Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#1 von mario.neudeck , 12.03.2018 16:34

Hallo,
komme nicht ganz klar mit der Interpretation meiner Ferritin-/Transferrin-Werte

Ferritin 330 (Referenz 30-400)
Transferrin 2 (Referenz 2-3,6)
Transferrin-Sättigung 33%
Eisen 16 (Referenz 6-34)

Ich dachte immer, hohe Ferritin-Werte sind ok bzw. wünschenswert. Aber dem scheint nicht so zu sein.
HIer wird auch explizit der Wert >300 als Problem angesehen.
http://edubily.de/2015/12/insulinwirkung...erte-verstehen/
http://edubily.de/2015/11/eisen-fettverb...ulin-resistenz/

Wie interpretiere ich den niedrigen Transferrin-Wert?

Wikipedia meint dazu "Zu einer Verringerung des Transferrinspiegels kommt es bei chronischen Entzündungen, Tumorerkrankungen, Eisenüberladung (wie z. B. bei der bei primären (genetischen) oder sekundären Hämochromatose) oder einer Hämolyse. "

Es gibt wohl zu wenig Transporter für das Eisen aus dem Blut in Richtung Zellen. Also nützt das ganze Zufüttern wohl wenig, wenn das Eisen nicht in den Zellen ankommt.
Im Moment nehme täglich Ferrosanol. ist das ggf. zu viel des Guten?

Danke,
Mario


 
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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#2 von Anna , 13.03.2018 11:32

warum nimmst Du Eisen? Wie hoch ist Dein Hämoglobin?

Normalerweise nimmt man bei einem Ferritin von 330 keine Eisenpräparate?


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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#3 von mario.neudeck , 13.03.2018 13:59

Ich nehme Eisen, weil es vor Jahresfrist so aussah:

Ferritin 144 (Referenz 130 - 400)
Transferrin 2,1 (Referenz 2,0 - 3,6)

Und da war dann die Ansage Eisen (u.a.) zu supplementieren. Bin Ausdauersportler.

Ferritin jetzt bei 300 ng/ml
lt. Dr. Strunz, der Wert unter dem er nicht bei einem Ironman antreten würde
obige Artikel von Chris zeigen aber ein anderes Bild, deshalb die Frage

Mein Hämoglobin hat sich aber nicht wirklich großartig geändert, jedenfalls nicht annähernd so, wie Ferritin.

vor Jahresfrist
Hämoglobin 15 (Referenz 14 - 18) g/dl

jetzt
Hämoglobin 8,8 (Referenz 8,4 - 10,7) mmol/l

Werte wurden in einem anderen Labor gemessen, deshalb andere Maßeinheiten. Die Bereiche geben aber hinreichend Aufschluß, dass ich kaum etwas getan hat.


 
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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#4 von Anna , 13.03.2018 16:23

Ach so. Ja, Ausdauersportler brauchen auch mehr Eisen.

Dein Ferritin ist also gestiegen, aber nicht Dein Hämoglobin.

Ich nehme jetzt auch Eisensupplemente, hatte früher auch nur Eisenpräparate. Jetzt bin ich am experimentieren, ob Eisenpräparate, die zusätzlich mit allen Vitaminen und Nahrungszusätze für die Herstellung von roten Blutkörperchen versetzt sind, ob das eine Wirkung hat auf meine Hämoglobinwerte. Aber es dauert so lang, bis man die Resultate messen kann.

Ich experimentiere mit Eisen plus von Burgerstein (Eisenfumarat), und Eisen Chelat forte von Dr. Eisenberger (Eisenbyscguclinat).

Sie enthalten nebst dem Eisen noch Vitamin C, Vitamin A, Calcium. Im Falle von Burgerstein gibt es noch zusätzlich Kupfer, Vitamin B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin B12.

Vielleicht bekommst Du mit solchen Präparaten auch Dein Hämoglobin höher? Bin jedenfalls gespannt, wie es bei mir wirkt.

Nimmst Du dein Eisenpräparat schon lange? Denn dann können Manganwerte sinken, und das verschlechtert Insulinsensivität.


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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#5 von Pilki , 13.03.2018 16:24

In der Tat. Dein Hämoglobin ist sogar etwas gesunken. Hämoglobin unterliegt aber auch einer gewissen Rhytmik, ist also Tageszeitabhängig. Morgens ist der Wert höher. Darum möglichst immer zur selben Uhrzeit messen. Bin darüber hinaus leider kein Eisen-Experte und selbst schon auf die Antworten gespannt.

LG,
Thomas


"Long term consistency trumps short term intensity"


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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#6 von Anna , 13.03.2018 16:38

Sorry, das sollte Eisenbisglycinat heissen.


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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#7 von mario.neudeck , 13.03.2018 19:37

Danke für den Link zum Einheitenrechner.
Insulinsensitivität und schlechter Glukosestoffwechsel ist auch das Thema der beiden Artikel.
Ja, ich nehme das Ferrosanol schon lange, ca. ein Jahr. Anfangs 2x die Woche, manchmal täglich.
Werde es jetzt mal wieder reduzieren. Wenn ich dann nicht aus dem Bett komme, weiß ich woran es liegt.


 
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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#8 von Marie , 17.03.2018 08:11

Hast Du mal CRP messen lassen?
Falls eine Entzündung im Körper vorhanden ist, sagt das Ferritin nix aus.


Lasse mal die löslichen Transferrinrezeptoren messen. (sTfR)
An Hand dieses Wertes + Ferritin kann man dann ausrechnen, wie hoch ein Mangel/Überschuss ist.

Ansonsten ist es auch manchmal ein Leberproblem.
Vielleicht ist sie überlastet?


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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#9 von mario.neudeck , 17.03.2018 15:36

CRP und sTfR habe ich im Moment nicht.
Überlastete Leber, keine Ahnung. Woran könnte man das Erkennen?

Wenn mir die zu hohen Ferritin-Werte den Glucose-Stoffwechsel zerschießen, müsste ich das ja auch irgendwie merken.
Wie?


 
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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#10 von Marie , 17.03.2018 15:48

Problem sind oft Zusatzstoffe aus der Nahrung, Eiweißshakes, Tatoos, Amalgam im Mund, sowie Viren (EBV sitzt gern in der Leber)
Medikamente wirst Du ja wahrscheinlich keine nehmen, die können auch ein Grund sein.

Da Du scheinbar viel Sport machst, merkst Du ein Glucoseproblem nicht gleich.
Vielleicht mal HbA1c mit messen? (Langzeitzucker)

Außerdem sagt man, Müdigkeit ist der Schmerz der Leber.
Wachst Du nachts mal auf? Um wieviel Uhr?
Wenn zwischen 2 und 3 Uhr, könnte das auch ein Zeichen für Leberschwäche sein.

Aber bevor Du Dir da einen Kopf über die Leber machst, erst mal CRP und sTfR messen, dann weißt Du bescheid, ob diese Richtung überhaupt in Frage kommt..


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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#11 von mario.neudeck , 17.03.2018 16:14

Eiweißshakes sind ein Thema. Harnstoff war erhöht. Ist mir klar warum.
Gesamteiweiß ist im Vergleich zur Messung von vor einem Jahr kaum besser geworden. Von 61 auf 64. Was immer noch unterhalb des Referenzbereiches ist. Ich werde es jetzt mal mit Isolat versuchen. Hatte im Strunz-Forum dazu etwas gelesen.

Langzeitzucker habe ich aktuell leider auch nicht gemessen.
EBV-Bestimmungen wurden gemacht. Das ist alles erhöht. Hat sich im Vergleich zur letzten Messung vor einem Jahr leider nicht (kaum) verbessert.


Nachts aufwachen... frag nicht. Aber eher nicht unbegründet, sondern weil die Blase drückt. So 3-4 pro Nacht ist die Regel. Ist nicht toll, bekomme es aber leider nicht in den Griff.


 
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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#12 von Marie , 17.03.2018 16:29

Ich schreibe Dir mal dazwischen:

Zitat von mario.neudeck im Beitrag #11
Eiweißshakes sind ein Thema. Harnstoff war erhöht. Ist mir klar warum.
Gesamteiweiß ist im Vergleich zur Messung von vor einem Jahr kaum besser geworden. Von 61 auf 64. Was immer noch unterhalb des Referenzbereiches ist. Ich werde es jetzt mal mit Isolat versuchen. Hatte im Strunz-Forum dazu etwas gelesen.

Da würde ich mal auf z.B. auf APOrtha Multi essential umsteigen.
Ist im Moment die preislich beste Variante.
Diese Mischung hat keinerlei Leberbelastung, bringt Dir aber die essenziellen Aminosäuren in dem Verhältnis, wie sie der Körper am Besten nutzen kann.

Die Leber solltest Du jetzt mal etwas reinigen.
z.B. mit Leberzauber und abends Taurin
Dazu viele Bitterstoffe essen

Außerdem Bindemittel für die Giftstoffe einwerfen, z.B. Chitosan, Aktivomin


Langzeitzucker habe ich aktuell leider auch nicht gemessen.
EBV-Bestimmungen wurden gemacht. Das ist alles erhöht. Hat sich im Vergleich zur letzten Messung vor einem Jahr leider nicht (kaum) verbessert.

Also mal dein Immunsystem in Schuß bringen?
Was macht Deine Schilddrüse?????

Gibt es da Werte???

Die ist nämlich oft angegriffen, wenn EBV vorhanden ist.



Nachts aufwachen... frag nicht. Aber eher nicht unbegründet, sondern weil die Blase drückt. So 3-4 pro Nacht ist die Regel. Ist nicht toll, bekomme es aber leider nicht in den Griff.

Was ist mit Deinen anderen Hormonen?
Mal gemessen?

Und, wie gesagt Schilddrüse! (fT3, fT4, TSH + Ultraschall)

Wie alt bist Du?

Da stimmt was nicht mit Deinem Stoffwechsel.
Es ist nicht normal, xmal nachts zum Pipimachen raus zu müssen.
Außer, Du trinkst eimerweise Wasser am Abend



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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#13 von mario.neudeck , 17.03.2018 18:01

Thema Schilddrüse:
Die Wichtigkeit ist mir erst aufgegangen, als ich vor kurzem begonnen habe, das Stoffwechselbuch zu lesen.
Da gibt es diese Beschreibung, in etwas "... auf einer Skala von 1,5-4,4 hatte ich eine 2. Heute eine 4,4... T3 um 100% gesteigert, ...ich konnte nicht fassen, was in mir passierte"

fT3 liegt jetzt bei mir bei 2,6 (Referenz 2,6-4,3) .
Hier bin ich jetzt seit ca. 4 Wochen mit Eferox am Basteln, auf ärztliche Empfehlung mit 25μg / Tag.
Ultraschall gibt es in Kürze.

Testosteron vor einem Jahr 6,5 (Referenz 5,6-26,6). Ja, ich weiß... , aktuell keine Messung.

Verbessern konnte ich Zn, Vitamin D, jetzt jeweils obere Grenze
Magnesium (von 0,76 auf 0,87, Mitte der Referenz, 1,0 wäre besser)
Ferritin von 144 auf 300 (Referenz bis 400)

Selen ist schlechter, von 106 auf 65 (Referenz 150-200)

Ich bin 51.
Sportlich im Triathlon unterwegs, Hobbymäßg, letzte Jahr IM Kopenhagen.
Muss man bei den Werten sicher auch sehen.


 
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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#14 von Marie , 17.03.2018 18:57

Zitat von mario.neudeck im Beitrag #13
Thema Schilddrüse:
Die Wichtigkeit ist mir erst aufgegangen, als ich vor kurzem begonnen habe, das Stoffwechselbuch zu lesen.
Da gibt es diese Beschreibung, in etwas "... auf einer Skala von 1,5-4,4 hatte ich eine 2. Heute eine 4,4... T3 um 100% gesteigert, ...ich konnte nicht fassen, was in mir passierte"

fT3 liegt jetzt bei mir bei 2,6 (Referenz 2,6-4,3) .
Hier bin ich jetzt seit ca. 4 Wochen mit Eferox am Basteln, auf ärztliche Empfehlung mit 25μg / Tag.
Ultraschall gibt es in Kürze.
Na, dann haben wir doch schon mal einen Baustein im Systemfehler gefunden
2,6 ist für fT3 unterirdisch!
Wie sieht fT4 aus????
Ist wichtig!

Ohne T3 keine ausreichende Leberfunktion und ohne ausreichende Leberfunktion kein gutes T3
Da beißt sich die Katze in den Schwanz!


Testosteron vor einem Jahr 6,5 (Referenz 5,6-26,6). Ja, ich weiß... , aktuell keine Messung.
Bitte mal einen ordentlichen Hormonstatus machen lassen.
Du bestehst ja nicht nur aus Testo!
Bei Dir würde ich folgendes messen:

Pregnenolon
Progesteron
Östradiol
DHT
freies Testo (oder gesamt + Albumin)
SHBG
DHEA-S
Cortisol

Alles aus einer Blutabnahme, damit man sieht, wie die Hormone untereinander laufen.


Verbessern konnte ich Zn, Vitamin D, jetzt jeweils obere Grenze
Magnesium (von 0,76 auf 0,87, Mitte der Referenz, 1,0 wäre besser)
Serumwerte sind nicht so ergiebig.
Um sich drauf verlassen zu können, sollte man Vollblutmessung machen,
bezogen auf Zink, Magnesium und Selen


Ferritin von 144 auf 300 (Referenz bis 400)
Schlecht, da schein alles im Speicher festzuhängen.

Selen ist schlechter, von 106 auf 65 (Referenz 150-200)
Ohweh!
Das ist totaler Mangel, falls es Serum ist!

Dann kann z.B. auch die Umwandlung von T4 in T3 nicht funktionieren.


Ich bin 51.
Gut, dann könnten Deine nächtlichen Ausflüge auch Prostata bedingt sein.
Dehalb habe ich oben auch das DHT mit angegeben.

Sportlich im Triathlon unterwegs, Hobbymäßg, letzte Jahr IM Kopenhagen.
Muss man bei den Werten sicher auch sehen.

Vielleicht wird da einfach zu viel Energie verbraten, die Du nicht übrig hast?
Deshalb unbedingt ne Sono von der SD machen, CRP messen und die Hormone checken!



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RE: Ferritin und Transferrin, Eisenüberladung?

#15 von mario.neudeck , 17.03.2018 19:40

Oh Mann, woher weißt Du das? Respekt.
Ich meine, dass hätte doch auch meine Hausärztin wissen und veranlassen können.
Ok, es ist, wie es ist.

Die gemessenen Werte, Selen, ... sind im Serum.

fT4 ist 1,15 (Referenz 1,02 - 1,66)
TSH ist 5,08 (Referenz 0,3 - 3,18)


 
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Schildrüsen werte und testoteron werte erhöen
Blutwerte, niedriges Testosteron/LH, hohes B12, T3/T4 minimum

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