Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#1 von Mic , 11.11.2017 19:13

Hi,

mir fällt es schwer einen guten Betreff hier zu wählen, vielleicht hat wer einen besseren Vorschlag

Gerade wenn man in einer Stadt lebt, ist es oftmals nicht so ganz einfach, sich z.B. Abends nach der Arbeit noch mit guten Lebensmitteln einzudecken, um sich dann was Frisches und Leckeres zu kochen. Oder um ggf. vorkochen/vorbereiten für den nächsten Tag. Meist sind da halt nur die üblichen Supermärkte verfügbar.

Mein Ziel ist hier, dass ich Lebensmittel, Quellen, Tipps, etc. liste, um einen Zugang zu sinnvollem Essen zu finden, ohne dass man täglich viel Zeit damit verbringen muss für Einkäufe etc. Auch sollen hier Produkte aus dem Bereich „Convenience Food“ landen, die eigentlich ganz ok sind. Sterben werden wir früher oder später eh alle. Also mal die Kirche beim Dorf lassen und schauen, was praktikabel und sinnvoll ist :-).
Wer weiß, evtl. kommen auch noch Rezepte usw. dazu. Ich fange einfach mal mit diesem Thread an.

Mir persönlich ist Geschmack und Genuss sehr wichtig: Ich verbringe gerne und viel Zeit beim Kochen und bin nicht wirklich derjenige, der sich einfach sein Essen reinkippt, weil es der Körper vermeintlich grad braucht. Das wird sich im Folgenden auch etwas widerspiegeln…
Wir werden auch keine schwere Krankheit bekommen, wenn wir mal etwa etwas Zucker oder Honig (oh mein Gott, Fruktose ) in eine Speise für den Geschmack geben. Täglich zwei Liter Cola trinken ist allerdings nicht so cool, klar. Also leben und leben lassen, und möglichst ausgewogen, dabei soll der Genuss unserer verfügbaren tollen Lebensmittel nicht zu kurz kommen.


Vakuumieren von Fleisch/Fisch:

Eine meiner besten Anschaffungen in diesem Zusammenhang ist ein Vakuumier-Gerät. Ich habe ein Caso VC100, es macht eine sichere doppelte Schweißnaht. Dadurch kann ich gutes Fleisch in größeren Mengen einkaufen, dann portionieren, vakuumieren und einfrieren. Nur 2 Beispiele:

Hühnerfleisch: ich schneide das gleich in Wok-gerechte Stücke (so Richtung Geschnetzeltes) und friere portionsweise ein.
Rindfleisch: Hier besorge ich mir auch gleich z.B. eine 3kg Rinderhüfte, Ribeye, usw., portioniere und friere ein. Rinderhüfte für Wok-Gericht friere ich im Ganzen ein, und schneide es danach. Im Gegensatz zu Huhn ist Rind da etwas „sensibler“, was Zartheit angeht, da soll möglichst viel Saft enthalten bleiben.

Das Auftauen mache ich – entgegen den üblichen Empfehlungen – im kalten Wasserbad. Bei guter Qualität des Fleischs verliert das Fleisch dabei kaum an Wasser/Fleischsaft und an Qualität. Einfach das Fleisch aus dem Gefrierschrank raus und ins kalte Wasserbad. Dauert ca. 30 Minuten, je nach Größe usw. Voraussetzung ist wie gesagt, dass es vorher gut und dicht vakuumiert wurde.

Alternativ kann ein so vakuumiertes und eingefrorenes Fleisch direkt ins Sous-Vide-Bad. Hierzu ist ein Sous-Vide-Stick oder ein entsprechendes Gerät erforderlich. Auch hier wieder als Beispiel: Rinderhüfte 250g vakuumiert und eingefroren, kommt direkt aus dem Gefrierer ins 53°C Sous-Vide-Bad. Je nach Dicke des Fleisches ca. 2-3 Stunden im Bad. Danach kurz auf beiden Seiten scharf anbraten (z.B. [Guss]Eisenpfanne), und fertig ist ein schönes Stück Fleisch.

Durch das Vakuumieren und Einfrieren kann ich meine Fleisch-Einkäufe viel besser auf gute Lieferanten planen. Z.B. Wochenmärkte, Hofläden, auch mal Metro, etc. Ich hätte es auch selbst nicht für möglich gehalten: Durch das Vakuumieren und Einfrieren stellt man bei guter Fleischqualität so gut wie keinen Geschmacksunterschied zu frischem Fleisch fest. Ist wirklich so, und haben mir einige Freunde bestätigt.

Nachteil hierbei ist ganz klar der Konsum von Plastikbeuteln beim Einfrieren, also nicht gut für unsere Umwelt. Muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Man kann die Tüten allerdings mehrfach verwenden.

Rind und Huhn waren hier natürlich nur Beispiele, das geht natürlich auch mit Wild, Fisch, usw. Wobei ich persönlich leider keine Innereien essen kann, ich kann mich da einfach nicht überwinden.

Vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert für Edubily, aber auch Burger-Patties für geile Burger kann man hervorragend vorbereiten. Einfach eine größere Menge gutes Rinder-Hackfleisch besorgen, etwas Salz und Pfeffer ran (etwa 6-7g Salz auf 1kg reicht), dann z.B. auf 160g portionieren, mit Burger-Presse flachdrücken, für 2 Stunden anfrieren und dann vakuumieren, dann ab in den Gefrierer. Diese Patties können dann direkt aus dem Gefrierer in der Pfanne oder auf dem Grill landen. Top!


Knochenbrühe / Rinderbrühe etc.

Ich denke, dass das Thema schon einschlägig auf diversen (Paleo, Health, usw.)-Webseiten abgehandelt wurde. Wir machen uns da an einem verregneten Samstag oder Sonntag immer einen entsprechenden Vorrat. Kommt dann auch portionsweise in kleine „Twist-off-Gläser“, und so hat man immer eine tolle Zutat verfügbar, auch um einer Sauce mehr Geschmack und Tiefe zu geben, usw.


Gnocchi

Ich hab erst vor ein paar Monaten wieder Gnocchi für mich entdeckt, also die italienischen kleinen Kartoffel-Klöße. Fällt – wenn man sie nicht selber macht – unter Convenience Food, ist klar. Aber auch da kann man mal auf die Zutaten achten, es gibt welche, die sind z.B. nur mit Kartoffeln und ohne Weizenmehl. Bequeme Sache, ich brate diese bei sehr wenig Fett in einer beschichteten Pfanne an. Beispielsweise als Beilage zu Fleisch/Fisch, aber das Gemüse dazu nicht vergessen :-) Das kann ebenso in der Pfanne landen (z.B. Brokkoli, Paprika, usw….)



Weitere Ideen, Gedanken und Praxistipps werden nach und nach hier von mir folgen Ihr seid gerne willkommen bzw. aufgefordert, hier Dinge beizutragen. Egal ob „pure“ Lebensmittel, Convenience Food das „ok“ ist, die Verarbeitung, die Konservierung, Techniken, usw.



Berglöwe, julesg88 und Django haben sich bedankt!
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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#2 von julesg88 , 12.11.2017 09:50

Super Idee dieser Thread!

Ich selbst experimentiere mit Optimierung was Zeitaufwand für gesundes Essen anbelangt.

Mittlerweile ist es so, dass wir Samstagmorgen einen Essensplan für die ganze Woche in Excel eintragen. Dieser basiert auf ca 3-4 Gerichten. Die Tabelle kalkuliert wie viele Portionen wir pro Gericht brauchen.

Samstag und Sonntag kochen wir alle Gerichte in sehr großen Portionen vor (aufgeteilt auf 2-3 Koch-Sessions). Diese kommen dann schon richtig portioniert (Einzelportionen) in Glasdosen (Silit Storio ist richtig gut) und werden im Kühlschrank gelagert oder eingefroren. Wir machen auch immer extra Portionen zum Einfrieren um etwas Puffer zu haben.

Dafür eignen sich zB Currys, Gulasch, ... - immer viel Gemüse und Fleisch gemischt, teilweise Reis und Kartoffeln mit drin.

Funktioniert super!


Django hat sich bedankt!
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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#3 von hans , 12.11.2017 11:44

Da ich es selber immer Frisch mag, keinen Gefrierschrank habe und möglichst nie etwas aufwärmen möchte (das macht es alles nicht besser), bin ich inzwischen dazu über gegangen mir mein Essen (inkl. Kartoffeln) fast komplett im Dämpferaufsatz zu zubereiten und es erst später zu Würzen. Einzig wenn ich Reis oder Hirse zubereite koche ich das noch in einem extra Topf (inkl. Gewürze).

Für Hülsenfrüchte nutze ich inzwischen einen InstantPot - mit dem ich in der Zukunft auch noch Suppen machen werde. Da das Teil programmgesteuert ist - kann vorab alles eingefüllt werden, das teil kocht dann automatisch und hält (wenn nötig) warm.

Dadurch das ich so wenig Töpfe / Geräte benutze hält sich der gesamte Aufwand und Abwasch in recht engen Grenzen. Das Dämpfen selber dauert nur ca. 15 bis max. 20 Minuten ab anschalten der Platte. Beim InstantPot ist es ähnlich. Das Gemüse kann ich gut im Kühlschrank und im Winter im (kaltem) Hausflur lagern.

LG
Hans

P.S.: Bin mal gespannt was hier noch so zusammenkommt



 
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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#4 von Django , 12.11.2017 15:19

Zitat von julesg88 im Beitrag #2
Super Idee dieser Thread!

Ich selbst experimentiere mit Optimierung was Zeitaufwand für gesundes Essen anbelangt.

Mittlerweile ist es so, dass wir Samstagmorgen einen Essensplan für die ganze Woche in Excel eintragen. Dieser basiert auf ca 3-4 Gerichten. Die Tabelle kalkuliert wie viele Portionen wir pro Gericht brauchen.

Samstag und Sonntag kochen wir alle Gerichte in sehr großen Portionen vor (aufgeteilt auf 2-3 Koch-Sessions). Diese kommen dann schon richtig portioniert (Einzelportionen) in Glasdosen (Silit Storio ist richtig gut) und werden im Kühlschrank gelagert oder eingefroren. Wir machen auch immer extra Portionen zum Einfrieren um etwas Puffer zu haben.

Dafür eignen sich zB Currys, Gulasch, ... - immer viel Gemüse und Fleisch gemischt, teilweise Reis und Kartoffeln mit drin.

Funktioniert super!

Hi jules, das kingt wunderbar. Ich habe auch schon mehrfach daran gedacht, aber mir fehlen irgendwie auch die Idee. Kannst Du evtl. mal ne Liste von Gerichten aufschreiben, die ihr auf diese Weise zubereitet? :)

Nebenbei übrigens auch eine tolle Art, Geld zu sparen. Ich ertappe mich doch immer wieder, wenn ich abends hungrig von der Arbeit komme, dann doch ab und an zum Fast Food zu greifen. Ist dann weder preiswert noch besonders gesund.


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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#5 von Mic , 15.11.2017 21:42

Danke für Euer bisheriges Feedback. Ich habe mir vorgenommen, hier regelmäßig was zu posten hierzu und freue mich auf Eure weitere Beteiligung.

Heutiges Thema: Schnelle und einfache Zubereitung von Reis
Ich halte eigentlich nicht viel von einer Mikrowelle, jetzt nicht wegen den (vermeintlichen) "Gefahren" dieser (das zu thematisieren und erörtern überlasse ich anderen ), sondern weil ich eigentlich zu wenig Einsatzzwecke dafür habe. Allerdings ist ein toller Einsatzzweck für mich ein Reiskocher für die Mikrowelle. Ich habe diesen hier für 10,90€, BPA-frei: https://www.amazon.de/dp/B00BTIVNT4/
Ich persönlich mag am liebsten (Himalaya)-Basmati-Reis, weil dieser lockerer wird als beispielsweise Thai-Jasmin-Reis, den ich zu "pampig" empfinde. Aber wie alles Geschmackssache.
Vorgehensweise:
- Reis in die rote Schüssel, und so lange waschen, bis das Wasser nicht mehr trüb ist. Geht schnell.
- Mit Wasser auffüllen. z.B. bei 60g Basmati-Reis sind das bei mir zusätzlich 180g Wasser, also insg. 240g Wasser inkl. Reis. Verhältnis Reis zu Wasser also ungefähr also 1:3.
- 900W, für 11 Minuten in die Mikrowelle
- Danach 5 Minuten stehen lassen, umrühren, und fertig ist die perfekte Konsistenz.

Geht also schnell und kann man gut timen, man kann den Reis auch schon einige Zeit vorher waschen und mit Wasser auffüllen, bevor dieser gekocht wird; dies wird wohl sogar empfohlen - macht für mich aber keinen Unterschied im Ergebnis. Der Reiskocher lässt sich auch schnell sauber machen und ist auch geeignet für die Spülmaschine.

Disclaimer: Nein, ich bin kein Händler von diesem Plastik-Teil :)



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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#6 von hans , 15.11.2017 21:57

Zitat von Mic im Beitrag #5
Heutiges Thema: Schnelle und einfache Zubereitung von Reis


Möchte das Thema nicht madig machen... jedoch kein BPA kann dann BPB, BPC, BPD, BPE, etc. pp bedeuten, Ich selber vermeide inzwischen Plastik in Bezug auf Lebensmittel wo es nur geht. Weiterhin hat Reis im allgemeinen eine Arsen-Problematik und sollte optimalerweise mit deutlich überschüssig Wasser gekocht werden (was dann später abgegossen wird). Dann gehen auch ca. 60% des Arsens in den Ausguss - mit vorherigem Einweichen für 24h noch mehr.

LG
Hans



 
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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#7 von Tommy , 16.11.2017 08:15

Nicht jeder Reis gleich hoch Hans. Manche Hersteller machen auch Angaben zu dem Arsengehalt auf Nachfrage


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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#8 von julesg88 , 16.11.2017 11:09

Hat jemand einen Tipp für Arsenarmen weißen Reis?


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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#9 von naklar! , 16.11.2017 11:28

Der von Dennree kam ( vor 1-2 Jahren ) mal ganz gut weg.


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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#10 von hans , 16.11.2017 11:40

Zitat von naklar! im Beitrag #9
Der von Dennree kam ( vor 1-2 Jahren ) mal ganz gut weg.


Ich hatte da mal angefragt wegen konkreter Werte - werden nicht herausgegeben. Sie sichern nur zu, das diese die EU-Grenzwerte einhalten.... Schade.

Problem: Die Lieferanten / Chargen / Herkunftsländer wechseln. Ohne konkrete Angabe für die Charge (bzw. auf Basis des MHD) ist das alles Schall und Rauch. Deswegen auch mein Hinweis auf das Einweichen und mit überschüssig Wasser (am besten 1:10) Kochen. Denn für jede MHD-Änderung den Hersteller anfragen... irgendwann wird es unübersichtlich...

LG
Hans



 
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RE: Gute Lebensmittel, Verarbeitung, Tipps, usw.

#11 von ChristineH , 16.11.2017 12:04

Ich würd meinen Instant Pot (vor anderthalb Jahren gekauft) nicht wieder hergeben. Vielseitig verwendbar, super schnell gereinigt. Kartoffeln, Linsen, Reis, diverses Gemüse dampfgaren, Eier hartkochen, Eintöpfe, Suppen, Knochenbrühe, usw.

Wenn Du einmal kochen und immer wieder davon essen möchtest, kannst Du jetzt im Herbst bspw. einen Topf Rotkraut kochen (gut im Kühlschrank aufzubewahren, täglich ein paar Esslöffel davon auf den Teller und fertig!), Kürbissuppe kann man gut portionieren, marinierte Pilze, Gemüsesalate, die man ziehen lässt, Gulasch am Wochenende kochen und in Portionsgläser abfüllen, hält sich sowohl im Gefrierschrank als auch im Kühlschrank. Gekochte/vakuumierte rote Bete für einen schnellen Salat, Fetakäse dazu. Bioland-Eier kann man am Wochenende einkaufen, halten sich mind. die ganze Woche, kannst sie bspw. schon alle hartkochen und immer bei Bedarf einen kleinen Proteinsnack aus dem Kühlschrank holen. Pellkartoffeln kann man auch einmal im großen Topf kochen und nach und nach kalt essen. Zwiebeln lassen sich gut lagern und zum Zwiebelomelett köstlich verarbeiten. Und immer wieder Portiönchen aus dem Glas mit Gemüsefermenten (Sauerkraut, Karotten, Blumenkohl, Radieschen ...) naschen. Jeden Samstag zwei oder drei ansetzen und man hat immer was da.


 
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