RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#16 von Chris (edubily) , 02.12.2014 11:47

Hallo Karsten (und andere, die sich für das Thema interessieren),

generell ist es so, dass eine dramatische Erhöhung der Jod-Zufuhr schon dafür sorgen kann, dass eine Entzündungsreaktion der Schilddrüse gefördert wird - das ist vor allem bei Hashimoto der Fall. Deshalb sollte ausgeschlossen werden, dass pathologische Veränderungen vorliegen.

Lugol'sche Lösung sollte dann nicht dauerhaft hochdosiert genutzt werden, sondern 4-8 Wochen. Man sollte darauf achten, wie die Schilddrüse (bereits) nach einem Tropfen reagiert. Keine (negative) Reaktion? Dann kann man steigern. Ich habe bis zu 15 Tropfen gesteigert, wenngleich ich das keinem empfehle bzw. nur in absoluter Eigenverantwortung.

Mögliche negative Auswirkungen von Jod werden potent "neutralisiert" durch hohe Selen-Spiegel. Ich bin mir nicht sicher, warum das der Fall ist.
Selen-Dosis sollte 400-800mcg betragen, ebenfalls über einen Zeitraum von 4-8 Wochen - am besten pro Tag im Wechsel. Montag: 400mcg, Dienstag: 800mcg usw.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Liebe Grüße,
Chris


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RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#17 von Karsten , 02.12.2014 12:28

Danke, Chris!

Dann sollte ich vorher besser nochmal zum Endokrinologen gehen, um mir bestätigen zu lassen daß meine Schilddrüse gesund ist?
Das kann man an meinen Werten nicht ablesen?

Was ich dann damit vor habe, sage ich wohl besser nicht...


Grüsse
Karsten


 
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RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#18 von Chris (edubily) , 02.12.2014 13:07

Also ich habe meine Schilddrüse nicht untersuchen lassen.

Aber wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann das natürlich tun.


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RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#19 von Diana ( Gast ) , 07.12.2014 03:00

Hallo Chris,

macht es noch Sinn, Jod einzunehmen, wenn die Schilddrüse gar keine Hormone mehr herstellt, sprich "ausgebrannt" ist (Hashimoto) und man T4 gänzlich substituieren muß?

Meine Umwandlung in T3 ist miserabel und ich wollte das durch NEMs ankurbeln. Selen und Vit. A nehme ich bereits in von dir angegebenen Dosen.

Danke und viele Grüße

Diana


Diana

RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#20 von Luna , 07.12.2014 09:32

Hallo Diana,
Ob die SD selber noch Hormone herstellt, hängt von mehren Faktoren ab, v.a. von der Menge von noch intaktem Schilddrüsengewebe. Meist ist es ja so, dass die SD sehr klein ist - die Ord-Form von Hashi - bindegewebsartig verändert und damit inhomogen und echoarm. Aber es ist nicht zu vergessen, dass die SD durch die Zugabe der Hormone von außen die Eigenleistung ziemlich heruntergefahren wird, was ja auch beabsichtigt ist, da die SD dann vom Immunsystem weniger angegriffen wird, was auch die Symptome der Immunerkrankung reduziert. So zumindest die Theorie.
Üblicherweise wird in D ja nur mit T4 substituiert, was aber nur solange funktioniert, wie man nicht auch mal intensiv Sport macht und einen möglichst gleichmäßigen Lebensrhythmus hat. Vergessen wird von der Schulmedizin völlig die Bedeutung von Selen z.B. Aber auch Eisen.
Dazu kommt, dass die gesunde SD ja selbst eine gute Portion T3 selbst herstellt. Also nicht nur durch Umwandlung in der Peripherie. Fehlt die SD oder ist sie so klein, dass sie das nicht mehr leisten kann, fehlt eben dieser Anteil. Gute SD-Ärzte wissen das und geben dann T3 direkt dazu, in Form eines Kombipräparats (Prothyrid, Novothyral oder anderes) oder als T3 direkt (Thybon) oder in Form von natürlichen Hormonen meist als Extrakt aus Schweineschilddrüsen, was über 100 Jahre lang die übliche Medikation war und einen Retardeffekt beim T3 hat. Jede(r) muss selbst ausprobieren, was passt. Es gibt inzwischen auch T3 mit Retardwirkung, da die Halbwertszeit ja nur bei 19h liegt.
Ich selbst habe eine Kombi aus T4 + Schilddrüsenextrakt, was recht gut passt.

So, wenn du versuchst, deine SD wieder hochzufahren, kann da nicht mehr viel rauskommen. Denn wo kein SD-Gewebe ist, kann auch nichts produziert werden. Das einzige was es dir bringen kann, ist vielleicht eine etwas bessere Reaktion auf wechselnden Bedarf, weil die SD dann "einspringt". Je nachdem, wie empfindlich du auf Jod bist, kann es auch zu einer Immunreaktion kommen, was du an den dir wohl auch bekannten "Grippesymptomen" führen kann. DAs Risiko, dass die SD weiter zerstört wird und es dadurch zu einem Schub mit seinen ganzen Symptomen kommt, ist gering. Ist ja schon kaum mehr was da.

Mir ging das Meiden von Jod langsam auf den Geist, wobei ich dadurch bei Hashi Ruhe rein bekommen hatte. Da meine SD auch kaum mehr vorhanden ist, habe ich es riskiert sogar die Lugolsche Lösung dazu zu nehmen. Einen hohen Selenspiegel hatte ich zu dem Zeitpunkt. Passiert ist gar nichts, zumindest nichts Unangenehmes. Ob sich von den Werten her etwas getan hat, kann ich noch nicht sagen. Zum einen habe ich die Dosis noch leicht erhöht und zum anderen habe ich die Werte noch nicht. Kommen aber in den nächsten Tagen

Fazit: Bei nicht (mehr) vorhandener SD kann auch bei Jodgabe nicht viel an Hormonproduktion rauskommen. Bleibt die Frage, wieviel die noch vorhandenen SD-Zellen noch zu leisten im Stande wären. Du kennst deinen Körper wohl selbst am besten und zu wissen, ob du es ausprobieren willst oder kannst. Aber eines ist sicher: Die Produktion wird keinesfalls ausreichen, um den Bedarf zu decken, also ohne Tablettengabe. Und mit der Umwandlung von T4 in T3 dürfte es auch nichts zu tun haben.
LG
Luna


 
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RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#21 von Karsten , 07.12.2014 17:54

Nochmal eine Frage zur Jodeinnahme.

Bisher habe ich das Jod auf 3x verteilt (1. morgens nüchtern, 2. zwischen den Mahlzeiten, 3. vor dem Schlafen gehen).

Habe jetzt an verschiedenen Stellen hier gelesen, daß Jod und auch Selen? nüchtern genommen werden soll.
Bedeutet daß ich die komplette Jod- (also bis zu ca. 10 Tropfen) und Selenmenge am morgen vor dem Frühstück auf einmal zu mir nehme?

P.S.:
Heute vierter Tag, gestern 3x2 Tropfen 12%ige Lösung - merken tue ich absolut nix.


Grüsse
Karsten


 
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RE: Argininmangel trotz massiver Supplementierung?

#22 von Chris (edubily) , 07.12.2014 18:23

Bei mir hat es ja auch 4-6 Wochen gedauert bis der Wert angestiegen ist - hier also Geduld!

Jod muss nicht nüchtern genommen werden. Selen würde ich schon nüchtern nehmen, einfach kurz (20 Minuten) vor Mahlzeiten.


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