RE: Insulinresistenz und Stress

#16 von naklar! , 17.12.2014 22:27

@ sansmann:

bei wieviel carbs bist du dann in etwa und wie oft pro Woche hast su sie?


 
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RE: Insulinresistenz und Stress

#17 von sandman , 18.12.2014 09:29

Schwer zu sagen...ich zähle/wiege nicht(mehr)

Im Regelfall habe ich 2-3lowcarb-Tage(Carbs nur aus Maca, Dunkle Schokolade, Nüsse etc), gefolgt von einem Tag mit 2High-Carb Mahlzeiten am Ende des Tages.

Werde das aber echt nochmal überdenken..habe sehr, sehr lange Löw-Carb gelebt (auch lange Keto)...DAS scheint jetzt wohl die Quittung dafür zu sein


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RE: Insulinresistenz und Stress

#18 von Chris (edubily) , 18.12.2014 10:02

Du kompensierst 3 low-carb-Tage nicht mit 2 high-carb-Mahlzeiten.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#19 von Simu , 18.12.2014 10:16

Ich finde, 24h Lowcarb sollten meist das Maximum sein. Selten mag es auch mal 48h Lowcarb leiden. Bei längeren Intervallen besteht die Gefahr das man mit Kh nicht mehr gut umgehen kann.

Aus eigener Erfahrung weis ich, dass sogar konstant 20h Lowcarb zuviel sein könnten. In meinen Anfangszeiten der Kcalrestriktion hatte ich am Mittag jeweils weinger als 10g KH, dafür dann jeden Abend geladen.
Ich war zu dieser Zeit vielfach 1-2h vor dem Abendessen gereizt, fühlt mich gestresst oder neigte zu Bingeeating.

Jetzt lebe ich zwar durch den Tag meist auch Lowcarb, aber Low heisst jetzt für mich so im Bereich von 30-50g. Dafür dann jeden Abend mindestens 200-300g KH.
Und dazu kommt noch 1-2 Tage in der Woche, wo ich von 10-22h grosse Mengen KH verdrücke. An diesen Tagen meist im Bereich von 400-600g.

Und so wie es aussieht, habe ich damit eine sehr gute Fettverbrennung, kann aber problemlos auch mit grossen Mengen KH umgehen. Also ein flexibler Stoffwechsel wie man sich da wünscht.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#20 von naklar! , 18.12.2014 10:24

Hey Leute wollen wir zunächst mal kurz definieren, was für uns jeweils Low Carb bedeutet?

Für mich sind das ca. 120 g / Tag.
60 - 100 würde ich very low nennen.

Dagegen verstehe ich high Carb als echtes Speicher befüllen mit über 500g / am Tag.


Gruß, Eric


 
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RE: Insulinresistenz und Stress

#21 von Chris (edubily) , 18.12.2014 10:42

Zitat
Und so wie es aussieht, habe ich damit eine sehr gute Fettverbrennung, kann aber problemlos auch mit grossen Mengen KH umgehen. Also ein flexibler Stoffwechsel wie man sich da wünscht.



Gott sei Dank gibt es dich Simu. Das ist nämlich etwas, was nie jemand versteht. Wenn der Fettstoffwechsel da ist, dann funktioniert der immer ... völlig egal ob man Kohlenhydrate isst oder nicht.

Metabolische Flexibilität - in der Lage sein beide Substrate gut zu "handlen" - ist das, was wirklich "gesund" ist und ein absolutes Maß der Gesundheit.

Und das ist bei dir offensichtlich alles vorhanden.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#22 von naklar! , 18.12.2014 11:20

Wie sieht es dann aus, wenn man längere Zeit wieder High Carb only ißt? Bleibt einem der gute Fettstoffwechsel trotzdem erhalten?


 
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RE: Insulinresistenz und Stress

#23 von Chris (edubily) , 18.12.2014 11:22

Normalerweise ist es sehr, sehr schwer, eigentlich unmöglich, den Fettstoffwechsel (der ja durch die mitochondriale Dichte entsteht) "aufzulösen" - eigentlich unmöglich. Daher hat Lance Armstrong einen so hohen Vo2max. Der lebt von Kohlenhydraten, hat aber einen überragenden Fettstoffwechsel.

Edit: "Aufzulösen" - um etwas aufzulösen, muss es ja da sein. Und das ist bei vielen nicht gegeben. Denn den mitochondrialen Stoffwechsel muss man irgendwann mal "gemacht" haben, damit er da ist.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#24 von Markus , 18.12.2014 11:28

Hallo Chris,

wie geht das dann konform mit der Tatsache, dass die Turnaround-Rate bei den Mitochondrien ja nur einige Tage beträgt? Also welche Anpassung genau bleibt hier erhalten?


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RE: Insulinresistenz und Stress

#25 von Chris (edubily) , 18.12.2014 11:32

Hallo Markus,

die mitochondriale Dichte, wenn einmal "entstanden", versucht sich selbst zu erhalten. Wenn du mehr Mitochondrien hast, ändern sich die Signalwege, denn das, was ich im Buch beschreibe, funktioniert nicht nur von außen nach innen (Ich mache etwas, was auf Zellen Einfluss hat), sondern auch umgekehrt (Mitochondrien machen etwas, was den Organismus verändert, bspw. Signalwege).
Mitochondrien sorgen somit indirekt dafür, dass AMPK öfters aktiviert wird, weil - gelinde gesagt - mehr "Sog" da ist, der Substrate verbraucht. Dadurch entsteht eine kleine Spirale, die sich selbst erhält, denn AMPK gibt ja Signale an PGC1-alpha usw.

Als Ergänzung: AMPK lässt sich im wahren Leben "leicht" aktivieren. mTOR hingegen wird "schwerer" zu aktivieren, je aktiver die Muskelzelle ist. Und diese AKtivität wird bestimmt durch Mitochondrien. Siehe Simu. Er braucht Unmengen an "mTOR-Induktoren" (Kohlenhydrate), damit überhaupt etwas messbar ist im Blut (hier Blutzucker und somit Insulin).


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RE: Insulinresistenz und Stress

#26 von Markus , 18.12.2014 11:59

OK ein positive Rückkopplungsschleife also, ich verstehe. Ich bin bei deinem Buch erst halber durch, so ein Schmankerl möchte ich nicht auf einen Zug durcharbeiten ;)

Wegen AMPK: die Jahrendendausgabe des LE-Magazins hat als Thema übrigens fast nur AMPK. Habe ich auch erst gestern Abend mit dem Lesen begonnen. Dort wird Gynostemma pentaphyllum zum Aktivieren empfohlen, was hälst du denn davon?

EDIT: Die Ausgabe ist bereits online:
http://www.lef.org/Magazine/2014/SS


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RE: Insulinresistenz und Stress

#27 von Chris (edubily) , 18.12.2014 12:22

Das muss ich mir unbedingt mal angucken, vielen Dank dafür!

Life Extension immer ... die Jungs sind auch immer auf dem aktuellsten Stand.


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RE: Insulinresistenz und Stress

#28 von sandman , 18.12.2014 12:37

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #18
Du kompensierst 3 low-carb-Tage nicht mit 2 high-carb-Mahlzeiten.


Danke Chris, das ist mal ne Ansage


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RE: Insulinresistenz und Stress

#29 von Chris (edubily) , 18.12.2014 12:46

Hab's mal überflogen, Markus.

Überragend - die nächsten Jahre werden sehr aufschlussreich, glaube ich.

@sandman

Nur meine persönliche Einschätzung & Erfahrung!


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RE: Insulinresistenz und Stress

#30 von MaXopA , 18.12.2014 13:52

Und woran kann man in der Praxis erkennen, ob der Körper die Umstellung zwischen KH und Fettstoffwechsel gut handhabt wie bei Simu? Anhand von Blutzuckermessungen?


 
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