Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#1 von Bill , 20.05.2018 21:33

Hallo,

mir ist klar, dass es hier mehrere andere Threads zum Thema Leber gibt, aber ich würde gerne jetzt in diesem Thread speziell behandeln, wie man denn Leber so zubereiten kann, dass sie auch Leuten wie mir schmeckt, die den Geschmack erst mal weniger toll finden. Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich schon als Kleinkind keine Leber essen konnte, ich fand sie schon immer widerlich, auch als Erwachsener, gerade wenn man "überrascht" wird bei einem Grillteller im Restaurant, wenn sich da dann auch ein Stück Leber darauf geschmuggelt hat .

Ich habe auch schon echt fast ein schlechtes Gewissen, weil hier Leber so promotet wird, wie auch wieder im letzten Blogartikel zu Taurin, also muss ich jetzt da mal endlich ran.

Zitat
100 bis 200 g Leber pro Woche



Fragen im speziellen:

1.) Welche Tierleber wird erfahrungsgemäß am wenigsten "widerlich" wahrgenommen von Nicht-Liebhabern, Rind, Kalb, Huhn, etc.?
2.) Wie am besten zubereiten, so dass der eigenwillige Geschmack nicht so rauskommt? Evtl. auch Einlegen/Marinieren/Rubben? Mehrere Stunden Schmoren vielleicht? Und in welcher Kombination mit Beilagen?
3.) Ich denke auch an untermischen in Hackfleisch. Bin allerdings nicht sooo der Hackfleisch-Fan (außer Tatar). Oder heimlich unter's Ribeye-Steak legen?

Danke Euch für Eure Tipps....


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#2 von Mo , 20.05.2018 21:59

Es muß Leber von großen Tiere sein, damit du auch die Nährstoffe in den Mangen bekommst.
Da fällt Huhn weg.

Vergleich mal hier: https://fddb.info


Jemand schrieb, daß er 250g Leber zerkleinert und unter 1.5 kg Hack verarbeitet und nichts raus schmeckt.
Such mal danach.
Einen Tod muß man sterben.


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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#3 von Bill , 20.05.2018 22:11

Danke Mo für Deine Antwort.

Zitat von Mo im Beitrag #2
Jemand schrieb, daß er 250g Leber zerkleinert und unter 1.5 kg Hack verarbeitet und nichts raus schmeckt. (...) Einen Tod muß man sterben.

Ist echt interessant, aber ich finde 1,5 kg Hack pro Woche zu viel, das wäre ja fast jeden Tag eine Portion (gut 200g) Hackfleisch auf die Woche verteilt, wenn man >= 200 Gramm Leber erreichen will. Zumal Hackfleisch typischerweise eher fett ist (15-20%), aber klar kann man auch fettarmes Hack machen.
Aber zumindest wäre das mal eine Möglichkeit, etwas Leber zu verarbeiten.

Interessanterweise schmeckt mir Leberwurst gut, auch bei höherem Leber-Anteil. Aber ist halt verarbeitet, Zusatzstoffe, und ziemlich fett...


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#4 von Markus , 20.05.2018 22:22

Mein Lieblingsrezept, habe ich erst gestern so gekocht:

300 Gramm Kalbsleber oder Putenleber in Stücke von etwa 20 Gramm teilen. 1 große Zwiebel würfeln und in Kokosöl glasig braten, Leber dazu, kurz anbraten. 1 klein geschnittene Birne dazuegebn, mit etwa 200 ml passierter Tomate ablöschen. 1 EL Kräuter der Provence oder Thymian und Oregano dazugeben. Salz. Ggf. fein gehackten Ingwer und 2 EL Sahne dazugeben. 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Ergibt insgesamt einen eher süßlichen Geschmack.

Dazu passen u.a. Blumenkohl, Süßkartoffel, Reis oder Spargel.


"Also mir gefällt es, wie die Muslime ihre Frauen behandeln. Ich wähle auf keine Fall AfD. Ich finde es viel pikanter, das ganze Gleichstellungs- und Feminismus-Gedöns indirekt anzugreifen, indem ich SPD oder Grüne wähle.".


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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#5 von Bill , 20.05.2018 22:32

Danke Markus. Hört sich sehr gut an, zumal Birne wohl gerne mit Leber kombiniert wird, also Süße von der Birne, Säure der Tomate, Kräuter, Ingwer etc., ich werde es versuchen , dazu schönen weißen Spargel. Notfalls esse ich dann nur den Spargel


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#6 von Tmb , 21.05.2018 20:33

Ich esse Leber immer so:
Beim Metzger 2kg Rinderleber durch den Wolf drehen lassen. Zuhause die Leber mit Mehl oder Flohsamenschalen (als Binder) verrühren. Leberteig auf ein Schneidbrett geben und portionsweise von dort mit einem Messer fingergroß ins kochende Salzwasser reinschaben. Nach 5 Minuten aus dem Wasser holen. Mit der nächsten Ladung wiederholen. Eine Portion (ca. 200g) dann in der Pfanne mit Zwiebeln und Ei kurz braten. Den Rest portionsweise für späteren Gebrauch einfrieren.
Durch das Kochen im Wasser verliert die Leber ihren typischen Geschmack.

Gruß
Theo


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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#7 von meise , 22.05.2018 12:18

Und wieviele wasserlösliche mikronährstoffe gehen dadurch verloren?

Also ich esse je nach Verfügbarkeit gesalzene Kalbsleber roh mit Kartoffelpüree und die schmeckt im Vergleich zu Rinderleber sehr mild und eigentlich fast nicht nach Leber. Vielleicht muss man sich auch vorher zuerst ein bisschen mit Rinderleber desensibilisiert haben.


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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#8 von Tmb , 22.05.2018 20:13

@meise:
"Und wieviele wasserlösliche mikronährstoffe gehen dadurch verloren?"
Sehr berechtigte Frage. Kann die jemand beantworten?
Lösen sich tatsächlich nennenswert viele Mikronährstoffe aus den Fleischzellkomplex?

Für mich und meine Familie, die Leber in allen anderen bekannten Formen so gar nicht runterbringen, aber aktuell die einzig funktionierende Methode.


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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#9 von Marlene , 28.05.2018 12:04

Tmb muss ich unbedingt nach kochen, ich selbst bekomm sie auch nicht runter.


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#10 von Martin_etc , 28.05.2018 19:47

Also mir schmeckt auch Kalbsleber am besten.

Einen TIPP kannst du mal probieren:
Mir ist aufgefallen, dass mir Leber am besten nach dem Fasten schmeckt. Da ist der Hunger dann oft groß und den Geschmack nehme ich kaum war. Ich paniere sie in Kokosmehl und esse sie mir frischem, nicht-pasteurisierten Sauerkraut.

Liebe Grüße
Martin


https://www.projekt-early-bird.de


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#11 von Miau , 30.05.2018 10:16

Wie ist das denn mit dem Einfrieren von Leber und den Nährstoffen?

Ich kriege Leber wirklich nicht runter und überlegte nun, sie in kleine Würfel zu schneiden, diese einzufrieren und dann die gefrorenen Würfel wie NEMs zu schlucken. Das wäre mir angenehmer als sie, egal wie, zubereitet zu essen.


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#12 von Markus , 30.05.2018 11:04

Gefreieren gehtr freilich. Aber du willst Eiswürfel _schlucken_? Ähm, also ich weiss nicht....dann würde ich lieber Lebertabletten nehmen, plus halt eben noch Vitamin A aus Kapseln

https://www.fitmart.de/Aminosaeuren/Amin...-500-Tabl.html?


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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#13 von Miau , 30.05.2018 17:29

Nein, nicht Eiswürfel - Leberwürfel! :D Könnte ja die Leber dementsprechend klein würfeln, ich bin was NEMs und Kapseln von der Größe und auch Menge her angeht so ziemlich schmerzfrei, da hab ich null Probleme.

Aber danke für den Link - ist gemerkt.


 
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RE: Leber für "Nicht-Liebhaber" genießbar zubereiten

#14 von vera8555 , 30.05.2018 18:31

Ich friere meine Leber auch portionsweise ein, dann taue ich sie kurz an, damit ich kleine Würfel schneiden kann.
Diese auf einen Löffel und in 2-3 Portionen mit etwas Flüssigkeit runter damit!


Bernd und MadRichie haben sich bedankt!
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