RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#31 von Dominik , 21.08.2018 20:35

Zitat von Nymeria im Beitrag #30
Ja das könnte schwierig werden, wenn es anscheinend absolut nicht als Problem angesehen wird.
Muss anscheinend warten bis es erstmal richtig kracht, damit da ein Arzt Handlungsbedarf sehen würde...

Oh nein, das wäre das Schlimmste, was du im Hinblick auf deine Gesundheit tun könntest.

Ich würde die Ärzte zur Rede stellen und wenn ich da nicht weiterkomme, suche ich mir eben 5, 10 oder 20 weitere Ärzte, die mich als Patient ernsthaft anhören.

Aber resignieren und abwarten, bis etwas Schlimmes passiert, halte ich für den falschen Weg.


 
Dominik
Beiträge: 405
Registriert am: 18.08.2017


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#32 von Nymeria , 21.08.2018 21:09

Nein, nein, ICH lasse es natürlich nicht so weit kommen!
Ich wollte damit eher aufzeigen, wie traurig die Realität aussieht.
Was noch schlimmer ist, ich habe quasi die 2 besten SD Ärzte der Stadt durch. Einer davon ist sogar Mitbegründer eines SD Selbsthilfeforums, habe mir daher Hoffnungen gemacht.
Naja, Aufgeben ist trotzdem keine Option.

Gibt es außerdem hier sonst niemanden, der eine Meinung dazu hat bzw. sich damit auskennt?

LG


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#33 von Dominik , 21.08.2018 21:23

Zitat von Nymeria im Beitrag #32
Gibt es außerdem hier sonst niemanden, der eine Meinung dazu hat bzw. sich damit auskennt?

Ich wiederhole noch einmal meinen Tipp vom Anfang: Schreib Marie mal eine private Mail, vielleicht liest sie die eher und wird dann auf deinen Thread aufmerksam.


Nymeria hat sich bedankt!
 
Dominik
Beiträge: 405
Registriert am: 18.08.2017


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#34 von Martin_etc , 13.09.2018 16:00

Hey Nymeria,

hast du schon mal im Autoimmunportal nachgeschaut? Hier gibt es wirklich viel qualitativen Input zum Thema Hashimoto und Schilddrüse: https://autoimmunportal.de/wie-wird-hash...diagnostiziert/


https://www.projekt-early-bird.de


Nymeria hat sich bedankt!
 
Martin_etc
Beiträge: 36
Registriert am: 13.04.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#35 von Nymeria , 13.09.2018 19:19

Danke Martin!

Finde ich ergänzend sehr hilfreich zu dem was ich schon gelesen habe.
Generell sehr interessant auch zu den anderen Themen, auch wenn ich jetzt keine "Paleoanerin" bin.

LG


Martin_etc hat sich bedankt!
 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#36 von Nymeria , 26.04.2019 12:00

Schönen guten Tag liebes Forum!

Lange hab ich mich hier nicht gemeldet...
Jedenfalls war ich heute bei meiner Ärztin und habe frische Blutwerte vorzuweisen. Die naja.. mehr oder weniger erfreulich sind.

Kurz noch ein kleiner Rückblick, was sich bisher so getan hat:
Im November? habe ich die Pille abgesetzt. Allerdings ohne jegliche Interventionen, sondern hab meinen Körper einfach mal machen lassen.

Ich hatte schon wirklich Schiss, dass meine Periode wieder ewig ausbleiben würde, allerdings kam sie pünktlich zur erwarteten Zeit. Und das bis heute, was mich wirklich glücklich macht.

Libido ist top würde ich mal sagen, v.a. in der ersten Zyklushälfte, mein Partner tut mir schon fast leid.
Die extreme Gereiztheit tritt eigentlich nur mehr vor den Tagen der Tage auf, womit ich leben kann.
Ansonsten fühl ich mich wirklich besser, irgendwie geerdeter, schwer zu beschreiben.

ABER: die Müdigkeit und Konzentrationsschwäche ist nach wie vor da. Besser gesagt, ich habe mich schon ziemlich gut daran gewöhnt.
Selten gibt es mal Tage, an denen ich mich echt gut fühle, daran merke ich erst, wie lasch ich sonst bin.

Außerdem bekam ich im Jänner die endgültige Diagnose einer Neurodermitis, was ich eigentlich eh schon wusste, mich also daher nicht sonderlich berührte.

Nun zu den Werten:
Ich habe seit einigen Monaten mal wirklich absolut keine Supps verwendet, Vit D3 seit vorigem Sommer nicht mehr, nur ab und an mal 5000 IU.
Der Wert ist dafür erstaunlich hoch, was mich und die Ärztin sehr überrascht hat. War eig. als Experiment gedacht, wie lange ich vom Sommer zehren kann. (85 ng/ml) Ref.: 30-100

Beim Zink ist wohl was schiefgelaufen, Ärztin hat es selbst erwähnt. (geplatze Blutzellen irgendwas?)
Kupfer ist wie erwartet wieder im Normalbereich.
Ferritin recht niedrig, wie immer, sollte ich es einmal mit Eisen versuchen?
Und tja, FT4 im Popo, allerdings der TSH wieder "normal".
Wie gesagt, monatelang kein extra Jod und davor hab ich die Dosis runtergesetzt.
Zum Rest kann ich nicht viel sagen.

Ich bekam eine Überweisung zum Radiologen wegen der Schilddrüse, muss ich wieder anschauen lassen. Die Ärztin möchte das noch abwarten und evtl. mit einer kleinen Dosis Schilddrüsenhormonen beginnen.

Mit Jod möchte ich wirklich nicht mehr herumexperimentieren oder sonstigen Extrema.

Trotzdem bin ich natürlich offen für Vorschläge und Feedback von euch, würde mich wie immer sehr freuen.

LG

Angefügte Bilder:
IMG_20190426_112502.jpg  

 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#37 von wmuees , 26.04.2019 12:58

Neurodermitis -> Autoimmun -> Coimbra-Protokoll.
Du hast zu wenig Vitamin D im Körper, nicht zuviel.

Und jede Wette: die Erschöpfung geht, sobald das Immunsystem wieder richtig funktioniert.

https://www.vitamind.net/interviews/coimbra-ms-autoimmun/
http://coimbraprotokoll.de/
https://www.thisisms.com/forum/viewtopic.php?f=57&t=28791


Pintsize hat sich bedankt!
 
wmuees
Beiträge: 734
Registriert am: 17.08.2014


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#38 von Rosa , 26.04.2019 13:23

Ich möchte auf den Artikel von Chris vom 27.06.2018 (?) hinweisen, in dem beschrieben wird, wie L- Carnitin die Aufnahme von T3 hemmt.


Rosa  
Rosa
Beiträge: 31
Registriert am: 15.12.2014


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#39 von Nymeria , 28.04.2019 07:00

Hallo Wmuees.
Neurodermitis ist wohl mein kleinstes Problem, ich habe sie eig. nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Ich hatte erst einmal ein Ekzem, vor 7 Jahren als mir noch alles egal war. Ansonsten zeigt sie sich nur durch sehr trockene, empfindliche und im Stirn- und Augenbereich zu Schuppen neigender Haut.
Außerdem ist der Zustand sehr witterungsabhängig. Momentan sieht sie sehr gut aus und fühlt sich auch so an, dank auch entsprechender Pflege.

Mein Immunsystem war immer scheiße, bis vor mittlerweile über 3 Jahren, denn seitdem hatte ich nichtmal den Hauch einer Erkältung.

Und da ich die Neurodermitis schon immer hatte, aber dieser permanente Müdigkeitszustand einen Bruchteil dieser Zeit ausmacht, gehe ich nicht vom Immunsystem aus. Also nicht in dem Sinne.

Außerdem wollte ich keine extremen Maßnahmen mehr ergreifen und nichts für ungut, aber das Coimbra ist schon wieder solches, zumindest für mich.
Ich schätze es natürlich sehr, dass du meinen Post überhaupt gelesen hast und mit einem Vorschlag gekommen bist. Nur ich persönlich denke nicht, dass das der richtige Weg ist.

Zudem verstehe ich immer noch nicht ganz, wie 85ng zu wenig sein können. Oder war dies speziell auf solche Geschichten bezogen?

Rosa, dir auch Dankeschön, aber wie kommst du jetzt auf Carnitin? Habe ich noch nie genommen.

LG


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#40 von wmuees , 28.04.2019 22:50

Hallo Nymeria,

ich denke über diese Sachen völlig anders wie Du.

Zunächst einmal: Egal ob die Neurodermitis jetzt für Dich ein aktuelles Problem darstellt oder nicht, Fakt ist: Du hast eine Autoimmun-Erkrankung. D.h. Dein Immunsystem ist wie ein scharfer Wachhund und fällt körpereigene Zellen an. Ein solches Immunsystem wird auch eine Erkältung bekämpfen, d.h. aus dem Nichtvorhandensein von Infektionen kann nicht geschlossen werden, dass Du KEIN Autoimmun-Problem hast.

Das Dumme an so einem Immunsystem ist, dass die Zukunft für Dich ein paar unangenehme Überraschungen bereit hält: andere Autoimmun-Erkrankungen, Allergien, Depressionen. Das bekannte tödliche Dreieck...

Deswegen macht es meines Erachtens nach sehr viel Sinn, dieses Problem anzugehen und zu lösen. Es ist auch Tatsache, dass chronische Erschöpfung bei diesen Autoimmun-Erkrankungen sehr häufig mit dabei ist. Und die Coimbra-Patienten berichten oft, dass die Erschöpfung durch die Behandlung beendet wird. Hier hast Du einen sehr konkreten Zusammenhang, an dem Du anknüpfen kannst.

Findest Du wirklich, dass Coimbra-Protokoll ist eine extreme Maßnahme? Ich finde es wesentlich weniger extrem als z.B. die typischen Immunsuppressiva, die bei Autoimmun-Erkrankungen gegeben werden.

Was die 85ng angeht: Die autoimmune Reaktion wird durch eine Resistenz gegenüber Vitamin D ausgelöst. D.h. obwohl Vitamin D da ist, ist die Wirkung im Körper unzureichend. Viele dieser Patienten haben recht hohe Vitamin-D-Spiegel, so als ob der Körper versucht, die mangelhafte Wirkung auszugleichen. Dein Blutwert passt also zu Deiner Autoimmun-Erkrankung.

Du könntest eine Zeitlang eine noch recht harmlose Variante probieren: 20.000iU Vitamin D3 pro Tag, dazu Vitamin B2 2 x 50mg/Tag, Magnesium 400mg auf den Tag verteilt.
Die ersten toxischen Wirkungen von D3 sind dokumentiert bei Mengen über 30.000 iU/Tag.

Vielleicht ändert sich etwas, und Du gewinnst neue Erkenntnisse. Ich wünche es Dir.


Pintsize hat sich bedankt!
 
wmuees
Beiträge: 734
Registriert am: 17.08.2014


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#41 von jfi , 02.05.2019 10:41

Neurodermitis verschwindet auch oft wenn man genug Zink und Vitamin A aufnimmt, das muss nicht unbedingt nur auf das Coimbra-Protokoll ansprechen.

LG Jens


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


 
jfi
Beiträge: 772
Registriert am: 08.03.2017


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#42 von Nymeria , 03.05.2019 11:38

Hallo wmuees,

Danke für deine ausführliche und sachliche Antwort. Du hast natürlich Recht, das Problem kann ich nicht einfach ignorieren. Ich habe mich wohl zu sehr auf die Schilddrüse allein versteift.

Extrem finde ich das Protokoll insofern, da hier wieder mit Hochdosen gearbeitet wird. Ehrlich gesagt wird mir schon etwas flau bei dem Gedanken, dass ich dadurch etwas dauerhaft schädigen könnte - auch wenn Berichte erst ab höheren Dosen von Toxizität sprechen.
Aber jeder reagiert anders, was nicht heißen soll, dass ich so "besonders" bin und aus diesem Schema falle.
Cortison und Co. habe ich allerdings auch schon beim Doc. abgelehnt. Ich nehme nichtmal Antihistaminika, keine Medikamente also.

@Jens: Danke für den Hinweis! Vitamin A spielt ganz sicher eine Rolle bei mir (vegetarisch). Zink vermutlich auch, leider wurde ja diesmal der Wert verfälscht, allerdings neige ich zu tiefen Werten.

Generell back to Schilddrüse:
*Soll ich wieder anfangen, etwas Jod zu supplementieren? Oder auf den Ultraschall warten, um status quo nicht zu verfälschen?
*Wie siehts aus mit Eisen - nehmen oder nicht?
*Selen? Wert nach oben bringen?

Inwiefern hängt jetzt die Autoimmunerkrankung mit der Schilddrüse zusammen?

LG


 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#43 von Tobi90 , 03.05.2019 12:09

Sry, aber mal so allgemein: Du schreibst du bist vegetarisch, eingangs auch was von niedrigen B12- und Folsäure-Werten. Dazu dann noch ggf. Eisen. Ich hab mir jetzt nicht den ganzen Thread im Kopf, aber:

Wie wär's mal, Dir und Deinem Körper ein paar Nährstoffe zu gönnen? Z. B. angefangen mit einem Ei pro Tag, einmal Wildlachs die Woche und einmal Leber? Alternativ statt Leber 2-3 etwas Fleisch (Hähnchen, rote Pute/Rind und einmal gemischtes Hack). Gerne Bio/artgerecht.

Ich bin zwar grundsätzlich der Überzeugung, dass es ethisch sinnvoll ist seinen Tierkonsum zu minimieren und dabei die Qualität zu steigern. Auch gesundheitlich kann man das vermutlich durchaus sinnvoll gestalten wenn man einige Dinge beachtet. Aber wenn man schon solche Probleme hat, würde ich meinem Körper erstmal nichts vorenthalten wollen. Eisen als NEM ist, anders als (moderate Mengen rotes) Fleisch keine Dauerlösung (ox-Stress) und ich würde jedem raten, der wenig, kaum oder keine Tierprodukte isst tägl. 300mcg B12 (Methylcob. + ggf. HC/AC).


Tobi90  
Tobi90
Beiträge: 173
Registriert am: 14.11.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#44 von Nymeria , 03.05.2019 12:24

Hallo,

danke die Problematik ist mir durchaus bewusst.
Ich esse momentan fast täglich Eier, sowie jeden Tag Milchprodukte von Ziege und Schaf.
Fisch hatte ich ab und an wieder probiert, muss etwas aufpassen wegen Histamin, ab TK geht.
Überwiegend dennoch vegetarisch.
Fleisch... ja ich weiß es wäre besser.

LG


Tobi90 hat sich bedankt!
 
Nymeria
Beiträge: 106
Registriert am: 24.06.2018


RE: Bitte um Hilfe - Schilddrüse

#45 von Pintsize , 04.05.2019 07:24

Hallo Nymeria,

Zitat von Nymeria im Beitrag #42
Extrem finde ich das Protokoll insofern, da hier wieder mit Hochdosen gearbeitet wird. Ehrlich gesagt wird mir schon etwas flau bei dem Gedanken, dass ich dadurch etwas dauerhaft schädigen könnte - auch wenn Berichte erst ab höheren Dosen von Toxizität sprechen.


Beim Gespräch mit einem trainierten Protokoll Arzt wird sich zeigen, ob es wirklich Hochdosen sein müssen. Bei jedem wird es persönlich eingestellt.
Die Hochdosen ergeben sich da oft weil die Vitamin D Rezeptoren in ihrer Funktion gestört sind.
Und hinsichtlich der Toxizität, oft wird ein Arzt schon Panik machen wenn du 1x die Woche 20.000 IU einnimmst. Auch wenn diese es nicht wirklich erklären können und es soweit keinen Bericht über einen solchen Fall gibt.

Die Gefahr besteht natürlich, dafür müsstest du dann jedoch vieles Falsch machen und das über einen längeren Zeitraum.

Es ist deine Entscheidung.
Wir geben nur die Empfehlung dazu.
Eine erwiesene Hochdosis mit einem NEM klingt immerhin angenehmer als Medikation mit heftigen Nebenwirkungen.


 
Pintsize
Beiträge: 16
Registriert am: 24.02.2019


   

[Blutergebnisse] SHBG erhöht, FAI erniedrigt
Vollblut vs. Serum

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 3
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen