Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#1 von Emil , 11.01.2018 14:24

Hallo Leute,
Ich habe schon öfter auf edubily gelesen, da ich mich seit einigen Jahren intensiver mit meiner Ernährung befasse. Im Laufe der jüngeren Zeit sind bei mir im Speziellen zu NEMs, die ich verwende so viele Fragen aufgetaucht, dass ich vorläufig davon abgekommen bin, diese weiterhin zu verwenden und bei anderen habe ich Fragen zur konkreten Einnahme.
Es erschien mir als ganz neuem Benutzer irgendwie unangebracht, wenn ich jetzt in einem Atemzug mehrere neue Threads jeweils einzeln zu jedem NEM erstelle, daher werde ich alles in diesem Thread erfragen - zumindest wenn von eurer Seite keine Einwände kommen. Vielleicht ist es ja ohnehin nützlich, direkt sehen zu können., was ich nehme, da ich ja eventuell irgendwelche Dinge unsinnigerweise einnehme, da der gleiche Effekt bereits mit einem anderen Produkt erzielt wird. Das erste NEM, welches mich beschäftigt, betrifft Two-Per-Day von LifeExtension.

Ich habe genaugenommen drei Fragen zu "Two-Per-Day" von LifeExtension:
Ich habe bislang versucht, täglich zumindest eine Two-Per-Day zu nehmen. (ich ernähre mich meines Erachtens nach bereits gut).

1. Frage:
Ich bekomme grundsätzlich wenige Stunden nach der Einnahme von Two-Per-Day ziemlich unangenehme unterschwellige, migräneartige Kopfschmerzen. Dabei scheint es egal zu sein, ob ich die Tablette einnehme, wenn ich schon viel gegessen habe oder direkt morgens, die Kopfschmerzen kommen so oder so. Nehme ich zwei Two-Per-Day (auf einmal), sind die Kopfschmerzen viel stärker, daher wird es wohl wirklich an den Tabletten liegen. Hat jemand von euch ein ähnliches Problem und weiß jemand von euch, woran speziell das liegen könnte?

2. Frage:
Nach einer aktuellen Studie, die über einen sehr langen Zeitraum (6 Jahre) sehr viele Probanden (77000) untersucht hat, verdoppelt sich das Risiko bei Männern an Lungenkrebs zu erkranken bei hohen Einnahmen von Vitamin B6 und B12 - auch wenn sie Nichtraucher sind.
Ich zitiere mal:

Zitat
"Männer, die Vitamin B6 und B12 - als Einzelpräparat und nicht nur in einem Multivitamin-Mix - einnahmen, hatten demnach ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Wer zehn Jahre eine hohe Dosierung (mindestens 20 Milligramm B6 oder 55 Mikrogramm B12 täglich) einnahm, dessen Risiko war ungefähr verdoppelt."


Quelle: https://www.google.de/amp/www.spiegel.de...163937-amp.html

Da steht zwar jetzt "als Einzelpräparat" aber das kann sich ja genauso darauf beziehen, dass die Probanden einfach keine Multipräparate mit so hohen Dosen besagter Vitamine konsumierten, oder?

20 mg B6 gelten laut der Studie als hohe Dosis - 75 (!) mg B6 sind in Two-Per-Day enthalten
55 Mikrogramm B12 gelten laut Studie als hohe Dosis - 300 (!) Mikrogramm B12 sind in Two-Per-Day enthalten

Quelle: https://www.lifeextensioneurope.de/two-p...0-capsules-1887

Die Kopfschmerzen und meine Unssicherheit bezüglich des exorbitanten Gehalts an B-Vitaminen war bereits ein Grund, weshalb ich die Tabletten nur noch ungern eingenommen habe.

3. Frage:
Hinzu kommt, dass ich - unter anderem hier bei euch - darauf aufmerksam wurde, dass es schädlich sei, höhere Dosen Vitamin D3 einzunehmen, wenn nicht zugleich für eine ausreichende Zufuhr an K-Vitaminen gesorgt ist.
Ich selbst leide seit langem an einer rechtsseitigen Arteriosklerose (Hard-Plaque an der Halsschlagader) und weiß bis heute nicht, was dazu geführt haben kann (ich bin erst 36 und habe das wohl schon sehr sehr lange - festgestellt wurde es allerdings "erst" vor ca. 5 Jahren).
Früher habe ich mal über ca. 1 Jahr lang täglich 10.000 IU Vitamin D3 eingenommen - ohne K-Vitamine, da ich damals überhaupt nichts von Vitamin K(2) im Zusammenhang mit D3 wusste. Seither bin ich ausgesprochen skeptisch, was sowas angeht und habe entsprechend - trotz der wohlmöglich recht moderaten Menge D3 in den Two per Day (2000 IU bei 2 Tabletten) mal LifeExtension angeschrieben mit der Bitte, mir mal etwas zu D3 und K(2) zu erklären. Immerhin enthalten die Two-Per-Day kein Vitamin K.
Bitte verzeiht mir, falls ich meine Fragen an LifeExtension nicht so toll formuliert haben sollte. Ich bin Laie, das heißt, ich habe weder mit Medizin noch der menschlichen Physiologie irgendwas zu tun, und kann daher alles immer nur so wiedergeben, wie ich es ohne entsprechenden Background eben selbst verstanden habe. Meine erste Frage an LifeExtension zitiere ich hier nicht, da ich zuerst auf englisch geschrieben habe und ohnehin in meiner zweiten Email nochmals präzisiere, wie ich den Zusammenhang zu D3 und K1+K2 als Laie verstanden habe. (wobei es glaube ich ja nur um K2 geht?)

Ich zitiere also aus der entsprechenden Kommunikation:

LifeExtension:

Zitat
Sehr geehrter XXXX

in unseren Multivitaminpräparaten ist kein Vitamin K enthalten, da dies als fettlösliches Vitamin von Softgels umhüllt werden muss.

Multivitaminpräparate und Vitamin K müssen also immer separat eingenommen werden.

In einer Kapsel Super K sind enthalten:
1500 mcg Vitamin K1 (als Phytomenadion)
1000 mcg Vitamin K2 (als Menaquinon-4)
200 mcg Vitamin K2 (als Menaquinon-7)


Es existiert keine wissenschaftliche Grundlage für die Einnahme von Vitamin D und Vitamin K in einem bestimmten Verhältnis.


Ich:

Zitat
Vielen Dank für Ihre schnelle Auskunft, so kann ich nun auch nachvollziehen, weshalb Sie den Vitamin K Komplex nur separat vertreiben.
[...]
Mit den genauen belegten oder unbelegten Zusammenhängen kenne ich mich als Laie auch überhaupt nicht aus. Ich hatte lediglich in letzter Zeit immer häufiger in den Medien wahrgenommen, dass angeblich die Gefahr bestünde, dass bei höheren Dosen Calciferol ohne hinreichend Vitamin K1 und K2 das im Skelett gebundene Calcium ausschwemmt und sich als Arteriosklerose im Weichgewebe anlagern würde.
Halten Sie dies für realistisch und sollte ich genau darum das Vitamin K Produkt zusätzlich einnehmen, oder ist das Ihres Erachtens nach sowieso Unfug und Sie empfehlen mir nur allgemein die Two-per-Day um Vitamin K zu ergänzen?


LifeExtension:

Zitat

Sehr geehrter XXX,

wie bereits gesagt, existiert keine wissenschaftliche Grundlage für die Einnahme von Vitamin D und Vitamin K in einem bestimmten Verhältnis.


Jeff T. Bowles empfiehlt in seinem Buch "Hochdosiert" die Einnahme einer Kapsel Super K zu 10.000 IE Vitamin D3, um alle Vitamin-K-abhängigen Prozesse im Körper optimal mit dem Nährstoff zu versorgen.



Meine Hausärztin hat meiner Bekannten vor einer Weile mal Kapseln mit 20.000(!) IU Vitamin D3 je Kapsel verschrieben - hießen Sankristol oder so - und auf Nachfrage, ob das denn nicht gefährlich wäre ohne gleichzeitige Gabe von K-Vitaminen nur irritiert geschaut und meinte, davon hätte sie noch nie gehört. Eine Bekannte von mir, die in Berlin in einer sehr großen Praxis arbeitet (nicht als Ärztin, als Arzthelferin) meint hingegen, in deren Praxis wüsste jeder um den Zusammenhang zwischen D3 und K-Vitaminen und sie würden nie einem Patienten so hoch dosierte Vitamin D Gaben verabreichen ohne K-Vitamine.

Tja, was hat es damit nun auf sich?
Ich selbst bin dann jedenfalls sicherheitshalber dazu übergegangen, die Two-Per-Day bis mir das hier mal jemand erklärt mit den B-Vitaminen und dem D3 lieber nicht mehr zu nehmen und nehme unabhängig davon zur Zeit von Vitality ("Vitamin-Express") Vitamin D3 plus K2 und BioActive Folate um die nicht mehr verwendeten Two per Day etwas zu kompensieren.

Übrigens handelt es sich bei dem Vitamin D3 plus K2 von Vitality ja mal definitiv nicht um ein Softgel, so wie von LifeExtension als zwingend dargestellt, sondern um eine ganz normale Cellulose-Kapsel mit pulverförmigem Inhalt! Leuchtet mir also überhaupt nicht ein, wie LifeExtension begründet, kein K(2) in ihre Tablettenpresslinge zu tun.

MfG,
Emil


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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#2 von Emil , 11.01.2018 14:25

Meine weiteren Fragen werden sich vor allem um solche Präparate drehen, die ich wegen meiner Arteriosklerose begonnen habe zu nehmen (Granatapfelextrakt-Kapseln, Nattokinase-Kapseln, OPC und generell viel polyphenol-haltiges wie Aronia-Beeren und so weiter). In diesem Zusammenhang habe ich eine Frage die wenn ich es richtig verstanden habe schlicht alle Antioxidantien betrifft (also z.B. Astaxanthin gleichermaßen wie 'ne Portion Heidelbeeren) und eine weitere Frage, die so wie ich es verstanden habe speziell mit der blutverdünnenden Wirkung mancher der kurz genannten Stoffe zusammenhängt. Würde ich, wenn es okay ist, dann gerne auch hier stellen.


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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#3 von Tommy , 11.01.2018 15:16


Waldmops hat sich bedankt!
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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#4 von Django , 11.01.2018 15:45

Zu den Kopfschmerzen kann ich nichts sagen. Ich habe mit den 2PD keine Probleme. Aber Vitamin K2 zu supplementieren ist auch unabhängig von D3 eine gute Idee. Ob Du das nun als Softgel oder Tablette nimmst, ist m.E. auch egal, solange Du Du es zusammen mit Fett einnimmst. @ChristineH hat irgendwo mal auf einen Beitrag verlinkt, in dem stand, dass K2 am besten mit größeren Mengen Fett (~30g) aufgenommen wird. Gemessen daran machen die paar ml Öl, die in einer Softgel stecken, auch keinen Unterschied.

Der Thread von wmues zum Thema Arterienverkalkung ist bekannt? Arterienverkalkung



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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#5 von jfi , 11.01.2018 16:04

Wegen den Kopfschmerzen:

Hast du davor schonmal Folat oder Methylfolat genommen?
Denn dies unterstützt ja dein eNOS-System bei der Generierung von NO, was wiederrum die Arterien weit stellt.
Dies kann dazu führen, dass du durch den verstärkten Blutfluss zum Hirn Kopfschmerzen bekommst.
Genau dasselbe passiert mir auch immer wenn ich zu viel von meinem Veganen Eiweißshake (enthält Erbsenprotein, was wiederum viel Arginin enthält und das ist eine Vorstufe für Arginin) zu mir nehme.

Du könntest recht einfach testen, ob die Kopfschmerzen von zu viel NO kommen, indem du 250 ml Rote Beete-Saft trinkst (vermischt mit Limettensaft, Grapefuitsaft oder Orangensaft damits besser schmeckt) denn Rote Beete Saft lässt das NO im Blut über einen anderen Mechanismus ansteigen, nämlich über den Nitrat-Weg.

LG Jens


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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#6 von wmuees , 11.01.2018 17:06

Meine Erfahrungen: Arterienverkalkung


 
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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#7 von Emil , 11.01.2018 21:19

Schön, dass so schnell bereits Feedback kommt. Angenehmes Forum

Zitat von Tommy im Beitrag #3
https://www.strunz.com/de/news/b-vitamine-verhindern-nicht-machen-lungenkrebs-der-endgueltige-beweis.html

Hi Tommy, danke für diesen Link. Okay. Mir kam auch schon komisch vor, dass ja ohnehin nur ein so geringes Risiko für Nichtraucher besteht, an explizit Lungenkrebs zu erkranken, aber dein Link zeigt ja sogar nochmal, dass es eben doch gut ist, höhere Dosen an B-Vitaminen einzunehmen. Ist das, was dieser Dr. Strunz dort schreibt (er formuliert ja recht ... offensiv) denn hier im Forum allgemein anerkannt?

@Django auch dir danke ich. Eigentlich wollte ich dich ganz normal zitieren, aber aus irgendeinem Grund klappt das nicht, seit ich meinen Beitrag einmal editiert habe. Naja, danke für die Erklärung zum Fett jedenfalls, dann sind meine aktuellen D3+K2 ja immerhin trotzdem wirksam.

Zitat von jfi im Beitrag #5
Wegen den Kopfschmerzen:

Hast du davor schonmal Folat oder Methylfolat genommen?
[...]
Du könntest recht einfach testen, ob die Kopfschmerzen von zu viel NO kommen, indem du 250 ml Rote Beete-Saft trinkst (vermischt mit Limettensaft, Grapefuitsaft oder Orangensaft damits besser schmeckt) denn Rote Beete Saft lässt das NO im Blut über einen anderen Mechanismus ansteigen, nämlich über den Nitrat-Weg.


Hallo Jens, danke auch für deine Antwort.
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass in meinem Fall ein Zusammenhang zum Methylfolat besteht. In den Two-Per-Day sind 400 mcg Folat (aus Zitronenschale) und in Vitality BioActive Folate sind ebenfalls 400 mcg Folat (als Quatrefolic). Von den Two-Per-Day bekomme ich immer Kopfschmerzen, von den BioActive Folate nicht. Auch habe ich zuletzt vorgestern - zusätzlich zu meiner momentanen täglichen Einnahme Methylfolat - zufällig 500 g rote Beete gegessen (diese in Folie eingeschweißten ungewürzten vorgekochten Wurzeln) und hatte keinerlei Kopfschmerzen.
Mich würde entsprechend interessieren, ob es auch noch andere Gründe geben könnte, außer dem von dir erwähnten, da es wirklich schon auffällig ist, wie oft ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich speziell Two-Per-Day einnehme.
Zitat von wmuees im Beitrag #6
Meine Erfahrungen: Arterienverkalkung

Hey, danke auch dir. Ich wusste schon von jemandem, den ich persönlich kenne und der hier auch Mitglied ist, dass ein Thread zu Arterienverkalkung existiert, hatte ihn aber bislang nicht gesehen. Ich habe den gesamten Thread auch soeben durchgelesen, muss aber gestehen, dass es für mich immer schwierig ist, mich aktiv mit diesem Thema zu befassen.
Mein erster behandelnder Arzt hat mir nämlich "netterweise" gesagt, dass ich wahrscheinlich in zwei Jahren tot wäre. Wortgetreu etwa so: "Uff, so jung und schon Adern verkalkt? Sie saufen sicher wie ein Loch, gut möglich, dass Sie mir hier in zwei Jahren tot umfallen!" Ich trinke übrigens schlicht gar keinen Alkohol...
Ich bin danach zwar zu einem wesentlich besseren Arzt gegangen, der in meiner Region als Koryphäe auf dem Gebiet der Gefäßmedizin gehandelt wird, und dieser Arzt hat mir gesagt, dass es sich "nur" um ein Hardplaque handelt, was zudem auch noch sehr klein ist, aber leider hat die Aussage des ersten Arztes bei mir - bislang dauerhaft - etwas Ungutes ausgelöst, so dass ich immer wieder übelste Ängste habe, plötzlich sterben zu können und so weiter. Das liegt wohl daran, dass zwischen der ersten üblen "Diagnose" und der zweiten (hoffentlich korrekteren) ca. 2 Jahre lagen, in denen ich die ganze Zeit dachte, eben nach besagten zwei Jahren wahrscheinlich zu sterben. Dauert wohl noch, bis ich wieder unverkrampfter mit dem Thema umgehen kann, aber ich werde versuchen, mich hier mal nach und nach tiefer in die einzelnen Sachen einzulesen.

Da ich eben von der roten Beete geschrieben habe - und auch, weil ich in @wmuees Thread vom ein oder anderen antioxidativen Mittelchen gelesen habe, nutze ich das mal als Überleitung, um die zweite Sache zu fragen, die mich beschäftigt:
Ich habe meine rote Beete vorgestern mit ein paar Minutensteaks vom Rind gegessen. (Zusammenhang wird gleich klarer)

Mir ist vor einer Weile, nachdem ich eigentlich schon etliche Monate bis teils Jahre immer Astaxanthin, Traubenkernextrakt, Granatapfelextrakt und so Sachen eingenommen habe (oder meinetwegen auch einfach Chili oder dunkles Beerenobst usw.) mal aufgefallen, dass häufig im Netz davon zu lesen ist, dass man z.B. Astaxanthin oder Traubenkernextrakt oder auch irgendwas der anderen beispielhaft erwähnten Sachen "nicht mit Milch einnehmen" soll. Okay, ich hab es sowieso nicht so sonderlich mit Milchprodukten, muss aber - weil ich zu leicht(!) erhöhten Purinwerten tendiere, andererseits immer wieder mal Milchprodukte (meist aber als z.B. isoliertes Whey oder micellares Casein) zwischen Fleisch und Fisch schieben.
Jedenfalls wollte ich dann wissen, was es mit der Milch auf sich hat, es hat mich irgendwie dran erinnert, dass man ja bei vielen Antibiotika auch keine Milch einnehmen soll.
Ich hab dann aber leider sich teils widersprechende Erläuterungen dazu gefunden (weiß nicht mehr exakt wo, aber ich hab es defintiv mehrfach so gelesen):

Mal wird behauptet, dass oben genannte Antioxidantien eine Affinität besäßen, sich im Speziellen an Casein zu binden, was dann wiederum zur Unwirksamkeit (der Antioxidantien) führen soll. (Immerhin hierzu finde ich noch einen Link, da dieser zufällig noch in einem Tab geöffnet war: http://astaxanthin360.de/milchprodukte/ )
Da wüsste ich gern: Stimmt das? Und wenn ja, stimmt das dann für alle Antioxidatien?

Und mal wird der Begriff "Milchprodukte" offenbar als Synonym für "dem Deutschen sein Eiweiß" (um)gedeutet, und es heißt entsprechend nur, Antioxidantien würden sich allgemein an Proteine binden.
Auch hier wüsste ich gern: Wahr? Unwahr? Unerheblich?

Mein Problem ist, dass
a) ich quasi nie reine Kohlehydratmahlzeiten esse
b) ich speziell Granatapfelextrakt und vor allem OPC (Traubenkernextrakt) absolut nicht auf leeren Magen vertrage, weil mir davon wirklich speiübel wird. Vertrage die eh nicht allzu gut, auch nach dem Essen nicht, kann aber zumindest auf keinen Fall dazu übergehen, mir die Kapseln direkt morgens einzuwerfen, wenn noch nichts an Proteinen im Blut ist (und trinke außerdem eh meinen morgentlichen Kaffee mit Milch).

Falls das stimmen sollte, wären jedenfalls die allermeisten meiner bewusst wie unbewusst eingenommen Antioxidantien bislang immer ziemlich für die Katz gewesen, selbst sowas wie Heidelbeeren hab ich oft zusammen mit Kochbananenmehl-Brei mit Milch und etwas Casein gefuttert.

Würde mich freuen, wenn ihr mich hierzu ein wenig erleuchten könnt und möchtet.



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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#8 von Emil , 11.01.2018 22:25

Ach so, und trotz der bisherigen beruhigenden Antworten wüsste ich natürlich trotzdem immer noch gern, was es denn jetzt mit K2 + D3 auf sich hat?

Ich fasse nochmal zusammen:

- In den Two-Per-Day ist laut Hersteller LifeExtension kein K2, was dieser zwar u.a. damit begründet, dass dies technisch nicht realisierbar wäre (was nicht stimmt, siehe weiter oben) aber eben auch zweifach betont, dass es keine belegten Zusammenhänge zwischen der Einnahme von D3 und dem etwaigen Erfordernis, K2 zu supplementieren gäbe.

- meine Hausärztin verschrieb einer Bekannten Kapseln mit 20.000 IU Vitamin D3 (Dekristol oder Sakristol o.ä. hießen diese) wegen einer ungewöhnlich niedrigen Blutplasmas-Konzentration und hat auf Nachfrage ebenfalls nur verwundert geäußert, es gäbe keinen (ihr bekannten) Zusammenhang zwischen K2 und D3.

- in einer anderen mir bekannten Arztpraxis hieß es hingegen, dort wüsste "jeder" um genau diesen Zusammenhang.

Sollte ich die Two-Per-Day (wenn nicht anderes dagegen spricht, bekomme ja Kopfschmerzen davon) mit den lediglich 2000 IU je 2 Tabletten nehmen können, ohne mir um K2 Gedanken machen zu müssen?
Gibt es ausnahmsohne die von LifeExtension zitierte Ansicht von Jeff T. Bowles (10000 IU D3 -> 1 Kapsel "Super K", praktischerweise von LifeExtension und praktischerweise nicht in deren Two-Per-Day ), oder auch handfestere Zusammenhänge, die ich zum Beispiel mal meiner Hausärztin gegenüber erwähnen könnte?
War für meine Bekannte die zweimalige Einnahme mit 14 Tagen Abstand von 20000 IU D3 je Einnahme ohne jegliches supplementiertes K2 gefährlich?
War für mich selbst die einjährige Einnahme von 10.000 IU D3 (als Einzeldosis je Tag) ohne supplementieren von K2 gefährlich?

Danke erneut,
Emil


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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#9 von ChristineH , 11.01.2018 22:58

Dass die das K2 nicht im Multivitamin-Präparat drin haben, hat meiner Meinung nach einfach damit zu tun, dass sehr viele Menschen heutzutage Marcumar oder andere Blutverdünner nehmen und dann eben kein Vitamin K nehmen dürfen (bzw. nur nach eindeutiger Freigabe vom Arzt). In einem Multivitamin einfach zu "riskant".

Der Vitamin K-Guide: https://chrismasterjohnphd.com/2016/12/0...in-k2-resource/

Meine Empfehlung: Lass solche Fragen wie "war die Einnahme für mich gefährlich". Es ist geschehen, Du kannst es nicht mehr ändern, aber Du kannst vom ständigen Gedankenkreisen und Sorgen krank werden. Und wenn Du partout wissen willst, ob Schäden entstanden, musst Du messen/untersuchen lassen, Meinungen aus der Distanz helfen da nicht.



 
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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#10 von Emil , 12.01.2018 00:49

Ja, ich versuche auch, mir diesbezüglich keine *unnötigen* Sorgen zu machen.
Es ist doch aber ganz normal, dass ich einfach gern für die Zukunft wissen möchte, wie wichtig es ist, bei der Einnahme von Vitamin D3 auch K2 zu nehmen, wenn es ja ganz offenbar bei z.B. Ärzten gar kein präsentes Thema zu sein scheint.
Dass es auch *andere* Gründe gibt, wieso es sinnvoll sein kann, genügend K2 einzunehmen, weiß ich ja. Dass ich aber aufgrund meiner Vorgeschichte besonders hellhörig werde, wenn ich was lese von "schwemmt das Calcium aus und lagert dieses als Arteriosklerose im Weichgewebe an", und mich dann genauer dafür interessiere, empfinde ich als normal und gesund. Es ist schließlich nicht so, dass, sollte mir jemand erklären, dass 10.000 IU über ein Jahr lang ohne K2 keinen Effekt auf meine Adern gehabt haben können, ich dann denke "Oh nein, wieder keine Ursache gefunden", sondern eher "Okay, also alles halb so wild mit dem bisschen D3 in Multipräparaten"

Mir schon klar, dass deine Antwort nur nett gemeint ist


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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#11 von ChristineH , 12.01.2018 09:29

Emil, selbstverständlich willst Du es für die Zukunft wissen bzw. richtig machen. Aber Deine Frage lautete ganz klar "hat es mir geschadet, in der Vergangenheit xy gemacht zu haben". Und das führt zu nichts bzw. ist nicht gut.

Und bei Deiner Vorgeschichte ist es sinnvoll, einfach den aktuellen Stand bei einem guten Angiologen überwachen zu lassen und dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten.


 
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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#12 von jfi , 12.01.2018 09:38

Zitat von Emil im Beitrag #7
In den Two-Per-Day sind 400 mcg Folat (aus Zitronenschale) und in Vitality BioActive Folate sind ebenfalls 400 mcg Folat (als Quatrefolic).


Das stimmt nicht. In den 2PD ist Folate (as L-5-methyltetrahydrofolate calcium salt) drin.
Quelle: Klick

Was Vitality und Quatrefolic ist weiß ich nicht..

Und Rote Beete-Saft wirkt aus eigener Erfahrung ganz anders als Rote Beete zu essen, hängt wahrscheinlich mit der Konzentration zusammen.

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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#13 von wmuees , 12.01.2018 09:52

Mit dem Vitamin D3 ist es so, dass es als Aktivator des Calzium-Stoffwechsels wirkt. D.h. alles, was mit dem Calzium passiert, passiert dann schneller.
Wenn Du also Kalk in den Adern ablagerst, dann wird es mit Zufütterung von D3 schneller ablagern. Deswegen ist es sinnvoll, dagegen etwas zu tun. Wehret den Anfängen!

Kalk lagert sich nicht einfach in der Arterienwand ab, sondern nur dort, wo es schon Ablagerungen an Cholesterin gibt (die Plaques). Und es geht auch nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess, der sich in Jahren oder Jahrzehnten misst. Im Alter von 20 Jahren ist schon der erste Kalk zu messen.

Gerade wenn man schon weiß, dass man Verkalkungen hat, würde ich erst einmal mit 600ug K2 MK7 all-trans pro Tag dafür sorgen, dass die Verkalkung nicht weiter voran schreitet. Das bedeutet Lebenszeit und das ist das wichtigste.


 
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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#14 von meise , 12.01.2018 10:20

Zitat von Zopiclon im Beitrag Olivenblattextrakt
zur allg Info:

Und Rote Beete-Saft wirkt aus eigener Erfahrung ganz anders als Rote Beete zu essen, hängt wahrscheinlich mit der Konzentration zusammen.





Rote Bete muss genügend eingespeichelt werden, sonst passiert gar nichts.


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RE: Mehrere Fragen zu von mir eingenommenen NEMs

#15 von Emil , 12.01.2018 11:57

Zitat von jfi im Beitrag #12
Zitat von Emil im Beitrag #7
In den Two-Per-Day sind 400 mcg Folat (aus Zitronenschale) und in Vitality BioActive Folate sind ebenfalls 400 mcg Folat (als Quatrefolic).


Das stimmt nicht. In den 2PD ist Folate (as L-5-methyltetrahydrofolate calcium salt) drin.
Quelle: Klick

Was Vitality und Quatrefolic ist weiß ich nicht..


Quatrefolic ist patentiertes 5-MTHF, Vitality ist eine (Haupt)Eigenmarke von Vitaminexpress. Vitaminexpress ist nach allem, was mir im eigenen Umfeld bekannt ist, recht anerkannt für ihre NEMs. (LifeExtension natürlich auch).
Offenbar ist also in beiden das Gleiche enthalten. Mit dem Unterschied eben, dass ich von Two-Per-Day Kopfschmerzen bekomme, von dem anderen Produkt, was nur 5-MTHF in gleicher Menge und D3 enthält, aber eben nicht, was es für mich eher unwahrscheinlich erscheinen ließ, dass Folsäure meine Kopfschmerzen auslöst.
Auf *meinen* Two-Per-Day steht hinten drauf "Folate (400mcg) from lemon peel", auf den Vitality BioActive Folate steht hinten drauf "Folate (400 mcg) from Quatrefolic(R)", daher meine ursprüngliche Aussage. Auf viel älteren Two-Per-Day stand glaub ich mal drauf "Folate, sourced from organic zitrus peel" oder sowas. Aber ist ja Latte wie Hose, natürlich hast du Recht damit, dass beides 5-MTHF ist.

Zitat von jfi im Beitrag #12
Und Rote Beete-Saft wirkt aus eigener Erfahrung ganz anders als Rote Beete zu essen, hängt wahrscheinlich mit der Konzentration zusammen.


Das wusste ich nicht. Ich kann es natürlich nochmal ausprobieren (bekomme den im Gegensatz zu vielen Anderen auch ohne zusätzliche Säfte gut runter). Würde mich nichtsdestotrotz wundern, weil siehe oben. Es sei denn, ich habe irgendwie deine Kernaussage schon nicht verstanden.

MfG,
Emil

PS: Interesse an der anderen gefragten Sache (Proteinbindung Antioxidantien) bleibt meinerseits bestehen.
Dass mit dem K2 geht etwas in die falsche Richtung. Es tut mir leid, wenn ich mich als Neuling, was die Kommunikation über solche Dinge angeht, eventuell sehr missverständlich ausgedrückt habe. Ich wollte einfach nur - möglichst handfest - mal wissen, wodurch sich überhaupt die aktuell vorherrschende Ansicht, dass in jedem Fall zu D3 K2 genommen werden soll, gebildet hat und habe in diesem Zusammenhang schildern wollen, dass mich daran befremdet, dass z.B. meine Hausärztin überhaupt nichts davon weiß und selbst LifeExtension mir auf Nachfrage geschrieben haben, dass überhaupt kein belegter Zusammenhang bestünde. Meine damalige Einnahme von 10.000 IU / d sowie die mehrfache Einzeldosis von 20.000 IU meiner Bekannten waren dabei als Beispiele zu lesen für welche ungefähren Eckpunkte ich gern mehr dazu erfahren würde: ob bereits die 2000 IU der Two-Per-Day kompensiert werden müssen, ob 10.000 iU / d kompensiert werden müssten, ob sporadische Einzelgaben von 20.000 IU / d wie bei meiner Bekannten es müssten. Das habe ich salopp als "Hat das geschadet? (= sollte es mit K2 kompensiert werden, würde man es wiederholen?)" ausformuliert.
Naja, wird sich ja vielleicht noch irgendwie rausfinden lassen für mich, hab bislang einfach sehr wenig Ahnung von der Materie.

MfG,
Emil


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