Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#1 von Dominik , 18.06.2018 12:31

Auslöser der Diskussion war das tiefgekühlte "Kaisergemüse" (Wiki-Artikel) und ob dieses als gesund angesehen werden kann oder nicht.

Hier die Beiträge aus dem Thread "Was habt ihr heute gegessen?".

Lasst uns in diesem Thread gerne weiterdiskutieren, damit der Ursprungsthread wieder für das dort vorgesehene Thema genutzt werden kann.

#1

Zitat von ChristineH im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Zitat von naklar! im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Christine, was verstehst du unter "Feigenblatt" ?

Man macht sich selbst vor, man würde ja total gesundes Gemüse essen.


#2
Zitat von jfi im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Zitat von ChristineH im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Man macht sich selbst vor, man würde ja total gesundes Gemüse essen.

Warum, zum Kuckuck, das denn?!

Wenn du frisches Gemüse kaufst kann es sein dass da schonn gar nix mehr drin is an Vitaminen, bei TK is aber auf jeden Fall noch was drin!

Und bei Gemüse ist generell ein jedes gesund, das muss nicht immer super fancy Zeug sein.

LG Jens


#3
Zitat von Dominik im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Eben. Wer zur Hölle behauptet heutzutage denn immer noch, dass tiefgekühltes Obst und Gemüse keine Vitamine mehr enthalte?

Selbst Konservengemüse enthält oft noch mehr Vitamine und Mineralstoffe, als die meisten wohl annehmen würden.

Während frisches Obst und Gemüse (mit zunehmender Lagerdauer) durchaus mal einen beachtlichen Teil der Vitamine (insbesondere die licht- und luftempfindlichen) verlieren können.

Insgesamt ist es aber von Lebensmittel zu Lebensmittel unterschiedlich, wie gut die enthaltenen Vitamine bei den verschiedenen Verarbeitungsvarianten enthalten bleiben.

Als Lektüre hierzu empfehle ich wie so oft Examine.com:

Is there a difference between fresh, frozen, and canned vegetables?
https://examine.com/nutrition/fresh-vs-f...ned-vegetables/

Fazit:
Alle drei Varianten sind empfehlenswert, d.h. sowohl frisches, als auch tiefgekühltes, als auch konserviertes Obst und Gemüse.
Entscheidend ist, dass man täglich genug Obst und Gemüse ist, um seinen Bedarf an Vitaminen- und Mineralstoffen zu decken.


#4
Zitat von Marie im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Naja, ich sehe da schon gewaltige Unterschiede in Bezug auf Geschmack und Inhalt.

Bei Gesundheit gehts ja nicht nur um den Anteil von diversen Vitaminen etc., sondern auch um Qualität und Geschmack.

Wenn mir was nicht schmeckt, wird es mit Sicherheit auch vom Körper anders verwertet.
Wir sind ja keine Maschinen, die mechanisch alles verwursten, was eingeworfen wird.

Auch die Qualität des Gegessenen sehe ich als extrem wichtig an.
Hervorragende Bioqualität aus der Region oder dem eigenen Garten hat eine andere Wertigkeit wie konventionelles, vielleicht vom anderen Ende der Welt her transportiertes Nahrungsmittel.

Saisonale Gemüse-und Obstsorten lagern auch nicht ewig und werden oft regional direkt vermarktet.

Klar kann man auch konservierte Obst-und Gemüsesorten essen, schmecken tun sie aber trotzdem anders wie frische Sachen.
Zumindest ist das meine Erfahrung.
Mir ersetzen geschmacklich Tiefkühlkost und Konserven keine frisch zubereiteten Speisen.
Da mache ich mir lieber ein bisschen Arbeit und habe mehr Genuss.

Über Wertigkeiten der einzelnen Sachen will ich hier nicht streiten, kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass Kaisergemüse aus der Tiefkühltruhe frischen Blumenkohl, Brokkoli oder Möhren ersetzen kann.
Wer garantiert eine einwandfreie Tiefkühlkette?
Welchen Qualitätsstandard an Anbau der Gemüse lege ich an?


#5
Zitat von jfi im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Zitat von Marie im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Saisonale Gemüse-und Obstsorten lagern auch nicht ewig und werden oft regional direkt vermarktet.

Sorry, aber das ist Wunschdenken.
Auch regional geerntete Äpfel enthaltwen z.B. ca. ein zehntel des Vitamin C was ein Apfel laut Lehrbuch entahlten sollte. Sogar wenn er nicht lang gelagert wird, aber Vitamin C und andere Vitamine sind sehr licht- und luftempfindlich. Also wenn du selbst angebaute Sachen von gut gedüngter Erde direkt verarbeitest, dann hast du alles was du willst. Aber das können die meisten ja gar nicht weil sie z.B. keinen Garten haben..

Und eine durchgehende TK-Kette wird gewährleistet durch ständige Hygienekontrollen in D und weil sich unsere Discounter und Supermarktketten in Zeiten des Internets überhaupt NICHTS mehr erlauben dürfen!

LG Jens


#6
Zitat von Dominik im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
"Eigener Anbau" oder "Direkter Einkauf beim Bauern des Vertrauens" sind meiner Meinung nach zwei gesonderte Kategorien.

Diese können wir nicht einfach mit dem "Einkauf im Supermarkt" vergleichen, bei dem wir die drei Möglichkeiten "frisch", "tiefgekühlt" und "Konserve" haben.

Logisch ist der eigene Anbau in der Theorie (und vermutlich auch in der Praxis) der wertvollste Weg.

Schließlich weiß ich als mein eigener "Landwirt", was ich anbaue, wie ich es dünge, wann ich es ernte und so weiter.

Beim Bauern des Vertrauens ist es ähnlich, da ich vielleicht auch hier die Möglichkeit habe, mir ganz persönlich anzusehen, wie das Gemüse wächst und geerntet wird.

Im Supermarkt hängen einfach zu viele weitere Variablen drin, die das Ganze einfach unvergleichbar zum eigenen Anbau oder dem Einkauf beim Bauern nebenan machen.

Deshalb bitte hier nicht alles über einen Kamm scheren. Und für den Einkauf im Supermarkt gilt immer noch, dass alle (!) Varianten (frisch, tiefgekühlt, Konserve) legitim sind.


#7
Zitat von Marie im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?

Zitat
Deshalb bitte hier nicht alles über einen Kamm scheren. Und für den Einkauf im Supermarkt gilt immer noch, dass alle (!) Varianten (frisch, tiefgekühlt, Konserve) legitim sind.

Legitim ist sowieso alles

Was mich allerdings wundert ist die Tatsache, dass anscheinend nicht viele auf die Qualität achten.
Damit meine ich, zertifizierten Bioanbau von Demeter, Bioland und Naturland. (außer eigener Garten oder bekanntem Bauer &Co)

Das gibt es auch in Supermärkten, nicht nur in Naturkostläden.
Auch Tiefkühlkost kann theoretisch Bio sein.

Konventionelle Waren verglichen mit guten Bioprodukten, egal welcher Verarbeitung, schmecken auch anders/besser/voller.

Aber dass Tiefkühlkost oder Konserven gleich gut sein sollen, wage ich immer noch zu bezweifeln.
Allein schon die Aufbewahrung in Büchsen ist für mich keine Option.
Entweder sind es Alubüchsen oder innen mit Plastik ausgekleidet.
Beides keine sinnvolle Alternative.

Da wäre mir auf jeden Fall ein Tiefkühlprodukt lieber.

Eigentlich schweifen wir hier ja vom Thema ab und ich halte mich da jetzt auch zurück.
Sorry für die Aufmischung



#8

Zitat von Dominik im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Mein letzter Beitrag hierzu, um den Thread nicht weiter zu "kapern" und wieder zum Thema zurückkehren zu können.

Rest gerne weiter per PM oder in einem separaten Thread.

Zitat von Marie im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Was mich allerdings wundert ist die Tatsache, dass anscheinend nicht viele auf die Qualität achten.
Damit meine ich, zertifizierten Bioanbau von Demeter, Bioland und Naturland. (außer eigener Garten oder bekanntem Bauer &Co)

Das gibt es auch in Supermärkten, nicht nur in Naturkostläden.
Auch Tiefkühlkost kann theoretisch Bio sein.

Konventionelle Waren verglichen mit guten Bioprodukten, egal welcher Verarbeitung, schmecken auch anders/besser/voller.

Fakt 1: Bio ist nicht zwingend besser als konventionell.

Siehe die zwei Artikel von Frank Taeger, die die aktuelle wissenschaftliche Datenlage diesbezüglich widerspiegeln:

Teil 1: https://www.taegerfitness.de/bio-ernaehrung-teil-1/
Teil 2: https://www.taegerfitness.de/bio-ist-nic...zwei-pestizide/

Insofern muss man aufpassen, dass man (Nahrungsmittel-)Qualität nicht mit irgendwelchen Siegeln in Verbindung bringt. Das wäre zu kurz gedacht.

Zitat von Marie im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Aber dass Tiefkühlkost oder Konserven gleich gut sein sollen, wage ich immer noch zu bezweifeln.
Allein schon die Aufbewahrung in Büchsen ist für mich keine Option.
Entweder sind es Alubüchsen oder innen mit Plastik ausgekleidet.
Beides keine sinnvolle Alternative.

Da wäre mir auf jeden Fall ein Tiefkühlprodukt lieber.

Eigentlich schweifen wir hier ja vom Thema ab und ich halte mich da jetzt auch zurück.
Sorry für die Aufmischung

Fakt 2: Verpackung != Verpackungsinhalt

Das Thema der Verpackung ist noch mal ein separates Thema, welches wir losgelöst betrachten sollten.

Bei dieser Diskussion ging es zunächst nur um das Nahrungsmittel an sich, nicht um die Art der Verpackung.

Dass der Verpackungsaspekt ein weiterer Aspekt ist (der aber auch für alle Kategorien gilt: Frisches Obst/Gemüse oft in Plastiktüten, Tiefkühlware ebenso, Konserven sowieso) den man gesondert betrachten muss, darauf können wir uns sicherlich einigen. Aber dann muss man das ganze Feld riesig groß aufziehen, da nicht nur Nahrung in Verpackungen verkauft wird, sondern auch nahezu alle anderen Produkte des täglichen Bedarfs. Und irgendwann kommt man dann bei Diskussionen an, ob es wirklich Naturkosmetik sein muss oder ob konventionelle Kosmetik als gleichwertig einzustufen ist. Hier kenne ich Verfechter beider Seiten und persönlich hat mir bis heute niemand mit entsprechenden Daten belegen können, dass ich lieber ganz schnell mein Shampoo, meine Handcreme und meine Zahnpasta wegwerfe und gegen Pendants eintausche, die der Naturkosmetik zugehörig sind.

Am Ende ist es wie bei der Debatte um das umstrittene Fluorid: Die einen verteufeln es, die anderen befürworten es.

Lesenswerte Artikel dazu von Science-Based Medicine:

The Fluoride Dragon Cometh! Or does he?
https://sciencebasedmedicine.org/the-flu...eth-or-does-he/

Fluoride: Still Not Poisoning Your Precious Bodily Fluids!
https://sciencebasedmedicine.org/fluorid...recious-fluids/

Antifluoridation Bad Science
https://sciencebasedmedicine.org/antiflu...on-bad-science/


#9
Zitat von Marie im Beitrag Was habt ihr heute gegessen?
Wer hier wie, wo zu kurz denkt war tatsächlich nicht das Thema.
Aber wenn man sich mit Ernährung und Erhaltung des eigenen Körpers auseinander setzt, dann kommen diese Fragen unweigerlich auf.

Ich wußte ernsthaft nicht, was Kaisergemüse ist, deshalb meine Nachfrage.
Es wurde erwähnt, dass es dem User nicht schmeckt, er fragte nach Möglichkeiten der Geschmacksverbesserung.
So kommt man dann vom 100dertsten ins Tausendste

Per PN fände ich das Thema zu schade, da könnten sich doch noch andere dran beteiligen.
Magst Du ein Thema eröffnen?

Euch allen weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Euren Essenzusammenstellungen.
Ich kann mich da nicht gut einbringen, da ich keine solchen strengen Maßstäbe anlege und keine ausschließliche Ernährungsform zelebriere.
Da habe ich nur allgemeine Richtlinien, die ich zugegebenermaßen dann auch recht strikt einhalte.



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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#2 von Marie , 18.06.2018 14:08

Super!
Danke für Deine Fleißarbeit!

Ich muss mir Deine Verlinkungen erst mal in Ruhe durchschauen, bevor ich was schreibe.


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#3 von ChristineH , 18.06.2018 18:39

Nirgends habe ich behauptet, Tiefkühlgemüse sei schlecht. Auf den Zug seid Ihr einfach gesprungen.

Was ich meinte ist "Hauptsache billig und bequem".

Ich halte das Kaisergemüse aus mehreren Gründen für unzulänglich:
a) Support your local dealer.
Familie Aldi ist reich genug und die Autobahn auch voller LKW. Und Gemüse/Obst aus Spaniens Wüste ist ein no-go.
b) Qualität.
Ich kaufe beim örtlichen Demeterbauern oder dem örtlichen konventionellen Bauern. Im Supermarkt kaufe ich - außer Bananen und Avocados - kein Gemüse.
c) Die Kaisergemüse-Fraktion isst das tagein, tagaus.
Wo bleibt die Vielfalt und die Saisonalität? Vor allem dieser Punkt stört mich. Was ist mit Artischocken, Avocado, Kürbissen, Chocorée, Endivie, Fenchel, diversen Zwiebeln, grünen Bohnen, Grünkohl, Gurke, Ingwer, Knollensellerie, Kohl, Kohlrabi, Kresse, Lauch, Wildkräutern (Löwenzahn & Co.), Schnittlauch, Petersilie, diversen Rüben, Mangold, Pastinaken, Portulak, Radicchio, Rettich/Radieschen, Rosenkohl, Rote Bete, Rucola, Staudensellerie, Spargel, Spinat, Süßkartoffeln, Topinambur, Zucchini, sofern verträglich: Nachtschattengewächsen und den anderen Gemüsen, die ich jetzt vergessen habe?

Wenn's wirklich gesund machen soll, denke ich an die Empfehlungen von Dr. Terry Wahls: http://www.phoenixhelix.com/2013/04/08/w...ie-protocol-qa/

1 gehäufter Teller grünes Blattgemüse
1 gehäufter Teller schwefelreiches Gemüse
1 gehäufter Teller farbiges Gemüse/Obst am Tag, idealerweise drei verschiedene Farben

- pro Tag. Und ich ergänze: Manches davon fermentiert.



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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#4 von Dominik , 18.06.2018 19:29

War auch nicht explizit auf dich bezogen oder gegen dich gerichtet, Christine.

Vielmehr diente es als generelle Klarstellung, da ich das Gefühl habe, dass dies ein genereller Irrglaube ist, der noch in einigen Köpfen schwebt.


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#5 von Marie , 18.06.2018 19:52

Zitat
.....dass dies ein genereller Irrglaube ist, der noch in einigen Köpfen schwebt.



Dominik, worauf genau beziehst Du diese Aussage?


Ich habe mir die beiden Links von Frank Taeger durchgelesen.
Überzeugen tun sie mich leider nicht

Christine hat es schön zusammengefasst, was u.a. mit ausschlaggebend an Bio bzw. gesunder Ernährung ist.

Das Thema spaltet die Gemüter, ich weiß.


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#6 von ChristineH , 18.06.2018 19:55

Zitat von ChristineH im Beitrag #3
Chocorée,


Aaaah! Ertappt. Ich bekenne, ich bin süchtig ...


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#7 von Dominik , 18.06.2018 19:57

Ich beziehe das auf alle angesprochenen Themen in den o.g. Zitatboxen. Also einerseits, dass bio grundsätzlich besser sei als konventionell und, dass frisch immer besser sei als tiefgekühlt. Beides halte ich, die aktuelle Datenlage betrachtet, für nicht zutreffend.


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#8 von Marie , 18.06.2018 19:59

Haha, mal was Neues:
Chicoreeschokolade

Sollte man mal versuchen zu vermarkten, in umweltfreundlicher Verpackung, alles aus den tollsten Zutaten


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#9 von hans , 19.06.2018 07:46

Zitat von Marie im Beitrag #5
Ich habe mir die beiden Links von Frank Taeger durchgelesen.
Überzeugen tun sie mich leider nicht


Dem schließe ich mich an. Die Studien zu den Nährwertangaben bzw. Inhalten vernachlässigen alles was wir nicht direkt messen können - und das ist die Mehrheit der Dinge. Zudem werden die Auswirkungen der Pestizide (meiste mehrere) auf Körper und Mikrobiom vernachlässigt. Mir stinkt das alles gewaltig. Hier mal meine Meinung dazu.

Zumindest sollte konventionelles Obst und Gemüse richtig gewaschen werden.....

Zudem war in einem der gequoteten Beiträge noch was über Fluor - also Pro Fluor... und die Artikel waren wirklich schlecht und es ging nie richtig über Fluor, sondern es wurde versucht suggestiv die Fluor-Kritiker schlecht zu machen in dem auf anderen Themen geschwenkt und dann alles vermatscht wurde. Fluor mag gut für die Zähne sein - nicht jedoch für den Rest des Körpers!

Zu TK: Wann es geerntet wurde steht meist nicht auf der Packung. Wie viel Zeit zwischen Ernte und Einfrieren vergeht auch nicht. Für mich ist immer noch wirklich frisch das beste. Frisch meint dann jedoch auch wirklich frisch und nicht ewig bei 2-4 Grad gelagert.

LG
Hans


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#10 von Marie , 19.06.2018 10:20

Danke Hans, für Deine Worte und die Gedanken in Deinem Blog!


Ich denke, wer gesund ist (oder meint, es zu sein), jung und in voller Blüte seiner Kräfte, vergisst schnell, dass er/sie keine Maschine ist, in die man etwas einwirft und das dann nach Schema "F" verarbeitet wird.

Wir sind lebendige Wesen, die auf vielfältige Art und Weise funktionieren.
Da sind auch Bereiche dabei, die nicht rational erklärbar oder gar messbar wären.
Außerdem hoch individuell!!!

Auch wenn es sich vielleicht blöd anhört:
Lebendige Wesen brauchen auch lebendige Nahrung

Da muss ich halt auch meinen gesunden Menschenverstand einschalten und schauen, was ist so lebendig wie möglich!
Und was hindert mich so wenig wie möglich in meinen Stoffwechselvorgängen.

Wenn ich mal ein "Kaisergemüse" esse, bringt mich das sicherlich nicht um, aber als Dauerkost sehe ich vieles nicht als Lebensmittel an.
(wobei hier das Gemüse nur als Synonym für alles mögliche gemeint ist Übrigens ein genialer Name )


Keine Frage, dass auch "Bio", was immer man damit meint, mittlerweile in vielem auch nicht mehr als gesund bezeichnet werden kann.
Geschäftemacherei macht keinen Halt vor den Biotüren.

Das hindert mich persönlich aber nicht daran, mein Hirn einzuschalten und sowohl liebevoll als auch vernünftig mit mir umzugehen.


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#11 von jfi , 19.06.2018 10:28

Zitat von ChristineH im Beitrag #3
c) Die Kaisergemüse-Fraktion isst das tagein, tagaus.
Wo bleibt die Vielfalt und die Saisonalität? Vor allem dieser Punkt stört mich. Was ist mit Artischocken, Avocado, Kürbissen, Chocorée, Endivie, Fenchel, diversen Zwiebeln, grünen Bohnen, Grünkohl, Gurke, Ingwer, Knollensellerie, Kohl, Kohlrabi, Kresse, Lauch, Wildkräutern (Löwenzahn & Co.), Schnittlauch, Petersilie, diversen Rüben, Mangold, Pastinaken, Portulak, Radicchio, Rettich/Radieschen, Rosenkohl, Rote Bete, Rucola, Staudensellerie, Spargel, Spinat, Süßkartoffeln, Topinambur, Zucchini, sofern verträglich: Nachtschattengewächsen und den anderen Gemüsen, die ich jetzt vergessen habe?


Was soll denn diese Pauschalisierung?
Nur weil ich bei uns in der Arbeitskantine jeden Tag frisches und leckeres Gemüse essen kann und dabei eben auch ab und an mal zum Kaisergemüse greife, heißt das nicht dass ich das ausschließlich esse.
Ich glaube die Kaisergemüs-Fraktion die du meinst sind die (möchtegern) Bodybuilder denen Gesundheit angeblich wichtig is auf Team-Andro oder sonst wo.

Denke nicht, dass wir davon allzuviele hier im Forum haben ;-)

LG Jens


"Don't ask what the world needs. Ask what makes you come alive. Because what the world needs most is more people who have come alive." - Howard Thurman


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#12 von hans , 19.06.2018 11:19

Zitat von Marie im Beitrag #10
Lebendige Wesen brauchen auch lebendige Nahrung


Jepp!

Zitat von Marie im Beitrag #10
Wenn ich mal ein "Kaisergemüse" esse, bringt mich das sicherlich nicht um, aber als Dauerkost sehe ich vieles nicht als Lebensmittel an.


Der Unterschied zw. Nahrungsmittel und Lebensmitteln ist essentiell. hatte schon vor über 60 Jahren der deutsche Ernährungsforscher Kollath herausgefunden und entsprechend die Wertigkeit von Lebensmitteln auf dem Weg zu Nahrungsmitteln beschrieben. Sein Buch ist ein Klassiker... natürlich heute in teilen Überholt... jedoch ist nicht mal das was er beschreibt von der Mehrheit der Bevölkerung auch nur im Ansatz umgesetzt....

LG
Hans


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#13 von ChristineH , 19.06.2018 11:33

Hab grade beim Edeka mal spaßeshalber in die TK-Gemüseabteilung geschaut. Da gibt es TK-Brokkoli "Hochlandanbau in Ecuador". Übrigens in normal und in bio. Die schreiben das sogar noch als Verkaufsargument drauf ...

Kauft dort, wo ihr wisst, wo/wie/von wem produziert wurde. Gebt dem Produzenten direkt das Geld. Und wenn ihr's dann portionsweise einfrieren wollt, geht das auch immer noch.

Zitat von jfi im Beitrag #11
Denke nicht, dass wir davon allzuviele hier im Forum haben ;-)


Ich lese in keinen Andro-Foren und ja, es gibt hier im Forum Leute, die das sehr häufig (vielleicht nicht ganz täglich, aber zumindest annähernd) essen und annehmen, dass sie sich damit so richtig gesund ernähren.

Wer "mal" ein Kaisergemüse kocht/isst, ist nicht von der Kaisergemüse-Fraktion ;-)


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#14 von Marie , 19.06.2018 12:12

von Hans

Zitat
Der Unterschied zw. Nahrungsmittel und Lebensmitteln ist essentiell. hatte schon vor über 60 Jahren der deutsche Ernährungsforscher Kollath herausgefunden und entsprechend die Wertigkeit von Lebensmitteln auf dem Weg zu Nahrungsmitteln beschrieben. Sein Buch ist ein Klassiker... natürlich heute in teilen Überholt... jedoch ist nicht mal das was er beschreibt von der Mehrheit der Bevölkerung auch nur im Ansatz umgesetzt....



Mit diesem Herrn und seinen Gesundheitsideen bin ich groß geworden.
Und ja, ich habe sie auch bis heute umgesetzt.
Es lohnt sich!

Wenn man den Gedanken verinnerlicht hat, ist es auch völlig unkompliziert, ihn zu praktizieren.

Ich glaube, viele stellen sich gesunde Ernährung einfach zu aufwändig vor.
Vielleicht aus dem Grund, dass man zu mechanistisch denkt?
Alles wird gemessen, gewogen, verglichen.

Jetzt gehe ich mal raus und schiebe mir Johannisbeeren in den Mund!


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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#15 von Tobler , 19.06.2018 13:00

Am besten selbst angebaut! Nur leider geht das nicht so. Ich bau mir meiner Kräuter selbst an genauso Tomaten, alles schön vollgepackt auf meinem Balkon. Hätte ich einen Garten würde ich mir alles anbauen.


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