Schlafstörungen

#1 von gago , 02.04.2018 11:45

Hallo,

bis Ende 2016 habe ich noch super geschlafen und konnte auch ständig schlafen. Seit Mitte 2017 habe ich massive Schlafstörungen. Mal kann ich nicht einschlafen und nicht durchschlafen, bin innerlich total unruhig (völlig ohne Grund, dann liege ich die ganze Nacht wach und kann auch jederzeit aufstehen, früh komme ich zackig aus dem Bett) und muss dann stündlich auf Toilette (Gewicht nach einer solchen Nacht von 98,8 kg auf 95,6 kg reduziert). Aktuell werde ich abends richtig müde und schlafe auch schnell ein, doch dann wache ich nach 3 bis 4 h auf und kann nicht mehr schlafen. Allgemein ist der Schlaf auch nicht so tief und schon gar nicht erholsam. Ich hänge dann am nächsten Tag komplett durch, als würde das Melatonin ganz langsam im Körper abgebaut werden. Der Blutdruck ist auch entsprechend hoch, bei der Endokrinologie hatte ich 173/86 (der untere Wert ist noch normal, sagte man mir ... sehe ich anders).

Ich habe mittlerweile jeglichen Kram ausprobiert:
- Calcium -> half bisher am meisten (als Lactatgluconat)
- Magnesium
- Vitamin D3 -> Hochdosen mit 50k IE für 7 Tage beseitigten das Problem kurzzeitig und ich schlief so gut wie früher
- Beta Dorm, Reisetabletten -> halfen überhaupt nicht und das sind schon Schlafmedikamente!
- Glycin, Taurin, Tryptophan, Cholin ...
- auch alle NEM komplett weglassen

In der Endokrinologie wurde nichts festgestellt, bis auf einen Jodmangel im Urin. Meine Schilddrüse ist homogen, keine Knoten, keine Entzündungen etc. und umfasst 24 ml (bis 25 ml sind normal). Trotz des Jodmangels sind meine Schilddrüsenwerte aus meiner Sicht gut, was mich schon verwundert. Laut Endokrinologin kommen die Schlafstörungen nicht von der Schilddrüse. Vor der Untersuchung habe ich eine Woche zuvor jegliche NEM abgesetzt. Die Blutabnahme war gegen 10 Uhr und ich hatte bereits gefrühstückt.

TSH: 1,61
fT3: 3,20 pg/ml
fT4: 1,14 ng/ml
alle Antikörper negativ
Jod im Urin: 7 mcg/l

Calcium: 2,28 mmol/l
Calcium korrigiert: 2,22 mmol/l
Phosphat: 0,94 mmol/l
Vitamin D 25 OH: 61,7 ng/ml

Ferritin: 51,1 ng/ml
Hämoglobin: 14,67 g/dl

Fällt euch noch etwas auf bzw. habt ihr noch Ideen, woher die Schlafstörungen/Schlaflosigkeit kommen?

Vielen Dank für eure Hilfe!


 
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RE: Schlafstörungen

#2 von naklar! , 02.04.2018 13:22

Wie sieht`s denn mit Elektrosmog aus - hat sich irgendwas in deinem Umfeld geändert?
Machst du nachts das W - Lan aus?

Gruß, Eric


" Ich will mehr Leber, Vater! "


 
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RE: Schlafstörungen

#3 von gago , 02.04.2018 13:25

Hallo Eric,

an meiner Schlafumgebung ist alles gleich geblieben. WLAN schaltet sich seit Jahren um 21 Uhr ab und bleibt bis 5.30 Uhr aus.

Viele Grüße
Sandro


 
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RE: Schlafstörungen

#4 von naklar! , 02.04.2018 13:28

Hey Sandro - vielleicht is ja ein dicker Mast in der Nähe dazugekommen....schau mal aus dem Fenster :-)
Ansonsten eventuell andere Umweltgifte....Shimmelvorfälle in der Wohnung etc?

Ich klopfe das nur ab, weil du oben schon alle NEM Interventionen angegeben hast...


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RE: Schlafstörungen

#5 von hans , 02.04.2018 14:26

Zitat von naklar! im Beitrag #4
Hey Sandro - vielleicht is ja ein dicker Mast in der Nähe dazugekommen....schau mal aus dem Fenster :-)


Haha - kann man sogar nachprüfen, bei der Bundesnetzagentur, die haben eine Datenbank -> Hab ich hier mal zusammengefasst.

Wichtiger ggf. ist noch die Funkumgebung wenn man in der Innenstadt in einem Mehrfamilienhaus, einer dichten Bebauung oder einem Wohnblock wohnt. Das hatte sich bei mir auch in den letzten Jahren krass geändert. Ich habe durch verschiedene Maßnahmen meine Grundbelastung im Schlafraum von ca. 100-1000uW/m2 auf ca. 0,1-1uW/m2 reduziert. Allerdings bedeutet das in den meisten Fällen das man weg/umzieht.

LG
Hans


naklar!, Pilki und gago haben sich bedankt!
 
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RE: Schlafstörungen

#6 von gago , 02.04.2018 14:42

Die Masten habe ich gerade kontrolliert. Die sind alle schon viel länger da, als meine Schlafstörungen.

Ich habe halt immer noch Calcium und Magnesium im Sinn, weil Calcium schon mal deutlich höher, nämlich bei 2,45 lag und da ging es mir noch gut.



 
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RE: Schlafstörungen

#7 von gago , 02.04.2018 20:41

Ich habe vorhin gelesen, dass Beta Blocker die Anzahl der Adrenalin Rezeptoren im Körper erhöhen.
Kann das auch durch NEM passieren? Wenn ja, durch welche?


 
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RE: Schlafstörungen

#8 von gago , 27.04.2018 09:19



Der Schlaf bessert sich, seitdem ich wieder angefangen habe, täglich Noriblätter zu essen und mittlerweile bin ich auf Wakame gewechselt, täglich 1-2 g.

Scheint also am Jod gelegen zu haben. Doch die hier teilweise propagierten Hochdosen sind nicht notwendig.


 
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RE: Schlafstörungen

#9 von enzo.ca , 27.04.2018 10:51

Wie isst du deine Wakameblätter? Mischst du die immer in deinem Essen unter?


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RE: Schlafstörungen

#10 von gago , 27.04.2018 11:16

Ne ich esse die direkt ohne einweichen oder sonstiges.


 
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RE: Schlafstörungen

#11 von hans , 27.04.2018 11:39

Zitat von gago im Beitrag #10
Ne ich esse die direkt ohne einweichen oder sonstiges.


Ups, das ist aber ein zäher Knabberspaß

Ich selber weiche Sie in warmen Wasser ein oder packe Sie in den Turbomixer für den grünen Smoothie - letzterer bietet sich aktuell am, da es gerade sehr viel Löwenzahn gibt. Was mich wundert: Esse Wakame bzw. Kelp jetzt schon zusammen mit Paranüssen oder Selen seit 3,5 Jahren - an den SD-Werten hat sich jedoch nicht viel geändert. Jedoch habe ich nie mit Dosierungen >500µg am Tag experimentiert.

Einzig frage ich mich ob es besser ist die Wakame über den Tag zu verteilen - oder ob auf einmal essen o.k. für die Aufnahme ist.

LG
Hans


 
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RE: Schlafstörungen

#12 von gago , 27.04.2018 11:43

Ja in dem Smoothie wollte ich es nicht machen, weil mir die so sehr gut schmecken.

War auch am überlegen, ob es sinnvoller wäre, die über den Tag zu verteilen, andererseits möchte ich auch nicht, dass die Schilddrüse abends oder in der Nacht anspringt und mir dann den Schlaf raubt.


hans hat sich bedankt!
 
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RE: Schlafstörungen

#13 von hans , 27.04.2018 11:53

Zitat von gago im Beitrag #12
Ja in dem Smoothie wollte ich es nicht machen, weil mir die so sehr gut schmecken.


Ja, da kann ich zustimmen - Smoothie ist eigentlich eine kulinarische Verschwendung. Jedoch vergrößert das die Aufnahmewarscheinlichkeit des Jod durch Oberflächenvergrößerung. Zumindest ist das meine Denke...

Zitat von gago im Beitrag #12
möchte ich auch nicht, dass die Schilddrüse abends oder in der Nacht anspringt und mir dann den Schlaf raubt.


Guter Aspekt!

LG
Hans


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RE: Schlafstörungen

#14 von Dominik , 27.04.2018 14:16

Kurze Frage an dich, gago.

Ich habe gerade über deinen Laborbefund drübergeschaut und überlege, ob ich das richtig verstehe:

Dort steht, dass dein Jod im Urin 6,7 mcg/l beträgt und dass der Referenzbereich bei 100-199 mcg/l liegt.

Korrekt?

Ist das dann nicht ein eklatanter Mangel?!

Die Ungenauigkeit bei der Jodbestimmung im Urin (zumal in deinem Fall sicher kein 24-Urin-Sammeltest gemacht wurde?) lassen wir mal außen vor.

Bei einem derart starken Mangel dürfte die Ungenauigkeit dann keine relevante Rolle mehr spielen.


 
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RE: Schlafstörungen

#15 von gago , 27.04.2018 15:13

Klar ist das ein heftiger Mangel. Die Frage ist, weshalb mein fT3 sogar minimal höher lag, als zu den Zeiten, wo ich Jod zugeführt habe.


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