Fleischkonsum

#1 von disiz , 31.05.2014 21:51

Hallo,
mich würde gerne interessieren ob es nicht auch negative Seiten am Fleischkonsum gibt.
Abgesehen vom schlechten Futter oder der Medizin, die die Tiere verabreicht bekommen, weiß man ja auch fast nie wie frisch es ist.
Außerdem würd ich gerne wissen, was es mit dieser "Übersäuerung" des Körpers zu tun hat und ob dies wirklich so wichtig ist.
Dies sind ja gerne Gründe die gegen einen Fleischkonsum sprechen sollen oder zumindest zu einem Reduziertem.


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RE: Fleischkonsum

#2 von Markus , 01.06.2014 12:02

Hallo Disiz,

hast du vornehmlich nordeuropäische Vorfahren? Dann bist auch du ein Kind der Eiszeiten, von was anders konnten deine Vorfahren in den letzten 50.000 bs 8000 Jahren bitte großartig anders leben als von Fleisch? DIe 4000 oder 6000 Jahre mit zunehmenderGetreidemast seither kannst du im Gegensatz dazu kaum im Genom auffinden. Quod erat demonstrandum.

Die negativen Seiten am Fleischkonsum heutzutage ist die Massentierhaltung und die ethischen Probleme sowie die durch den Preisdruck entstehende, ncht artgerechte Fütterung und Intensivierung, die zu präventivem Medikamenteeinsatz (und manchmal auch Hormoneinsatz) verführt; Endlager: Mensch. Multiresistente Keime, falsches Fettsäurenverhältnis usw.

Ich habe das Gefrierfach gerade zur Hälfte mit Fleisch vom Angus-Rind gefüllt, das habe ich letzte Woche direkt beim Biobauern geholt. Die Haltung kannst du dir dort jederzeit anschauen, die ist zu 85% optimal für meine Ansprüche. Haltung auf endlosen Weiden ist in Deutschland eben schwierig. Ach ja, einen reinen Bio-Metzger habe ich auch in Fußentfernung. Den Preis als Argument lasse ich nicht gelten: lieber nehme ich die billigsten Stücke (Suppenfleisch, Knochen, Nackenstücke, die unterbewerteten und eigentlch spottbilligen Innereien) als konventionelles Fleisch, dort sind auch mehr Bindegwebeteile enthalten, das sind ebenfalls sehr unterschätzte Teile vom Tier. Konventionell gibt es nur beim Auswärtsessen wenn nicht anderes verfügbar.

Wo kaufst du dein Fleisch? Was für einen Weg hat es von der Geburt an hinter sich?

Das mit der Übersäuerung musst du mal ausführen, dann kann ich es auch passend zerlegen, für den Generalschlag fehlt mir gerade die Zeit.


 
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RE: Fleischkonsum

#3 von Chris (edubily) , 01.06.2014 12:34

Zum Thema Säure/Base-Balance.

Tatsächlich muss die Niere konstant entscheiden, ob gerade etwas "sauer" oder "basisch" ist und dementsprechend das Blut puffern. Das ist aber kein Problem, denn dafür gibt es Mineralien, die das tun. Phosphor, Calcium, Magnesium und Kalium.

Also hat man gemessen und gesehen: Bei viel Protein, scheidest du auch viel Calcium aus.
Das heißt: Es wurde viel gepuffert und es könnte dauerhaft deiner Knochengesundheit schaden.

Aber: Calcium wird normalerweise nur zu 30% resorbiert, heißt ca. 70% kommen gar nicht im Blut an.
Deshalb muss man, wenn man die Ausscheidung bemisst, die durch Protein entstanden sind, auch auf die Aufnahme achten.

Tatsächlich erötert Loren Cordain das sehr gut und zeigt anhand mehrerer Arbeiten: Mehr Protein in der Nahrung heißt auch mehr Calciumaufnahme aus dem Darm, so dass sich die Calcium-Balance nicht verschiebt.

Weiterhin kannst du mal schauen, was wirklich "sauer" ist. Eine Portion mageres Fleisch beispielsweise hat einen Wert von 8, eine Portion Banane einen Wert von -6. Heißt: Würdest du zu deinem Fleisch eine Banane essen, dann wäre das in deinem Blut (fast) ausgeglichen und deinen Körper müsste nichts zuschießen.
Übrigens: Käse ist das "sauerste" mit dem Wert 34.

Und: Eine wirkliche "Übersäuerung" gibt es nicht. (Außer bei einer Keto-Acidose)

Hier ein paar empfehlenswerte Links:
http://thepaleodiet.com/acidbase-balance/
http://jn.nutrition.org/content/133/10/3239.full
http://www.catalystathletics.com/article...oteinDebate.pdf



 
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RE: Fleischkonsum

#4 von disiz , 01.06.2014 12:37

Vielen Dank, da ich aus ethischen Gründen kein Fleisch esse, hat es micht interessiert.
Deshalb finde ich diese Plattform gut, da man hier gut über die Mikronährstoffe, die vorallem in Fleisch sind, aufgeklärt wird.
Ich dachte mir, wenn jemand die ganzen Nährstoffe über viel Fleisch zu sich nehmen will, aber dann das günstigste Fleisch nimmt, evtl gar nicht den großen Nutzen hat, da das Fleisch durch Fütterung und Medikamenten "ungesunder" gemacht wurde.

Ich werde mir mal die Artikel wegen der Übersäuerung angucken.



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RE: Fleischkonsum

#5 von Chris (edubily) , 01.06.2014 12:41

Hinsichtlich Carnitin, Carnosin und Kreatin, verliert das Fleisch nicht viel an Wert.


 
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RE: Fleischkonsum

#6 von Nati ( gelöscht ) , 23.06.2014 15:00

Hallo disiz,

hier schreibt mal ein Arzt zu "Deinem" Thema bzw. zu Ernährung überhaupt.
Ich finde diesen Artikel gar nicht so schlecht ...

Newsletter Dr. Tank


Liebe Grüße,

Nati


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RE: Fleischkonsum

#7 von van Gent , 24.06.2014 11:44

Danke für den Artikel. Sehr interessant.



 
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