optimale Gewicht bei Hartgainer?

#1 von Feirefiz , 06.09.2017 22:20

Zitat

35 Jahre alt, aus dem Sauerland, 183 cm groß, 60 kg (das ist kein Tippfehler - also stark untergewichtig) mit richtiger Hühnerbrust :-(
Also etwa wie dieser Typ hier rechts im Bild: https://tinyurl.com/ycpfoyfj
Offenbar bin ich das, was man "ektomorpher Körpertyp" (Hardgainer) nennt; minimaler Körperfett-Anteil, aber auch kaum vorhandene Muskeln.
Also ganz klar von der Genetik her erstmal KEIN sportlicher Typ.
Aber Fakt ist: auch mit dem hochkalorischen Zeug von früher habe ich kein bisschen zugenommen.
Nun möchte ich versuchen, mein Problem von der biochemischen Seite her zu ergründen und hoffe daher, dass mir hier weitergeholfen werden kann.



Hallo Tom, herzlich willkommen,

wie ich mich freue, endlich mal einer der nicht Abnehmen will, da sind wir schon mal zu Zweit.
(1) Ich mit 180cm und 62,5kg kriege auch gelegendlich mein genanntes Leistungsgewicht untergerieben. Ich spreche von Leistungsgewicht, und lasse mir ungern was Negatives dazu einreden. Dr. St in Roth ist doch ganz zufrieden mit KFA unter 4%, oder so. Allerdings hatte ich immer ein gutes, bis sehr gutes Lungenvolumen.
(2) Die Frage, die ich mir, uns, den LeserInnen hier stelle - am Besten in einem eigenen Thread ist doch :
Wann ist man eventuell so leichtgewichtig, daß es gesundheitsgefährlich wird? Welche (Früh-) Warnzeichen gibt es?
(3)Oder besser andersherum :Was, wie ist die ganz persönliche Zone des eigenen optimalen Gewichtes?
Mit Eiweißpulver mit Kohlenhydraten für Hartgainer habe ich es schon probiert. Allerdings nicht in den Massen (4 bis 6x am Tag einen Shakebecher), die da im Extremfall angeraten werden. Habe nicht den Eindruck, daß das viel Gewicht gebracht hat.
(4) Und dadurch das ich bei zaghaften Muskelaufbauübungen wenig bis keine Ergebnisse wahrgenommen habe, läßt die Ausdauer dafür auch nach.
Zumal ich mir evtl. auch durch Übereifer eine Verletzungsphase, die sich wirklich gewaschen hatte, zugezogen hatte.
(5) Ich möchte mir auch klarer werden, welche Kohlenhydrate den die Guten für mich sind. Theoretisch weiß ich : ..Die Nährstoffreichen..! rein praktisch tappe ich noch etwas im Graulicht.
Bitte hier Anworten - bin auf die Antworten gespannt;
L.G.
mit den besten Wünschen für exzelle körperliche und geistig, seelische Verfassung
herzlich
Feirefiz


„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“[9] Paracelsus: Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte. In: Septem Defensiones 1538. Werke Bd. 2, Darmstadt 1965, S. 510 Lt. wikipedia


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#2 von Dominik , 07.09.2017 07:54

Ich kenne keinen gesunden Menschen, der bei einer positiven Energiebilanz nicht an Gewicht zunimmt.

Selbst Menschen, die beispielsweise an einer Hyperthyreose leiden, haben im Grunde genommen "nur" den Nachteil, dass ihr persönlicher Energiebedarf den des "gesunden Durchschnittsmenschen" übersteigt.

Umgekehrt ist es ja genauso: Menschen, die an einer Hypothyreose leiden, haben gegenüber dem "gesunden Durchschnittsmenschen" einen niedrigeren Energiebedarf.

Vergleichbares Aktivitätsniveau vorausgesetzt, aber das versteht sich ja von selbst.

Insofern bleibt von meiner Warte nur zu sagen: "Hardgainer" und "Softgainer" sind zwei Modebegriffe aus der Bodybuilding- und Fitnessindustrie, die gerne mal dazu herangezogen werden, um Produkte wie Weight Gainer (für die "Hardgainer") oder Fatburner (für die "Softgainer") zu bewerben und zu verkaufen.

Beide Produktkategorien sind für 90% der gesunden Menschen aber völlig überflüssig, da Weight Gainer erstmal nichts Weiteres tun, als Kalorien zu liefern, während Substanzen wie Ephredrin, Koffein, EGCG usw. den Tagesenergieverbrauch durch eine Erhöhung der Thermogenese geringfügig steigern können. Aber wir reden hier wirklich von einem einstelligen Prozentbereich, also nichts Weltbewegendes.

Daher mein Fazit:

Bitte vergesst die Begriffe "Hardgainer" und "Softgainer".

Denn jeder (gesunde) Mensch kann an Gewicht zunehmen und jeder (gesunde) Mensch kann auch an Gewicht abnehmen.

Sicherlich gibt es zahlreiche Variablen, die es dem Individuum entweder leichter oder schwerer machen, an Gewicht zuzunehmen oder an Gewicht abzunehmen. Die einen haben vielleicht aufgrund ihrer Genetik oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung absolut niedrige Testosteronwerte (vielleicht sogar einen deutlichen Mangel) und werden daher niemals nennenswert Muskeln aufbauen können. Die anderen wiederum (wie z.B. ich) müssen sich dafür vielleicht in Phasen der KFA-Reduktion mehr zusammenreißen, weil sie im Beruf den ganzen Tag lang nur im Büro sitzen und dementsprechend ein sehr niedriges Aktivitätsniveau und somit einen sehr niedrigen Tagesenergieverbrauch haben.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#3 von Feirefiz , 07.09.2017 09:07

Hallo Dominik,
danke für Deine Reaktion,
würde mich freuen, wenn Du Recht behältst. ...
Bin mal gespannt ob hier noch weitere Reaktionen dazu kommen.


Zitat von Dominik im Beitrag #2
Ich kenne keinen gesunden Menschen, der bei einer positiven Energiebilanz nicht an Gewicht zunimmt.

Selbst Menschen, die beispielsweise an einer Hyperthyreose leiden, haben im Grunde genommen "nur" den Nachteil, dass ihr persönlicher Energiebedarf den des "gesunden Durchschnittsmenschen" übersteigt.


habe mal nachgeguckt : Hyperthyreose = Es kommt zu einer Überversorung des Körpers mit Schilddrüsenhormen,

Zitat

Umgekehrt ist es ja genauso: Menschen, die an einer Hypothyreose leiden, haben gegenüber dem "gesunden Durchschnittsmenschen" einen niedrigeren Energiebedarf.


Bei Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) erhält der Körper zu wenig Schilddrüsenhormone
Vergleichbares Aktivitätsniveau vorausgesetzt, aber das versteht sich ja von selbst.

Zitat

Insofern bleibt von meiner Warte nur zu sagen: "Hardgainer" und "Softgainer" sind zwei Modebegriffe aus der Bodybuilding- und Fitnessindustrie, die gerne mal dazu herangezogen werden, um Produkte wie Weight Gainer (für die "Hardgainer") oder Fatburner (für die "Softgainer") zu bewerben und zu verkaufen.

Beide Produktkategorien sind für 90% der gesunden Menschen aber völlig überflüssig, da Weight Gainer erstmal nichts Weiteres tun, als Kalorien zu liefern, während Substanzen wie Ephredrin, Koffein, EGCG usw. den Tagesenergieverbrauch durch eine Erhöhung der Thermogenese geringfügig steigern können. Aber wir reden hier wirklich von einem einstelligen Prozentbereich, also nichts Weltbewegendes.

Daher mein Fazit:

Bitte vergesst die Begriffe "Hardgainer" und "Softgainer".

Denn jeder (gesunde) Mensch kann an Gewicht zunehmen und jeder (gesunde) Mensch kann auch an Gewicht abnehmen.


Müsste ich tatsächlich mal meine Energiezufuhr und den Energieverbrauch protokollieren.
Meine Frau sagt gelegentlich, was Du so alles ißt.
Manche extremen Gewichtsspiralen - rauf oder binne Monaten wieder runter - plus, minus 40-60 %, des eig. Körpergewichtes,- die ich hier und woanders manchmal lese entziehen sich komplett meiner Praxis und daher auch etwas meinem Verständnis und setzen mich einfach in Erstaunen.
Von meinen Blutwerte mal was rausgepickt, kann ich mal endlich etwas mit machen, ist ja sonst eine geradezu erschlagende Datenmenge .

Hoffentlich passend zum Thema ausgewählt:
------------ vom 4.1.2017 ----------- Normangaben lt. Labor -----------
TSH basal 0,98µU/ml Norm = 0.30 - 4.50
Eiweiß, gesamt 71 g/l Norm = 64 - 83

------------ vom 18.10.2016 ----------- Normangaben lt. Labor -----------
Gesamt Testosteron i.S. 7.74 ng/ml Norm = 1.93 - 7.40
TSH basal 1.16mU/l Norm = 0.40 - 4.0
Ferritin i.S. 312 ng/ml Norm =30 - 400
Zink unter leicht unter Norm , Blei leicht erhöht

Wie gesagt, bin gespannt ob Deine Feststellung :
Beim gesunden Menschen ist die das Gewicht zwangsläufig das Ergebnis eine überschüssigen Energiezufuhr !
hier weiter bestätigt wird.
-L.G.-
Feirefiz


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#4 von Dominik , 07.09.2017 11:21

Wow, also auf deinen Gesamttestosteronspiegel von 7,74 ng/ml bin ich richtig neidisch! Meiner liegt gerade mal bei 3,71 ng/ml. Das ist ein Beispiel für den Faktor "Genetik", den ich auch schon im vorherigen Beitrag angesprochen habe.

Zusätzlich zum TSH (welches bei dir vollkommen normal ist) kann man noch fT3 und fT4 überprüfen lassen. Wenn alle drei Werte in Ordnung sind, braucht man die Schilddrüsenantikörper in aller Regel nicht auch noch untersuchen.

Wenn Zink bei dir leicht unter Norm ist, würde ich hier supplementieren. Entweder mit einem Multivitaminpräparat, welches Zink in ausreichender Menge und bioverfügbarer Form enthält (z.B. Life Extension Two-Per-Day) oder einfach mit Zinktabletten. Bitte möglichst nicht die Oxid-Form nehmen, denn da ist die Bioverfügbarkeit nicht so gut, wie beispielsweise bei der Citrat-Form.

Ansonsten lassen die wenigen, herausgepickten Blutwerte natürlich keine Rückschlüsse auf deinen gesundheitlichen Status zu. Da müsste man wesentlich mehr Parameter kontrollieren, wie Blutzucker (Glucose), Triglyceride, Cholesterin (gesamt, HDL, LDL), die relevanten Leber- und Nierenwerte sowie ggf. die wichtigsten Mineralstoffe und Vitamin D3 (25-OH-Vitamin-D3).

Aber zum Thema Gewichtszunahme hast du natürlich auch mit deiner eigenen Formulierung Recht:

"Beim gesunden Menschen ist die das Gewicht zwangsläufig das Ergebnis eine überschüssigen Energiezufuhr !"

Vollkommen richtig also:

Wenn jemand mehr isst, als er verbraucht, dann nimmt er langfristig zwangsläufig an Gewicht zu.

• Umgekehrt gilt das Gleiche: Wenn jemand weniger isst, als er verbraucht, dann nimmt er langfristig zwangsläufig an Gewicht ab.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#5 von edge , 07.09.2017 17:25

Zitat von Dominik im Beitrag #4
Bitte möglichst nicht die Oxid-Form nehmen, denn da ist die Bioverfügbarkeit nicht so gut, wie beispielsweise bei der Citrat-Form.


Oxid ist doch garnicht so schlecht. Es macht keinen Mega Peak im Blut wie andere Formen. Wirkt aber wohl doch gut und ist Darmvertraeglich. Life Extension verkauft es z.b. mittlerweise auch in dem "Extend-Release Magnesium".

Siehe auch http://edubily.de/2016/12/magnesium-verb...n-unterschiede/


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#6 von Dominik , 07.09.2017 17:36

Wollte die Oxid-Form nicht schlecht machen, sorry, wenn es so herüberkam.

Ist nach heutigem Stand der "Wissenschaft" denn Oxid genauso "sinnvoll" wie Citrat?

Denn in den Jahren zuvor hat man ja immer gesagt, man solle statt auf Oxid lieber auf bioverfügbarere Formen zurückgreifen.

Ich lerne gerne dazu!

// edit:

Aber ganz egal, unabhängig von der Form (Oxid vs. Citrat) würde ich einfach das günstigste Produkt kaufen. Denn bei Magnesium macht man sicher nicht viel falsch. Deshalb greife ich persönlich zu dem Magnesiumcitrat von Bull-Attack. Dort kosten 500 g Magnesiumcitrat nur 10,90€ (Link: https://bull-attack.com/shop/vitamine-mi...itrat-500g.html). Noch günstiger geht es kaum oder kennt jemand eine andere, günstigere Bezugsquelle?



 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#7 von edge , 07.09.2017 18:35

Guenstiger als bei Bull Attack kann es kaum werden. ;)

Oxid scheint sogar Vorteile zu haben. Eben kein Durchfall. Und kein Blut Peak.
Die Peaks der anderen haben die NEM Hersteller vermutlich genutzt um die anderen zu Pushen. Jetzt wird Oxid als neues High Techs Slow Release Magnesium vermarktet.

Wie immer vermutlich gut sich schlicht nicht nur stur auf eine Form zu fokussieren.


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#8 von Dominik , 07.09.2017 19:00

Haha, richtig. Günstigere Onlineshops als Bull-Attack kenne ich persönlich auch nicht.

Wenn man persönlich keine Probleme mit Citrat hat (ich nehme 1,5 g Tri-Magnesiumdicitrat, was laut Etikett 232,5 mg elementarem Magnesium entspricht), dann kann man ja ruhig dabei bleiben, finde ich.

Das dann jeweils 1x morgens und 1x abends. Immer zu der Mahlzeit dazu.

Habe keinerlei Probleme mit Durchfall o.Ä. bei dieser Dosierung. Und durch die Einnahme zur Mahlzeit dürfte der "Peak" doch eh abgeschwächt werden, aufgrund der ganzen Fette, Ballaststoffe etc. aus der Nahrung?

Das verzögert ja alles die Darmpassage etc.

Aber korrigiert mich gern, wenn ich falsch liege.



 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#9 von jfi , 08.09.2017 11:36

Zitat von edge im Beitrag #5
Zitat von Dominik im Beitrag #4Bitte möglichst nicht die Oxid-Form nehmen, denn da ist die Bioverfügbarkeit nicht so gut, wie beispielsweise bei der Citrat-Form.Oxid ist doch garnicht so schlecht. Es macht keinen Mega Peak im Blut wie andere Formen. Wirkt aber wohl doch gut und ist Darmvertraeglich. Life Extension verkauft es z.b. mittlerweise auch in dem "Extend-Release Magnesium". Siehe auch http://edubily.de/2016/12/magnesium-verb...n-unterschiede/


Moment, vergleicht ihr hier nicht gerade Äpfel mit Birnen?

Bei MAGNESIUM ist die Oxid-Form nicht schlecht, aber bbei ZINK wäre ich mir da nicht so sicher, da hier AFAIR die organischen Chelat-Verbidnungen doch deutliche Resorptionsvorteile bieten!

Bei Magnesium nehme ich persönlich 2 Dosierlöffel Tricitrat von Vitasyg in 1,5l Wasser über den Tag und 2 Tabletten von dm's Das Gesunde Plus-Magnesium (da ist Oxid und Carbonat drin) und habe wunderbare Blutwerte, eigentlich sogar "zu viel" :D

LG Jens


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#10 von Dominik , 08.09.2017 11:41

Hi Jens,

nun, deshalb schrieb ich in meinem Beitrag #4 ja auch explizit:

"Wenn Zink bei dir leicht unter Norm ist, würde ich hier supplementieren. Entweder mit einem Multivitaminpräparat, welches Zink in ausreichender Menge und bioverfügbarer Form enthält (z.B. Life Extension Two-Per-Day) oder einfach mit Zinktabletten. Bitte möglichst nicht die Oxid-Form nehmen, denn da ist die Bioverfügbarkeit nicht so gut, wie beispielsweise bei der Citrat-Form."

Das habe ich so geschrieben, weil das bis dato mein Kenntnisstand war. Also kurz: Zinkcitrat > Zinkoxid.

Wie gesagt, wenn ich damit falsch liegen sollte, korrigiert mich gern.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#11 von jfi , 08.09.2017 11:53

Hi Dominik,

exakt so ist es meines Wissens nach.

Zinkchelat > Zinkcitrat > Zinkoxid

Hatte ja mit meinem Beitrag darauf geantwortet, dass edge weiter oben geschrieben hat, Oxid wäre gar nicht so schlecht und danach ging die Diskussion über Magnesium weiter. Wollte nur nicht dass daraus jemand falsche Schlüsse zieht bzgl. Zink.

LG Jens


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#12 von Dominik , 08.09.2017 12:00

Okay, danke für die Klarstellung.

Für mich ändert sich dadurch auch nichts. Das Zink bekomme ich eh ausreichend durch meine Ernährung + durch die 2 Kapseln Two-Per-Day rein.

Und beim Magnesium bleibe ich beim günstigen Citrat von Bull-Attack.

Damit macht man wohl nichts falsch und ist finanziell auch kaum belastet.


 
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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#13 von Zopiclon , 08.09.2017 12:11

“Beim gesunden Menschen ist die das Gewicht zwangsläufig das Ergebnis eine überschüssigen Energiezufuhr !“

Ich halte dagegen: esse ich eine Makro Nährstoff Verteilung nach DGE mit einer resultierenden überschüssigen Energie Zufuhr aus Kohlenhydraten , so nehme ich nicht zu.
( 3 Monate mit täglichen Kalorien Überschuss von 500 und mehr)
Ist auch kein Wunder, denn nach massiver Kohlenhydrat Zufuhr wird mir immer warm.
Nehme ich dazu Chrom ein, so bekomm ich recht schnell einen zittrigen... Unterzucker!
Fahre ich aber die Kohlenhydrate auf ein Minimum herunter und erhöhe Fett und vor allem massiv das Protein, so ist zunehmen möglich.
Allerdings nehme ich das auch noch schneller wieder ab wenn ich auf DGE zurück schwenke.
Ich brauche allerdings auch täglich mehr als 3000k Kalorien im Durchschnitt und das nur mit einem Minimum an Lauftraining um die 10km Zeit zu halten. Ansonsten komme ich mir vor wie in der Mast. Ja, meine Schilddrüse ist gesund, mehrfach geprüft.
Eine Kalorie ist nunmal nicht immer auch eine Kalorie.

Gruss


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#14 von jfi , 08.09.2017 12:12

Stimmt, das ist auch ein guter Plan.

Bei Tink mache ich das eigentlich genauso wie du, nur dass bei meiner letzten Messung der Wert leider am unteren Referenzbereich war (trotz 2PD, vieler Eier, gutem Fleisch und Fisch auf dem Speiseplan). Daher nehme ich seitdem etwas mehr und schaue dan bei der nöchsten Messung was raus kommt.

Chris hat ja glaube ich auch mal irgendwo geschrieben, dass das mit Zink so eine Sache ist, da es bei manchen reicht wenn sie regelmäßig Fleisch essen und manche da ordentlich was reinschütten müssen, damit der Wert mal an die obere Referenz kommt...

LG Jens


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RE: optimale Gewicht bei Hartgainer?

#15 von Dominik , 08.09.2017 12:44

Zitat von Zopiclon im Beitrag #13
“Beim gesunden Menschen ist die das Gewicht zwangsläufig das Ergebnis eine überschüssigen Energiezufuhr !“

Ich halte dagegen: esse ich eine Makro Nährstoff Verteilung nach DGE mit einer resultierenden überschüssigen Energie Zufuhr aus Kohlenhydraten , so nehme ich nicht zu.
( 3 Monate mit täglichen Kalorien Überschuss von 500 und mehr)
Woher willst du wissen, ob du tatsächlich einen Kalorienüberschuss hast? Dieses ganze Gerede (auch vieler Veganer) über "mit high carb nimmt man nicht zu" geht mir etwas auf den Senkel, sorry. Klar ist es jetzt etwas überspitzt dargestellt, aber wenn man sich so Konsorten wie David Banana und Co. auf YouTube reinzieht, dann glauben die echt daran, dass ein Mischköstler, der mit 2000 kcal sein Körpergewicht hält, auf einmal 4000 kcal essen darf, nur wenn er auf HCLF umsteigt, also idealerweise noch 80/10/10 (Carbs, Protein, Fats). Ich persönlich habe jedenfalls keinen Menschen kennengelernt, der auf einmal mehr essen durfte, nur weil er an seiner Makronährstoff-Verteilung herumgeschraubt hat. Klar, jeder Makronährstoff wird mit unterschiedlichem Energieaufwand vom Körper verstoffwechselt: Fette speichern ist vom Körper super easy, Kohlenhydrate sind so das Mittelding und bei der Verstoffwechselung von Eiweiß wird fast ein Drittel des Energiegehaltes wieder verbraucht. Siehe thermic effect of food und so. Ist mir alles bewusst, aber letztendlich ändert das ja nichts an der grundlegenden Gleichung: Wenn ich ein Gefäß habe und dieses Gefäß zum Überlaufen bringe, dann habe ich einen Überschuss an Energie, die der Körper definitiv speichern wird. Ob nun in Form von Fett, von Glykogen, von Eiweiß etc. ist da erstmal zweitrangig. Aber überschüssige Energie wird zum Großteil gespeichert, die Verluste aufgrund des TEF und anderer thermogenetischer Effekte mal außen vor. Und umgekehrt ist es genauso: Wenn das Gefäß immer mehr an Inhalt verliert (Kaloriendefizit), dann muss ich nachschütten (d.h. der Körper muss sich aus den eigenen Energiereserve bedienen), damit mein Gefäß nicht leer wird.

Ist auch kein Wunder, denn nach massiver Kohlenhydrat Zufuhr wird mir immer warm.
Bei massiver Eiweißzufuhr müsstest du den Effekt aber noch viel mehr bemerken, vgl. thermic effect of food.

Nehme ich dazu Chrom ein, so bekomm ich recht schnell einen zittrigen... Unterzucker!
Fahre ich aber die Kohlenhydrate auf ein Minimum herunter und erhöhe Fett und vor allem massiv das Protein, so ist zunehmen möglich.
Allerdings nehme ich das auch noch schneller wieder ab wenn ich auf DGE zurück schwenke.
Ich brauche allerdings auch täglich mehr als 3000k Kalorien im Durchschnitt und das nur mit einem Minimum an Lauftraining um die 10km Zeit zu halten. Ansonsten komme ich mir vor wie in der Mast. Ja, meine Schilddrüse ist gesund, mehrfach geprüft.

Eine Kalorie ist nunmal nicht immer auch eine Kalorie.
Das ist richtig, da es Faktoren wie den thermic effect of food, Ballaststoffe, etc. gibt, die dafür sorgen, dass nicht alle Kalorien, die ursprünglich mal in dem Nahrungsmittel drin waren, auch im Körper des Menschen ankommen. Es ist logisch, dass reiner Zucker fast vollständig im Körper ankommt, während viele Bestandteile ballaststoffreicher Lebensmittel wie Gemüse oder Vollkornprodukte zu einem Großteil über den Darm ausgeschieden werden. Das sehen wir jedes Mal, wenn wir für den Stuhlgang zur Toilette gehen. Mais ist da ja auch so ein Paradebeispiel, an dem man mit eigenen Augen sehen kann, dass man nicht pauschal sagen kann: "So wie ich das Nahrungsmittel esse, kommt es auch vollständig in meinem Körper bzw. meinem Blut an". Weiß jeder, der schon mal Mais gegessen hat.

Gruss


Nichtsdestotrotz bin ich immer vorsichtig, was solche Aussagen betrifft.

Nur durch die Umstellung seiner persönlichen Makronährstoffverteilung wird niemand auf einmal schlagartig an Gewicht ab- oder zunehmen, solange wir die eine wichtigste Gleichung ("Kalorienzufuhr versus Kalorienverbrauch") dabei immer konstant halten.



 
Dominik
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