brainfog durch ketogene diet

#1 von howtnted , 23.03.2018 22:07

Hallo alle zusammen.

ich habe ein paar Fragen an euch und ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich freue mich zudem auch über Erfahrungen und Lösungsvorschläge.

Damit ihr einen kurzen Einblick erhaltet, gebe ich hier eine kleine Kurzfassung. Wenn ihr mehr Infos braucht, gebe ich euch gerne jedes Detail, welches ich nur geben kann. Ich hatte dazu vor einem Jahr schon mal bei Team-Andro geschrieben:

"Seit meiner 5 monatigen Ketogenen Diät fühle ich mich nach nahezu jeder Nahrungsaufnahme merkwürdig. Es scheint eine Art Brainfog zu sein. Ich kann mich nicht mehr richtig konzentrieren, mir fehlt absolut der Fokus und meine Beine fühlen sich total schlapp an. Nach 30 – 60 min scheint das ganze nachzulassen. Es tritt immer in Verbindung mit Essen auf. Wodurch kann das entstanden sein und wie bekomme ich das wieder weg? Mein Arzt ist Ratlos."

Ist es möglich, dass eine Darmfehlbesiedelung zu dem extremen Brainfog führt?
Kann man eine Fehlbesiedelung messen?
Wie würdet ihr versuchen die Ursache dieser Symptome zu finden?
Habt ihr schon einmal von so etwas gehört und habt eventuell Quellen?

Wäre toll, wenn ihr mich bei meiner nun schon 2 jährigen Suche unterstützen könntet.

Ganz liebe Grüße,
hotte



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RE: brainfog durch ketogene diet

#2 von chrismec , 23.03.2018 23:06

Hi!

Wieso führst du eine ketogene Diät durch?

5 Monate huiuiui...also ich habe das für 3 Monate gemacht und zuerst einen super Effekt gehabt. Allerdings habe ich ein bis zweimal die Woche sehr kohlenhydrat-reich gegessen.

Dann kam bei mir langsam der "Brainfog". Ich bin mit meinen biochemischen Recherche noch nicht soweit, dass ich die Einflüsse von Makros und Mikros in Bezug auf das Gehirn betrachtet habe, aber grundsätzlich braucht der Kopf auf jedenfall Zucker!

Zu der Darmbesiedlung. Dieses Forschungsfeld steht wirklich in den Kinderschuhen.

Hier mal eine Abbildung der wichtigsten Darmbakterien im Menschen. Du kannst ja mal Suchen, welche dieser Bakterien im Zusammenhang mit deinem Problem stehen könnten.





Zum Beispiel entscheidet das Verhältnis der Bakterien im Darm signifikant, ob du zum Beispiel eher zu Fettleibigkeit neigst. Deswegen finde ich Chris Ansatz so toll, da er direkt darauf verweist, das jeder Mensch ausprobieren muss, was ihm gut tut.

Ich hoffe ich konnte ein bisschen weiterhelfen...

Gruß Chris(anderer)



Taren hat sich bedankt!
 
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RE: brainfog durch ketogene diet

#3 von H_D , 24.03.2018 08:44

Die Darmbakterien ändern sich mit der Ernährung. Veganisch sind eher andere vorhanden als bei carnivor


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RE: brainfog durch ketogene diet

#4 von Mo , 24.03.2018 10:11

Und wenn es innerlich ist?

Was denkst du über deine Ernährung?

Irgendwie, daß es nicht ganz ok ist und du etwas ändern solltest?


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RE: brainfog durch ketogene diet

#5 von howtnted , 24.03.2018 12:53

Huhu ihr Lieben,

ich konnte meinen Beitrag leider nicht mehr bearbeiten. Die lange Version habe ich hier schon einmal beschrieben.

Um es noch einmal genauer zu benennen: Ich ernähre mich seit 2 Jahren nicht mehr Ketogen, sondern "normal". Davor habe ich mich 5 Monate Ketogen ernährt. Macros habe ich täglich getrackt und mit Ketosticks kontrolliert. Mitten in der Ketogenen Diät hat der Brainfog begonnen und ist bis heute nicht mehr weg gegangen. Ich vermute eine Kaputte Darmflora, weiß es aber nicht und weiß auch nicht, ob dadurch so ein Brainfog entstehen kann. Aus diesem Grund habe ich mich erneut an euch gewandt und bitte um eure Mithilfe.

Zitat von Mo im Beitrag #4
Und wenn es innerlich ist?


Was vermutest du?

Zitat von Mo im Beitrag #4

Was denkst du über deine Ernährung?


Sie nimmt Einfluss auf mein Befinden. Leider habe ich da noch nicht den richtigen Baustein gefunden.

Zitat von Mo im Beitrag #4

Irgendwie, daß es nicht ganz ok ist und du etwas ändern solltest?


Ich verstehe leider nicht, was du mich fragen möchtest.

Danke dir Christin für deine Bilder. Was kann ich jetzt damit anfangen? Stuhlprobe einschicken und schauen, ob irgendwelche von dir genannten Bakterien zu häufig vorkommen?
Wird das aktuelle Bild der Stuhlprobe verfälscht, wenn man aktuell Probiotika zu sich nimmt? Wenn ja, wie lange sollte man diese vorher absetzen?

Ich bedanke mich für eure Rückmeldungen.
LG, hotte


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RE: brainfog durch ketogene diet

#6 von chrismec , 24.03.2018 15:35

Zitat von howtnted im Beitrag #5


Danke dir Christin für deine Bilder. Was kann ich jetzt damit anfangen? Stuhlprobe einschicken und schauen, ob irgendwelche von dir genannten Bakterien zu häufig vorkommen?
Wird das aktuelle Bild der Stuhlprobe verfälscht, wenn man aktuell Probiotika zu sich nimmt? Wenn ja, wie lange sollte man diese vorher absetzen?




Also, ich weiß leider nicht, wie man als "Nicht-Student" an wissenschaftliche Studien kommt, außer aus dem Nature and Sience. Ich wollte dir einen Anreiz geben zum Nachforschen! (Nature und Sience würde ich immer kritisch betrachten, da die Wissenschaftler angehalten werden viel Forschung in kurzen Text zu packen, was aber nicht grundlegend schlecht sein muss. Außerdem werden keine "fehlerhaften" Experimente veröffentlicht, obwohl die teilweise sehr aufschlussreich sein könnten...aber ich schweife ab).

Leider habe ich Jahre lang viel gelesen und mir die Quellen nicht gemerkt. Du fragst hier nach einer direkten Beratung... Sei vorsichtig damit, wir bewegen uns hier in einem Forum, ich beispielsweise bin Biologie/Biochemie-Student im 6. Semester und habe auch schon viel über Mikrobiologie gelesen und geforscht (Stichwort "Darm mit Charm" = Buch), aber wäre zB kein Fachmann für Darmbakterien .

Außerdem könnte ich eigene Erfahrungen mit dir teilen, wenn du magst.

Also kurz: Es ist wie gesagt nachgewiesen, dass Darmbakterien sogar Depressionen auslösen können in der falschen Konstellation. Ich glaube das ist ein sehr zukunftsorientiertes Thema, da es erstens extrem schwer ist auf diesem Gebiet zu forschen und dadurch noch sehr wenig bekannt ist. Fakt ist aber, dass zum Beispiel die Bakterien der Gattung Bacteroides und Abteilung Firmicutes mit ihrem Verhältnis im Vorkommen im Darm über u.a. Fettleibigkeit entscheiden.

Meine Erfahrung: Bei mir ging der Brainfog weg, nachdem ich mich wieder normal ernährte! Ich glaube außerdem kaum, dass deine Darmbakterien schuld sind, da der Darm ein unglaublich hohes Regenerationspotential hat. Da es bei dir zwei Jahre anhält, kannst du Nährstoffmängel ausschließen? Mir würde jetzt wie schon vorher erwähnt irgendwie in den Sinn kommen, dass dein Gehirn mit zu wenig mit Glucose versorgt wird, da der Brainfog sich bei mir anfühlte, wie als wenn ich den ganzen Tag gelernt habe ohne etwas zu essen...

In wie fern hast du mal einen Arzt konsultiert?

Gruß Chris

PS: Danke für die PN, kein Ding mit der Namensverwechslung!


 
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RE: brainfog durch ketogene diet

#7 von Tommy , 24.03.2018 18:44

Brainfog ist ein typisches Symptom bei einer Histaminintoleranz. Du wirst am ehesten vorankommen wenn du mal 2-3 Wochen ein Ernährungstagebuch führst und immer dein Befinden zusätzlich dokumentierst.


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brainfog durch ketogene diet

#8 von howtnted , 24.03.2018 18:55

Zitat von chrismec im Beitrag #6

... dass dein Gehirn mit zu wenig mit Glucose versorgt wird


#1 So ein Unterzuckerungsgefühl habe ich sehr häufig. Nur wie kann ich das ändern? Es gab Zeiten, da habe ich nur weißen Reis gegessen, oder Kartoffeln, Obst, Gummibären (nach einer halben Tüte summt es in meinen Ohren). Damit hätte doch Unterzuckerung weggehen müssen. Oder gibt es da eine Möglichkeit, dass obwohl genug Glukose im Blut ist, das nicht im Gehirn ankommt?

#2 Und dann gibt es noch das Gefühl, wenn ich mich nach Essen nicht mehr konzentrieren kann. Wenn ich beispielsweise ein Quark mit Süßstoff(Natrium Cyclamat) esse, schaltet es mein Gehirn komplett aus. Ich kann nicht mehr fokussieren und mir fällt es dann schwer den Inhalt von einem Satz zu erfassen. Dieser Zustand kommt 10-30 Min nach dem Essen und geht nach weiteren 30 Minuten wieder weg.

Diese zwei Zustände unterscheiden sich vom Gefühl, sind aber zur selben Zeit (vor 2 Jahren in der Ketogenen Diät) das erste mal bei mir aufgetreten und halten bis heute an.

Du fragst mich nach Arztbesuchen:
über 20 mal deswegen beim Hausarzt mit mehreren Bluttests (alle unauffällig)
Fruktoseintolleranztest (negativ)
Darmspiegelung (unauffällig)
Histamin wurde geschaut, ob mir Daosin irgendwie hilft (negativ)
MRT vom Gehirn (nix)
HNO wegen Schwindel/Brainfog (der hat mich nur fragend angeschaut)
Quecksilbertest leicht erhöht (für 1 Jahr Ausleitung gemacht und ergab keine Änderung).
aktuell Ernährungsmedizin mit Ernährungsberatung (gerade Fodmap Test - keine Veränderung)

mit zusätzlicher Probiotikaeinnahme scheint es mir etwas besser zu gehen. Aber so ganz kann ich das nicht reproduzieren und zurückverfolgen.

Manchmal esse ich 2 Brötchen mit Margarine und kann danach nicht mehr denken, manchmal esse ich die gleichen Brötchen ohne Probleme...
Jemand Ideen?


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RE: brainfog durch ketogene diet

#9 von chrismec , 25.03.2018 11:06

Hm also das mit den Arztbesuchen kann ich gut nachvollziehen. Ich hab ein ähnliches Leiden, dass keine schlimme Krankheit ist, aber mich doch Jahre lang psychisch eingeschränkt hat, außerdem fühlte sich mein Körper einfach nicht gut an bei Sport usw.

Leider hat bis heute kein Arztbesuch geholfen und ich denke ich habe den gleichen Ansatz wie du jetzt verfolgt. Da wir ja an (Vermutlich) nichts "schlimmen" leiden (da die Ärzte nichts feststellen), müssen wir uns eben um Alternativen kümmern.

Wenn dir also Probiotika gut tun, dann solltest du nicht ausschließen, dass es tatsächlich mit deinem Mikrobiom zu tun hat. Allerdings sind 30 Minuten nach dem Essen etwas kurzfristig, damit deine Nahrung in den Darm gelangen kann. Ich hoffe für dich, hier bei edubily kann dir jemand explizite Tipps weitergeben, damit es schnell wieder wird!

Also mit was kann es zu tun haben? 10-30 Minuten nach dem Essen --> Kauapparat, Magen, Speiseröhre :D Ich weiß allerdings nicht was hier alles falsch sein kann.

Zitat
Manchmal esse ich 2 Brötchen mit Margarine und kann danach nicht mehr denken, manchmal esse ich die gleichen Brötchen ohne Probleme...
Jemand Ideen?



Das klingt so, als sei es bei dir Tagesabhängig. Der Vorschlag, dass du mal genau Tagebuch führst ist sehr ratsam. Es gibt einmal das "Stimmungstagebuch", dort kannst du vermerken, wie es dir nach dem Essen, an dem Tag usw. ging. Und das Ernährungsprotokoll, damit du sehen kannst, welche Nahrungsmittel über den Tag verteilt in Kombination vielleicht zu deinen Symptomen führen! Ist auch gar nicht so aufwendig wie es klingt und vielleicht bringt es dich ja weiter.

Versuch auf deinen Körper zu hören und gib mit der Recherche nicht auf, für mich klingt das nach einem lösbaren Problem. Viel Erfolg und du kannst ja mal berichten was sich alles ergibt.


 
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RE: brainfog durch ketogene diet

#10 von H_D , 25.03.2018 12:31

Wie siehts denn mit Salz und generell Elektolyten aus? Sollte man bei ketogen erhöhen


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RE: brainfog durch ketogene diet

#11 von howtnted , 25.03.2018 14:26

Moin, vielen Dank für eure Mithilfe!!

Dieser Brainfog ist in der Ketogenen Diät entstanden und geblieben, obwohl ich die Ernährung wieder umgestellt habe. Er tritt immer besonders nach dem Essen auf. Ich kann mich dann nicht mehr Konzentrieren. Den Inhalt von Sätzen nicht mehr erfassen. Das ganze lässt dann wieder nach. Zusätzlich gibt es das beschriebene konstante Unterzuckerungsgefühl mit Druck im Kopf. Nahrungsmittel scheinen verschieden Einfluss zu haben. Rekonstruierbar war es trotz monatelangen Ernährungstagebuch nicht. Kurz nach der Nahrungsumstellung von Keto auf nicht Keto hat sich mein Blinddarm entzündet und musste raus genommen werden. Mein Verdacht: Irgendwelche Bakterien machen mir zu schaffen / sind zu viel da / nicht im Gleichgewicht. Während Keto habe ich täglich mindestens 1 Salatkopf mit Süßstoff gegessen. Man liest, dass leefy greens in der Ketodiät sehr wichtig sind.... aber.... ich esse keine Salatköpfe mehr... ich esse nicht mehr Keto.... und das ganze seit 2 Jahren nicht mehr. Und dennoch gibt es diesen Brainfog. Und auch nach unterschiedlichstem Essen/Trinken

Randnotiz: In der Zeit im Krankenhaus, als der Blinddarm raus gekommen ist, habe ich keinen Brainfog gehabt. (Da gab es Antibiotika) Aus meiner Verzweiflung heraus, nicht weiter zu kommen, habe ich später Antibiotika (welches wir noch von der Nasennebenhölenentzündung meiner Frau) genommen und auch damit den Brainfog minimieren können. Ganz weg ging er nicht. Das war natürlich Antibiotika, welches für einen anderen Anwendungsbereich vorgesehen war. Was für Antibiotika bräuchte ich, wenn es wirklich mit Bakterien zutun hat? Ist das abwegig?

Was ich aber nicht verstehe, wieso unterschiedliche Lebensmittel unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wenn es an Bakterien liegen könnte. Quark mit Süßstoff ist ganz schlimm. Brötchen manchmal, aber genau so heftig. Aber auch Kartoffel oder nen Steak knipst mir manchmal das Licht aus. Auf die Dauer der zwei Jahre betrachtet, ist es zwar Besser geworden, aber ich spüre es immer noch sehr deutlich, wenn ich nicht voll da bin.

Können Bakterien für so etwas verantwortlich sein?

@H_D
das mit dem Salz las ich auch und habe es getestet. Für eine Woche lang gab es zu jedem essen einen Esslöffel Salz. Gab keine Änderung. (Ich ernähre mich seit 2 Jahren nicht mehr Ketogen)

Ich habe die unterschiedlichsten Nahrungsergänzungsmittel versucht:
Zink, Mag, VitD, B12, Multimineral, Multivitamin, Kreatin, Cholin, Arginin, Ornithin, Carnithin, Sauermolkewhey und andere Wheysorten, Sojaprotein, Erbsenprotein, Reisprotein, Betaine HCl & Pepsin, ALA und viele weitere......

Meine Nahrungsaufnahme unterschied sich in den zwei Jahren teilweise erheblich. Die Einnahme folgender Lebensmittel hatte aber wenig bis kaum Einfluss auf mein Befinden.
Selbstgemachte Knochenbrühe, Wöchentlich Leber, Beeren, Fischölkapseln, high Oleic Sonnenblumenöl, Gemahlene Eierschalen.

Aktuell helfen mir Koffeeintabletten, um über diese Schwächephasen hinwegzukommen.

Nochmals Danke für eure Hilfe!

lg, Hotte


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RE: brainfog durch ketogene diet

#12 von Tommy , 25.03.2018 17:54

Es gibt zwei Abbauwege bei Histamin. DAO ist nur ein Enzym. HNMT das andere. Brainfog und sonstige „neurologische Einschränkungen“ sind eher dem HNMT zuzuordnen. Probleme im Magen Darm Bereich eher DAO. Also nur weil deine DAO normal ist bzw dir Daosin nicht geholfen hat heißt das nicht automatisch, dass du keine Störung beim Abbau von Histamin hast. Mach ein Tagebuch aber lass dir sagen es gibt Symptome die auch noch 7 Tagen nach Konsum Unverträglicher Nahrungsmittel auftreten kann. Das macht es nicht immer leicht bei der Recherche


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RE: brainfog durch ketogene diet

#13 von howtnted , 25.03.2018 20:22

Zitat von Tommy im Beitrag #12
Es gibt zwei Abbauwege bei Histamin. DAO ist nur ein Enzym. HNMT das andere. Brainfog und sonstige „neurologische Einschränkungen“ sind eher dem HNMT zuzuordnen. Probleme im Magen Darm Bereich eher DAO. Also nur weil deine DAO normal ist bzw dir Daosin nicht geholfen hat heißt das nicht automatisch, dass du keine Störung beim Abbau von Histamin hast. Mach ein Tagebuch aber lass dir sagen es gibt Symptome die auch noch 7 Tagen nach Konsum Unverträglicher Nahrungsmittel auftreten kann. Das macht es nicht immer leicht bei der Recherche


Moin Tommy, danke für deine Unterstützung!

Um verstehen zu können, welchen Zusammenhang Histamin mit meinen Symptomen hat, würde ich gerne ein paar Fragen stellen.

Wenn es Histamin wäre, dürften die Probleme dann nicht nur bei entsprechender Lebensmittelaufnahme auftreten?
Angenommen es sind Lebensmittel im Darm, mit denen der Körper nicht klar kommt. Wieso entsteht dieser Brainfog, ca 30. min nach erneuter Nahrungsaufnahme?
Wieso tritt der Brainfog nach unterschiedlichen, auch "low"-histamin Lebensmitteln wie Quark, Kartoffeln, Dinkelbrötchen, Reis etc. auf?

Ich habe über Monate Foodlog geführt. Auch aktuell wieder mithilfe einer Ernährungsberatung. Da ist eine Histaminproblematik bisher nicht ersichtlich. Ich habe über 2 Wochen nur Reis + Öl gegessen. Da hatte ich die gleichen Probleme.
Ich bin gespannt auf deine Antwort.

LG, Hotte


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RE: brainfog durch ketogene diet

#14 von Tommy , 26.03.2018 21:58

Wenn du tatsächlich 2 Wochen nur Reis und Öl gegessen hast und keine Verbesserung damit, dann kannst Du eine direkte Histaminproblematik wohl ausschlafen. Es gibt auch Histaminbildende Bakterien im Darm. Aber ob diese generell über Nahrung (auch Histaminarme) getriggert werden, weiß ich nicht.


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RE: brainfog durch ketogene diet

#15 von Mell , 08.04.2018 10:20

Hallo hownted
Ich habe mich selbst lange ketogen und drum herum eigentlich immer irgendwie lowcarb, LCHF ernährt und kenne die Symptomatk die du beschreibst, wie brainfog und dieses "nicht denken können" nach Aufnahme bestimmter Lebensmittel.
Du hast ja schon vieles checken lassen. Das mit dem Histamin ist kompliziert. Ich merke zB deutlich dass ich auf Histamin reagiere, konnte aber auch keine Besserung durch Einnahme von DAO Kapseln spüren. Bevor ich irgendetwas nehme recherchiere ich vorher immer dazu und viele Leute haben geschrieben dass es ihnen nichts bringt. Ich weiß nicht, ob ich eine wirkliche "Histaminintoleranz" habe, ABER ich habe einen Stuhltes bei einer Heilpraktikerin! machen lassen. Ergebnis: Antikörper gegen Gluten, Dünndarmfehlbesiedelung, uA. mit Histaminbildenden Bakterien! Ich musste eine Zeit lang ekelige Kräutermischungen gegen diese "Clostridien" in meinem Darm nehemn, dann folgten Probiotika.
Ich konnte trotzdem nie wirklich sagen: "Ja, das hat alles verändert und geholfen!" Es ist ein bisschen besser geworden mit der Verdauung, nehme sowieso immer unterstützend Digestive Enzymes und Iberogast und diverse NEM`s, aber bin immer noch am experimentieren mit der Ernährung. Ich informiere mich über Enrnährung im Zusammenhang mit Darmbakterien.
Mittlerweile denke ich nicht mehr, dass Keto AUF DAUER so förderlich ist. Ich vermute in meinem Fall sogar, dass mir jahrelanges Low- No Carb den Darm ausgehungert hat. (der war vorher bestimmt schon angegriffen durch undiagnostizierte Glutenintoleranz, wobei ich ja schon lange kaum noch Gluten gegessen habe, ABER wenn man empfindlich auf Gluten reagiert können sogar MILCHPRODUKTE ähnliche Reaktionen erzeugen, da die Proteinstruktur ähnlich dem Gluten ist, und die habe ich viel konsumiert!)
Hast du mal einen Stuhltest machen lassen? Ich denke schon, das könnte helfen.
Und diese Symptome erinnern an Blutzuckerschwankungen. Wie sieht es da bei dir aus? Misst du ab und zu deinen BZ?
Insulin und BZ sind bei mir auch so ein Problem. Keto KANN die Insulinwirkung durcheinander bringen, was auch wieder mit Darmbakterien zusammenhängen kann. Ich habe lange!!! nur von fettigen, mit Süßstoff verfeinerten Kaffee-, Kakao Drinks a la Bulletproof Coffee tagsüber gelebt und abends gab es entweder Mandel-Ei-Proteinpulver Pfannkuchen mit wenigen Beeren und Schlagsahne oder grünen Eisbergsalat mit Fleisch und Butter, Käse + immer 1 Glas koffeinfreies Lightgetränk. Süßstoffe sind nochmal ein anderes Thema, welche, und ob sie nun dem Darm schaden oder nicht, was ich aus MEINEM Essverhalten und dem Ergebnis der Stuhluntersuchung schlussfolgere ist,dass mein Darm nicht ausreichend mit Bakterienfutter versorgt wurde, wie zB genug leafy greens (Nein, Blattsalat tut nicht viel für die Darmflora).
Da ich empfindlich auf jede Art von Kohlenhydraten reagierte über die Jahre, habe ich natürlich alles mit Stärke gemieden. Und wegen Keto.
Aber so wie ich es bisher verstanden und recherchiert habe, brauchen die guten Darmbakterien genau das, also Stärke und faseriges Zeug, Ballaststoffe, um die wichtigen kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrate zu produzieren.
Wieder ein neues Thema: Butyrate / Butyric Acid ist ja auch in der Nahrung vorhanden, natürlich auch in Butter und Käse... darum dachte ich immer ich tue meinem Darm damit was Gutes, da ich Butyrate ESSE! Aber dann heißt es in einigen wissenschaftlichen Papieren, dass Butyrate aus der Nahrung gar nicht so weit in den Darm gelangt, dass es positiv wirken könnte. Das kann wohl nur das Butyrate, welches von den Bakterien produziert wird, die Stärke und Ballaststoffe brauchen. Wenn jemand hier zu anderen Ergebnissen der Forschung diesbezügl.gekommen ist, ich freue mich über Aufklärung, da ich es gerne selber besser verstehen würde. Ich denke einfach, wenn der Darm irgendwie angegriffen, durchlässig ist oder ein Bakterienungleichgewicht vorherrscht, dann hat man mit diesem Brainfog und etlichen Reaktionen bei diversen Lebensmitteln zu kämpfen.
Sorry für den langen Text!


Berglöwe hat sich bedankt!
Mell  
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