DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#1 von Chris (edubily) , 04.12.2014 10:44

Heute wieder mal ein ausführlicher Artikel von unserem Freund Tim.

Was meint ihr zum Thema? Habt ihr Fragen? Ist etwas unklar?

HIER geht's zum Artikel.


Flee from goods that flee from thee; Seek ye not, for fortune seeketh thee.


 
Chris (edubily)
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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#2 von Bernd , 04.12.2014 11:38

Hallo Chris,

ein schönes und wichtiges Thema. Allerdings muß ich sagen, ich habe mir alle Mühe gegeben, aber der Artikel ist mir zu "sprunghaft" und in weiten Teilen schwer verständlich. Von Ausdauersport kurz zum Kraftsport, aber nicht wirklich, nur angerissen, wieder zurück zum Ausdauersport usw. Mir persönlich fehlt der rote Faden und mir sagt die kurze, knappe und verständliche Formulierung Deiner Artikel mehr zu. Ich fand den Artikel jedenfalls schwer zu lesen und das Fazit etwas schwach. Sorry!

Was soll denn nun gegen ein Nüchterntraining am Morgen im Rahmen von IF z. B. tatsächlich sprechen? Mir wird das aus dem Artikel nicht klar. Wie würde sich z. B. ein eher KH-reiches Abendessen oder ein fettreiches Abendessen dabei auswirken? Usw. hier fehlen praktische Bezüge. Da reicht nicht aus zu wissen, daß Training Stress ist, der Körper sich selbst in gewisser weise reguliert und der Autor Haferschleim nicht verträgt.

Gruß Bernd



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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#3 von Chris (edubily) , 04.12.2014 11:44

Hallo Bernd,

vielen Dank für dein Feedback.

Ich denke, Tim ist noch in einer "Lern-Phase" - wenn man als (guter) Wissenschaftler Inhalte vermitteln möchte, dann muss man sich erst etwas "umstellen". Das fiel/fällt mir auch nicht immer leicht - ich lerne in diesem Punkt auch dazu und will mich verbessern.

Vielleicht liest er hier mit oder ich gebe ihm mal das Feedback, dass wir als "Fachidioten" aufpassen müssen: Nicht jeder kann "unsere" Gedanken direkt nachvollziehen.

Ein absolut wichtiger Punkt von dir.

Chris


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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#4 von Bernd , 04.12.2014 11:52

Hallo Chris,

freut mich, daß Du erkennst, daß meine Meinung weniger Kritik als Anregung sein sollte! Natürlich auch mit dem Hintergrund, daß es viele gute und auch für Laien verständliche Artikel zu diesem interessanten und wichtigen Thema Ernährung z. B. bei Aesir oder Team-Andro gibt oder eben auch bislang von Dir hier. Wäre ja schade, wenn das nicht so weiter ginge.

Gruß Bernd


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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#5 von phil (edubily) , 04.12.2014 12:31

Komisch ich hatte beim Lesen genau das Gegenteil gedacht: Didaktisch schon viel besser als der erste Artikel. Von daher großes Lob, taimes.
Interessant wie sich der Eindruck unterscheidet. An einigen Stellen kannst/solltest du natürlich noch viel einfacher schreiben. Das ist eine große Herausforderung. Aber vor allem die Studie ist doch echt verständlich erklärt.

Das Thema Second-Meal finde ich an sich eher nice-to-know. Ich denke die Relevanz für die Praxis ist dann doch verschwindend gering - da gibt es viel viel wichtigere Dinge, um die man sich zuerst kümmern muss.


 
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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#6 von Bernd , 04.12.2014 12:58

Hallo philus,

ja interessant! Übrigens, genau die Studie meinte ich auch nicht, daß ist wirklich nicht kompliziert. Ich meinte eher das davor und danach.

Gruß Bernd


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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#7 von H_D , 04.12.2014 19:47

Ich find den Artikel gut Tim! Was ich mir noch gewünscht hätte wäre eine Art Empfehlung, wie und was man sich davon am Besten zunutze machen könnte.

Eine Frage noch:

Meine Mutter ist Diabetikerin und hat immer noch Probleme mit der richtigen Einstellung des Insulins. Häufig über- oder unterzuckert sie morgens.

Könnte man sich da nicht den Second Meal Effect zunutze machen und vorher am Abend bewusst mehr Fett essen um somit den BZS Nachts bzw. früh möglichst konstant zu halten?
Bei Diabetikern läuft das ganze Insulinhandling ja etwas anders ab. Kennt sich jemand damit aus?


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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#8 von Taimes , 05.12.2014 11:06

Zitat von Chris (edubily) im Beitrag #3
Hallo Bernd,

vielen Dank für dein Feedback.

Ich denke, Tim ist noch in einer "Lern-Phase" - wenn man als (guter) Wissenschaftler Inhalte vermitteln möchte, dann muss man sich erst etwas "umstellen". Das fiel/fällt mir auch nicht immer leicht - ich lerne in diesem Punkt auch dazu und will mich verbessern.

Vielleicht liest er hier mit oder ich gebe ihm mal das Feedback, dass wir als "Fachidioten" aufpassen müssen: Nicht jeder kann "unsere" Gedanken direkt nachvollziehen.

Ein absolut wichtiger Punkt von dir.

Chris



Danke, dass du mich quasi "in Schutz nimmst"^^
Im Übrigen sehe ich das definitiv nicht als bösgemeinte Kritik an (@Bernd). Es ist wirklich nicht immer so einfach, didaktisch sinnvoll vorzugehen.
Zusätzlich versuche ich eben vor allem kontroverse Themen zu behandeln, die selbst in wissenschaftlichen Kreisen eher wenig Beachtung finden.
Dennoch sind sie aber nicht nur interessant, sondern eventuell auch relevant. Zumindest für Personen die ein holistisches Verständnis von Ernährung aufbauen möchten.

Da für solche exquisite Phänomene eben ein gewisses Vorwissen vorhanden sein muss, ist (mMn) die Gratwanderung noch etwas schwieriger als bei der Behandlung von eher basalen Themen.
Soll aber keine Entschuldigung sein. Ich habe definitiv noch an mir zu arbeiten wenn es darum geht ne gewisse Studienlage in deutsch sinnvoll und klar darzustellen.
Fällt mir im Übrigen auch öfters dann selbst auf, dass es nicht immer so angenehm zu lesen ist.
Gerade der Teil, in welchem ich grob das Studiendesign anspreche, liest sich unschön und danach ist man ziemlich raus. Der Anfang geht eigentlich ganz gut fand ich jetzt zumindest^^

Und ja, mein Fokus liegt wie oben schon gesagt nicht unbedingt darauf "Protokolle" und praktische Implementierungen von zB Supplements zu beschreiben.

Fazit:
Ich versuche diese Dinge, mein Schreibstil etc konstant zu verbessern
Vllt das nächste mal doch ein weniger abgespacestes Thema, mal sehn


Zitat von H_D im Beitrag #7


Meine Mutter ist Diabetikerin und hat immer noch Probleme mit der richtigen Einstellung des Insulins. Häufig über- oder unterzuckert sie morgens.

Könnte man sich da nicht den Second Meal Effect zunutze machen und vorher am Abend bewusst mehr Fett essen um somit den BZS Nachts bzw. früh möglichst konstant zu halten?
Bei Diabetikern läuft das ganze Insulinhandling ja etwas anders ab. Kennt sich jemand damit aus?



Danke erstmal H_D,

schwierige Frage und übers Inet trau ich mich da nicht wirklich viel sagen. Da sind viele Faktoren vorhanden. Vermutlich könnte man aber tatsächlich durch die abendliche Mahlzeit die Probleme des Einstellen am nächsten Morgen etwas abmildern. Generell die richtigen Fettquellen (persönlich würde ich MUFA bzw Ölsäure-lastiges bevorzugen) und fermentierbare Ballaststoffe.
Allerdings ist das hier sehr abhängig von der individuellen Darmflora. Darüber hatten wir es ja schon.
Resistente Stärke zB aus Kartoffeln sollte aber gute Dienste leisten wie auch Milch und (Sauer-) Milchprodukte.

Den wissenschaftlichen Background spar ich mir an der Stelle^^



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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#9 von Bernd , 05.12.2014 14:12

Hallo Tim,

danke für Deine offene Antwort! Natürlich ist es nicht einfach und sicher anfangs etwas ungewohnt Wissen zu komplexen Themen auch für alle nachvollziehbar in Worte zu kleiden. Aber auch ich bin sicher, daß ein kluger Kopf wie Du das spielend umsetzen wirst und wir noch viel von Deinem Know-How lernen und profitieren werden!

Zusätzlich versuche ich eben vor allem kontroverse Themen zu behandeln, die selbst in wissenschaftlichen Kreisen eher wenig Beachtung finden. Dennoch sind sie aber nicht nur interessant, sondern eventuell auch relevant.

Diese Meinung teile ich absolut und gerade weil mich diese Themen auch sehr interessieren war ich vielleicht etwas harsch in der Beurteilung, da ich etwas mehr Konkretheit und Zielführung mit klarem Fazit im Artikel erwartet hatte. Wie auch immer, das Thema der Ernährung im Sport und auch allg., auch oder gerade abseits von NEM etc., die Auswirkungen auf Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden und die vielen anderen damit zusammenhängenden Aspekte interessieren sicher sehr viele Personen auch hier im Forum und daher werden Artikel dazu sicher immer gern und viel gelesen. Es wartet also eine Menge Arbeit auf Dich, fürchte ich!

Vielleicht könntest Du dennoch kurz etwas zu meiner oben aufworfenen Fragestellung antworten?

Was soll denn nun gegen ein Nüchterntraining am Morgen im Rahmen von IF z. B. tatsächlich sprechen? Mir wird das aus dem Artikel nicht klar. Wie würde sich z. B. ein eher KH-reiches Abendessen oder ein fettreiches Abendessen dabei auswirken?

Gruß Bernd



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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#10 von Steffen , 05.12.2014 15:17

Hallo,
mich würde auch eine einfache und praktikable Antwort interessieren. Ich mach z.B. IF von 20:00 bis 12:00 Uhr (16/8) und trainiere morgens um 5 eine Stunde Kraft/Ausdauer im Wechsel. Entsprechend der Empfehlung von Berkhan nehme ich nur Aminos zu mir (Big 8 - 10g nach dem Sport) und 2x5g Citrullin-Malate (jeweil 5g vor/nach dem Sport) sowie Kaffee (1 Tasse vor dem Sport). Ist das eine gute Strategie oder sollte man da was apassen bzw. wie sollte ich am Abend vorher essen?

Grüße
Steffen


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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#11 von Taimes , 05.12.2014 16:09

Zitat von Bernd im Beitrag #9
Hallo Tim,

danke für Deine offene Antwort! Natürlich ist es nicht einfach und sicher anfangs etwas ungewohnt Wissen zu komplexen Themen auch für alle nachvollziehbar in Worte zu kleiden. Aber auch ich bin sicher, daß ein kluger Kopf wie Du das spielend umsetzen wirst und wir noch viel von Deinem Know-How lernen und profitieren werden!

Zusätzlich versuche ich eben vor allem kontroverse Themen zu behandeln, die selbst in wissenschaftlichen Kreisen eher wenig Beachtung finden. Dennoch sind sie aber nicht nur interessant, sondern eventuell auch relevant.

Diese Meinung teile ich absolut und gerade weil mich diese Themen auch sehr interessieren war ich vielleicht etwas harsch in der Beurteilung, da ich etwas mehr Konkretheit und Zielführung mit klarem Fazit im Artikel erwartet hatte. Wie auch immer, das Thema der Ernährung im Sport und auch allg., auch oder gerade abseits von NEM etc., die Auswirkungen auf Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden und die vielen anderen damit zusammenhängenden Aspekte interessieren sicher sehr viele Personen auch hier im Forum und daher werden Artikel dazu sicher immer gern und viel gelesen. Es wartet also eine Menge Arbeit auf Dich, fürchte ich!

Vielleicht könntest Du dennoch kurz etwas zu meiner oben aufworfenen Fragestellung antworten?

Was soll denn nun gegen ein Nüchterntraining am Morgen im Rahmen von IF z. B. tatsächlich sprechen? Mir wird das aus dem Artikel nicht klar. Wie würde sich z. B. ein eher KH-reiches Abendessen oder ein fettreiches Abendessen dabei auswirken?

Gruß Bernd



Danke für die netten Worte :)
Wären wie gesagt nicht wirklich notwendig gewesen, aber tun trotzdem gut. Kann das sehr gut einordnen und etwas "harsche" Kritik is eben doch meist die wertvollste, da man sie sich am ehesten zu Herzen nimmt.
Jedenfalls tausche ich mich auch was Didaktik angeht mit anderen Autoren wie Chris aus und hoffe, dass das Früchte trägt^^

Zusätzlich hab ich die Artikel ursprünglich für meinen eigenen Log/Blog geschrieben. Darin geh ich auch auf kürzlich aufgekommene Diskussionen etwas ein, was die Mitleser so für Ernährungen verfolgen etc. Deswegen ergibt sich auch vllt eine gewisse Diskrepanz, was ein TA User aus dem Artikel ziehen kann und die jmd der nicht dort mit disukutiert (verlege aber meinen Schwerpunkt)

Zur der untergegangenen Frage von dir:

Ich habe das so auch schon ausprobiert, aber wie im Artikel geschrieben, hat sich das (für mich zumindest) nicht so optimal angefühlt.
Carbs und insbesondere Mono-und Disaccharide um das Training herum empfinde ich als angenehmer als komplett nüchtern oder stärke-haltiges.
In gefastetem Zustand schießt einem eben das Adrenalin ziemlichlich durch die Decke. Das hat zum einen natürlich auch sein gutes, da man mehr Muskelfasern ansteuert und evtll eine höhere Leistung erreichen kann. Ich habe zB mit Intervall-Sprints vor dem eigtl Training in der Hinsicht Unterschiede feststellen können.

Auf Dauer ist dieser Adrenalin-lastige Zustand aber Gift für deine Schilddrüsenfunktion. Der Glykogenstatus der Leber ist essentiell für die Konversion von T4 in T3 und damit für den oxdiativen Stoffwechsel und alles was damit verbunden ist.
Sollte man dazu noch Diäten und generell sehr low-carb unterwegs sein, ist die Gefahr das low-T3 Syndrom zu entwickeln recht hoch.

Es muss nicht, aber kann. Jeder Mensch ist auch anders, gerade wenn er in metabolische "Extremsituationen" gerät.
Deshalb ist das im Allgemeinen sehr schwer vorherzusagen.


Ebenfalls die abendliche Mahlzeit davor. Generell bin ich starker Befürworter von Kohlenhydraten und eher dem High Carb-Low Fat zugewandt.
Ich würde demzufolge - va wenn ein Training am nächsten Morgen folgt - eher kohlenhydratlastig essen.



Zitat von Steffen im Beitrag #10
Hallo,
mich würde auch eine einfache und praktikable Antwort interessieren. Ich mach z.B. IF von 20:00 bis 12:00 Uhr (16/8) und trainiere morgens um 5 eine Stunde Kraft/Ausdauer im Wechsel. Entsprechend der Empfehlung von Berkhan nehme ich nur Aminos zu mir (Big 8 - 10g nach dem Sport) und 2x5g Citrullin-Malate (jeweil 5g vor/nach dem Sport) sowie Kaffee (1 Tasse vor dem Sport). Ist das eine gute Strategie oder sollte man da was apassen bzw. wie sollte ich am Abend vorher essen?

Grüße
Steffen



Hi Steffen,

an für sich hab ich oben fast schon die Antwort gegeben. Die Gefahr wie gesagt Low-T3-Syndrom wenn man sonst "doof" vorgeht und der individueller Kontext gegeben ist.
Muss aber nicht.
Abends wie gesagt eher Carbs in diesem Fall mMn

Vllt kann Chris ja auch noch was schreiben


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RE: DER “SECOND MEAL EFFECT” IM SPORT

#12 von ginandjuice , 05.12.2014 21:00

Also ich fand den Artikel sehr gut. Es reicht ja, wenn man sich ein bis zwei Sachen rauspicken kann. Man muss sich ja nicht für alles interessieren, und man darf es auch kritisch hinterfragen bzw. nicht glauben, was geschrieben ist.

In dem Sinne



 
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