RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#31 von hans , 15.08.2018 11:28

Zitat von Dominik im Beitrag #27
Aber klar, manche Dinge wären auch für mich heutzutage nicht vorstellbar: Für mich muss ein Mobiltelefon von morgens bis abends in der Hosentasche sein, für permanente Erreichbarkeit. Kann ja immer mal sein, dass Sohnemann (schon oft genug passiert!) von der Bettkante abspringt, weil er meint, der Laminatboden wäre ja nicht so hart.


Die Hosentasche ist die denkbar schlechteste Idee.. volle Exposition der Körpergewebe... und mehr...

Zitat von Dominik im Beitrag #27
Tja, bumms, ab ins Krankenhaus. Ohne Mobiltelefon hätte ich erst abends nach Feierabend davon erfahren... von daher gebe ich bestimmte Gewohnheiten auch nicht auf, wenn ich der Meinung bin, dass sie für mich unentbehrlich sind.


Erfährst Du davon nur, oder bringst Du Sohnemann ins Krankenhaus? Nur die zeitnahe Information alleine wäre für mich unwichtig - das reicht auch am Abend, auf dem Festnetz-Telefon, AB, eMail oder beim Sekretariat. Als ich aufgewachsen bin, gab es das alles nicht und die Welt ist auch nicht untergegangen... ich war spielen.. und Hauptsache ich war abends wieder da. Das "Normal" heute ist so weit weg vom Normal von vor 40 Jahren... ich denke jüngere Menschen können das gar nicht mehr nachvollziehen.. und auch die älteren Eltern in meinem Alter sind schon vom dieser Art des (für mich) Wahns infiziert. Die sehen überall nur gefahren - geben die im Vergleich größere statistische Gefahr dem Kind jedoch selber mit.. also Smartphone & Co.

Was das Mobiltelefon dann mit den kleinen macht... auauaua... wenn irgendwer mal die Studien lesen würde und den Ärzten zuhören würde die den ganzen Mist final behandeln... EMF beeinflussen so krass viel, Zellen, DNA, ROS, ETC, Mikrobiom, Hormonsystem/Regulation, Melatoninproduktion... und da wundert sich noch einer warum Verdauung, Energie, Hormonsystem & co. bei so vielen im Popo sind?

Nur mal so meine Gedanken....

LG
Hans


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#32 von hans , 15.08.2018 11:35

Zitat von H_D im Beitrag #28
Fazit: macht keinen Unterschied, höchstens bei der Tierhaltung und dem Gewinn der ganzen Lieferkette


Das bezweifele ich mal ganz stark, das Pestizide, Künstlicher Dünger und Co. keine Auswirkungen auf Boden, Pflanzen, Mikroorganismen und final den Mensch hat.

Alle Studien die ich dazu mal überflogen habe waren immer nur isolationistisch. Und die Menschen als Kontrollgruppe müsstest Du über viele Jahre beobachten und andere Faktoren ausschließen. Hat noch keiner gemacht. Aber jeder soll das selber für sich entscheiden.

LG
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#33 von Laurita , 15.08.2018 11:48

Zitat von Marie im Beitrag #21


Mir wäre da eigentlich noch wichtig, nicht allein beim Essen stehen zu bleiben.
Wenn ich dran denke, dass die Haut unser größtes Organ ist und ich dann mal so grob betrachte, was manch einer drauf schmiert oder anzieht.....
Ui, da rieselt es mir auch etwas frisch den Rücken runter.



Da hast du vollkommen recht. Tierversuchsfrei Naturkosmetik frei von Parabenen, Erdölen etc. gehört für mich auch dazu. Wie gesagt, es ist ein riesen
Thema über welches lange diskutiert werden kann.

Elektrosmog etc. wird in Form von Baubiologie ein immer größeres Thema. Doch die Allgemeinheit wird erst bewusst darauf reagieren, wenn ein großer
Teil der Bevölkerung an negativen Folgen der Bestrahlungen leidet. Mit der Einführung und flächendeckenden Verbreitung von 5G, wird dies vielleicht
in nicht all zu ferner Zukunft geschehen...

Was das Thema Ärzte angeht und warum diese einen auf solche Dinge nicht hinweisen, liegt meiner Meinung nach zum einen daran, dass Ärzte nichts
davon im Studium lernen und zum anderen, dass Ärzte in der Praxis dem Stress ausgesetzt sind der es nicht zulässt sich vernünftig weiterzubilden. Dazu
kommt, dass sich wenige Fortbildungen mit diesen Themen beschäftigen und dass Studien zu diesen Themen noch nicht mit Lobby Studien mithalten können.
Allerdings gibt es auch Ärzte die es tun! Davon kenne ich einige und die Tendenz steigt.
Allein dass das Thema Ernährung im Medizinstudium keine große Rolle spielt obwohl man über die Ernährung (natürlich + andere Faktoren) präventiv
Krankheiten vorbeugen kann, hat mich schon immer stutzig gemacht. Die Behauptung das viele Ärzte nur Symptome und nicht Ursachen behandeln ist für
mich nicht weit hergeholt. Aber hier kann man, wie gesagt, nicht alle unter einen Kamm scheren, viele Allgemeinmediziner befassen sich heute mit
komplementär Methoden und versuchen den Menschen ganzheitlich zu betrachten.


Zitat von H_D im Beitrag #28
Kann zu Bio oder nicht den Podcast mit Frank Taeger bei Smart Fitness empfehlen.
Fazit: macht keinen Unterschied, höchstens bei der Tierhaltung und dem Gewinn der ganzen Lieferkette


So viele Experten, so viele Meinungen.. Jeder der die Wahrheit für sich finden will sollte sich selbstständig, gründlich, lange und ohne Vorbehalte mit dem
jeweiligen Thema beschäftigen. Dazu sollten eigene Erfahrungen gemacht werden und nicht nur auf die Erfahrung anderer vertraut werden..


Viele Grüße


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#34 von H_D , 15.08.2018 11:54

https://www.taegerfitness.de/bio-ernaehrung-teil-1/

Es gibt auch Leute, denen ist die Tierhaltung bzw. das Tierwohl schlicht egal.

Preislich ist es eben so, dass der Mehraufwand für die Bioherstellung wohl 10% ausmacht, das Bioprodukt dann aber eben nicht nur 10% mehr kostet


H_D  
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#35 von hans , 15.08.2018 12:14

Zitat von H_D im Beitrag #34
Preislich ist es eben so, dass der Mehraufwand für die Bioherstellung wohl 10% ausmacht, das Bioprodukt dann aber eben nicht nur 10% mehr kostet


Erzeugermehraufwand ist != Mehraufwand in der ganzen Kette. Weil das 'Mindermengen' sind müssen auch alle Zwischenhändler anders kalkulieren. Zudem bezweifele ich, das Demeter-Rind nur ca. 10% Mehraufwand als Billig-Antibiotika-Nie-Wiese-und-oder-Tageslicht-Gesehen-Maismast-Rind ist.

Alles nicht so einfach mit den vergleichen.... und ja, das Tierwohl ist noch eine ganz andere Baustelle. Da werde auch ich zum Veganer.... weil ich den Agro-Industrie-Dreck nicht essen will. Wilder Fischfang (Hering) ist deswegen meine Alternative.... auch nicht toll beim Zustand der Meere... aber (hoffentlich) ein Kompromiss in Maßen.

LG
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#36 von Dominik , 15.08.2018 12:17

Zitat von hans im Beitrag #31
Zitat von Dominik im Beitrag #27
Aber klar, manche Dinge wären auch für mich heutzutage nicht vorstellbar: Für mich muss ein Mobiltelefon von morgens bis abends in der Hosentasche sein, für permanente Erreichbarkeit. Kann ja immer mal sein, dass Sohnemann (schon oft genug passiert!) von der Bettkante abspringt, weil er meint, der Laminatboden wäre ja nicht so hart.


Die Hosentasche ist die denkbar schlechteste Idee.. volle Exposition der Körpergewebe... und mehr...

Nun, wenn man nicht die ganze Zeit mit Bauchtasche o.Ä. herumlaufen will, dann bleibt ja nur die Hosentasche?! Gut, da ich als IT'ler meinen Arbeitsplatz am Schreibtisch habe, könnte ich das Smartphone während der Arbeitszeit ja auch einfach auf dem Schreibtisch liegen lassen. Dann wäre zumindest der direkte Körperkontakt nicht mehr gegeben und ich wäre trotzdem bei Notfällen erreichbar.

Zitat von hans im Beitrag #31
Zitat von Dominik im Beitrag #27
Tja, bumms, ab ins Krankenhaus. Ohne Mobiltelefon hätte ich erst abends nach Feierabend davon erfahren... von daher gebe ich bestimmte Gewohnheiten auch nicht auf, wenn ich der Meinung bin, dass sie für mich unentbehrlich sind.


Erfährst Du davon nur, oder bringst Du Sohnemann ins Krankenhaus? Nur die zeitnahe Information alleine wäre für mich unwichtig - das reicht auch am Abend, auf dem Festnetz-Telefon, AB, eMail oder beim Sekretariat. Als ich aufgewachsen bin, gab es das alles nicht und die Welt ist auch nicht untergegangen... ich war spielen.. und Hauptsache ich war abends wieder da. Das "Normal" heute ist so weit weg vom Normal von vor 40 Jahren... ich denke jüngere Menschen können das gar nicht mehr nachvollziehen.. und auch die älteren Eltern in meinem Alter sind schon vom dieser Art des (für mich) Wahns infiziert. Die sehen überall nur gefahren - geben die im Vergleich größere statistische Gefahr dem Kind jedoch selber mit.. also Smartphone & Co.

Ich erfahre es und fahre ins Krankenhaus. Da unser Sohn erbrochen hat, bestand der Verdacht einer Gehirnerschütterung. Am Ende ist zum Glück aber noch mal alles gut ausgegangen, der Junge hat echt einen Schutzengel, so oft wie wir mit ihm schon im Krankenhaus waren, weil er sich z.B. beim Toben am Kopf verletzt hat. Aber grundsätzlich sind Mama und Papa dann im Krankenhaus mit dabei, wenn aufgrund einer Verletzung etwas Ernstes wie z.B. eine Gehirnerschütterung passiert sein könnte.

Zitat von hans im Beitrag #31
Was das Mobiltelefon dann mit den kleinen macht... auauaua... wenn irgendwer mal die Studien lesen würde und den Ärzten zuhören würde die den ganzen Mist final behandeln... EMF beeinflussen so krass viel, Zellen, DNA, ROS, ETC, Mikrobiom, Hormonsystem/Regulation, Melatoninproduktion... und da wundert sich noch einer warum Verdauung, Energie, Hormonsystem & co. bei so vielen im Popo sind

Wie ich zuvor schon schrieb: Solange die Ärzte dies den Patienten nicht sagen (entweder, weil sie es selbst nicht wissen oder warum auch immer) wird sich daran leider nichts ändern. 90% der Menschen sind nun mal auf die Auskunft der Ärzte angewiesen.

Und leider scheinen wir, zumindest in Deutschland (keine Ahnung, wie es in den USA ist) nicht auf einem guten Weg zu sein, was die Aufklärung über Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen betrifft.

Das Zukunftsministerium Bayern schreibt zum Thema EMF:

Zitat
Bei den Forschungsergebnissen – viele beziehen sich auf Zellkulturen und nicht auf den lebenden Menschen – besteht jedoch häufig große Widersprüchlichkeit. Die Effekte sind in der Regel klein, so dass sie über die natürliche statistische Streubreite kaum hinausragen. Gesundheitsrelevante Effekte und Auswirkungen, die über die reine Strom- bzw. Wärmewirkung hinausgehen, müssen wissenschaftlich abgesichert und nachvollziehbar sein, um in Rechtsnormen Eingang finden zu können. Hierfür gibt es derzeit – nach Bewertung durch die offiziellen Gremien ( z.B. Strahlenschutzkommission) – noch nicht genügend Anhaltspunkte.


Quelle: https://www.zukunftsministerium.bayern.d...magn-felder.pdf

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) schreibt zu EMF und Mobiltelefonen:

Zitat
Auch wenn wir in unserem beruflichen und privaten Alltag nahezu immer von EMF umgeben sind, besteht nur bei einem Bruchteil der Anwendungen tatsächlich die Möglichkeit einer gesundheitlichen Gefährdung. Das Mobiltelefon und die von ihm ausgesandten hochfrequenten EMF stellen in diesem Zusammenhang wohl eines der am häufigsten und kontroversesten diskutierten Themen dar. Dabei stehen nicht die oben beschriebenen kurzzeitigen Wirkungen, sondern die Langzeitwirkungen im Fokus. So stehen die hochfrequenten Felder unter Verdacht, Krebs auszulösen oder die männliche Fruchtbarkeit negativ zu beeinflussen. Trotz zahlloser, hochfinanzierter Studien ist bisher kein wissenschaftlich nachgewiesener Zusammenhang erkennbar. Die beim Langzeittelefonieren festgestellte Gewebeerwärmung in der Nähe des Ohres konnte ebenfalls nicht unmittelbar mit Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. [...] Aus Sicht des Arbeitsschutzes sind beim Mobiltelefon daher eher sekundäre Gefährdungen, wie zum Beispiel die Ablenkung im Straßenverkehr oder ergonomische Aspekte, von Bedeutung.


Quelle: https://www.dguv.de/medien/ifa/de/pub/grl/pdf/2017_137.pdf

Grundsätzlich finde ich auf deutschen Webseiten nur solche Aussagen wie:

Zitat
Elektromagnetische Felder (EMF) treten überall dort auf, wo eine Spannung anliegt oder ein Strom fließt. Daher ist eine Exposition von Beschäftigten gegenüber EMF an elektrisch betriebenen Geräten und Anlagen grundsätzlich immer gegeben. Die Exposition der Beschäftigten an Büroarbeitsplätzen durch die dort vorhandenen Elektrogeräte wie Computer, Bildschirme u. ä. ist aufgrund der niedrigen Feldstärken zu vernachlässigen. An anderen Feldquellen, z. B. an industriellen Anlagen zum induktiven Härten und Schmelzen oder an Schweißeinrichtungen, können jedoch weitaus höhere Feldstärken auftreten, die einer genaueren Betrachtung bedürfen.


Quelle: https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/strahl...elder/index.jsp

Derzeit lautet die Botschaft, die uns deutschen Bürgern an die Hand gegeben wird, also ganz klar:

Derzeit sind keine gesundheitlichen Risiken bekannt. Ihr könnt also alle weiterhin eure Arbeit im Büro verrichten und euer Mobiltelefon mit euch führen.

Tja, ob das so richtig ist, darf bezweifelt werden. Aber ganz ehrlich? Es ist doch absolut kein Wunder, dass die Menschen sich mit zigtausend technischen Geräten umgeben, wenn es laut aktueller Forschung "noch nicht genügend Anhaltspunkte" für mögliche "gesundheitsrelevante Effekte und Auswirkungen" gibt.

Joah... und dann habe ich noch mal Google angeschmissen:

Eine kurze Google-Suche mit der Begriffskombination "EMF computer" hingegen spuckt zahlreiche Suchergebnisse mit den folgenden Titeln aus:

- "Electrostress from Computers"
- "9 Tips to Cut Down On Exposure To Computer Radiation"
- "Safer Computing: Creating a Low EMF Computer Environment"
- "Is Computer Radiation Damaging Your Health?"
- usw.

Gut, wenn man etwas weiter sucht, findet man bei geeigneten Suchbegriffen (Google-Suche nach "computer elektromagnetische strahlung") auch deutsche Artikel zum Thema:

- "Gesundheitsschäden durch PCs | c't Magazin - Heise"
- "PC Strahlung, wie gefährlich ist sie wirklich? | ComputerBase Forum"
- usw.

Aber wie gesagt: Solange (wie in den obigen Berichten des Zukunftsministeriums Bayern oder der DGUV nachzulesen) die Gesellschaft nicht ernsthaft über die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen aufgeklärt wird und entsprechende Maßnahmen für den Berufsalltag getroffen werden, nützt das alles nichts. Jeder, der im Büro arbeitet, befindet sich zwangsläufig in der Nähe zahlreicher elektronischer Geräte wie: Bildschirme, Computer, Notebooks, Festnetztelefone und so weiter. Und ein Mobiltelefon muss auch immer griffbereit sein, sei es privat (um von Unfällen oder anderen gefährlichen Vorfällen zu erfahren und schnell handeln zu können) und/oder dienstlich (im Falle einer Rufbereitschaft ggf. sogar 24/7).


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#37 von hans , 15.08.2018 13:02

Zitat von Dominik im Beitrag #36
Aber wie gesagt: Solange (wie in den obigen Berichten des Zukunftsministeriums Bayern oder der DGUV nachzulesen) die Gesellschaft nicht ernsthaft über die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen aufgeklärt wird und entsprechende Maßnahmen für den Berufsalltag getroffen werden, nützt das alles nichts.


Die Studien,die sagen das alles am Popo ist (bzw. die Probleme aufzählen und kausale Zusammenhänge herstellen) gibt es... schau in mein Blog oder Google Bioinitiative bzw. NTP-Studie. Aber stell Dir mal vor, was es bedeuten würde wenn die Aussagen umgekehrt währen... man müsste alles ändern. Apples & Co. Börsenwert wäre faktisch "0". 5G könntest Du absagen, etc. pp. Kein WhatsApp mehr! Unvorstellbar!

Diese "Institutionen" bzw. privaten Vereine mit schönen Namen werden und können gar nichts anderes verlautbaren.... jeder muss das für sich selber entscheiden. Gut ist das Du schon mal gegoogelt hast. Nun musst Du selber entscheiden welchen Interessens-Gruppen Du glauben schenkst: Den Forschern spezifischer Studien, oder privaten Vereinen (mit Industrie-Hintergrund) die ohne Referenz auf nachprüfbare Studien verlautbaren das alles o.k. ist - bzw. das nicht zu 101% gesichert ist das EMF auch wirklich, wirklich, wirklich Krank macht.

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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#38 von Marie , 15.08.2018 13:41

Na, hier geht ja die Post ab!

Ich lese hier wieder mal heraus, dass es verdammt schwierig ist, sich Informationen zusammen zu suchen, auf die man sich verlassen kann.

Dazu kommt dann noch die eigene Bequemlichkeit, die Unlust etwas zu verändern oder was auch immer man für Ausreden kreieren will/kann.

Da fällt mir wieder mal folgender Buchtitel ein:
"Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe" (ca. 800 Seiten)



Niemand hat finale Wahrheiten, aber vielleicht sollte man doch etwas kritischer mit den "Normalität" unseres Lebens umgehen?


Dominik hat sich bedankt!
 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#39 von Dominik , 15.08.2018 13:56

Zitat von hans im Beitrag #37
Aber stell Dir mal vor, was es bedeuten würde wenn die Aussagen umgekehrt währen... man müsste alles ändern. Apples & Co. Börsenwert wäre faktisch "0". 5G könntest Du absagen, etc. pp. Kein WhatsApp mehr! Unvorstellbar!
[...] jeder muss das für sich selber entscheiden. Gut ist das Du schon mal gegoogelt hast. Nun musst Du selber entscheiden welchen Interessens-Gruppen Du glauben schenkst: Den Forschern spezifischer Studien, oder privaten Vereinen (mit Industrie-Hintergrund) die ohne Referenz auf nachprüfbare Studien verlautbaren das alles o.k. ist - bzw. das nicht zu 101% gesichert ist das EMF auch wirklich, wirklich, wirklich Krank macht.


Selbst, wenn die Aussagen umgekehrt wären, wäre ein Leben in der heutigen Gesellschaft ohne täglichen Kontakt zu EMF doch gar nicht möglich.

Megatrends wie beispielsweise Connectivity, Digitalization, Health, Mobility und Security werden uns die nächsten Jahrzehnte weiter begleiten.

Praxisnahes Beispiele:

• Was mache ich heutzutage ohne elektronische Geräte wie z.B. einen Computer oder ein Mobiltelefon?
Für Texterfassung, Tabellenkalkulation usw. bin ich darauf angewiesen. Schreibmaschinen und Rechenschieber sind ausgestorben.
Erreichbarkeit (auch unterwegs!) bei Notfällen (Unfälle usw.) erachte ich ebenfalls für sehr wichtig.
Ich würde mich schämen, wenn ich etwa von der ernsthaften Verletzung eines mir nahestehenden Menschen nicht zeitnah erfahren und entsprechend handeln könnte.
Was, wenn z.B. im Kindergarten etwas passiert? Die Erzieher sind in der Pflicht, die Eltern zu informieren - ziemlich blöd, wenn diese dann nicht telefonisch erreichbar sind.
(Und nicht jeder hat einen Beruf am Schreibtisch, wo man ggf. über das Festnetztelefon erreichbar wäre.)

• Was mache ich heutzutage ohne Internet?
Undenkbar. Egal ob beruflich oder privat (z.B. E-Mails, Geldgeschäfte, Onlineeinkäufe). Immer mehr Prozesse werden digitalisiert.

• Was mache ich heutzutage ohne Auto oder ÖPNV?
Gar nichts, wenn man bedenkt, dass immer mehr Menschen eine große Distanz zwischen Arbeitsplatz und dem Zuhause zurücklegen müssen.

=> Du siehst: Ich brauche nicht einmal auf solche Dinge wie Facebook und Whatsapp eingehen (die ich übrigens gar nicht nutze) - die o.g. Punkte sind schon derart verankert in den Industrieländern, dass sich daran nichts mehr ändern wird. Bill Gates hatte damals den richtigen Riecher mit seiner Vision: "Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus."

Deshalb ist meine Einstellung zu der ganzen Sache: Man kann zwar die Ratschläge aus deinem EMF-Blogartikel befolgen, aber du hast am Beispiel des ÖPNV ja selbst erkannt, dass manche Dinge einfach an der praktischen Umsetzung scheitern werden. Zitat: "Gerade den letzten Punkt (EMF 10) finde ich persönlich sehr krass und schätze Ihn als wirklich kritisch ein – denn die einzige mit einfallende Vermeidungsstrategie ist den ÖPNV nicht mehr zu nutzen…"


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#40 von Dominik , 15.08.2018 13:59

Zitat von Marie im Beitrag #38
Niemand hat finale Wahrheiten, aber vielleicht sollte man doch etwas kritischer mit den "Normalität" unseres Lebens umgehen?

Klar, Kritik auszusprechen ist ein Anfang und der erste Schritt.

Bloß wird sich diese Kritik in vielen Fällen leider nicht in die Praxis umsetzen lassen.

Siehe dazu mein vorheriger Beitrag: So, wie diese industrialisierte Welt entwickelt ist (und sich mit den genannten Megatrends noch weiter entwickeln wird) gibt es keinen Weg mehr zurück.

Alles wird digitaler, moderner und technologischer. Ein Leben ohne Computer, ohne das Internet und ohne Mobilität werden meine Generation (Jahrgang 1991) die nachfolgenden Generationen wohl nicht mehr erleben.


 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#41 von Dominik , 15.08.2018 14:02

Ach so, und noch ergänzend: Das Auto als Ausweichstrategie für den ÖPNV wird aus Sicht des EMF-Risikos in Zukunft auch keine perfekte Lösung sein.

Denn auch die Autos werden immer moderner, erhalten immer mehr elektronische Komponenten, sollen zukünftig ggf. sogar untereinander kommunizieren können (bzw. können es teilweise heute schon), etc. pp.

Es bleibt also nur der Weg zu Fuß oder mit dem Rad -> und das können sich viele Arbeitnehmer heutzutage bei Distanzen von 30 km und mehr zwischen Arbeitsplatz und Wohnort einfach nicht mehr erlauben.

// edit: Was ich damit sagen will: An der Ernährung, an dem Bewegungsverhalten, an der Blaulichtexposition am Abend (-> spez. Brillen oder Applikationen wie f.lux) kann man arbeiten. An vielen elementaren Lebensumständen (siehe Beispiele in meinen vorigen Beiträgen) jedoch nicht.



 
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#42 von hans , 15.08.2018 15:09

Zitat von Dominik im Beitrag #39
Selbst, wenn die Aussagen umgekehrt wären, wäre ein Leben in der heutigen Gesellschaft ohne täglichen Kontakt zu EMF doch gar nicht möglich.


Doch - nur nur werde ich durch externe Quellen "impared" - ich selber nutze keine drahtlosen Geräte mehr.

Zitat von Dominik im Beitrag #39
Megatrends wie beispielsweise Connectivity, Digitalization, Health, Mobility und Security werden uns die nächsten Jahrzehnte weiter begleiten.


Alle Deine Beispiele sind nicht von mobiler Kommunikation abhängig - waren Sie auch nicht vor dem Telefon und auch ich mache alles - ohne Funk. Natürlich bedeutet das ein ganz bischen Planung und Vorab-Kommunikation. Klar mit "komfort-abstrichen" - so what? Davon stirbt keiner... umgekehrt schon...

Zitat von Dominik im Beitrag #39
Deshalb ist meine Einstellung zu der ganzen Sache: Man kann zwar die Ratschläge aus deinem EMF-Blogartikel befolgen, aber du hast am Beispiel des ÖPNV ja selbst erkannt, dass manche Dinge einfach an der praktischen Umsetzung scheitern werden. Zitat: "Gerade den letzten Punkt (EMF 10) finde ich persönlich sehr krass und schätze Ihn als wirklich kritisch ein – denn die einzige mit einfallende Vermeidungsstrategie ist den ÖPNV nicht mehr zu nutzen…"


Ja, und das werde ich umsetzten. Punkt. Weil ich nicht der einzige Passivraucher zwischen 50 Rauchern sein will - faktisch identische Thematik. Nicht ich bin das Problem - sondern meine Umwelt die sich so verhält, das massiv andere beeinträchtigt bzw. sogar geschädigt werden -> "Impairment" nach Menschenrechen. Nicht umsonst sind Mikrowelle und Magnetwelder nach der WHO karzinogene (Klasse 2B). Und nach der US NTP Studie wirds wohl demnächst (4-6 Jahre) Klasse 2A oder sogar 1.

Dominik, ich bin/war selber als Informatiker tätig, habe schon 2001 mobile Apps entwickelt, habe im Bereich der Forschung, Datenkommunikation, Dienste, Apps, Web, Car2X, Mobilty etc. gearbeitet und weiß was da für Zukunftsvisionen bestehen und was heute schon geht. Habe selber noch einen starken Hintergrund in E- und Nachrichtentechnik. Deswegen ist mir auch klar, das dieses Thema alleine schon aus industriepolitischer Sicht so lange verdrängt werden wird wie es nur möglich ist - genau wie bei verbleitem Benzin, Rauchen, Spritzmitteln, Asbest, PCB's, etc. pp.

Das alles macht es aber nicht ungefährlich oder harmlos...

LG
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#43 von hans , 15.08.2018 15:13

Zitat von Dominik im Beitrag #41
Ach so, und noch ergänzend: Das Auto als Ausweichstrategie für den ÖPNV wird aus Sicht des EMF-Risikos in Zukunft auch keine perfekte Lösung sein.


Es geht nicht um perfekt und die Zukunft - sondern das hier und heute und um die Risikominimierung. Also das tun was praktikabel geht - und nicht in Ohnmacht verfallen und alles gleich bleiben lassen...

Über die Entwicklungen im Automobilsektor bin ich denn auch sehr gut informiert... und die Thematik E-Antrieb und EMF ist auch eines der Themen die nicht diskutiert werden. Auch nicht was WLAN & Bluetooth im Innenraum machen, was e-Call bedeutet, die Vernetzung im Kfz, die Grundlagen für automatisches Fahren, etc. pp.

LG
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#44 von hans , 15.08.2018 15:19

Zitat von Dominik im Beitrag #40
Alles wird digitaler, moderner und technologischer. Ein Leben ohne Computer, ohne das Internet und ohne Mobilität werden meine Generation (Jahrgang 1991) die nachfolgenden Generationen wohl nicht mehr erleben.


Dominik: Es geht um die drahtlose Komponente!

Und insbesondere dort und für die fälle, wo sie wirklich nicht benötigt wird - z.B. Firmen die sich die Festnetz-Telefone und Ethernet-Dosen sparen, weil sie 5€/Monat sparen wenn jeder ein iPhone in die Hand gedrückt bekommt und alles per WLAN läuft. Leider ist das der letzte Trnd und ich kenne viele die schon so arbeiten - kleines Büro - 5 Menschen mit WLAN, Smartphones & einem oder 2 WLAN-APs unter der Decke. Der Mobilfunkmast dann 100-200m nebenan. Wenns denn mal nur einer ist. Da wo ich mal gearbeitete hatte waren es ca. 6 im Umkreis von 200-400 Meter.

Das ist doch nur noch krank & auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht Blödsinn -> alleine schon wegen der Belastung der Mitarbeiter und der folgenden (kognitiven) Minderleistung, mehr Stressoren und in Folge mehr Krankenstand, Burnouts, Depressionen & Co.

LG
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RE: Nahrung: Frisch oder verpackt? Bio oder konventionell?

#45 von Dominik , 15.08.2018 15:53

Gut, du für dich magst vielleicht die Entscheidung getroffen haben, auf den ÖPNV verzichten zu können.

Aber eben genau diesen Verzicht kann sich nicht jeder leisten.

Auf dem Lande mag das vielleicht noch gehen, dann hat man (wie ich) ein Auto und fährt damit in die nächstgelegene Großstadt zum Arbeitsplatz.

Was machen aber diejenigen, die direkt in der (Groß-)Stadt wohnen? Gut, Fahrrad wäre eine denkbare Alternative zum ÖPNV. Zumindest für diejenigen, die nicht täglich eine Strecke von > 15 km (Zahl ist aus der Luft gegriffen) radeln müssen. Diejenigen, die vom einen Ende der Stadt zum anderen Ende müssen, sind mit dem ÖPNV vielleicht besser bedient, als zu Fuß oder mit dem Rad.

Insgesamt finde ich deine Botschaft, die du auch in zahlreichen Artikeln deines Blogs durchscheinen lässt, sehr löblich und positiv.

Allerdings sind einige Punkte eben nicht für alle Menschen in der Praxis umsetzbar, und das Beispiel Auto vs. Fahrrad vs. ÖPNV ist nur eines davon.


Mein persönliches Fazit:

Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls damit abgefunden, dass ich auch in den kommenden 40 Jahre zahlreichen elektronischen Geräten sowie deren Funk und Strahlung ausgesetzt sein werde. Sei es nun am Arbeitsplatz oder im Privatleben. Meine (ganz persönliche) Meinung ist: Ohne Mobilfunk geht es nicht, wenn man (wie ich) bei Not- und Unfällen asap erreichbar sein will.

Und dann muss man ggf. noch das Totschlagargument schlechthin berücksichtigen: Was machen meine Mitmenschen?
Wenn ich mich schon nicht im Berufsleben von den ganzen Risikofaktoren abschirmen kann, dann doch wenigstens privat. Und das bedeutet: Alle Menschen, mit denen ich zusammenlebe (in meinem Falle also Frau + Kind) müssen das Risiko EMF genauso (an-)erkannt haben und danach handeln. Ansonsten ist es nämlich ein reines Bullshit-Bingo-Spiel: Denn in den eigenen vier Wänden wird es letztendlich überhaupt keinen Unterschied machen, ob es Mamas, Papas oder (später) Sohnemanns elektronische Geräte sind, die fleißig funken und strahlen.


 
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