Miau stellt sich vor - Hallo in die Runde

#1 von Miau , 21.05.2018 17:11

Hallo liebe Forum'ler und vielen Dank für die Freischaltung!

Ich möchte euch gerne erzählen warum ich hier gelandet bin, auch wenn es vllt. etwas länger wird.

Vorgeschichte: Fast vegetarisch aufgewachsen, ab Jungend gelegentlich noch Fleisch gegessen bis dann nur noch vegetarisch, dann vor ca. 5 Jahren vegan geworden. Das war auch so die Zeit, als vegan in der Gesellschaft ein Thema wurde und generell immer mehr Akzeptanz und Präsenz in den Supermärkten fand. 

Ich fühlte mich gut aufgehoben in der "Szene" und das Ernährungskonzept entsprach dem, auf was ich eh am meisten Appetit hatte. Es fiel mir unglaublich leicht und ich fühlte mich lange auch einfach nur gut. Hab nix vermisst. Habe auch sehr auf ausgewogen und abwechslungsreich geachtet, Zucker ganz gestrichen, wenig Fett, kein Alk. 

Vom Bodytype her bin ich das, was man "skinny fat" nennt. Ich bin mit 1.79cm recht groß für eine Frau und sehe deshalb sehr schlank aus. Bin es auch, aber der Körperfettanteil ist trotzdem zu hoch. Bewege mich viel im Alltag, mache aber (noch) keinen Sport außer Trekking, daher auch großartig keine Muskeln. Wenn ich Freunden und Familie erzähle, dass ich abnehmen möchte, schütteln die mit dem Kopf und fragen "wo denn, iss eher mal was". Man sieht es halt nicht. 

Dadurch, und bedingt dadurch, dass ich für mein Alter viel jünger aussehe, galt ich im Bekanntenkreis auch als ein positives Beispiel dafür, dass die vegane Ernährungsweise eine gesunde ist und einem gut tut. Und irgendwann hinterfragt man dann auch nicht mehr weiter - es läuft ja. 

Mein letzter Bluttest ergab Ferritin von 20 ("das ist untere Grenze aber noch okay, nehmen Sie halt ab und an Floradix" - Ärztin) und einen unterirdischen Vit D Wert. Letzteren hab ich nur mit Ach und Krach hochgekriegt, indem ich über 3 Monate lang tägl.(!) 20.000IE einnahm. Mir kam das schon komisch vor, aber Hauptsache raus aus dem tiefen Mangel und in den Normbereich. 

Dann ging es los, dass ich immer anfälliger für Infekte wurde. Zuletzt waren 2 Infekte pro Monat, über Monate hinweg, für mich Normalität. Mein Körper kam nicht mehr zur Regeneration. Dazu immer wieder Energielosigkeit, plötzlich richtig heftige Stiche in alle möglichen Körperpartien und Schmerzen in den Knochen nach dem Aufwachen. Übelste Schlafstörungen.

Dass ich mich in dieser Zeit nur mit unendlich viel Kaffee & Redbull am Funktionieren hielt, hat sicher auch nix besser gemacht.

Irgendwie stieß ich dann bei einer Internetrecherche auf Dr. Strunz. Ging die ganzen News eine nach der anderen durch und war baff. Mind blown, Weltbild zerstört. Ich las und las und wurde immer konfuser. Kohlenhydrate böse, Eiweiß bitte ins Unendliche hoch, "vegetarisch ist mit Mühe möglich, vegan nicht". 

Telefonierte dann mit einem Bekannten, Arzt, der auch mal vegan war und aus gesundheitlichen Gründen seit geraumer Zeit in Ketose lebt, täglich Fleisch isst. Der vermutete, dass mein Cholesterin durch vegan so niedrig sei, dass ich Vit D nicht mehr aufnehmen würde und bestätigte mir "Kohlenhydrate = Müll". Warnte vor Insulinresistenz und mahnte, dass vegan zwar ethisch betrachtet die beste Entscheidung sei, gesundheitlich über die Jahre hinweg aber in Diabetes 2/3 und neurologische Krankheiten sende.

Zu dem Zeitpunkt dann war ich maximal durcheinander und verunsichert - und ich hatte Angst. Änderte spontan meine Ernährung, schraubte Kohlenhydrate drastisch runter. Die Aussicht, wieder viel Fleisch essen zu "müssen", machte mich etwas fertig. 

Nach ein paar Tagen ohne Kohlenhydraten fühlte ich mich richtig schlecht, total schwach und obwohl ich nie der Brot- und Müsliesser war, konnte ich an nichts anderes denken. 

Kaufte mir also Brot mit Käse und haute rein. Das tat guuuut. Recherchierte zeitgleich weiter, denn wem kann man überhaupt trauen, wer sagt die Wahrheit, wirklich jeder erzählt was anderes. Hier die High Carber, da die No Carber, hier die Veganer, da die Paleo-aner, hier Dr. Greger, da Dr. Strunz. Mir ging es psychisch richtig schlecht. 

Da stieß ich dann auf Edubily ;)

Und das war irgendwie das erste Mal seit Langem so ein Aha-Effekt. Konzepte als solche wurden abgelehnt, stattdessen rein wissenschaftlich & biochemisch die Themen angegangen und betrachtet. Das erste Mal konnte ich mir so ein eigenes größeres Bild anlesen. 

An Veganern ist das Problem, dass viele von ihnen nicht in der Lage sind, ihr eigenes Konzept kritisch und vor allem jenseits des ethischen Motivs zu hinterfragen und dass alles relativiert und schöngeredet werden muss, damit dieses Motiv vertretbar und unanfechtbar bleibt. So heißt es zB. auch immer: Fleisch hat keine Vitamine außer Eisen und B12, Eisen gibts auch in Gemüse und B12 von Jarrows. 

Ich habe das ehrlich gesagt damals geschluckt. Also sowohl diese Aussage, als auch die B12 Pillen. Und an Proteinmangel ist ja auch noch niemand je gestorben.

Nunja. 

Vor kurzem hab ich das erste Mal seit Jahren wieder ein (Bio) Hähnchenbrustfilet gegessen. Mein Freund hat es mir gebraten und stand dann total gespannt mit großen Augen neben mir, wie in einem Loriotsketch oder in einer Show, in der jemand Menschenfleisch probiert. Da musste ich selbst erstmal lachen.

Ich fands lecker!

Leider schmeckt mir aber nur sehr wenig Fleisch - Hähnchen wie gesagt, Pute, und Rind nur als Hack. Heute gabs versuchsweise ein Rindersteak und ich musste es mir runterwürgen. Das Problem ist dass auch die Erziehung prägt - es gab halt nur sehr wenig Fleisch als Kind und wenn, dann auch nur das, was mir heute schmeckt. Die gute Leber zB. geht bei mir gar nicht - da muss ich schon beim Geruch fast speien. Möchte mir nun auch nichts runterwürgen in Zukunft, was mir nicht schmeckt. Ich hoffe dass das, was mir schmeckt, auch mikronährstofftechnisch ausreicht.

Meine Ziele hier sind der Austausch und eine Verbesserung meiner Gesundheit und Fitness. 

Aktuell esse ich viel grünen Blattsalat (Feldberg, Rucola, Babyspinat), Gemüse, gelegentlich Eier & Fleisch, Hülsenfrüchte, Obst, selten mal Fisch. Da gutes Biofleisch echt teuer ist, geht das aktuell nur so 1-2mal die Woche. 
NEMs nehm ich einige: Eisen, Zink, Magnesium, VitD, K2, Jod, Lithium, Omega3, VitC, B Komplex, Taurin, Astaxanthin, Selen, Mangan, MAPs. Puh :D

Ich möchte auch gerne allgemein wieder mehr Sicherheit und Souveränität im Umgang mit der Ernährung bekommen, das Natürliche und Intuitive daran wieder entdecken, die Energielosigkeit loswerden und mehr Lebensenergie zurückgewinnen.

Ich danke fürs Lesen :) Beste Grüße


ikkyu hat sich bedankt!
 
Miau
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