Insulinresistenz und Stress

#1 von Marcel ( Gast ) , 11.12.2014 11:45

Hallo Chris,

danke für den tollen Artikel.

Nur diese Passage kann ich nicht richtige deuten:

Zitat
Du sorgst somit also dafür, dass deinem Mitochondrium sehr viele Fettsäuren als Energiequellen dienen können. Schau mal oben, “Randle cycle” – das bedeutet, dass du jetzt keine Kohlenhydrate oxidieren wirst.

Wenn du in dieser Phase also Kohlenhydrate isst, dann wird das nicht oxidiert.



Das war in Bezug auf den Stress bei Training. Was passiert nun mit den Kohlenhydraten nach dem Sport? Leberglykolen?

Heißt das Kohlenhydrate wäre dann nicht so sinnvoll?

dankende Grüße

Marcel


Marcel

RE: Insulinresistenz und Stress

#2 von Chris (edubily) , 11.12.2014 12:29

Hallo Marcel,

vielen Dank.

Naja - "Training-Stress" ist anders als Stress während ich vorm PC sitze. Bedenke: Nach dem Training sorgt der Körper dafür, dass Glukose völlig ohne Insulin etc. in die Zellen kommt. Das ist unter normalen Bedingungen nicht gegeben.
Desweiteren: Normalerweise ist man nach dem Training eher positiv entspannt, als total "gestresst" und voll gepumpt bin Katecholaminen.

LG, Chris


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RE: Insulinresistenz und Stress

#3 von Clivo ( Gast ) , 12.12.2014 11:31

Zitat
Hast du chronisch zu viele Stress-Hormone im Blut (das ist ja keine Seltenheit in unserer Zeit), dann kannst du eigentlich niemals Kohlenhydrate oxidieren, weil ja konstant zu viele Fettsäuren vorhanden sind … im Blut und im Muskel.



Und was macht man da?
Wer hat Erfahrungen?

Nichts essen bei Streß?
Kalorienrestriktion?
Kurzzeitfasten 16/8?


Clivo

RE: Insulinresistenz und Stress

#4 von Chris (edubily) , 12.12.2014 11:46

Genau - so würde ich das machen.

Zeiten, in denen man essen will, sollten "Ruhe-Zeiten" sein. Beispiel nach der Arbeit am Esstisch mit der Familie ... innere Ruhe sollte einkehren.
Tagsüber bei der Arbeit, im Stress o. ä. könnte man dieses präferierte Fettverbrennen ausnutzen und eher fettlastig essen - Beispiel: Fetteres Nackensteack vom Schwein. Aber dann eben ohne Kohlenhydrate.

Oder eben bewusst darauf achten, gar nichts zu essen.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#5 von Clivo ( Gast ) , 12.12.2014 20:17

Und was sollten Menschen tun, die kein Tier essen??

Nüsse?
Kokosfett mit Himbeeren?

Sonst noch Ideen?


Clivo

RE: Insulinresistenz und Stress

#6 von sandman , 13.12.2014 10:36

DAS würde mich auch brennend interessieren...WIE würde die Empfehlung für Vegetariere oder gar Veganer lauten(mal abgesehen von "macht den Scheiß nicht"..)


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RE: Insulinresistenz und Stress

#7 von justizia , 13.12.2014 18:45

Ich dachte immer Vegetarier und Veganer haben gar keinen Stress


 
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RE: Insulinresistenz und Stress

#8 von MaXopA , 17.12.2014 20:04

Hallo Chris,

ich faste im Schnitt jeden Tag zwischen 18 und 20 Stunden, da es auch perfekt zu meinem Bürojob und Alltagsablauf passt. Die erste Mahlzeit gibt es abends in Form eines Whey/Casein Shakes ohne Kohlenhydrate direkt nach dem Training. 90-120 Minuten später dann feste Nahrung in Form von High-Carb/Medium-Protein/Low-Fat.

Allerdings finde ich es verwunderlich, dass ich seit einiger Zeit keine Vaskularität mehr nach den Mahlzeiten erfahre, wie ich sie zu CBL Zeiten hatte. Ist das nicht ein Zeichen geringer bzw. schlechter Insulinsensitivität?

Das Training und die Intensität habe ich auch nicht verändert. Zu den Mahlzeiten nehme ich als Supps: Taurine, L-Citrulline, L-Carnitin, Isoleucine und an Nichttrainingstagen Berberine. Wie ist deine Einschätzung?

Nur zur Info: ich bin 25, KFA zurzeit bei zirka 13-15%


 
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RE: Insulinresistenz und Stress

#9 von Chris (edubily) , 17.12.2014 20:30

Hallo Maxopa,

vorab: Respekt vor deiner täglichen Leistung. 18-20 Stunden pro Tag fasten, das schafft nicht jeder. Ich hoffe, du verausgabst dich gesundheitlich nicht und bleibst immer in der Spur.

Was meinst du genau mit Vaskularität? Vaskularität beschreibt ja eigentlich nur die (gesteigerte) Sichtbarkeit von Adern am Körper. Hier muss man aufpassen ... Insulin-Sensitivität geht normalerweise einher mit Vasodilation (!), was aber nicht gleich bedeutend ist mit Vaskularität. Nur weil sich die Arterien weiten (Vasodilation), heißt das nicht, dass sie direkt sichtbar werden oder irgendwie stärker zum Vorschein kommen.

Hat dein Körperfett-Anteil zugenommen? Wird dir "warm" nach dem Verzehr von KH? Insbesondere ... warme Hände?


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RE: Insulinresistenz und Stress

#10 von sandman , 17.12.2014 21:14

Dazu hätte ich eine Frage-was genau bedeutet es, wenn man nach dem Verzehr von vielen Kh eher friert(vor allem am Tag danach). Nach 2kg Ofenkartoffeln abends, friere ich am nächsten Tag ziemlich heftig..


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RE: Insulinresistenz und Stress

#11 von Markus , 17.12.2014 21:31

Dann hast du ein Problem damit, von Zucker- auf Fettverbrennung umzustellen- die am Vorabend gegessenen KH sind dann entweder verbrannt oder von der Leber in Fett verwandelt.

Bei mir ist es so, daß ich ein Pfund richtig fettes Fleisch oder Wurst esse und eine Stunde später fühle ich mich so als ob ich neben einem Bollerofen stehen würde...KH bemerke ich bei solchen Mengen dagegen nicht annähernd so.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#12 von sandman , 17.12.2014 21:49

Geht mir genau so..Grade eben 500gr.hähnchen in Butter gebraten und dazu viel Kokosmilch(Thai-Curry)

Ich glühe ohne Ende..

Mir Macht das jedoch bisschen Sorgen, das ich so schlecht "switche"


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RE: Insulinresistenz und Stress

#13 von naklar! , 17.12.2014 21:51

hallo sandmann,

hast du denn richtige high carb ladetage im programm?

Fragt: Eric


 
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RE: Insulinresistenz und Stress

#14 von sandman , 17.12.2014 21:52

Ja, sind meist die schlimmsten(vom frieren her..)


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RE: Insulinresistenz und Stress

#15 von MaXopA , 17.12.2014 21:57

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #9
Hallo Maxopa,

vorab: Respekt vor deiner täglichen Leistung. 18-20 Stunden pro Tag fasten, das schafft nicht jeder. Ich hoffe, du verausgabst dich gesundheitlich nicht und bleibst immer in der Spur.

Was meinst du genau mit Vaskularität? Vaskularität beschreibt ja eigentlich nur die (gesteigerte) Sichtbarkeit von Adern am Körper. Hier muss man aufpassen ... Insulin-Sensitivität geht normalerweise einher mit Vasodilation (!), was aber nicht gleich bedeutend ist mit Vaskularität. Nur weil sich die Arterien weiten (Vasodilation), heißt das nicht, dass sie direkt sichtbar werden oder irgendwie stärker zum Vorschein kommen.

Hat dein Körperfett-Anteil zugenommen? Wird dir "warm" nach dem Verzehr von KH? Insbesondere ... warme Hände?

Danke für deine schnelle und ausführliche Erläuterung Chris. Meine Hände fühlen sich am Abend nach dem Training generell immer warm an, doch insbesondere finde ich, dass sie nach den Carbs leicht anschwellen, ebenso wie mein Gesicht. Dies könnte wiederum damit zusammenhängen, dass ich kaum Bewegung nach dem reichlichen Essen habe, da ich das ganze total entspannt angehe und mein Körper sozusagen "herunterfahre".

Ein Aspekt der mir teilweise zu denken gibt, sind die gelegentliche Schweißausbrüche während der Nacht. Vielleicht sind diese auf einen plötzlichen Sturz des Blutzuckerspiegels zurückzuführen? Des weiteren habe ich die Befürchtung, dass die High-Carb/Low-Fat Ernährung, die ich derzeit befolge, nicht gut in das Szenario des Fastens passt, weil der Körper die Oxidation dann jeden Tag plötzlich radikal umswitchen muss.

Meine hauptsächlichen Kohlenhydratquellen sind zurzeit übrigens Kartoffeln und Reis.



 
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zuletzt bearbeitet 17.12.2014 | Top

   

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