Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#1 von Nymeria , 09.08.2018 10:45

Hallo liebe Leute!

Vor ca. 3 Wochen ließ ich mir Blut abzapfen. Ich wusste, irgendwas stimmt nicht. Enorme Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebslosigkeit, Kraftverlust beim Training trotz leichter Zunahme (also nicht zu wenig gegessen), ganz schlimme Gereiztheit und einfach generell schlapp und müde. Ohne Mittagsschlaf gehts nicht mehr.

Es stellte sich neben niedrigen Folsäure und B12 Werten, auch ein, für mich ungewöhnlich hoher TSH heraus.
-> 2.85 (0.23-4.00)
Zum Vergleich:
2016: 2
2017: 1.7
T3 und T4 wurden leider damals nie mitgemessen, trotz der Bitte danach.
Laut Ärztin alles okay, v.a. weil auch meine Schilddrüsensonogr. von 2017 unauffällig war. Diese ließ ich vorsorglich durchführen, da meine Großmutter mütterlicherseits mit 49 an einem Schilddrüsenkarzinom verstarb. Bei meiner Mutter wurde zudem auch eine Unterfunktion und eine Zyste festgestellt.
Ich gab mich natürlich nicht zufrieden und machte sofort einen Termin bei einem Spezialisten aus.
Festgestellt wurden kleine Zysten und sonst nichts Auffälliges. Genaueres könnt Ihr dem Bericht entnehmen.
So, Therapievorschlag Jod einnehmen. Und das ist der Knackpunkt.
Ich habe ihm ausdrücklich gesagt, ich nehme bereits seit ca. 4 Monaten täglich 300 Mikrogramm Jod in Form von Kelp zu mir. In meiner Ernährung kommt praktisch kein Jod vor.
So, die Werte von 2016/2017 waren ohne regelmäßig Jod, hin und wieder sporadisch, aber nur Tagesbedarf. Ich persönlich finde das schon SEHR merkwürdig und auffällig.
Das erste was mir dazu in den Sinn kam, war Hashimoto.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich tun solle, außer den Arzt zu wechseln.
Da sich hier ja viele ziemlich gut mit der Thematik auskennen und auch persönlich Erfahrung damit haben, wäre ich mehr als dankbar für eine Einschätzung eurerseits!

LG

Angefügte Bilder:
IMG_20180809_104344.png  

 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#2 von Dominik , 09.08.2018 11:28

Zitat von Nymeria im Beitrag #1
So, Therapievorschlag Jod einnehmen. Und das ist der Knackpunkt.
Ich habe ihm ausdrücklich gesagt, ich nehme bereits seit ca. 4 Monaten täglich 300 Mikrogramm Jod in Form von Kelp zu mir. In meiner Ernährung kommt praktisch kein Jod vor.
So, die Werte von 2016/2017 waren ohne regelmäßig Jod, hin und wieder sporadisch, aber nur Tagesbedarf. Ich persönlich finde das schon SEHR merkwürdig und auffällig.

Also ich bin kein Experte, aber wenn du bereits 300 mcg Jod in Form von Kelp zu dir nimmst, dann dürfte ein Mangel an Jod auszuschließen sein.

Klar gibt es Leute, die extreme Hochdosen von Jod empfehlen, aber ich wäre da eher skeptisch. // edit: Auch im Hinblick auf das Tolerable Upper Intake Level von 500-600 mcg täglich.

Hast du schon mal einen Jodsättigungstest gemacht? Also via 24-Stunden-Sammelurin nach Gabe von 4x 12,5 mg Iodoral?

Das könnte man evtl. in Erwägung ziehen, wenngleich es meines Wissens nach kein anerkanntes Testverfahren ist, zumindest nicht aus Sicht der Schulmedizin.

Wenn jedoch jetzt zum allerersten Mal ein TSH von > 2,5 bei dir gemessen wurde, würde ich mich nicht verrückt machen lassen, sondern in 3-6 Monaten erneut den TSH-Wert (und fT3 + fT4) bestimmen lassen.

Alle Labormediziner, mit denen ich bislang zu dieser Thematik gesprochen hatte, sagten, dass TSH sehr sensibel reagiert (z.B. auf Schwankungen in der täglichen Jodzufuhr über Ernährung/Supplemente) und dass ein einzelner Ausreißer beim TSH deshalb nicht überbewertet werden sollte.



 
Dominik
Beiträge: 405
Registriert am: 18.08.2017

zuletzt bearbeitet 09.08.2018 | Top

RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#3 von Nymeria , 09.08.2018 11:44

Hallo Dominik, danke schon mal für deine Antwort!

Zitat von Dominik im Beitrag #2

Hast du schon mal einen Jodsättigungstest gemacht? Also via 24-Stunden-Sammelurin nach Gabe von 4x 12,5 mg Iodoral?


Nein, wurde noch nicht gemacht. Habe ich momentan aus finanziellen Gründen auch nicht vor. Hab aber schon darüber gelesen.

Zitat von Dominik im Beitrag #2

Wenn jedoch jetzt zum allerersten Mal ein TSH von > 2,5 bei dir gemessen wurde, würde ich mich nicht verrückt machen lassen, sondern in 3-6 Monaten erneut den TSH-Wert (und fT3 + fT4) bestimmen lassen.

Alle Labormediziner, mit denen ich bislang zu dieser Thematik gesprochen hatte, sagten, dass TSH sehr sensibel reagiert (z.B. auf Schwankungen in der täglichen Jodzufuhr über Ernährung/Supplemente) und dass ein einzelner Ausreißer beim TSH deshalb nicht überbewertet werden sollte.

Naja einmaliger Ausreißer?
Erste Messung war ja 2,85 (vor 3 Wochen) und dann vor ein paar Tagen beim Spezialisten war er über 3.
Ist der Zeitraum etwa auch noch zu kurz?

LG


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#4 von Mo , 09.08.2018 12:03

wie geht es dir jetzt?
nach 3 Wochen?


wer sagt, daß du das Jod auch aufnimmst?


Mo  
Mo
Beiträge: 362
Registriert am: 16.12.2014


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#5 von Dominik , 09.08.2018 12:08

Zitat von Nymeria im Beitrag #3
Naja einmaliger Ausreißer?
Erste Messung war ja 2,85 (vor 3 Wochen) und dann vor ein paar Tagen beim Spezialisten war er über 3.
Ist der Zeitraum etwa auch noch zu kurz?

Aus deinem Startbeitrag konnte ich nicht die Info entnehmen, dass du nach der Messung mit dem TSH von 2,85 vor wenigen Tagen erneut zur Messung warst und dass dort ein TSH von > 3 festgestellt wurde.

Persönlich würde ich mich nicht mehr verrückt machen, wenn das TSH > 2,5 ist und es sonst keine anderen besorgniserregenden Werte (fT3, fT4, die drei relevanten SD-Antikörperwerte) gibt und auch die SD-Sonographie sowie Szintigraphie keinen Handlungsbedarf aufzeigen.

Habe auch dazu mit div. Labormedizinern gesprochen und die meisten sagen dir, dass die Einordnung des "korrekten" Referenzbereiches (also die ewige Streitfrage: ziehen wir die TSH-Obergrenze bei 2,5 oder erst bei 4,2 ?) seit Jahren diskutiert wird, ohne dass sich die Medizin bis heute einig darüber geworden ist.

Deshalb solle man als Patient einfach noch die SD-Antikörper mit bestimmen, denn spätestens dort (oder beim SD-Ultraschall bzw. der Szintigraphie) würde man Auffälligkeiten sehen, wenn mit dem TSH irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte.

Wenn alles unauffällig ist, also die SD-Antikörper, der SD-Ultraschall und die Szintigraphie, dann muss ein TSH zwischen 2,5 und 4,2 kein Indiz für ein vorliegendes "Problem" sein.



 
Dominik
Beiträge: 405
Registriert am: 18.08.2017

zuletzt bearbeitet 09.08.2018 | Top

RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#6 von Nymeria , 09.08.2018 12:21

Zitat von Mo im Beitrag #4
wie geht es dir jetzt?
nach 3 Wochen?


wer sagt, daß du das Jod auch aufnimmst?


Hi Mo!
Naja, da ich ja nichts verändert habe, immer noch gleich kacke wie schon seit Monaten.
Keine Ahnung? Irgendwas kann da ja nicht stimmen.
Zitat von Dominik im Beitrag #5
Aus deinem Startbeitrag konnte ich nicht die Info entnehmen, dass du nach der Messung mit dem TSH von 2,85 vor wenigen Tagen erneut zur Messung warst und dass dort ein TSH von > 3 festgestellt wurde.

Persönlich würde ich mich nicht mehr verrückt machen, wenn das TSH > 2,5 ist und es sonst keine anderen besorgniserregenden Werte (fT3, fT4, die drei relevanten SD-Antikörperwerte) gibt und auch die SD-Sonographie sowie Szintigraphie keinen Handlungsbedarf aufzeigen.

Habe auch dazu mit div. Labormedizinern gesprochen und die meisten sagen dir, dass die Einordnung des "korrekten" Referenzbereiches (also die ewige Streitfrage: ziehen wir die TSH-Obergrenze bei 2,5 oder erst bei 4,2 ?) seit Jahren diskutiert wird, ohne dass sich die Medizin bis heute einig darüber geworden ist.

Deshalb solle man als Patient einfach noch die SD-Antikörper mit bestimmen, denn spätestens dort (oder beim SD-Ultraschall bzw. der Szintigraphie) würde man Auffälligkeiten sehen, wenn mit dem TSH irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte.

Wenn alles unauffällig ist, also die SD-Antikörper, der SD-Ultraschall und die Szintigraphie, dann muss ein TSH zwischen 2,5 und 4,2 kein Indiz für ein vorliegendes "Problem" sein.

Entschuldige, hab ich nicht reingeschrieben, weil das alles im beigefügten Bild steht!
Naja der Ultraschall war Auffällig, hat der Arzt mir auch vor Ort so gesagt.
Ich hab einfach Angst, dass ich mit der Jodzufuhr evtl. eine Autoimmunreaktion angeheizt haben könnte. Vor einem Jahr ohne Jod gab es ja auch noch keine Zysten.
Übrigens hat er noch direkt bei dem Ultraschall gemeint, er könne nicht genau sagen, ob Entzündungen oder Zysten. Lt. Bericht aber nun Zysten.
Bin einfach echt verwirrt. Und wieso sind t3 und t4 trotz Jod so niedrig? Ergibt für mich mit dem plötzlich erhöhten TSH plus Zysten einfach keinen Sinn. :(


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#7 von Dominik , 09.08.2018 12:31

Der Ultraschall war "auffällig" laut Arzt? Warum gibt er dann nicht weitere SINNVOLLE Handlungsempfehlungen?

Die Empfehlung aus dem Startbeitrag, deine Jodzufuhr zu erhöhen, ist doch Käse, wenn du sowieso schon täglich 300 mcg in Form von Kelp einnimmst.

Klar kann man eine mehrwöchige Jod-Hochdosierung in Angriff nehmen, aber das würde ich nur dann tun, wenn es absolut keine Risikofaktoren gibt.

Also keine signifikant erhöhten SD-Antikörper und keine Auffälligkeiten beim Ultraschall oder bei der Szinzigraphie.

Gerade, wenn sich Auffälligkeiten zeigen, sollte man mit Jod ja eher vorsichtig umgehen. Wie du selbst sagtest, Stichwort Hashimoto.

Gibt dazu im ht-mb Forum (https://www.ht-mb.de/forum/forum.php) ja div. Erfahrungsberichte, dass gerade diese Personengruppe vorsichtig sein sollte.

// Edit: Vielleicht solltest du Marie (hier im edubily Forum) mal kontaktieren, per PM oder so.
Die hat i.d.R. immer noch ein paar gute Ideen und kennt sich mit SD-Thematiken gut aus, wie ich finde.



 
Dominik
Beiträge: 405
Registriert am: 18.08.2017

zuletzt bearbeitet 09.08.2018 | Top

RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#8 von hans , 09.08.2018 12:41

Zitat von Nymeria im Beitrag #1
So, Therapievorschlag Jod einnehmen. Und das ist der Knackpunkt.


Hallo,

also wenn die SD insg. 8,9ml hat (bitte klären - ist dem Bericht nicht einwandfrei entnehmbar) dann ist das für mich sehr klein, 15ml (L+R) sollte es bei Frau schon sein.... TSH liegt ja nicht nur an Jod. das ganze ist ein Riesen System. T3/T4 sind zwar nicht gigantisch, würden jedoch meiner Ansicht nach zu einer kleinen SD passen. Ggf. sind ja 300µg Jod/Tag schon zu viel für die SD?

Nimmst Du die Pille oder hast eine Spirale bzw. gehabt? Das ist ja auch nicht gut für ein gut reguliertes Hormonsystem...

Auf jeden Fall würde ich mal alle Steroid-Hormonsystem Werte & Co. checken - nur auf die SD & die SD-Werte zu schauen wären für mich zu wenig Anhaltspunkte für eine Diagnose und einen Plan wohin die Reise gehen könnte.

LG
Hans

P.S.: Alternativ schau mal im Hashimoto-Forum (.de) vorbei.



 
hans
Beiträge: 765
Registriert am: 17.05.2017

zuletzt bearbeitet 09.08.2018 | Top

RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#9 von Hansen , 09.08.2018 14:09

Hi
Ich habe 4 Jahre lang versucht, die Ursache für meine erhöhten Antikörper (TPO und TAK) und meine SD-Unterfunktion zu finden. Vor 4 Jahren ist das zum ersten Mal bei mir getestet worden. Alles gelesen, was ich gefunden habe. Mehr als 10 Ärzte in Anspruch genommen, die alle relativ hilflos waren. Dann habe ich selbst experimentiert. Ernährung gecheckt, ob ich was nicht vertragen kann (siehe Izabella Wentz). Jod-Status gemessen usw. Und haber Erfolg gehabt. Antikörper sind runter. SD-Werte in der Norm. Soweit alles OK. Was habe ich gemacht? Milchprodukte, leider auch Whey, weg gelassen, Jod auf 3 mg LL erhöht, Omega-3 auf 4 g.
Jodsättigungstest gerade bei Kyra Hoffmann/Kauffmann in Düsseldorf gemacht. Danach fehlen mir 15 mg Jod. Das sind 15.000 mcg, wenn ich richtig gerechnet habe.
Kyra Hoffmann ist eine klare Empfehlung.


Hansen  
Hansen
Beiträge: 79
Registriert am: 24.06.2015


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#10 von Nymeria , 09.08.2018 20:32

Zitat von Dominik im Beitrag #7

Die Empfehlung aus dem Startbeitrag, deine Jodzufuhr zu erhöhen, ist doch Käse, wenn du sowieso schon täglich 300 mcg in Form von Kelp einnimmst.

Ja, v.a. dieses empfohlene Jodid100 enthält gerade mal 100mcg. Aber hauptsache die Zysten wegen Jodmangel bei 300mcg.

Zitat von Dominik im Beitrag #7

// Edit: Vielleicht solltest du Marie (hier im edubily Forum) mal kontaktieren, per PM oder so.
Die hat i.d.R. immer noch ein paar gute Ideen und kennt sich mit SD-Thematiken gut aus, wie ich finde.

Danke für den Tipp. Vielleicht meldet sie sich ja vorher hier? :)

Zitat von hans im Beitrag #8


Nimmst Du die Pille oder hast eine Spirale bzw. gehabt? Das ist ja auch nicht gut für ein gut reguliertes Hormonsystem...

Ja, seit Ende 2016 leider wieder Pille. Die Messung von 2017 war dann im Oktober, da war der TSH noch bei 1.7 und die 1. Sonogr. unauffällig.

Zitat von hans im Beitrag #8

Auf jeden Fall würde ich mal alle Steroid-Hormonsystem Werte & Co. checken - nur auf die SD & die SD-Werte zu schauen wären für mich zu wenig Anhaltspunkte für eine Diagnose und einen Plan wohin die Reise gehen könnte.

Wollt ich machen lassen, aber er meinte unter der Pille hat das keinen Sinn.

@Dominik und Hans: Danke für den Hinweis mit den Foren. Habe in beiden schon sehr viel gelesen.

Zitat von Hansen im Beitrag #9
Hi
Ich habe 4 Jahre lang versucht, die Ursache für meine erhöhten Antikörper (TPO und TAK) und meine SD-Unterfunktion zu finden. Vor 4 Jahren ist das zum ersten Mal bei mir getestet worden. Alles gelesen, was ich gefunden habe. Mehr als 10 Ärzte in Anspruch genommen, die alle relativ hilflos waren. Dann habe ich selbst experimentiert. Ernährung gecheckt, ob ich was nicht vertragen kann (siehe Izabella Wentz). Jod-Status gemessen usw. Und haber Erfolg gehabt. Antikörper sind runter. SD-Werte in der Norm. Soweit alles OK. Was habe ich gemacht? Milchprodukte, leider auch Whey, weg gelassen, Jod auf 3 mg LL erhöht, Omega-3 auf 4 g.
Jodsättigungstest gerade bei Kyra Hoffmann/Kauffmann in Düsseldorf gemacht. Danach fehlen mir 15 mg Jod. Das sind 15.000 mcg, wenn ich richtig gerechnet habe.
Kyra Hoffmann ist eine klare Empfehlung.

Hi Hansen, dir auch ein Dankeschön!
Freut mich für dich, dass es bei dir so gut geklappt hat. Bei mir scheint aber genau das Gegenteil zu passieren..

Sollte ich sicherheitshalber einfach mal das Jod komplett weglassen? Oder nur reduzieren?


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#11 von Hansen , 09.08.2018 21:45

Jod weg lassen würde ich nicht. 300 mcg sind ohnehin Minidosis. Lass doch mal Deinen Jod-Wert messen. Der ist mit Sicherheit im Defizit. Ich nehme jetzt, wie gesagt, 15 mg täglich. Das sind 50mal mehr als Deine 300 mcg. Habe ich trotz Hashimoto gemacht, mit Erfolg. Ebenso erfolgreich bei unserer Schwiegertochter. Knoten in der Brust. Frauenärztin sagt, mit Mammo klären. Hat sie nicht machen lassen. Aber Jod zugeführt (6 mg/Tag). Knoten sind jetzt nicht mehr feststellbar. Auch sie hatte ein deutliches Joddefizit.
Gute Informationen findest Du, wenn Du Kyra Hoffmann, Lynne Farrow, Dr. Brownstein, Dr. Mercola googelst. Oder auch hier im Blog von Chris: Was hat Jod mit deiner Körbchengröße zu tun (oder so ähnlich heißt der Artikel).


Hansen  
Hansen
Beiträge: 79
Registriert am: 24.06.2015


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#12 von hans , 10.08.2018 07:42

Zitat von Nymeria im Beitrag #10

Zitat von hans im Beitrag #8

Auf jeden Fall würde ich mal alle Steroid-Hormonsystem Werte & Co. checken - nur auf die SD & die SD-Werte zu schauen wären für mich zu wenig Anhaltspunkte für eine Diagnose und einen Plan wohin die Reise gehen könnte.

Wollt ich machen lassen, aber er meinte unter der Pille hat das keinen Sinn.


Hmmm... ist ja nicht gerade billig... zumindest hättest Du dann mal den "Ist" Zustand.Beim Pille Absetzen, falls Du das machen willst, sollte Frau das wohl auch nicht einfach so machen. Aber da frage/lese besser im Hashimoto-Forum nach.

Bez. Jod würde ich bis zur Klärung Deiner individuellen Lage jedenfalls keine großen Experimente machen. Gerade bei den hohen Jod-Dosen >1mg / Tag haben sich auch viele Probleme bereitet. Wer z.B. eine HPU/KPU hat (min ca. 10% der Frauen wird angenommen), der kann so seinen Sotffwechsel hoch fahren und sich damit viel Stress in Bezug auf eine latente Schwermetallvergiftung bereiten. HPU/KPU wird sogar ganz kurz im Jod-Buch von K. Hoffmann angesprochen...nur leider nicht mit allen Konsequenzen und auch nicht so das man es gut versteht.

Pauschal kann eben real und individuell ganz doll nach hinten los gehen....

LG
Hans



 
hans
Beiträge: 765
Registriert am: 17.05.2017

zuletzt bearbeitet 10.08.2018 | Top

RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#13 von Hansen , 10.08.2018 12:47

Vielleicht noch zur Hilfe:
Unsere Hormontests haben 132 € gekostet. Labor Dr. Kirkamm/Ärztin Dr. Scheuernstuhl in Starnberg (Autorin „Natürliche Hormontherapie“). Scheuernstuhl macht ausschließlich Speicheltest.
Bei meiner Frau umfasst das die Hormone: Estradiol, Estriol, Testosteron, Progesteron, DHEA und Cortisol DHEA war bei ihr und bei mir im unteren Grenzbereich. Ist altersabhängig. Für einen ersten Überblick kannst du beim Hormonzentrum München, www.hormonzentrum-an-der-oper.de, kostenlose Infobroschüren anfordern.
Aber... In der Regel führen diese Tests dazu, dass dir dann Hormone verordnet werden. Ich weiß nicht, wie alt du bist und ob du das willst.


Hansen  
Hansen
Beiträge: 79
Registriert am: 24.06.2015


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#14 von Nymeria , 12.08.2018 10:50

Danke euch Hans und Hansen! ;)

Hansen, finde deine Erfahrungen zum Thema aber sehr interessant. Habe bis jetzt in den Hashi-Foren immer nur gelesen, bloß Finger weg vom Jod, auch auf diversen Info-Seiten.
Ist wohl sehr individuell.
Die Beiträge von Chris kenne ich natürlich schon längst alle dazu, trotzdem Danke fürs Aufmerksam machen. :D

Aber bevor ich jetzt weiter irgendwas mit Jod herumexperimentieren werde, werde ich mit dem Befund kommende Woche noch zu einem anderen Doc gehen.
Um mir eine 2. Meinung einzuholen und die Situation (hoffentlich) abzuklären.

Bezüglich Hormone checken: Wär ja wirklich sehr interessant, aber momentan bin ich finanziell nicht gerade auf der Höhe, v.a. weil mir der eine Besuch bereits ein paar 100 gekostet hat..
Also Fokus erstmal Schilddrüse.
Werde nach dem Arzttermin wieder hier berichten.

LG


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#15 von jfi , 13.08.2018 08:18

Hast du denn schonmal deinen Selen-Blutwert gemessen?
Denn wenn davon tzu wenig vorhanden ist, reagiert man eben empfindlich auf Jod.

Bei Kyra Kauffmann gibt es auch kein Jod ohne Selen und weitere Cofaktoren, daher sind dann die hohen Dosen auch verträglich.
(Ich selbst nehme auch 12 mg/Tag und merke das sofort wenn ich es mal ein paar Tage nicht nehme)

LG Jens


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


 
jfi
Beiträge: 772
Registriert am: 08.03.2017


   

[Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt
Vollblut vs. Serum

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 0
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen