RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#76 von wmuees , 28.11.2018 10:47

Ich meine immer noch, dass 75.000 Einheiten zu viel für Dich sind.

Und wie ich aus Deinen Beiträgen schließe, hat sich Dein Befinden ja schon sehr verbessert, so dass nicht davon auszugehen ist, dass Du unbedingt 75.000 Einheiten brauchst.


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#77 von EvPow , 28.11.2018 10:52

Genau davon bin ich inzwischen auch überzeugt Wolfgang. Ich habe zudem einen weit unterdurchschnittlichen Körperfettanteil, auch das spricht ja eher für eine geringer nötige Menge Vit D. Im Endeffekt bleibt mir ja ohnehin nichts anderes übrig, als es nun mit weniger Vit D zu testen. Denn Grünkohl ist explizit erlaubt und die kleine Menge, die ich gegessen habe, dürfte so oder so niemals zu einer Hyperkalzämie führen. Wenn ich nun mit bspw. 50.000IE das PTH nächsten Monat erneut testen lasse - und zwischenzeitlich keine neg. Effekte beobachte - sollte sich der Kreis meiner korrekten individuellen Vit D Dosis langsam schließen?

PS: Meine Entzündungswerte im Blut (wurden letzte Woche erstmal getestet seit Protokoll-Beginn) sind erstmals nach Diagnose vor 15 Jahren normal/ nicht mehr erhöht! Spiegelt mein eigenes Empfinden wider, dass jegliche Entzündungen verschwunden sind. Also insgesamt alles extrem positiv und wie gewünscht/ erhofft - mit Ausnahme der gestrigen Hyperkalzämie. Aber auch die lässt sich mit dem K2 in Verbindung mit der wohl für mich zu hohen Vit D Menge sehr gut erklären. Das zuvor gestiegene PTH lag letztlich nur am seinerzeit zu geringen Ca-Konsum, also alles logisch nachvollziehbar.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#78 von EvPow , 28.11.2018 11:58

Hier mal meine Quelle zum K2 und der VDR-Auswirkung - was haltet ihr davon? Dr. Retzek ist übrigens auch ausgebildeter Coimbra-Protokollarzt.

Kommentar von jemandem: "Sehr geehrter Herr Dr. Retzek, wäre Vitamin K nun die Lösung bei einer VDR Blockade?"
Anwort Dr. Retzek: "ich vermute „JA“"

Und hier noch etwas von derselben Seite dazu:
Dr. Walter Surböck ist ein Labor-Freak und misst gerne ausschweifend Laborparameter bei seinen Patienten, hat bei mehr als 200 Patienten den 25D3 und 1,25D3-Spiegel gemessen und konnte das Konzept tatsächlich bestätigen: Er konnte zeigen, dass bei jenen Patienten, die zum VitD auch VitK2 eingenommen haben, in einem Zeitraum von 2-4 Monaten eine „Normalisierung“ des Verhältnisses von 25D3 und 1,25D3 auftritt. Er gibt 200µg VitK / 10.000 IE VitD.

http://www.homeopathy.at/vitamin-d-rezeptor-blockade



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#79 von EvPow , 28.11.2018 15:31

Ich führe seit November täglich Protokoll in Excel und habe gerade festgestellt, dass ich im Schnitt dieser letzten 4 Wochen täglich nur 42.000IE konsumiert habe (aufgrund meiner zwischenzeitlichen Einnahmepausen)!

Da ich nun trotzdem so nah (zum Zeitpunkt der 7% PTH hatte ich im Schnitt der 3 Wochen davor auch nur 46.000IE konsumiert, allerdings die 11 Tage vor dem Test täglich 75.000IE), bzw. gestern wohl schon unter dem unteren PTH-Limit war, müsste ich wahrscheinlich dauerhaft sogar noch weniger Vit D einnehmen denke ich. Schließlich nehme ich auch erst seit 2 Wochen K2, was die nötige Menge im Zweifelsfall auch noch weiter senkt.

Wenn ich also mit 42.000IE, allerdings mit höherer Ausgangs-Vit-D-Basis wegen davor 3-monatiger pausenloser Einnahme von 75.000IE, schon easy unter das PTH-Ziel komme (mit bisher nur 2-wöchiger Vit K2-Einnahme), sollten 40.000IE die absolute Obergrenze für mich sein.

Erhöhen kann man schließlich immer, sollten die Entzündungen wieder spürbar werden, hätte ich auch ein sehr gutes Feedback, dass es zu wenig wäre. Mal schauen, was mein Protokollarzt sagt, aber mehr als spekulieren kann der letztlich ja auch nicht und mit den 75.000IE als Ausgangsbasis lag er auch schon daneben.

Wolfgang, mit wie viel IE würdest du für die nächste Zeit testen? Danke :-)


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#80 von wmuees , 29.11.2018 08:53

Ich denke, Du machst das schon ganz gut so.

Was Vitamin K2 angeht, so bringt Dir die Einnahme einige Vorteile: VDR-Unblocking, Verhinderung von Verkalkungen, Krebsschutz. Allerdings hast Du jetzt eine Variable mehr im Spiel: Du hast einen deutlichen Zusammenhang zwischen Vitamin D, der Rezeptor-Blockade, und Vitamin K2. Du must also immer alles im Auge behalten. Einfach so K2 absetzen ist nicht mehr.


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#81 von EvPow , 29.11.2018 10:03

Genau, nochmals vielen Dank für deine ganze Unterstützung Wolfgang! Vor K2 reagierte ich anders auf Calcium und Vit D - eben weil das den VDR positiv beeinflusst. Und wenn ich durch das K2 offenbar auch Vit D sparen kann, schadet das sicher auch nicht, denn der VDR ist ja letztlich die wahre Ursache, warum manche eben deutlich mehr Vit D benötigen (durch die SNPs = single nucleotide polymorphisms in ebendiesem Rezeptor).

Durch meine bisherige extreme Coimbra-Odyssee weiß ich nun aber bereits nach nur 4 Monaten, was meine Obergrenze ist mit den 75.000IE und dem minimalen PTH. Das ist sehr viel wert, ganz zu schweigen von den verschwundenen Entzündungen natürlich. Letztlich habe ich durch die vom Protokollarzt zu hoch angesetzte Anfangsdosis Zeit gespart und viel gelernt. Ich muss die Dinge immer selbst durchdringen, dann fällt es mir auch viel leichter, etwas durchzuziehen.

Aktuell nehme ich 30.000IE, um etwas von der PTH-Untergrenze und der damit einhergehenden Hyperkalzämie-Gefahr wegzukommen und um andererseits keine Schmerzen zu haben. Denn Absetzen reaktiviert nach spätestens 3 Tagen meine Entzündungen, mehrfach getestet. 30.000IE sind genau die Mitte, die Coimbra bis 2012 ansetzte (20.000-40.000IE).

Da 40.000IE bis 2012 die Coimbra-Obergrenze waren und seither die Untergrenze darstellen, dürfte ich also zwischen 40.000-70.000IE landen - bin schließlich kein Alien, da sich meine zunächst unerklärlichen Auswirkungen letztlich alle erklären ließen und auch mein PTH inzwischen sogar extrem gut reagiert. Ich schätze, mein Protokollarzt wird 50.000IE empfehlen als runde Summe, aber mal schauen. Ich bin schon auf der Rückrufliste, vlt meldet der sich noch diese Woche, spätestens Anfang kommender Woche.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#82 von ChristineH , 29.11.2018 17:47

Zitat von EvPow im Beitrag #81
Denn Absetzen reaktiviert nach spätestens 3 Tagen meine Entzündungen


Das wundert mich als Laie, denn Vitamin D kann doch vom Körper gespeichert werden?


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#83 von EvPow , 29.11.2018 18:00

Du musst unterscheiden zwischen der inaktiven Speicherform und der aktiven, die haben auch völlig unterschiedliche Halbwertszeiten (erstere sehr lang, letztere sehr kurz). Das ist auch der Grund, weshalb man Vit D täglich und nicht wöchentlich etc. konsumieren sollte.

Das ist auch der Grund, weshalb Coimbra eben nicht nach dem klassischen Blutspiegel von Vit D geht, sondern via PTH schaut, wie viel aktives Vit D im System ankommt.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#84 von ChristineH , 29.11.2018 19:12

Mir ist schon klar, dass das 25(OH)D die Speicherform und das ist, was gemessen wird. Nach einer zweiten Hydroxylation wird daraus 1,25(OH)2D, die aktive Form. Das Parathormon steuert, wieviel davon umgewandelt wird.

Und trotz Deiner Antwort habe ich nicht verstanden, warum der Vorrat an 25(OH)D nicht längere Zeit reichen sollte, um das nötige 1,25(OH)2D jeweils aktuell zu bilden.


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#85 von wmuees , 30.11.2018 12:33

Weil es gar nicht um dieses 1,25(OH)2D geht....

https://www.vitamind.net/interviews/dr-h...min-d-taeglich/


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#86 von EvPow , 30.11.2018 12:48

@ChristineH: Klingst ja gar nicht so laienhaft ;-)

Also mal unabhängig von der gängigen Empfehlung der täglichen Einnahme, nicht nur bei Coimbra, zeigt auch die Praxis dieselbe Empfehlung - nicht nur bei mir. Sonst würden bspw. Coimbras einfach alle paar Monate ein Fläschen Vit D trinken und voila. Tatsächlich gibt es jedoch viele Berichte der zurückkehrenden Probleme kurz nach dem Absetzen oder auch nur Reduzieren der Dosis.

Hier eine weitere wissenschaftliche Abhandlung/ Empfehlung zur täglichen Einnahme:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24106283

PS: Bin jetzt den 3. Tag auf 30.000IE und es geht mir auffällig gut. Noch ist die Zeit zwar sehr kurz, aber ich bin extrem Energie geladen. Es scheint so, dass die 75.000IE eine Belastung für meinen Körper waren, habe mich damit auch nie wirklich richtig wohl gefühlt. Zwar sind die Entzündungen Geschichte, aber vom reinen Wohlfühlfaktor her ging es mir immer nur nach dem Absetzen sehr gut - so wie jetzt aktuell. Spricht also nochmals dafür, dass die 75.000IE für mich zu viel des Guten waren. Ich nehme die 30.000IE jetzt mal für mind. 1 Woche und schaue, wie ich mich fühle. Danach werde ich eine Weile 50.000IE testen und auf mein Körper-Feedback achten.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#87 von wmuees , 30.11.2018 13:31

Nee, mach nach den 30.000 erst mal 40.000. Und dann mal PTH messen.


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#88 von EvPow , 30.11.2018 13:39

OK, was würdest du sagen, wie lange ich 40.000IE nehmen sollte, bevor eine PTH-Messung sinnvoll ist?

Mir gehts aktuell wirklich so extrem gut, muss mich regelrecht zügeln, nicht täglich beim Training total auszurasten. Hätte vor Coimbra niemals geglaubt, jemals wieder solche Luxusprobleme zu haben in diesem Leben!


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#89 von ChristineH , 30.11.2018 17:37

Zitat von EvPow im Beitrag #88
Mir gehts aktuell wirklich so extrem gut, muss mich regelrecht zügeln, nicht täglich beim Training total auszurasten. Hätte vor Coimbra niemals geglaubt, jemals wieder solche Luxusprobleme zu haben in diesem Leben!


Toll! Freue mich mit.

Kannte diesen VItamin-D-net-Link schon, der überzeugt mich aber nicht.

Ich selbst verspüre überhaupt keine Veränderung, egal, ob ich Vitamin D nehme, nicht nehme, viel oder wenig, täglich oder nicht. Wenn ich da so im Forum lese, was die Leute alles feststellen, bin ich immer sehr erstaunt. Das einzige, was ich bei mir persönlich wahrnehmen kann ist, dass meine Sehkraft nachlässt, wenn ich kein Retinol mehr nehme. Alle anderen NEM - nix spürbar. Deshalb ist es faszinierend, dass Du nach einem Tag Änderungen spürst.



 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#90 von EvPow , 30.11.2018 17:42

Ich spüre es ja nicht nur, sondern meine Blutergebnisse zeigen es auch. CRP nicht mehr messbar, also keinerlei Entzündungen mehr.

Hast du denn eine Autoimmunerkrankung?


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