RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#16 von takko456 , 25.07.2018 11:04

Ja warum wird hier eigentlich oft ein kalter Entzug empfohlen? Hat das nur psychologische Gründe, also das es dann leichter fällt, zum Kaffee nein zu sagen?


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
takko456
Beiträge: 128
Registriert am: 26.05.2015


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#17 von saian , 25.07.2018 12:21

Zitat von takko456 im Beitrag #16
Ja warum wird hier eigentlich oft ein kalter Entzug empfohlen? Hat das nur psychologische Gründe, also das es dann leichter fällt, zum Kaffee nein zu sagen?


Meiner Erfahrung nach hängt es vor allem von der Dauer ab.

Kalter Entzug bei Koffein habe ich in der Regel nach einem Tag überstanden, spätestens nach zwei.

Also morgens mit reiner Willenskraft kein Koffein konsumieren, dann den ganzen Tag beschäftigt und bespaßt sein, so dass kein Launentief kommt.
Ein Samstag am Badesee oder beim Sport eignet sich sehr gut.

Habe kurz nach Kokain und Heroin geschaut, da dauert die akute Entzugsphase meist mindestens eine Woche.
Diese Zeit mit Ablenkung und Spaß zu überstehen wird ungleich schwieriger.


Brynhildr hat sich bedankt!
saian  
saian
Beiträge: 162
Registriert am: 13.11.2014


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#18 von Sven , 25.07.2018 16:35

@saian

Gut, dass Du nach Alternativen recherchiert hast! Wenn man sich mit Koks und Heroin ablenkt ist der Kaffee-Entzug echt auszuhalten.

Knoblauch hilft auch super bei Zwiebelatem

Kleiner Joke ;)


"Free your mind and your ass will follow!"


ikkyu hat sich bedankt!
 
Sven
Beiträge: 538
Registriert am: 29.12.2016


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#19 von Forum , 25.07.2018 22:12

Ach, Saian, wenn es nur ein Launentief wäre, würde ich ja sofort kalt entziehen - es fühlt sich eher wie eine heftige Migräne Attacke an und ich bin zu nichts mehr vernünftig in der Lage.
Leute, die 1-2 Kaffee am Tag trinken, werden das so nicht kennen, aber gerade deshalb sollte man abstufen, wie man eine Kaffee/Koffeinpause einlegt.


Forum  
Forum
Beiträge: 35
Registriert am: 27.10.2017


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#20 von Muck , 14.09.2018 12:30

Bei mir dauern die Kopfschmerzen auch 2 Tage und dann geht es eigentlich. Hast du versucht, die Zeit mit schwarzem Tee zu überbrücken?


 
Muck
Beiträge: 11
Registriert am: 02.06.2016


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#21 von meise , 14.09.2018 12:48

Hat hier jemand Erfahrung damit oder weiß, ob es irgendeine pathologische Ursache haben kann, wenn Kaffee zu stark/lange wirkt?!
Früher vor 10 Jahren konnte ich kannenweise Kaffe trinken und nachts problemlos schlafen. Mittlerweile, eigentlich ein paar Jahre nachdem ich meinen Körper edubily-mäßig gepflegt habe, reicht ein starker Kaffee am Nachmittag, und ich liege bis 3oo wach.
Bisher dachte ich, das sei etwas positives, aber ganz so sicher bin ich mir da mittlerweile nicht mehr so.
Kann sich die Genexpression, Koffein schnell abzubauen, deaktivieren? Irgendein defizit in Nieren oder Leber?!


meise  
meise
Beiträge: 81
Registriert am: 07.01.2015


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#22 von takko456 , 14.09.2018 13:19

Hast du damals geraucht und inzwischen aufgehört?


Sagt der Arzt zum Patienten: "Da sind Sie ja gerade noch rechtzeitig hergekommen. Morgen wäre es von allein geheilt."


 
takko456
Beiträge: 128
Registriert am: 26.05.2015


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#23 von ChristineH , 14.09.2018 13:42

Möchte allen Mut machen, diese Droge zu verbannen. Nur weil er bei uns legal und gesellschaftlich anerkannt ist (wie Alkohol auch), heißt das noch lange nicht, dass er keine Droge ist.

Als Motivation zusammengefasste Stichworte aus Sarah Ballantynes Buch "Die Paläo-Therapie":

Kaffee enthält Antioxidantien und Polyphenole (Anm. von mir: Ob das, was wir bei uns so in Kaffepads und Co. konsumieren, noch Gutes enthält, bezweifle ich persönlich). Obst und Gemüse sind genauso reich an eben jenen Antioxidantien/Polyphenolen, sie haben denselben positiven Effekt auf die Gesundheit und noch weitere.

Kaffee, auch entkoffeinierter, verursacht Ausschüttung von Gastrin -> übermäßige Absonderung von Magensäure, beschleunigt Magenperistaltik.

Kaffee stimuliert auch Cholecystokinin, das Gallenblase bzw. Bauchspeicheldrüse anregt. Bei Gesunden mit 1 bis max. drei kleinen Tassen Kaffee täglich können Gallenflüssigkeit und Bicarbonate aus der Bauchspeicheldrüse den Speisebrei aus dem Magen neutralisieren. Wer eingeschränkte Gallenblasenfunktion oder hohen Kaffeekonsum hat, reizt seine Darmschleimhäute durch den hochsauren Chymus und fördert Entzündungen. Kaffee auf nüchternen Magen kann erhöhte intestinale Permeabilität auslösen.

Entkoffeinierung entzieht dem Kaffee nicht nur das Koffein, sondern auch viele seiner Antioxidantien und Polyphenole, teilweise bleiben eher die schädlichen Inhaltsstoffe zurück.

Koffein beeinflusst den Cortisolspiegel, überhöhter Cortisolspiegel kann zu hyperaktivem Immunsystem, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden und Depression führen. Cortisolspiegel bleibt nach Kaffeekonsum bis zu sechs Stunden erhöht. Bei täglichem Konsum passt sich der Körper etwas an und produziert nicht mehr so viel Cortisol, völlige Toleranz ist aber nicht möglich. Bei regelmäßigen Kaffeetrinkern steigt das Cortisol unter Stress stärker an.

In Studie gezeigt, dass moderater Kaffeekonsum bei Gesunden erhöhte Entzündungsmarker bewirkt. Mehr als 200 ml täglich -> erhöhte Zahl an weißen Blutkörperchen und div. proentzündlichen Zytokinen. Entzündungsmarker blieben auch nach Anpassung an weitere Gesundheits-/Lebensstilfaktoren bestehen.

Kaffee verbessert Insulinsensitivität bei Diabetikern (aber kein Entzündungsrückgang), bei Gesunden mindert er die IS jedoch.

Instantkaffee hat nachweislich starke Kreuzreaktion mit Gliadin-Antikörpern (Gluten).



 
ChristineH
Beiträge: 804
Registriert am: 31.01.2016

zuletzt bearbeitet 14.09.2018 | Top

RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#24 von Chris (edubily) , 14.09.2018 14:25

Zitat von meise im Beitrag #21
Hat hier jemand Erfahrung damit oder weiß, ob es irgendeine pathologische Ursache haben kann, wenn Kaffee zu stark/lange wirkt?!
Früher vor 10 Jahren konnte ich kannenweise Kaffe trinken und nachts problemlos schlafen. Mittlerweile, eigentlich ein paar Jahre nachdem ich meinen Körper edubily-mäßig gepflegt habe, reicht ein starker Kaffee am Nachmittag, und ich liege bis 3oo wach.
Bisher dachte ich, das sei etwas positives, aber ganz so sicher bin ich mir da mittlerweile nicht mehr so.
Kann sich die Genexpression, Koffein schnell abzubauen, deaktivieren? Irgendein defizit in Nieren oder Leber?!


Interessant. Die gleiche Beobachtung habe ich auch gemacht. Heute vertrage ich weit weniger Kaffee als noch in "ungesünderen Tagen". Es ist zwar nicht so, dass ich bis nachts wachliege, aber ich merke, dass es dann immer noch wirkt. Die Frage ist: Was ist "normal"? Vielleicht sind die Wirkungen, die man hat, nicht direkt auf das zurückzuführen, was man trinkt, sondern auf Abbauprodukte, die sich auf bessere Entgiftungsleistung der Leber zurückführen lassen? Auf der anderen Seite kann gut sein, dass die Enzyme "normal" (also im "gesunden Zustand") anders arbeiten als unter anderen Umständen und man dadurch negative Effekte spürt, die eigentlich nicht negativ sind. Ich weiß es nicht. Aber darüber habe ich auch schon des Öfteren nachgedacht.


Chris Michalk


 
Chris (edubily)
Admin
Beiträge: 2.739
Registriert am: 27.05.2014

zuletzt bearbeitet 14.09.2018 | Top

RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#25 von jfi , 14.09.2018 14:47

Zitat von ChristineH im Beitrag #23
Instantkaffee hat nachweislich starke Kreuzreaktion mit Gliadin-Antikörpern (Gluten).


Das würde mich sehr interessieren, weil der Kaffee aus den Maschinen bei mir in der Arbeit ekelhaft ist und ich deshalb den gefriegetrockneten löslichen Bio-Hochland-Arabica-Instant-Kaffee von Lidl 100% Kaffee-Gehalt), weil der mich im Geschmackstest überzeugt hat und auch sonst überall super Bewertungen hat.

Hiervon trinke ich meist 2 Tassen am Tag (also mit Pausen) weil ich keinerlei negative Wirkung habe und nur positive verspüre.

Ist das also generell ein Problem mit Instantkaffee oder auch nur Kaffe?

LG Jens

EDIT: Meine IS ist aber glaube ich nicht so super, was aber sicherlich auch an meinem noch etwas zu hohen Kfa liegt...oder vllt bedingt auch das eine das andere^^


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


 
jfi
Beiträge: 772
Registriert am: 08.03.2017


RE: Die Kaffee-Pause: Weniger Stress, mehr Glück?

#26 von naklar! , 14.09.2018 18:13

Ein doppelter Espresso um 5.15 Uhr.
Das wars.

Habe keinerlei Einschlafschwierigkeiten :-)

Eric


" Ich will mehr Leber, Vater! "


 
naklar!
Beiträge: 1.643
Registriert am: 15.10.2014


   

Magnesium
Gut microbiome, metabolome, and allergic diseases

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 5
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen