RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#46 von EvPow , 14.11.2018 11:58

Daher gibt es ja auch spezielle Anforderungen im Coimbra-Protokoll sowie die Betreuung durch einen speziell dafür von Coimbra himself ausgebildeten Protokollarzt. Zudem sollte man natürlich nur Hochdosen Vit D verwenden, wenn man diese auch genetisch bedingt benötigt. Wenn jemand ohne Vit D Verwertungsstörung solche Dosen einwirft, treten Probleme auf.

Aber 30.000 Personen mit einer 95%igen Erfolgsquote sprechen Bände (die restlichen 5% erzielen auch Erfolge, nur keine Totalremission), genauso wie meine persönlichen Erfahrungen sowie jene von mehreren Nutzern hier im Forum, die z. B. Diabetis damit vollständig "geheilt" haben. Ebenso sind die Untersuchungen & Ergebnisse von Blut und Urin eindeutig und dienen sowohl als Sicherheitsnetz sowie zur individuellen Optimierung.

Schließlich reicht die Spanne der im CP verwendeten Vit D Dosis von 40.000-320.000IE und wird individuell ermittelt. 40.000IE liegt nur leicht über Studien, die selbst bei normalen Menschen keine negativen Effekte bis 30.000IE feststellen konnten. Das ist auch kein Wunder, denn diese Menge lässt sich ja täglich bereits über die Sonne bilden - wie sollte das also schädlich sein.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#47 von wmuees , 14.11.2018 12:04

Du hast natürlich recht: ich mache das aus therapeutischen Gründen. Ich habe ein reales Problem dahinter.

Aber wenn ich das zur Prävention nehmen würde: wieviel MGP muss ich denn mindestens carboxylieren, um eine Ablagerung von Kalk in den Arterien sicher zu verhindern?
Mir fehlen hier belastbare Informationen, und solange das so ist, würde ich lieber auf Nummer sicher gehen. Gerade Vitamin K hat ja auch ein Sicherheitsprofil, was es einem erlaubt,
größere Mengen zu nehmen, ohne Nebenwirkungen fürchten zu müssen.


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#48 von Chris (edubily) , 14.11.2018 12:22

@Ewo, deshalb bin ich dem CP gegenüber nicht abgeneigt! Nur die Rahmenbedingungen müssen passen und die Leute müssen wissen, was sie tun!

@wmuess, das sind die Fragen! Und genau, K hat ein sehr gutes Sicherheitsprofil. Letztlich bleibt auch die Frage, ob Vitamin K-abhängige Proteine überhaupt alleine für Gefäßverkalkung verantwortlich sind oder ob es da noch andere Faktoren gibt, die eine Calcifizierung hemmen bzw. aufheben.


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#49 von EvPow , 14.11.2018 12:27

Dann sind wir ja einer Meinung Chris. Leider gibt es viele Leute, die das CP in Eigenregie machen - davon ist absolut abzuraten. Mein Protokollarzt ist z. B. Internist und hat auch viele Jahre als solcher gearbeitet, also auch ein richtiger Arzt, kein Heilpraktiker o. Ä.

Ich werde nach allen Infos nun b. a. W. mit 200mcg K2 weitermachen.


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#50 von Chris (edubily) , 14.11.2018 12:31

Ja, das sind wir!

Ich bin auch nicht per se gegen die Meinung von wmuess. Denke, wir hier alle im Allgemeinen liegen jetzt nicht sooo falsch


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#51 von EvPow , 14.11.2018 12:48

So ist es, alle unsere Ergebnisse sprechen für sich. Und wenn man akzeptiert, dass es selten DIE eine Lösung gibt, ist man einen großen Schritt weiter. Selbst das CP hat schließlich div. Nebenbedingungen an NEMS, Ernährung, Lebenswandel. Das beinhaltet weit mehr, als mal eben sehr viel Vit D einzuwerfen. Und es funktioniert nur, wenn man es den Rest des Lebens durchzieht - alleine dazu sind die wenigsten bereit, siehe Diäten vs. Ernährungsumstellung.

Ich habe das Glück, dass sich auch meine Hausärztin für das CP interessiert und explizit über meine Erfahrungen auf dem Laufenden gehalten werden möchte. Auch durch solche wenigen guten Ärzte, die über den Tellerrand schauen, werden "unsere alternativen" Ansätze zumindest etwas Verbreitung finden und dem einen oder anderen zukünftig eine Menge Mist ersparen.

Ich bin aber auch nicht naiv und glaube, dass sich solche Ansätze, die eine hohe Disziplin erfordern (wobei Coimbra schon extrem entspannt ist, letztlich reden wir hier nur über Milchprodukte und auch da nicht völlig dogmatisch, wenn man sich näher damit beschäftigt), jemals in der Masse durchsetzen werden. Bei 95% der Leute reicht die Disziplin nämlich max. aus, um täglich ein paar Medikamenten-Pillen einzuwerfen.


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#52 von wmuees , 14.11.2018 14:11

Zum Thema Disziplin: ich kenne ein Demenz-Protokoll, mit dem man die Krankheit aufhalten und rückbilden kann. Es besteht aus einer langen Liste an Maßnahmen, von körperlicher Aktivität über NEMs und Hormone. Aber keine Chance, dass einer 80jährigen Oma beizubringen...

Auf der anderen Seite habe ich neulich eine Doku über Extremsportler gesehen. Die auf Skier steile Abhänge abfahren. Einer davon sah schon etwas älter aus... 82.
So fit möchte ich im Alter auch mal sein!


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#53 von EvPow , 14.11.2018 14:32

Ist ein gutes Beispiel, dass man seine Energie besser in seine Gesundheit als später in Krankheiten investieren sollte. Wohl wissend, dass sich natürlich nicht alles ausschließen lässt; aber die Wahrscheinlichkeit lässt sich definitiv signifikant steigern.

Ich bin zuversichtlich, auch im Alter noch überdurchschnittlich fit zu sein. Und ich kenne einen Erfahrungsbericht eines Bechterew-Erkrankten, der mit Vit D sowohl seine MS als auch seinen MB in Totalremission gebracht hat. Der konnte damit sogar binnen 1 Jahr seine Wirbelsäulen-Verwachsungen vollständig auflösen und sein Arzt meinte, er hätte noch nie eine so gesunde Wirbelsäule bei einem über 40-Jährigen gesehen. Auch wenn ich mich darauf nicht zu sehr versteifen will (Wortwitz bei MB), gibt es theoretisch durch unsere Aktionen unglaublich viel Potenzial zu heben - auch und gerade OHNE Medikamente.


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#54 von EvPow , 14.11.2018 14:59

Also ich ziehe jetzt den Stecker mit den 75.000IE und dem zusätzlichen Calcium.

Zwar war mein Puls die letzten Tage normal, aber ich hatte plötzlich eine Art Tinnitus. Der wird gefühlt eher schlechter und da ich mich die letzten Tage auch nie wirklich richtig fit fühlte, wie ich das beim Absetzen vom Vit D nach einigen Tagen zuletzt immer hatte (da konnte ich Bäume ausreißen!), setze ich jetzt erstmal sowohl das Vit D als auch das zusätzliche Calcium ab. Das fühlt sich alles nicht richtig an - obwohl sich mein Puls mittlerweile wieder normalisiert hat - und ich bin immer gut damit gefahren, auf meinen Körper zu hören.

Wenn es mir wieder gut geht inkl. normalem Puls, werde ich 50.000IE ohne zusätzliches Calcium testen, da ich gefühlt davon den Tinnitus bekomme, denn das hatte ich noch nie, das begann direkt 1 Tag nach jener zusätzlichen Calciumzufuhr. Wenn damit der Puls auch ansteigen sollte, reduziere ich weiter. Aber 25.000IE = ein Drittel weniger ist ein signifikanter Schritt. Zudem ist die aktuell unterste Menge aller Coimbra-Patienten mit 40.000IE kaum noch niedriger und dürfte eher einem Patienten mit wenig Körpergewicht zugeordnet werden.

Wie Wolfgang schon anmerkte, gehe ich alles besser langsamer an und schaue auf die Entwicklung vom PTH, wenn sich mein Puls normalisiert hat. Ggf. benötige ich, nach der Ladephase einfach weniger in der Erhaltungsphase, weil ich gar keine extreme Vit D Resistenz habe. Interessanterweise hat nämlich jener in meinem vorigen Beitrag genannte MB-Kranke seine Erfolge mit 100.000IE für 3 Monate und danach dauerhaft nur 20.000IE erzielt (der hatte einen reinen Selbstversuch gemacht in seiner Not und kannte das CP überhaupt nicht).

Immerhin habe ich nun bereits mein oberes Limit abgesteckt, auch das ist ein Meilenstein in der Ermittlung der richtigen individuellen Dosis. Und weil es mir bereits nach 3 Wochen im Protokoll ausgezeichnet ging, wo mein Vit D Spiegel noch deutlich niedriger war als jetzt, bin ich absolut sicher, trotz des aktuellen Rückschlags, das Ziel einer dauerhaften Remission am Ende - mit der für mich korrekten Dosis - zu erreichen.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#55 von EvPow , 14.11.2018 19:43

Kleines Update: Mir geht es gut, Rücken sowieso topp (besser als auf Diclo, was ich seit Monaten nicht mehr genommen habe), Puls normal und ich bin ziemlich fit, so dass ich sogar wieder trainiert habe. Dieser Tinnitus lässt mir jedoch keine Ruhe, so dass ich wie geplant alles absetze und nach Normalisierung aller Parameter mit nur noch 50.000IE wieder in den Ring gehe. Ich nehme weiterhin 200mcg K2.

Ende nächster Woche lasse ich Bluttests machen und spreche nach Erhalt der Ergebnisse mit meinem Protokollarzt über die weitere Vorgehensweise. Letztlich gibt es aber ohnehin keine andere Mgl., als sich jetzt mit weniger IE meiner individuellen Dosis zu nähern. Denn bei 75.000IE muss ich zu viele Anti-Coimbra-übliche Dinge tun und der Tinnitus ist sowieso ein KO-Kriterium.

Ich habe nun Tinnitus explizit als Symptom einer akuten Hyperkalzämie gefunden. Würde zwar theoretisch passen, wobei ich sonst keinerlei Symptome aufweise und mir ein Wechseln von extremer Hypokalzämie (Herzrasen) in Hyperkalzämie (Tinnitus) mit nur 400mg Calcium doch arg seltsam erscheint. Und wenn das so sein sollte, zeigt es auch, dass 75.000IE für mich zu viel sind, denn wenn der passende Korridor SO eng ist, wo weder das Eine noch das Andere auftritt, dann macht das keinerlei Sinn mehr. Da muss die Dosis und damit die Calcium-Sensitivität runter.



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#56 von jfi , 15.11.2018 08:20

Zitat von wmuees im Beitrag #39
Ich denke eher, dass viele Versuche mit MK7 sachief gegangen sind, weil es oft kein "all-trans" war, oder weil man in Unkenntnis eine zu niedrige Dosis genommen hat.


Kann mich bitte mal jemand aufklären, wieso es "all-trans" sein muss? Denn bei meinem Öl steht nur "trans" auf dr Packung und ich will da ja nichts minderwertiges einwerfen.

LG Jens


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#57 von EvPow , 15.11.2018 11:03

Ich denke, dass trans und all-trans dasselbe ist. Relevanter ist, wie viel (all-)trans % dort enthalten sind. Meins ist zu 99% all-trans, gibt aber auch deutlich schlechtere Anteilswerte.

Zudem sollte man K2 nicht zusammen mit Vit D einnehmen, weil sich beide in der Aufnahme behindern (selber Pfad, gilt für sämtliche fettlöslichen Vitamine) und somit etwa ein Drittel weniger vom K2 aufgenommen wird. Daher nehme ich mein D immer morgens und das K2 abends.

http://www.vitamindprotocol.com/the-vita...revolution.html



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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#58 von Taren , 15.11.2018 13:14

Zitat von EvPow im Beitrag #57

Zudem sollte man K2 nicht zusammen mit Vit D einnehmen, weil sich beide in der Aufnahme behindern (selber Pfad, gilt für sämtliche fettlöslichen Vitamine) und somit etwa ein Drittel weniger vom K2 aufgenommen wird. Daher nehme ich mein D immer morgens und das K2 abends.


Meinte Chris nicht kürzlich, dass derartige Interaktionen in der Praxis nicht relevant sind und nur theoretisch von Bedeutung sind?


 
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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#59 von EvPow , 15.11.2018 13:47

Habe ich auch gelesen und halte ich für absolut valide die Aussage, weil viele dazu tendieren, alles sinnlos zu überoptimieren - ohne Real Life Relevanz.

Aber wenn es insb. beim K2 lt. Artikel einen Verlust von bis zu 50% gibt, ist das eine absolut relevante Größenordnung. Da ich meine sonstigen NEMs auch über den Tag verteile, ist das auch kein zusätzlicher Aufwand, sondern normale Vorgehensweise. Bspw. muss ja selbst Mg über den Tag verteilt werden, warum also ausgerechnet die fettlöslichen Vitamine gleichzeitig einnehmen?


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RE: Coimbra Protokoll Autoimmunkrankheiten

#60 von marcolino , 15.11.2018 14:13

"Meinte Chris nicht kürzlich, dass derartige Interaktionen in der Praxis nicht relevant sind und nur theoretisch von Bedeutung sind?"

Ja, dass war seine Aussage...war darüber auch erstaunt...


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