testosteron 0,75 ng/mL (Ref. 0,08 - 0,48) (Dieser Referenzbereich gilt eigentlich für ab 20 Jährige)
Androstendion 6,6 ng/mL (Ref. 0,3 - 3,3)
Andere Werte wie Östradiol oder Prolaktin, die heute auffällig sind, sind damals noch im Referenzbereich.
Es wurden weitere Werte gemessen, die ich nachreichen könnte, aber die spar ich mir jetzt bis auf Nachfrage einmal.
 



Ebenfalls 2011:

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Hämoglobin 10,8 g/dL (Laborref.: 12,0 - 16,0)
Hämatokrit 32 % (Laborref.: 36 - 48)
MCV 72 fl (Laborref.: 80 - 101)
MCH 24 pg (Laborref.: 26 - 34)
MCHC 34 g/dL (Laborref.: 32-36)
Befund: Anämie, hypochrome, mikrozytäre Erythrozyten
 
 


Es deutet also alles auf einen Eisenmangel hin. Ferritin wurde aber nicht gemessen.
TSH hier wieder bei 1,81 uU/mL.
Hier, mit 18, waren noch einige andere Werte außerhalb des Normbereichs, aber das lag daran, dass sie zum Abnahmetermin unter akutem Pfeifferschen Drüsenfieber (inkl. rapider Gewichtsabnahme) litt und soll hier mal außen vor gelassen werden.

2012, mit 19, weiter Anämie, hypochrome, mikrozytäre Erythrozyten, Anisozytose.
Endlich erste Messung des Eisenstoffwechsels:

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Eisen 24 ug/dL (Laborref.: 37 - 145)
EBK total 530 ug/dL (Laborref.: 274 - 497)
EBK freie 506 ug/dL (Laborref.: 80 - 466)
Ferritin 2(!) ng/mL (Laborref.: 13 - 150)
 
CRP normal
TSH hier wieder halbwegs normal:
2,51 uU/mL
Thyreoglobulin 15,39 ng/mL (Laborref.: 1,15 - 130)
 



Zwischen 2008 und 2013 Gastritis (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit psychosomatischen Ursprungs)
Diagnose 2012 bei NBI-Gastroskopie:
Chronische Antrumgastritis.

Zwischen Februar 2014 und 2015 eineinhalb Jahre Verhütung mittels Pille (Bonisara).
Kurz nach Beginn der Einnahme erfolgte die erste Pilzinfektion. Dies ist eine gelistete Nebenwirkung der Pille jedoch dauerte es noch weitere 2 Jahre nach dem absetzen der Pille bis sie die wiederkehrenden Infektionen los wurde (oben bereits erwähnt).

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Sprung zum Januar 2017:
Wir waren hier schon ein paar Monate zusammen und ich habe sie mal motiviert doch wieder die Standartwerte testen zu lassen.
Auch hier trage ich jetzt mal nur die auffälligen oder interessanten Werte ein:

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Hämoglobin 11,9 g/dL (Laborref.: 12,0 - 16,0)
Hämatokrit 35% (Laborref.: 36 -48)
MCV 81 fl (Laborref.: 80 - 101)
MCH 27 pg (Laborref.: 26 - 34)
EVB 15,2 % (Laborref.: <15,5)
Befund: Hypochromie
 
Weißes Blutbild unauffällig
Blutzucker (85) und Nierenwerte unauffällig
Fettstoffwechsel unauffällig
 
Magnesium 0,83 mmol/L (Laborref.: 0,65 - 1,05)
 
Eisenstoffwechsel:
Eisen 36 ug/dL (Laborref.: 37 - 145)
EBK total 415 ug/dL (Laborref.: 274 - 497)
EBK freie 379 ug/dL (Laborref.: 80 - 466)
Ferritin 9 ng/dL (Laborref.: 15 - 150)
 
Leberwerte unauffällig
 
Schilddrüse:
TSH basal 1,84 uU/mL (Laborref.: 0,27 - 4,20)
fT3 und fT4 leider nicht bestimmt.
 
25-OH Vitamin D3 16,7 ng/mL (Laborref.: 30 - 100)
Harnbefund unauffällig
 
 


Ich habe ihr danach zu Vitamin D und K sowie hin und wieder Leber und Eisenbisglycinat geraten. Wegen dem Eisenbisglycinat hatte sie aber immer mal wieder Beschwerden. Sie hat allgemein, womöglich wg. vergangener chronischer Gastritis, immer mal wieder einen empfindlichen Magen. Wir sind dazu über gegangen einfach mehr rotes Fleisch zu essen und ich versuche sie immer mal wieder von Leber zu überzeugen.
Die nächsten Laborwerte sind dann hier auch leicht verbessert:

März 2018

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Hämoglobin "verbessert" mit 13,0 g/dl
rotes Blutbild ohne Befund
weißes Blutbild: relative Neutropenie
Segmentkernige 49% (Laborref.: 50 - 75)
ansonsten ohne pathologischen Befund
Blutzucker (98) und Niere unauffällig
Leberwerte unauffällig.
 
Cholesterin 217 mg/dL (Laborref.: <200)
HDL 79 mg/dL (Laborref.: >65)
LDL 128 mg/dL (Laborref.: <130)
 
Eisenstoffwechsel
Eisen 52 ug/dL (Laborref.: 37 - 145)
Eisenbindung, gesamt 433 mcg/dL (Laborref.: 257 - 402)
Transferrin 307 mg/dL (Laborref.: 200 -310)
Ferritin "verbessert" 14 ng/mL (Laborref.: 15 - 150)
 
25-OH Vitamin D 30,4 ng/mL (Laborref.: 30 - 100)
 
TSH 1,75 mU/L (Laborref.: 0,35 - 4,94)
(leider wieder kein fT3/fT4)
 
Hormonbefunde:
(laut Zykluskalender circa zum Zeitpunkt des Eisprungs/Zyklusmitte,
Laborreferenzbereich passt am besten zu Lutealphase)
 
Östradiol (E2) 134,0 pg/mL
(Laborref.:
Zyklusmitte: 38 - 649
Lutealphase: 21 - 312)
 
FSH 2,1 U/l
(Laborref.:
Zyklusmitte: 2,55 - 16,7
Lutealphase 1,38 - 5,47)
 
Prolaktin 20,0 ng/mL (Laborref.: 5,18 - 26,53)
 
Progesteron 8,6 ng/mL
(Laborref.:
Lutealphase: 1,2 - 15,9)
 
Harnbefund unauffällig
 
 



Außerdem gemacht wurde eine Vollblutmineralstoffanalyse

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Natrium 1801 mg/L (Laborref.: 1688 - 1990)
Kalium 1549 mg/L (Laborref.: 1429 - 1756 - Hämatokritkorreliert -5% vom Median)
Calcium 58,7 mg/L (Laborref.: 53,5 - 62,3)
Magnesium 27,6 mg/L (Laborref.: 29,5 - 37,1 - Hämatokritkorreliert -14% vom Median)
Kupfer 1,11 mg/L (Laborref.: 0,76 - 1,20 - Hämatokritkorreliert +19% vom Median)
Eisen 446 mg/L (Laborref.: 405 - 505 - Hämatokritkorreliert +2% vom Median)
Zink 6,05 mg/L (Laborref.: 4,7 - 6,5 - Hämatokritkorreliert +9% vom Median)
Selen 133 ug/L (Laborref.: 93,0 - 150,0 - Hämatokritkorreliert +9% vom Median)
 
 


+10% ist laut Laborbogen von Ganzimmun ideal, der gute damalige Selenwert kommt wahrscheinlich durch Paranüsse und hin wieder eine 2PD oder Selen von LEF.

Nun neuester Laborbogen vom 20.07.2018

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Schilddrüse
TSH 3,72 mU/L (Laborref.: 0,35 - 4,94)
 
Hormonbefunde:
Probennahme war vorletzter Tag der Regel, also genau die Mitte der Follikelphase.
Östradiol (E2) 47,0 pg/mL (Laborref. Follikelphase: 21 - 251)
FSH 4,0 U/L (Laborref. Follikelphase: 3,0 - 8,08)
Prolaktin 44,2 ng/mL (Laborref.: 5,18 - 26,53)
Labornotiz (Wiederholter Wert nach PEG-Fällung, Ausschluss von Makro-PRL)
Testosteron 0,46 ng/mL (Laborref.: 0,11 - 0,57)
SHBG 68 nmol/L (Laborref.: 19,8 - 155,2)
LH 6,7 mIE/mL (Laborref. Follikelphase: 1,8 - 11,78)
DHEAS 139,3 mcg/dL (Laborref.: 98,8 - 340)
 
 


Unterm Strich also Werte innerhalb des Normbereichs bei E2, FSH, Testosteron, SHBG, LH und DHEAS. Wobei auch hier, wie bereits in vergangenen Jahren, Östradiol eher sehr niedrig ist und Testosteron eher erhöht. Prolaktin liegt deutlich über dem Referenzbereich.
Meine Freundin war bei der Besprechung der Werte recht geschockt, weil sich der Frauenarzt so dramatisch geäußert hat. Unter anderem sagte er, dass sie sich einen Kinderwunsch mit den aktuellen Werten abschreiben kann (der Kinderwunsch besteht aktuell aber auch nicht. Deswegen hat sie auch vergessen, genauer wegen der Schilddrüse nachzufragen. Sie hat dann zwar schon gefragt, ob nicht ein Ultraschall gemacht werden sollte, was der Arzt auch mit "Ja, könnte man machen" bestätigt hat, aber letztendlich gab es keine Überweisung und auch keine neue Laborüberweisung wegen fT3 und fT4.
Stattdessen wurde ihr nun Thyrex (Wirkstoff: Levothyroxin-Natrium (also T4)) 50 mcg Tabletten verschrieben (Einnahme 1x1 30 Min vor dem Frühstück) sowie Dostinex (Wirkstoff Cabergolin) 0,5 mg Tabletten gegen die Hyperprolaktinämie.
Ich will nun als totaler Gynäkologie-Laie nicht alles in Zweifel ziehen, aber auch bzgl. des Dostinex hätten wir gerne noch eine zweite Meinung, weil es mich doch stutzig macht, wenn ohne fT3 und fT4 Werte direkt Thyrex verschrieben wird.

Zusätzlich bleibt nur noch zu sagen: Meine Freundin versucht seit längerem abzunehmen, macht fleißig 3x die Woche Kraftsport und auch mit Kalorien-Tracking und genauem Plan und starkem Defizit hat sie nach ca. zwei Monaten Diät nicht abgenommen. Sie wiegt jetzt, nach mehreren Wochen ohne jegliche Diät genau gleich viel wie in der Diät:
87,5 KG bei 1,70m. Der schwache Punkt mag aber sein, dass wir damals die Schritte nicht gezählt haben. Allerdings hat sie deutlich Muskeln aufgebaut, "Hip Thrusted" u.a. 50 Kilo mehr als vor einem Jahr.
Ihr Frauenarzt meint, dass es bei dermaßen erhöhtem Prolaktin kein Wunder wäre, dass sie nicht abnehmen kann, weil der Körper "denkt", dass sie gerade stillt und Nahrung produzieren muss.
Sie würde gerne eine neue Diät starten, die Frage ist aber nun auch, ob das zum jetzigen Zeitpunkt richtig wäre.

Die Frage ist nun mMn: Warum ist Prolaktin erhöht, warum ist die Schilddrüse nicht so aktiv? Das könnt ihr nun wahrscheinlich auch mit den vorhandenen Werten noch nicht gut beurteilen, aber ich bin jetzt auch hier um zu erfragen, welche Werte alle genommen werden sollten und ob sie das Dostinex direkt zu nehmen beginnen soll.
Ein Grund für erhöhtes Prolaktin ist ja auch eine Schilddrüsenunterfunktion (Klick Absatz: Wann ist das Prolaktin erhöht?)
So gesehen wundert es mich, dass dies nicht zuerst gründlich abgeklärt wird?! Außerdem gelistet: bei Frauen: erhöhter Spiegel an männlichen Sexualhormonen (zumindest 2011, mit 18 war dies schonmal der Fall, jetzt aktuell hochnormal) Schwere Nierenschwäche würde ich nun eigentlich nicht vermuten - ihre Stressresistenz ist gefühlt höher als meine. Andererseits leidet ihr Mutter unter Burn-Out.
Medikamenteneinnahme gibt es aktuell keine. Ich frage mich auch, ob ein Prolaktinbildender Tumor oder Hypophysentumor nicht zumindest ausgeschlossen werden sollte/das Ganze untersucht werden sollte.

Estrogen ist wie gesagt zwei Mal niedrignormal. Auch der Frauenarzt meint, es sollte eigentlich deutlich höher sein.
Nochmal: Erste Messung im März während Zyklusmitte:

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Östradiol (E2) 134,0 pg/mL
(Laborref.:
Zyklusmitte: 38 - 649
Lutealphase: 21 - 312)
 


Zweite Messung jetzt:
Probennahme war vorletzter Tag der Regel, also genau die Mitte der Follikelphase.

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Östradiol (E2) 47,0 pg/mL (Laborref. Follikelphase: 21 - 251)
 



Welche weiteren Untersuchungen sollten nun erfolgen?
Meine Liste wäre soweit:
Ergänzungen?
*Ultraschall d. Schilddrüse/Szintigraphie
*Neue Vollblut Mineralstoffanalyse (Selen, Magnesium)
*Ferritin
*fT3,fT4,TSH (privat bei Labor, damit endlich mal alle gemacht werden)
*Pregnenolon (?)


Hat jemand Erfahrungen mit Mönchspfeffer (Vitex Agnus-Castus) als Alternative zu Dostinex?
Mönchspfeffer soll Prolaktin senken und bei unregelmäßigen Zyklus helfen. Entdeckt habe ich dies hier in der Comment-Section bei ChrisKresser.


"Long term consistency trumps short term intensity"


 
Pilki
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zuletzt bearbeitet 10.08.2018 | Top

RE: Weiblicher Hormonstatus - Prolaktin erhöht - unregelmäßiger Zyklus

#2 von Pilki , 16.08.2018 18:59

Wir haben jetzt mal privat im Labor folgende Werte messen lassen:

Selen, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium, Natrium, Kupfer im Vollblut.
Ferritin.
TSH, fT3 und fT4

Ich hoffe, das dies dann weiteren Aufschluss zur Schilddrüse geben wird.
Bzgl. Prolaktin und einer Überweisung zur Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse hilft ihr demnächst hoffentlich ihr Frauenarzt.
Da Dostinex laut Packungsbeilage in mehr als einer von 10 Personen Gastritis auslösen soll hat meine Freundin sich jetzt mit ihrer 5-jährigen Gastritis Leidensgeschichten dazu entschlossen, dies nicht zu nehmen. Gibt es hier Erfahrungen zur Dosierung von Mönchspfeffer zur Hemmung von Prolaktin? Bei examine sind einige Informationen zu finden, aber es ist nicht ganz klar worauf sich die Dosis bezieht. Interaktionen von Mönchspfeffer als Prolaktin Hemmer sind anderswo beschrieben, aber bei examine auch komplett ausgelassen.

Zitat
Vitex agnus-castus supplements are based on the dry weight of the plant’s fruit. The standard dose is between 150-250mg. There are also two extractions of Vitex agnus-castus:

BNO 1095 is a 10:1 extraction and provides benefits at doses as low as 4 mg.

Ze 110 is a 6-12:1 extraction and provides benefits at doses of 20mg.


"Long term consistency trumps short term intensity"


 
Pilki
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RE: Weiblicher Hormonstatus - Prolaktin erhöht - unregelmäßiger Zyklus

#3 von dovosol , 27.09.2018 08:47

Hallo Pilki,

wie geht es Deiner Freundin inzwischen? Habt Ihr neue Erkenntnisse gewonnen?

Zum Hormonstatus kann ich leider nichts sagen, da ich mich damit nicht auskenne, aber ich würde Deiner Freundin gerne folgende Seiten ans Herz legen. Vielleicht kann sie sich ein paar Infos rausziehen:
https://www.larabriden.com/

Lara Briden schreibt viel zum weiblichen Zyklus, PMS-Beschwerden und wie man sie auf natürliche Weise überwindet. (Ich finde übrigens schon sehr gut, dass Deine Freundin auf die Pille verzichtet!)

Ich hatte auch jahrelang starke Schmerzen während meiner Periode, wobei mir schließlich der Verzicht auf Milch/produkte die größte Linderung gebracht hat (ich habe lange gebraucht, bis ich (Kuh)Milchprodukte aus meinem Speiseplan gestrichen habe). Aber es hat sich gelohnt! ;-)
Jedoch kann es bis zu drei Monate dauern, bis eine Besserung eintritt.

Außerdem finde ich das Buch von Dr. Christiane Northrup "Women's bodies, women's wisdom" (im Deutschen "Frauenkörper, Frauenweisheit") sehr lesenswert. Sie ist Gynäkologin und gibt einen Gesamtüberblick über die Besonderheiten des weiblichen Körpers/Zyklus, die verschiedenen Stadien im Leben und Empfehlungen für diverse Beschwerden, zusammen mit Anekdoten aus ihrer Praxis.
Ihre Internetseite beinhaltet auch viele Infos, ist mir jedoch zu "amerikanisch" aufgemacht und man muss sich die Informationen aus einzelnen Artikeln zusammensuchen, was im Buch alles zusammengefasst ist.
https://www.drnorthrup.com/

Alles Gute! Ich hoffe, Deiner Freundin geht es bald besser.


dovosol  
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